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Louis Bromfield


Louis Bromfield, eigentlich Louis Brumfield, (* 27. Dezember 1896 in Mansfield, Ohio; † 18. März 1956 in Columbus, Ohio) war ein US-amerikanischer Schriftsteller.

Leben

Bromfields Vorfahren waren unter den ersten Siedlern Ohios; sein Vater war Charles Brumfield und seine Mutter war Annette M. Coulter. Nach seiner Schulzeit begann er 1914 Landwirtschaft an der Cornell University (Ithaca) zu studieren. 1916 wechselte er an die Columbia University (New York) um dort, Journalismus, Literatur und Philosophie zu studieren. Dort schloss er sich auch der Studentenverbindung Phi Delta Theta an.

Durch diese Vereinigung machte Bromfield auch Bekanntschaft mit dem American Field Service. Als dessen Mitglied kam er während des Ersten Weltkriegs auch nach Frankreich. Später kämpfte er dort auch als Soldat. Nach dem Krieg kehrte er in die USA zurück und ließ sich in New York nieder. Dort arbeitete er als Lektor und Dramaturg und als Musik- und Theaterkritiker[1] und begann sein erstes Buch zu schreiben.

1921 heirate Bromfield in New York Mary Appleton Wood, eine Tochter des Staatsanwalts Chalmers Wood und dessen Ehefrau Ellen Apleton Smith. Mit seiner Ehefrau hatte Bromfield drei Töchter, Ann, Hope und Ellen. 1924 konnte Bromfield mit Das Leben der Lily Shane (The Green Bay Tree) sehr erfolgreich debütieren. Diesem ersten Band einer Tetralogie folgten schon bald – ebenfalls erfolgreich – die Bände Die Besessenen (Possession), Früher Herbst (Early Autumn) und Welch eine Frau ... (A good woman).

1928 ging Bromfield für beinahe zehn Jahre wieder nach Frankreich. Dort arbeitete er auch journalistisch, großen Teil seiner Zeit verwendete er aber für sein eigenes literarisches Werk. 1938 kehrte er zurück und ließ sich im Richland County (Ohio) nieder. Dort gründete er seine Malabar Farm[2] (heute Malabar Farm State Park).

Mit beinahe 60 Jahren starb Louis Bromfield am 18. März 1956 in Columbus (Ohio) und fand dort auch seine letzte Ruhestätte.

