Liste von Flugunfällen 2001 bis 2010 - LinkFang.de





Liste von Flugunfällen 2001 bis 2010


Dies ist eine Teilliste von Flugunfällen der Jahre 2001 bis 2010 beim Betrieb von Verkehrsluftfahrzeugen. Für übrige Zeitspannen siehe Listen von Flugunfällen.

Für militärische Flugunfälle siehe Liste von Flugunfällen (Militärluftfahrt) ab 1981.

Für Flugunfälle von Luftfahrzeugen der Allgemeinen Luftfahrt siehe Liste von Flugunfällen (Allgemeine Luftfahrt).

Einträge mit eigenem Artikel in Wikipedia sind mit (A) gekennzeichnet.


Auflistung nach Jahr
2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010

Liste

2001

2002

2003

2004

  • (A) 3. Januar – Flash-Airlines-Flug 604: Rotes Meer nahe Scharm El-Scheich, Ägypten. Eine Boeing 737-3Q8 der Fluggesellschaft Flash Airlines stürzte mit 13 Crewmitgliedern und 135 Passagieren an Bord in das Rote Meer. Die Absturzursache ist wahrscheinlich ein Problem durch Orientierungslosigkeit; bis heute jedoch ist die Unfallursache ungeklärt. Fast alle Opfer waren französische Urlauber auf dem Weg von Scharm El-Scheich nach Paris in Frankreich.
  • 13. Januar – Ein Passagierflugzeug der Fluggesellschaft Uzbekistan Airways vom Typ Jakowlew Jak-40 stürzte beim Anflug auf den Flughafen Taschkent/Usbekistan ab. Es kamen alle 36 Menschen an Bord (32 Passagiere und vier Besatzungsmitglieder) ums Leben. Ursache war schlechtes Wetter, das die Sicht zeitweise auf 200-350 Meter beschränkte. Die Maschine war auf einem Inlandsflug vom Termiz im Süden des Landes nach Taschkent.
  • 10. Februar – Ein Passagierflugzeug der iranischen Fluggesellschaft Kish Air vom Typ Fokker 50 stürzte auf dem Flug von der iranischen Insel Kisch im Persischen Golf nach Schardscha (Vereinigte Arabische Emirate) drei Kilometer vor dem Zielflughafen ab. Mindestens 43 der 46 Passagiere und Besatzungsmitglieder starben.
  • 4. März – Baku, Aserbaidschan, eine Iljuschin Il-76 stürzte beim Start ab. 3 Tote
  • 14. Mai – Ein Passagierflugzeug vom Typ Embraer Brasilia M 120 der regionalen brasilianischen Fluggesellschaft Rico Linhas Aereas stürzte ca. 16 km kurz vor der Landung in Manaus in ein schwer zugängliches Regenwaldgebiet am Amazonas. Alle 30 Passagiere und die 3 Besatzungsmitglieder starben, darunter eine Bundesrichterin.
  • 18. Mai – Ürümqi Uigurisches Autonomes Gebiet Xinjiang, China, eine aserbaidschanische Iljuschin Il-76 stürzte kurz nach dem Start ab. 7 Tote
