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Lobberich


Lobberich
Stadt Nettetal
Höhe: 47 m
Fläche: 17,64 km²
Einwohner: 13.795 (30. Jun. 2013)
Bevölkerungsdichte: 782 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1970
Postleitzahl: 41334
Vorwahl: 02153

Lage von Lobberich in der Stadt Nettetal

Lobberich ist ein Stadtteil der Stadt Nettetal im Kreis Viersen in Nordrhein-Westfalen. Lobberich feierte im Jahr 1988 sein 1000-jähriges Bestehen und war bis Mitte des 20. Jahrhunderts für seine Samt- und Seidenproduktion in vielen Ländern der Welt bekannt. Zu Lobberich gehören die Ortschaften Sassenfeld, Dyck und Bocholt.

Geschichte

Die älteste Lobberich erwähnende erhaltene Urkunde trägt die Jahreszahl 988; mit ihr übertrug Erzbischof Everger von Köln unter anderem die Kirche zu Lubbruch dem Bischof Notker von Lüttich.[1]

Aktenkundig begann die Lobbericher Textilindustrie 1802 mit der Samtbandfabrik Heithausen. 1880 wurde bei Niedieck der erste ganzmechanische Webstuhl in Betrieb genommen; er bescherte einen großen Wettbewerbsvorteil. Niedieck beschäftigte zwischen 1970 und 1975 über 1000 Mitarbeiter.[2] Während des Zweiten Weltkrieges war in der Gemeinde eine Flak-Abteilung der Luftwaffe stationiert. Am 2. März wurde Lobberich nach Artilleriebeschuss im Zuge der Operation Grenade von Truppen der 8. US-Panzerdivision besetzt.[3]

Nur sechs Jahre nach der Verleihung der Stadtrechte 1964 wurde im Zuge der kommunalen Neugliederung aus den Städten Lobberich und Kaldenkirchen sowie den drei Gemeinden Breyell, Hinsbeck und Leuth am 1. Januar 1970 die neue Stadt Nettetal gebildet.[4]

Nach dem Zweiten Weltkrieg gewann die Metallindustrie Bedeutung durch die Sanitärarmaturen- und Vergaserproduktion bei 'Rokal Armaturen GmbH'. Rokal produzierte auch Modelleisenbahnen der Spur TT (12 mm)[5] und wurde später von Pierburg, einem Zulieferer der Automobilindustrie, übernommen. Pierburg ist (2015) dabei, seinen Standort aufzugeben und nach Neuss zu ziehen.

Mitte Mai 2011 wurde das Gelände der 2004 insolvent gewordenen ehemaligen Samtweberei Niedieck von der niederländischen Firma Laarakkers gekauft.[6] Die Firma hat das Niedieck-Gebäude abgerissen und lässt dort Wohnungen, kleinteilige Gewerbeflächen, Gebäude für Dienstleistungsfirmen sowie Grünanlagen entstehen.

Sehenswürdigkeiten

  • Mehrere Kirchen (die doppeltürmige katholische Pfarrkirche St. Sebastian, im Jahre 1893 errichtet, ist die drittgrößte Kirche im Bistum Aachen),
  • der weiße Wasserturm und die ehemaligen Residenzen früherer Lehnsherren,
  • Burg Bocholt und Burg Ingenhoven,
  • das Marienhospital (eröffnet 1885) mit Kapelle (Sassenfelder Kirchweg)[7]

Lobbricker Wenk

Die Samtproduktion machte Lobberich wohlhabender als die umliegenden Gemeinden. Deren Bewohner sagten den Lobberichern Wichtigtuerei und Überheblichkeit nach und verwendeten dafür den Begriff „Lobbricker Wenk“. Wenkbüll ist die mundartliche Bezeichnung für Lobbericher (Ur-)Einwohner, was „Windbeutel“ bedeutet und von keinem Lobbericher als Beleidigung aufgefasst wird.

Persönlichkeiten

Partnerstädte

Weblinks

Literatur

  • Samt und Seide. Zur Geschichte der Lobbericher Textilindustrie. 2012. Hrsg. VVV Lobberich, ISBN 3-9807883-5-0 / Theo Optendrenk.[8]
  • Johann Finken: Geschichte der ehemaligen Herrlichkeit Lobberich, 1902. online auf lobberich.de

Einzelnachweise

  1. Webseite des Heimatvereins Lobberland e. V.: Geschichte und Geschichten
  2. Rheinische Post vom 16. Mai 2009, Seite B3: Seidenbarone standen Pate
  3. Hans Kaiser /Grenzland-Kurier v. 28. Februar 2015, S. C4: Die Bürger schwenkten die weißen Fahnen vor den anrückenden US-Soldaten.
  4. Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 115.
  5. Webseite der Rokalfreunde Lobberich Vergaser aus Lobberich: ROKAL und Pierburg
  6. WZ Newsline Mobil vom 11. Mai: Niedieck-Gelände ist verkauft
  7. Chronik auf: rp-online.de 5. November 2010
  8. www.vvv-lobberich.de

Kategorien: Ortsteil von Nettetal | Ehemalige Gemeinde (Kreis Viersen)

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Lobberich (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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