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Loch Lomond


Dieser Artikel behandelt den See in Schottland. Der Artikel Loch Lomond (Begriffsklärung) verweist auf weitere Bedeutungen von „Loch Lomond“.
Loch Lomond
Geographische Lage Loch Lomond and the Trossachs National Park, Schottland
Zuflüsse Falloch
Abfluss LevenClyde
Daten
Höhe über Meeresspiegel 7,9 m ASL
Fläche 71 km²
Länge 39 km
Breite 8 km
Volumen 2,6 km³
Maximale Tiefe 190 m
Mittlere Tiefe 37 m

Besonderheiten

größter See Schottlands mit zahlreichen Inseln

Der Loch Lomond (Aussprache: [ˌlɒχ ˈloʊmənd]; gälisch Loch Laomainn) ist ein See 23 km nordwestlich von Glasgow. Er liegt in den Council Areas Argyll and Bute, West Dunbartonshire und Stirling. Loch Lomond ist seit 2002 Teil des Nationalparks Loch Lomond and the Trossachs und gilt als der schönste See Schottlands.

Größe und Lage

Der Loch Lomond ist mit einer Fläche von etwa 71 km² der größte See Schottlands. Er erstreckt sich in Nord-Süd-Richtung über eine Länge von 39 km, ist bis zu 8 km breit und bis zu 190 m tief. Loch Lomond ist sowohl mit der Bahn als auch über die A82 leicht erreichbar. Längs des Sees führen westlich und östlich zwei Wege für sehr unterschiedliche Ansprüche.

Am belebten Westufer führt die A82 den Straßenverkehr über die gesamte Länge des Sees von Balloch im Süden bis nach Ardlui im Norden. Öffentliche Verkehrsmittel finden sich fast ausschließlich auf dieser Seite des Sees. Für Radfahrer verläuft an diesem Ufer außerdem der etwa 28 km lange West Loch Lomond Cycle Path. Er verbindet den Endbahnhof von Balloch mit dem Bahnhof von Arrochar and Tarbet im Norden, letztere ist eine Station der West Highland Line. Etliche Buslinien vervollständigen die Verkehrsverbindungen.

Das gegenüber liegende ruhigere Ostufer ist dicht bewaldet; längs des Ufers verläuft der West Highland Way, die populäre schottische Wanderstrecke, die über 154 km von Milngavie (Glasgow) bis nach Fort William führt. Mit dem Auto ist das Ostufer kaum erreichbar. Lediglich nach Balmaha führt aus Südosten eine Stichstraße (B837), die bis Rowardennan weiterführt und sich später in einem alten Forstweg verliert. Balmaha ist auch der einzige Ort an der Ostküste, der mit dem Bus erreichbar ist. Nördlich davon führt zudem eine eigene Stichstraße von Osten kommend nach Inversnaid.

Über den Loch Lomond gibt es, zumindest während der Sommermonate, mehrere kleine Fährverbindungen. Anlegestellen finden sich unter anderem in Rowardennan, Inversnaid, Ardleish, Ardlui, Inverbeg, Tarbet und Balmaha.

Inseln

Der Loch Lomond hat, je nach Wasserstand, zwischen 30 und 60 Inseln. Einige der Inseln sind nur bei niedrigem Wasserstand sichtbar.[1] Einige Quellen nennen bis zu 60 Inseln[2], das mag aber auf eine poetische Übertreibung aus dem 9. Jahrhundert zurückgehen. Andere Quellen sprechen von insgesamt 30[3] oder 38 Inseln[4] unterschiedlicher Größe. Drei von ihnen sind bewohnt, es handelt sich um Inchmurrin (13 Einwohner), Inchtavannach (3 Einwohner) und Inchfad (2 Einwohner). Inchmurrin, nach dem irischen Heiligen Mirin benannt, ist mit 1,2 km² die größte Süßwasserinsel der Britischen Inseln. Sie liegt im Südzipfel des Sees und ist für die Allgemeinheit zugänglich. Auf Inchfad wurde im 19. Jahrhundert eine illegale Whiskydestillerie errichtet, deren Ruinen heute noch im Dickicht erkennbar sind.[5]

Einige weitere Inseln befinden sich in Privatbesitz, die anderen dienen als Naturreservate. Die Insel Inchcailoch wurde zum Naturerbe Schottlands ernannt, darf aber betreten werden. Bucinch und Ceardach befinden sich im Besitz des National Trust for Scotland. Einige der Inseln werden als Sites of Special Scientific Interest (SSSI), also als „Stätten von besonderem wissenschaftlichem Interesse“ behandelt.

Musik und Dichtung

  • Hauptartikel: Loch Lomond (Lied)
    Der See ist über die Jahrhunderte eingegangen in Geschichten und Gesänge. Das Gedicht Loch Lomond soll auf einem Brief beruhen, den der junge Soldat Donald McDonald vom Clan Keppoch an seine Geliebte Moira nach dem zweiten Jakobitenaufstand von 1745 geschrieben habe, während er im Carlisle Castle auf seine Hinrichtung für seine Beteiligung am Aufstand wartete. Möglicherweise auf der Grundlage dieses Briefes dichtete Andrew Lang seine berühmten Verse The Bonnie Banks o’ Loch Lomond, die um 1876 erschienen. Sein Gedicht wurde im Laufe der Jahre vertont und ist heute ein traditionelles schottisches Volkslied, welches durch die Interpretation der schottischen Musikgruppe Runrig auch international bekannt wurde.
  • Das Symphonische Phantasiebild des Sees für Orchester schuf der Komponist Thieriot.
  • Der vierte Akt von Giuseppe Verdis 1857 uraufgeführter Oper Aroldo spielt am Loch Lomond.
  • Ein von Claude Thornhill arrangierter und von Maxine Sullivan interpretierter Jazz-Titel wurde 1938 auf einem Konzert von Benny Goodman in der Carnegie Hall gespielt.
  • Die Berliner Folk-Band The Sandsacks hat im Jahr 2007 auf ihrem Album Folk Show ein Lied mit dem Titel Loch Lomond veröffentlicht.
  • Der englische Komponist Ralph Vaughan Williams komponierte das Stück Loch Lomond für Männerchor und Bariton-Solo.

Sonstiges

Seit 1966 wird am Südufer des Loch Lomond bei Alexandria Whisky der Marke Loch Lomond gebrannt. In der Comic-Serie Tim und Struppi trinkt eine der Hauptfiguren, Kapitän Haddock, gern (und meist zu viel) schottischen Whisky dieser damals noch fiktiven Marke.

Unter Golfspielern ist der See bekannt wegen seines Mitte der 1990er Jahre errichteten Golfplatzes, auf dem von 2001 bis 2010 die Scottish Open abgehalten wurden.

2005 wählten die Leser der britischen Programmzeitschrift Radio Times den Loch Lomond als das sechstschönste Naturwunder (finest natural wonder) des Vereinigten Königreichs, das bestplatzierte in Schottland.[6]

Einzelnachweise

  1. [1]
  2. [2]
  3. [3]
  4. [4] .
  5. Falk Verlag, Spirallo Reiseführer Schottland, Kapitel Zentralschottland, ISBN 3-8279-0176-6
  6. BBC News: Caves win 'natural wonder' vote , 2. August 2005, abgerufen 13. Januar 2014

Weblinks

 Commons: Loch Lomond  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Kategorien: Flusssystem Clyde | Naturschutzgebiet in Schottland | See in Schottland | See in Argyll and Bute | See in Stirling (Council Area) | Gewässer in West Dunbartonshire | See in Europa

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Loch Lomond (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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