  • 25. August – In Russland stürzten zwei Tupolew-154-Flugzeuge nahezu gleichzeitig auf dem Weg nach Südrussland ab, alle 88 Passagiere starben. Wenige Tage später wurden Sprengstoffspuren an einem der Flugzeuge gefunden, und es wurde bekannt gegeben, dass eines der Flugzeuge ein Notsignal gesendet hatte, das eine Entführung signalisierte. Wegen der am folgenden Wochenende stattfindenden Wahlen in Tschetschenien stand der russische Präsident Wladimir Putin unter großem Druck, so dass die Ermittlungsergebnisse erst langsam durchsickerten, was allgemein kritisiert wurde.
  • 19. Oktober – Flug 5966 der Corporate Airlines, eine Jetstream 32EP, stürzte kurz vor der Landung in Kirksville, aus Saint Louis kommend, ab. Die Piloten meldeten dem Tower zuvor technische Probleme. Acht Menschen kamen ums Leben, zwei wurden schwer verletzt und fünf gelten als vermisst.
  • 18. November – Die mit 19 Fluggästen aus El Vigia Venezuela einschwebende BAe Jetstream 31, Reg. YV-1083C, Seriennummer 762, kommt bei der Landung auf dem internationalen Flughafen Caracas-Maiquetia von der Landebahn ab und rammt das Gebäude der Feuerwehr. Beim Aufprall wurde das Flugzeug zerstört und drei Passagiere tödlich verletzt.
  • 21. November – Kurz nach dem Start in Baotou (Innere Mongolei) stürzte ein Flugzeug der China Eastern vom Typ Canadair CRJ 200ER, Reg. B-3072, Seriennummer 7697, auf dem Weg nach Shanghai auf einen zugefrorenen See. Unmittelbar vor dem Aufschlag rammte der Jet noch ein kleines Gebäude. Alle 53 Insassen sowie eine Person am Boden starben. Augenzeugen zufolge zog die Maschine eine schwarze Rauchwolke hinter sich her, trudelte stark und zerbrach. Anscheinend hatte es eine Explosion an Bord gegeben. Die definitive Unglücksursache ist immer noch ungeklärt.
  • 29. November – Die Boeing 737-406 PH-BTC, C/N 25424, der KLM kam bei böigem Wetter bei der Landung in Barcelona, Spanien von der Landebahn ab und geriet auf weichen Grund. Aufgrund der hohen Geschwindigkeit wurde das gesamte Fahrwerk abgerissen und beide Triebwerke bekamen Bodenberührung. Das rechte Triebwerk wurde außerdem aus seiner Verankerung gerissen. Von den 146 sich an Bord befindlichen Passagieren wurden vier leicht verletzt. Aufgrund der strukturellen Beschädigungen musste die Boeing 737 als Totalverlust abgeschrieben werden.
  • 30. November – Indonesien. Die mit Flugnummer JT538 aus Jakarta kommende McDonnell Douglas MD-82 PK-LMN, c/n 49189, der Lion Air schlitterte bei der Landung auf dem Flughafen Adisumarmo in Surakarta über das Ende der nassen Landebahn hinaus und zerbrach auf dem bewaldeten Gelände des Friedhofs. Dabei kamen 25 der 163 Menschen (156 Passagiere + 7 Besatzungsmitglieder) an Bord ums Leben.

