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Lomé


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Lomé

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Basisdaten
Staat: Togo Togo
Region: Maritime
Präfektur: Lomé
Höhe: 63 m ü. NN
Fläche: 345 km²
Einwohner: 760.000 (2005)
Bevölkerungsdichte: 2.203 Einwohner je km²

Lomé (vormals Lome) ist die Hauptstadt von Togo und sowohl kulturelles als auch Wirtschafts- und Handelszentrum des afrikanischen Staates. Zudem ist die Stadt auch Hauptstadt der Region Maritime.

Geographie

Die Stadt liegt am Golf von Guinea an der 52 km langen Küste von Togo (siehe Karte). Der Standort am Atlantischen Ozean ist bedeutend für die Wirtschaft Togos sowie seiner Nachbarländer und westlicher Länder.

Stadtviertel Lomés

  • Ablogamé
  • Adawlato
  • Amoutiévé
  • Dékon
  • Forever
  • Kodjoviakopé
  • Noukafou
  • Nyékonakpoè
  • Oae
  • Residence du Benin
  • Super Tako
  • Tokoin
  • Xédranawoe
  • Adidogomé
  • Zongo
  • Kege

Klima

Lomé liegt im tropischen Klimagürtel, es gibt jährlich zwei Regenzeiten: von April bis Juni und von September bis November. Die regenreichsten Monate sind der Juni und der Oktober. Die Luftfeuchtigkeit beträgt im Juni etwa 80 Prozent. Der trockenste Monat ist der Dezember. Am wärmsten ist es im März mit Mittagstemperaturen um die 32 °C. Der kühlste Monat ist der August mit Temperaturen von etwa 27 °C.

Lomé
Klimadiagramm
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Temperatur in °CNiederschlag in mm
Quelle: [1]
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Lomé
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 31,7 32,3 32,5 32,1 31,3 29,6 28,2 28,0 29,1 30,4 31,6 31,6 Ø 30,7
Min. Temperatur (°C) 22,5 24,0 24,5 24,4 23,5 22,8 22,5 22,3 22,5 22,8 22,9 22,5 Ø 23,1
Niederschlag (mm) 9 23 53 96 153 252 91 33 65 75 20 8 Σ 878
Sonnenstunden (h/d) 7,2 7,7 7,4 7,3 7,0 4,7 4,4 4,8 5,6 7,0 8,0 7,3 Ø 6,5
Regentage (d) 0 2 3 5 9 11 6 4 6 6 2 1 Σ 55
Wassertemperatur (°C) 27 27 28 28 28 26 24 22 23 25 27 27 Ø 26
Luftfeuchtigkeit (%) 79 81 82 82 84 86 87 86 86 85 84 82 Ø 83,7
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Quelle: [1]

Geschichte

Lomé wurde im 18. Jahrhundert von den Ewe gegründet. Der Ort war bis 1882 ein unbedeutendes Dorf, wurde aber mit der Ankunft der afro-brasilianischen Brüder Chico und Octaviano Olympio als Vertreter der britischen Handelsfirma A. and F. Swanzy in jenem Jahr bald zu einem bedeutenden Handelszentrum. Der Ort war zu diesem Zeitpunkt unter dem englischen Namen Bey Beach bekannt.

Togo gehörte seit Mitte der 1880er Jahre unter der Bezeichnung Togoland zum Kolonialgebiet des Deutschen Reiches. 1897 verlegte die deutsche Kolonialverwaltung ihren Sitz nach Lomé, welches sich danach auch zum Handels- und Verkehrszentrum Togos entwickelte. Dies kam etwa durch den Bau der Landungsbrücke Lome 1902–1904 zum Ausdruck. In der Altstadt befinden sich noch Bauten aus der deutschen Kolonialzeit Togos, wie z.B. der Gouverneurspalast oder die neugotische Kathedrale.

Ab 1905 war Lome Ausgangspunkt der ersten Bahnlinie Togolands, der Bahnstrecke Lomé–Aného.

Nach dem Ersten Weltkrieg wurde Togo vom Völkerbund übernommen und zum größeren Teil Frankreich und zu einem kleineren Teil Großbritannien als Mandatsgebiet zugewiesen. Während der britische Teil Togos heute zu Ghana gehört, entspricht die unabhängige Republik Togo (Unabhängigkeit 1960) dem französischen Mandatsgebiet.

Politik

Als Hauptstadt der Republik Togo ist Lomé das politische Zentrum des Landes. Neben dem Staatspräsidenten hat hier auch die Regierung (Primature) ihren Sitz.

Außerdem tagt die Nationalversammlung (Assemblée Nationale) in Lomé.

Wirtschaft und Verkehr

Lomé ist das wirtschaftliche Zentrum Togos. Über seinen Hafen laufen viele der Export- und Importgeschäfte ab. Auch für die umliegenden Binnenstaaten Mali, Burkina Faso und Niger ist der Hafen von Lomé ein wichtiges Nadelöhr im Import- Exporthandel (Freihafenzone). Einige wichtige Arbeitgeber und Industriezweige im Stadtgebiet von Lomé sind das Stahlwerk, die Erdölraffinerie und ein Großkraftwerk.

Vom Hafen führen drei Bahnlinien ins Hinterland von Togo. Außerdem besitzt Lomé einen internationalen Flughafen.

Universitäten, Fachhochschulen, Berufsakademien

Folgende Bildungszentren sind/waren in Lomé zu finden:

  • Universität von Lomé (existiert seit 1970, 1965 als College gegründet)
  • Fachschulen für Architektur und Verwaltung
  • Ausbildungszentrum der Panafrikanischen Stiftung für wirtschaftliche, kulturelle und soziale Bildung
  • Goethe-Institut
  • Technik- und Wirtschafts-Gymnasium (Lycée technique de Lomé)

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Museen

  • Das Nationalmuseum mit Ausstellungen zur togoischen Kultur und zum Konflikt zwischen Ureinwohnern und Kolonialherren
  • Die Nationalbibliothek
  • Das von einem Schweizer Professor geleitete Musée International du Golfe de Guinée

Bauwerke

  • das Maison du RPT, das Parteihaus der von Präsident Eyadéma gegründeten Einheitspartei verbindet europäische Architektur mit afrikanischen Reliefs des togoischen Künstlers Paul Ahyi
  • der Place de l'Indépendance mit dem Unabhängigkeitsdenkmal
  • der Gouverneurspalast
  • die Kathedrale Sacré-Cœur eine neugotische Kathedrale
  • der Boulevard de la République, Marina genannt - die Uferstraße entlang des Atlantischen Ozeans

Märkte

  • der Marché au Féticheurs, ein etwas außerhalb gelegener „Voodoo-Markt“, auf dem Wunderheilmittel aller Art verkauft werden.
  • der Grand Marché in einem dreistöckigen Gebäude mit „Abteilungen“ für Waren aller Art
  • der Kunsthandwerkermarkt Village Artisanal, es wird lokales Kunsthandwerk hergestellt und zum Verkauf angeboten

Partnerstädte

Sonstiges

Lomé war Ort eines der wichtigsten Verträge zwischen der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) (seit 1993 EG in der EU) und den Staaten Afrikas, dem Pazifik und der Karibik (AKP-Staaten), in dem finanzielle und allgemeine politische Zusammenarbeit auf einer Fünf-Jahres-Basis (später zehn Jahre) vereinbart wurde. Das Lomé-Abkommen wurde nach seinem Unterzeichnungsort benannt.

Söhne und Töchter der Stadt

Weblinks

 Commons: Lomé  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Lomé – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

  1. wetterkontor.de

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Lomé (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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