Ehrungen

Werke

Autobiographie
  • From my experience. The pleasures and miseries of life on a farm. Neuaufl. Wooster Books, Wooster, Ohio 2000, ISBN 1-888683-55-4.
Briefe
  • Daniel Bratton (Hrsg.): „Yrs. ever affly“. The correspondence of Edith Wharton and Louis Bromfield. University Press, East Lansing, Mich. 2000, ISBN 0-87013-516-3.
Erzählungen
  • Das einsame Mädchen. Zwei Erzählungen. Verlag die Arche, Zürich 1950 (Die kleinen Bücher der Arche; 117/118).
  • So ist die Welt („The world we live in“). Scherz, Bern 1946.
  • Von Tieren und anderen Leuten („Animals and other people“). Franckh, Stuttgart 1958.
  • Zenobia. 5 Stories („Up Ferguson Way“). Nymphenburger, München 1957.
Romane
  • Die Besessenen. Roman („Possession“). Scherz, Stuttgart 1963.
  • Bitterer Lotos. Roman („Bitter Lotus“). Lübbe Verlag, Bergisch Gladbach 1980, ISBN 3-404-11153-2 (deutsche Übertragung von Elisabeth Rotten).
  • So musste es kommen („It had to happen“). Humanitas Verlag, Zürich 1943.
  • Colorado. Roman („Colorado“). Kaiser Verlag, Klagenfurt 1961.
  • Der Fall Annie Spragg. Roman („The strange case of Miss Annie Spragg“). Scherz Verlag, Bern 1951.
  • Früher Herbst. Roman („Early Autumn“). Goldmann, München 1978, ISBN 3-442-03661-5 (früherer Titel Olivia Pentland).
  • Ein Held unserer Zeit. Roman („A modern hero“). Scherz & Goverts, Stuttgart 1953.
  • Kenny. Roman („Kenny“). 2. Aufl. Goldmann, München 1976, ISBN 3-442-03392-6.
  • Mrs. Parkington. Roman („Mrs. Parkington“). Lübbe Verlag, Bergisch Gladbach 1976, ISBN 3-404-00422-1 (deutsche Übertragung von Paola Meister-Calvino).
  • Der große Regen. Roman („The rains came“). Ullstein, Frankfurt/M. 1976, ISBN 3-548-02262-6.
  • Das Leben der Lily Shane. Roman („The Green Bay Tree“). Bastei Lübbe, Bergisch Gladbach 1975, ISBN 3-404-00215-6.
  • Der Mann, der alles hatte. Roman („The man who had everything“). Bastei-Lübbe, Bergisch Gladbach 1977, ISBN 3-404-05170-X.
  • Mr. Smith. Roman („Mrs. Smith“). Scherz Verlag, Bern 1951 (deutsche Übertragung von Alexandra Brun).
  • Nacht in Bombay. Roman („Night of Bombay“). Goldmann, München 1979.
  • New Yorker Legende. Roman („New York Legend“). Verlag die Arche, Zürich 1981, ISBN 3-7160-1099-5.
  • Tal meiner Sehnsucht. Roman („Planet Valley“). EVA, Frankfurt/M. 1952.
  • Traum in Louisiana. Roman („Wild is the river“). Bastei-Lübbe, Bergisch Gladbach 1976, ISBN 3-404-00322-5.
  • 24 Stunden. Roman („Twenty-four Hours“). Fischer Taschenbuchverlag, Frankfurt/M. 1962 (Fischer-Bücherei; 418).
  • Der Weg der Anna Bolton. Roman („What became of Anne Bolton“). Lübbe Verlag, Bergisch Gladbach 1979, ISBN 3-404-01148-1.
  • Welch eine Frau ... Roman („A good woman“). Scherz & Goverts, Stuttgart 1956 (deutsche Übertragung von Maria Wolff).
Sachbuch
  • Vom Unfug der Gewalt. Ein neues Konzept für eine verwirrte Welt („A new patten for a tired world“). Econ, Düsseldorf 1955.

Verfilmungen

Literatur

  • David D. Anderson: Louis Bromfield. Twayne, New York 1964 (Twayne's US Authors series; 55).
  • Morrison Brown: Louis Bromfield and his books. An evaluation. Cassell, London 1956.
  • John T. Carter: Louis Bromfield and the Malabar Farm Experience. Amereon Huse, Mattituck, N.Y. 1995.
  • Ellen B. Geld: The heritage. A daughter's memories of Louis Bromfield. University Press, Athens, Ohio 1999, ISBN 0-8214-1288-4.
  • Charles E. Little: Louis Bromfield at Malabar. Writings on farming and country life. University Press, Baltimore 1988, ISBN 0-8018-3674-3.
  • Ivan Scott: Louis Bromfield, novelist and agrarian reformer. The forgotten Author. Mellen Books, Lewiston 1998, ISBN 0-7734-8503-1.
  • Pamela Cleaver: Louis Bromfield. In: Lesley Henderson: Twentieth century romance and historical writers. St. James Press, Chicago, Ill. 1990, ISBN 0-912289-97-X.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Walther von Hollander: Das kleine Handbuch für Bücherfreunde. Führer durch die weite Welt der Unterhaltung und des Wissens. Verlag Buch und Wissen, Rheda 1964, S. 11.
  2. berühmteste Gäste dort waren Laureen Bacall und Humphrey Bogart in deren Flitterwochen


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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Louis Bromfield (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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