2005

  • 3. Februar – Afghanistan. Eine aus Herat kommende Boeing 737 der Kam Air konnte wegen eines Schneesturmes nicht wie geplant in Kabul landen. Sie stürzte rund 30 km östlich in den Bergen ab und wurde erst zwei Tage später gefunden. Alle 104 Insassen kamen ums Leben.
  • 16. März – Russland. Beim Absturz eines Passagierflugzeugs im Norden Russlands sind mindestens 29 von 52 Menschen ums Leben gekommen. Das Flugzeug vom Typ Antonow An-24 war auf dem Flug von der südsibirischen Stadt Ufa nach Warandej im Autonomen Kreis der Nenzen. Beim Landeanflug fing das Flugzeug Feuer und stürzte zu Boden.
  • 26. März – Kolumbien. Kurz nach dem Start von der Karibikinsel Providencia stürzte ein Let L-410 der kolumbianischen Fluggesellschaft West Caribbean Airways ab. Die zwei Besatzungsmitglieder und sechs der zwölf Passagiere kamen uns Leben.
  • 7. Mai – Australien. Während des Landeanfluges auf die Stadt Iron Range in Queensland kollidierte eine Fairchild Metro 23 der Aero-Tropics Air Services mit einem Berg. Alle 15 Insassen kamen bei der Kollision ums Leben. Zur Unglückszeit herrschten starker Regen und hohe Windgeschwindigkeiten. Die Maschine kam aus Bamaga und befand sich im Leasing der Transair Australia.
  • 25. Mai – Demokratische Republik Kongo. Kurz nach dem Start in Goma stürzte eine Antonow An-12 der Victoria Air während eines Unwetters ab. Dabei kamen alle 26 Insassen ums Leben. Die Maschine befand sich auf dem Flug ins 400 km entfernte Kindu.
  • 15. Juli – Äquatorial-Guinea. Beim Absturz einer Antonow An-24 der Equatair kurz nach dem Start in Malabo kamen alle 55 Insassen ums Leben.
  • (A) 2. August – Kanada. Beim Landeanflug auf Toronto schoß bei schlechtem Wetter und starkem Regen ein Airbus A340 der Air France über die Landebahn hinaus. Alle 309 Insassen (297 Passagiere, 12 Besatzungsmitglieder) konnten das Flugzeug rechtzeitig verlassen, bevor es in Flammen aufging und ausbrannte. Das Unglück wurde in den Medien auch als „Wunder von Toronto“ bezeichnet (siehe Air-France-Flug 358).
  • (A) 6. August – Sizilien. Eine ATR 72 der Tuninter musste mit 48 Personen an Bord auf dem Weg von Bari zur tunesischen Urlaubsinsel Djerba im Mittelmeer vor Sizilien wegen Kerosinmangel notwassern. 16 Menschen kamen ums Leben. Ursache war ein falscher Tankfüllstandsanzeiger, der bei Wartungsarbeiten eingebaut worden war (siehe Tuninter-Flug 1153).
  • 10. August – Estland. Ein Hubschrauber vom Typ Sikorsky S-76 C+ der finnischen Gesellschaft Copterline stürzte drei Minuten nach dem Start in der estnischen Hauptstadt Tallinn auf dem Weg nach Helsinki nahe der Insel Naissaar in die Ostsee und sank 60 m tief. Alle zwölf Passagiere und die zwei Besatzungsmitglieder kamen ums Leben.
  • (A) 14. August – Helios-Airways-Flug 522Griechenland. Eine Boeing 737 der zyprischen Fluggesellschaft Helios Airways (Flug HCY 522) zerschellte an einem Berg bei der Stadt Grammatikos nahe Athen. Sie war in Larnaka auf Zypern mit Ziel Prag und einer Zwischenlandung in Athen gestartet. Alle 115 Passagiere sowie 6 Besatzungsmitglieder kamen ums Leben.
  • 16. August – Venezuela. Eine McDonnell Douglas MD-82 der kolumbianischen Fluggesellschaft West Caribbean Airways ist mit 152 Passagieren und 8 Besatzungsmitgliedern an Bord in den Bergen der Sierra de Perija am Maracaibo-See, Venezuela, abgestürzt. Das Flugzeug war in Panama-Stadt gestartet und auf dem Weg nach Martinique. Die Piloten meldeten dem Tower von Caracas den Ausfall eines Triebwerks und wollten in Caracas notlanden. Nach Problemen mit dem zweiten Triebwerk stürzte die Maschine ab.
