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Lochen am See


Lochen am See
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Braunau am Inn
Kfz-Kennzeichen: BR
Hauptort: Lochen
Fläche: 33,28 km²
 :
Höhe: 516 m ü. A.
Einwohner: 2.660 (1. Jän. 2016)
Postleitzahl: 5221
Vorwahl: 07745
Gemeindekennziffer: 4 04 19
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Ringstraße 14
5221 Lochen am See
Website: www.lochen.at
Politik
Bürgermeister: Franz Wimmer (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(25 Mitglieder)
13
6
6
13 
Lage der Gemeinde Lochen am See im Bezirk Braunau am Inn
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Lochen am See ist eine österreichische Gemeinde im Innviertel in Oberösterreich mit 2660 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2016 ).

Geografie

Lochen am See grenzt an den Mattsee auf einem Hochplateau, wobei der Tannberg im Süden der Gemeinde liegt. Die Gemeinde hat eine Fläche von 33,3 km².

Nachbargemeinden

Kirchberg bei Mattighofen Munderfing
Palting Lengau
Mattsee

(beide Bez. Salzburg-Umg., Sbg.)


Köstendorf (Bez. Salzburg-Umg., Sbg.)


Straßwalchen (Bez. Salzburg-Umg., Sbg.)

Gemeindegliederung

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Lochen, Oberweissau, Tannberg und Wichenham.

Das Gemeindegebiet umfasst folgende 33 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011[1]):

Einziger Zählsprengel ist Lochen für die ganze Gemeinde.

Geschichte

Bereits aus der Jüngeren Steinzeit liegen Depotfunde in Lochen vor. In der Folge sind auch Funde aus der Hallstattzeit und der La-Tène-Zeit nachzuweisen, in denen Illyrer und Kelten das Land besiedelten. Römische Siedlungen konnten auch in Lochen gesichert werden, wobei hier die Straße nach Castra Batava (Passau) verlief. Nach der Völkerwanderungszeit besiedelten Bajuvaren ab dem 6. Jahrhundert das Gebiet.

Lochen wurde das erste Mal im Jahre 903 in einer Schenkungsurkunde des Bischofs Madalwin urkundlich erwähnt. Lochen gehörte – wie aus einer Personalzinsurkunde hervorgeht – zum Stift Mattsee. Durch den Frieden von Teschen im Jahre 1779 kam das gesamte damalige Innbaiern mit Lochen von Bayern zu Österreich. Im Zuge dieser Veränderung kam Lochen 1785 von der Diözese Passau zur 1785 neu gegründeten Diözese Linz.

Lochen wurde im Jahr 1974 als Standort für den Flughafen Salzburg vorgeschlagen.

Die Gemeinde nennt sich erst seit jüngster Zeit Lochen am See. Das soll darauf Bezug nehmen, dass sich das Gemeindegebiet bis an den Mattsee erstreckt, der zum Bundesland Salzburg gehört. Diese Tatsache ist im Raum relativ unbekannt. Der Hauptort selbst liegt nicht am See.

Politik

Der zuständige Gerichtsbezirk ist der Gerichtsbezirk Mattighofen.

Gemeindevertretung

13
6
6
13 

Sitzverteilung seit der Gemeinderatswahl 2015:

Bürgermeister ist Franz Wimmer von der ÖVP.

Wappen

Offizielle Beschreibung des Gemeindewappens:

In Silber auf grünem Schildfuß zwischen zwei grünen Hügeln eine grüne, stammlose, bis zum Schildrand reichende, dreieckförmige Tanne.

Die Gemeindefarben sind Weiß-Grün.

Regionalpolitik

Lochen gehört zur Leaderregion Oberinnviertel–Mattigtal.[2]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Lochen, mit berühmtem barocken Hochaltar von Meinrad Guggenbichler
  • Filialkirche zum Hl. Kreuz in Gebertsham: Die spätgotische Kirche ist ein einschiffiger Bau mit westseitigem Dachreiter aus der Zeit um 1500. Der Gebertshamer Flügelaltar aus dem Jahre 1515/20 wird der Werkstatt des Meisters Gordian Guckh zugeschrieben. Der Altar zeigt im Mittelschrein eine figurenreiche Kreuzigungsdarstellung und auf den Tafeln der Flügelinnenseiten die Legende vom Hl. Kreuz. Im Jahr 1986 wurden in der Kirche Wandmalereien entdeckt. 178 mehrfarbige Pflanzenornamente, mehrere Weihekreuze und vier Wandbilder wurden wiederhergestellt. Im Jahr 1988 fand in der Kirche die Hochzeit von Deutschlands ehemaligem Bundespräsidenten Walter Scheel statt.
  • Filialkirche Hl. Johannes der Täufer in Astätt
  • Keltische Vierecksschanze: Da bei einer Grabungskampagne 2007 keine entsprechenden Funde gesichert werden konnten, dürfte die Bezeichnung La-Téne-zeitliche Vierecksschanze falsch sein, vermutlich wurde die Anlage bei den österreichisch-bayerischen Grenzstreitigkeiten im Zuge des Spanischen Erbfolgekrieges errichtet.[3]
  • Der Richtstättenweg Lochen wurde 30. September 2012 eingerichtet, er führt vom Kirchweg in Lochen zur Köpfstattsäule in Astätt, wo 1762 die letzte Hinrichtung stattfand.[4]
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Lochen am See

Persönlichkeiten

  • Peter E. Steiner (* 1926), Professor für Schrift und Typografie, entwarf fast 70 Briefmarken und -stempel für die Deutsche Bundespost, später der Deutschen Post AG.
  • Harald Unverdorben (* 1981), Fußballspieler

Literatur

  • Reinhard Weidl: Lochen – Gebertsham – Astätt. (= Christliche Kunststätten Österreichs, Nr. 145) Salzburger Druckerei, Salzburg, 1985.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011
  2. Verein Zukunft Oberinnviertel-Mattigtal (zukunft-om.at) .
  3. Christian K. Steingruber: Eine kritische Betrachtung des Historisch-Topographischen Handbuches der Wehranlagen und Herrensitze Oberösterreichs. Ober-Österreichisches Landesarchiv, Linz 2013, S. 212.
  4. Richtstättenweg in Lochen eröffnet , zukunft-om.at;
    Lochen am See eröffnet Richtstättenweg , Barbara Eder in meinbezirk.at, 22. September 2012

Kategorien: Mattigtal | Lochen am See | Gemeinde in Oberösterreich

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Lochen am See (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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