  • Am 19. August 2005 kollabierte während der Landung auf dem Flughafen Guam/Won Pat das Bugfahrwerk einer Boeing 747-200 der Northwest Airlines (N627US). Die Flugbesatzung hatte beim Abarbeiten der Checklisten mehrfach das betreffende rote Warnlicht übersehen. Alle 334 Insassen überlebten; das Flugzeug wurde irreparabel beschädigt.[11]
  • 24. August – Peru. Eine Boeing 737-200 der staatlichen peruanischen Fluggesellschaft TANS Perú ist kurz nach 15 Uhr Ortszeit in der Nähe der Stadt Pucallpa niedergegangen und in Flammen aufgegangen. Die Maschine geriet beim Landeanflug in schweres Unwetter und verfehlte die Landebahn. Die Piloten versuchten daraufhin, auf einer Straße im Urwald notzulanden. An Bord befanden sich 93 Passagiere und 7 Besatzungsmitglieder. Etwa die Hälfte der Insassen hat überlebt. Das Flugzeug war in der peruanischen Hauptstadt Lima gestartet und sollte nach Zwischenlandung in Pucallpa/Zentralperu nach Iquitos im Norden des Landes weiterfliegen.
  • (A) 5. September – Indonesien. Eine Boeing 737 der Mandala Airlines Flug 091 mit 117 Personen an Bord ist kurz nach dem Start in Medan im Stadtgebiet abgestürzt, zerbrochen und in Flammen aufgegangen. Flugziel war Jakarta. Über 100 Insassen kamen ums Leben, auf dem Boden gab es je nach Quelle etwa 30-60 Opfer (siehe Mandala-Airlines-Flug 91).
  • 22. Oktober – Nigeria. Eine Boeing 737-200 der nigerianischen Fluggesellschaft Bellview Airlines stürzte nahe Ifo im Bundesstaat Ogun ab. Alle 111 Passagiere und 6 Besatzungsmitglieder kamen ums Leben. Das Flugzeug war in Lagos gestartet und sollte nach Abuja fliegen.
  • 11. November – Afghanistan. Ein Frachter vom Typ Ilyushin Il-76 der Royal Airlines Cargo stürzte etwa 30 km nordwestlich der afghanischen Hauptstadt Kabul in den Bergen ab. Alle 8 Besatzungsmitglieder fanden den Tod. Die Maschine kam aus Bahrain und hatte technisches Gerät für die ISAF an Bord. Die Ursache für den Absturz ist noch nicht bekannt.
  • 19. November – Moskau. Eine Cessna 208B Grand Caravan der Ivolga Avia stürzte in einem Schneesturm rund 10 Kilometer nordöstlich des Flughafens Moskau-Domodedowo in einen Wald. Beide Piloten und 6 Fluggäste starben. Die Maschine war auf dem Weg von Woronesch nach Moskau.
  • (A) 8. Dezember – Southwest-Airlines-Flug 1248: Chicago Midway Airport, Illinois, Vereinigte Staaten. Eine Boeing 737-7H4 überschioss die Landebahn. Keiner der Insassen kam ums Leben, jedoch ein Mensch am Boden.
  • 10. Dezember – Abuja/Nigeria. Eine Passagiermaschine der nigerianischen Fluglinie Sosoliso verunglückte bei der Landung in Abuja. Von den 110 Menschen an Bord kamen 106 ums Leben.
  • 20. Dezember – Florida/USA. Eine Passagiermaschine vom Typ Grumman G73-T der US-amerikanischen Fluggesellschaft Chalk's Ocean Airways ist vor der Küste von Miami, Florida kurz nach dem Start in Flammen aufgegangen und ins Meer gestürzt. Alle 20 Insassen kamen ums Leben. Das Flugzeug war auf dem Weg zu der Bahamas-Insel Bimini (Bahamas).
  • 24. Dezember – Baku/Aserbaidschan. Eine Passagiermaschine vom Typ Antonow An-140 der aserbaidschanischen Fluggesellschaft Azerbaijan Airlines ist kurz nach dem Start am Ufer des Kaspischen Meeres abgestürzt. Alle Insassen (18 Passagiere und 5 Besatzungsmitglieder) kamen ums Leben. Das Flugzeug war auf dem Weg nach Aqtau in Kasachstan.

2006

  • 3. Mai – Ein Airbus A320 der armenischen Fluggesellschaft Armavia ist über dem Schwarzen Meer abgestürzt. Sie kam aus Jerewan und war auf dem Weg nach Sotschi. Alle 105 Passagiere und 8 Besatzungsmitglieder kamen ums Leben.
  • 9. Juli – Ein Airbus A310 der russischen Fluggesellschaft S7 Airlines schoss von Moskau kommend bei der Landung in Irkutsk über die Landebahn hinaus und kollidierte ungebremst mit einer Barriere aus Beton. Im Flugzeug befanden sich 195 Passagiere und 8 Besatzungsmitglieder, 131 Menschen kamen ums Leben, 55 wurden schwer verletzt.
  • 10. Juli – Eine Fokker F-27 der Pakistan International Airlines ist kurz nach dem Start von Multan (Pakistan) abgestürzt. Alle an Bord befindlichen 41 Passagiere und 4 Besatzungsmitglieder starben.
  • (A) 22. August – In der Oblast Donezk in der Ukraine stürzte ein Passagierflugzeug vom Typ Tupolew Tu-154 der Pulkovo Airlines ab. Die Maschine war auf dem Weg von Anapa nach Sankt Petersburg. Wegen Pilotenfehlern kam es zu Strömungsabriss, was zum Flachtrudeln führte. Alle 170 Insassen verloren ihr Leben (siehe Pulkovo-Airlines-Flug 612).
  • (A) 27. August – In Lexington (Kentucky), USA ist ein Passagierflugzeug der Delta-Air-Lines-Tochter Comair kurz nach dem Start abgestürzt, weil die falsche, zu kurze, Startbahn gewählt worden war. An Bord des Regionaljets vom Typ CRJ-100 befanden sich 47 Passagiere und drei Besatzungsmitglieder. Nur der Copilot überlebte das Unglück schwer verletzt (siehe Delta-Air-Lines-Flug 5191).
  • 1. September – Ein Passagierflugzeug des Typs Tupolew Tu-154 der Gesellschaft Iran Airtour mit 148 Insassen fing bei der Landung in Maschhad (Nordostiran) Feuer, nachdem ein Reifen geplatzt war und die Maschine unkontrollierbar über die Landebahn rutscht, 29 Personen starben.
  • (A) 29. September – Eine Boeing 737-800 der brasilianischen Fluggesellschaft Gol stürzte beim Flug von Manaus, Brasilien, zur Landeshauptstadt Brasília in ein Urwaldgebiet im nördlichen Mato Grosso ab, nachdem sie in 11.000 m Höhe eine Embraer Legacy (N600XL) des US-amerikanischen Charterunternehmens Excelaire gestreift hatte. Alle 148 Passagiere der Boeing (darunter ein Deutscher) und die sechs Besatzungsmitglieder kamen ums Leben. Die Legacy konnte leicht beschädigt notlanden (siehe Gol-Transportes-Aéreos-Flug 1907).
  • 29. Oktober – Eine Boeing 737-200 der privaten nigerianischen Fluggesellschaft Aviation Development Company (ADC) stürzte während eines Unwetters circa eine Minute nach dem Start vom Flughafen in Abuja, der Hauptstadt Nigerias, ab. Die Maschine fiel in ein Gebiet mit Bäumen in der Nähe der Startbahn und zerbrach dabei in mehrere Teile. An Bord befanden sich 100 Passagiere und fünf Besatzungsmitglieder. Nur neun Menschen überlebten das Unglück, davon einer schwer verletzt. Am Boden kamen sechs arbeitende Bauern ums Leben. Die Maschine hatte auf dem Flug von Lagos nach Sokoto in Abuja eine Zwischenlandung gemacht und war gegen den Rat der Towerbesatzung bei sehr schlechtem Wetter von dort wieder gestartet. Der ADC wurde aufgrund des Unglücks die Fluglizenz entzogen.

2007

  • (A) 1. Januar – Adam-Air-Flug 574: Nahe Pambauang, Indonesien. Eine Boeing 737-4Q8 der privaten indonesischen Fluggesellschaft Adam Air mit 96 Passagieren und sechs Besatzungsmitgliedern an Bord verschwand während eines Fluges von der Insel Java nach Sulawesi, nachdem der Funkkontakt abriss. Die Auswertung des Flugschreibers ergab, dass sie Maschine mit technischen Problemen und deaktiviertem Autopilot im Sinkflug immer schneller wurde, bis sie in der Luft zerbrach und ins Meer stürzte.
  • 9. Januar – Balad Air Base, Irak. – Beim Absturz einer moldawischen Chartermaschine des Typs Antonow An-26 der AerianTur-M (Kennzeichen ER-26068) 2,5 km vor der Landebahn der US-amerikanischen Balad Air Base im Irak wurden 34 der 35 Insassen getötet.[12]
  • 9. Januar – Fort St. John Airport, Kanada. Eine British Aerospace 3112 Jetstream 31 der Peace Air (Kennzeichen C-FBIP) setzte bei der Landung rund 100 m vor der Landebahn auf und wurde irreparabel beschädigt. Keiner der zwei Crewmitglieder und zehn Passagiere kam ums Leben.[13]
  • (A) 7. März – Auf der indonesischen Insel Java schoss eine Boeing 737-497 der indonesischen Fluggesellschaft Garuda Indonesia über eine Landebahn hinaus und ging in Flammen auf. 22 Insassen an Bord starben, 118 Menschen überlebten zum Teil schwer verletzt (siehe Garuda-Indonesia-Flug 200).
  • 17. März – Flughafen Samara, Russland. Eine Tupolew Tu-134 der UTair (Kennzeichen RA-65021) setzte beim Anflug 300 m vor der Start- und Landebahn auf. Die Besatzung hatte selbst auf Nachfrage noch im Anflug vollkommen falsche Wetterdaten erhalten, unterschritt aber auch die vorgeschriebene Entscheidungshöhe, ohne die Landebahn in Sicht zu haben. Die Maschine zerbrach beim Aufprall und rollte in Rückenlage. Sechs Passagiere starben, 51 Menschen überlebten zum Teil schwer verletzt.[14]
  • (A) 5. Mai – Ein kenianisches Flugzeug vom Typ Boeing 737-800 mit 114 Passagieren stürzte nach dem Start in Douala, Kamerun in der Nähe von Kribi ab. Der Kenya-Airways-Flug 507 war von Abidjan nach Nairobi mit einer Zwischenlandung in Douala geplant. Keiner der Insassen überlebte den Absturz.
  • 25. Juni − Ein Flugzeug der kambodschanischen Fluggesellschaft PMTair vom Typ AN-24 mit 22 Menschen an Bord stürzte auf dem Weg von Siem Reap nach Sihanoukville aus ungeklärter Ursache ab. Alle Insassen kamen ums Leben.
  • (A) 17. Juli – Bei der Landung von TAM-Linhas-Aéreas-Flug 3054 auf dem Flughafen São Paulo-Congonhas (Brasilien) wurden alle 181 Passagiere, sechs Besatzungsmitglieder und 12 Personen am Boden getötet, als der Airbus A320 auf regennasser Piste nicht zum Stehen kam. Das Flugzeug kollidierte mit 175 km/h mit einer Tankstelle und einem Gebäude außerhalb des Flughafengeländes.[15]
  • (A) 9. August – Eine Minute nach dem Start stürzte eine Twin Otter der Gesellschaft Air Moorea (eine Tochtergesellschaft von Air Tahiti) zwischen den 17 km auseinanderliegenden Inseln Tahiti und Moorea ins Meer. Alle 19 Passagiere und der Pilot kamen ums Leben. Unfallursache war ein gerissenes Steuerseil, das zu einem Kontrollverlust führte (siehe Air-Moorea-Flug 1121).
  • (A) 16. September – Phuket (Thailand): Bei schlechtem Wetter kam es auf dem Flughafen Phuket zur Bruchlandung einer McDonnell Douglas MD-82 der One-Two-Go Airlines. Die Maschine vom Typ brach auseinander und ging in Flammen auf; 89 Passagiere wurden getötet. Die Maschine war auf einem Inlandsflug von Bangkok nach Phuket (siehe One-Two-Go-Airlines-Flug 269).
  • 4. Oktober – Eine Frachtmaschine der Fluggesellschaft Africa One vom Typ Antonow An-26 stürzte kurz nach dem Start auf einen belebten Markt in der kongolesischen Hauptstadt Kinshasa. Von den 27 Insassen der Maschine überlebten nur zwei, auch eine hohe Zahl von Personen am Boden starben.
  • (A) 30. November – Unmittelbar vor dem Landeanflug auf den Isparta Süleyman Demirel Airport im Südwesten der Türkei stürzte eine Passagiermaschine der Fluggesellschaft Atlasjet, heute heisst sie AtlasGlobal, in einem unwegsamen Berggebiet ab. Keine der 57 an Bord von Atlasjet-Flug 4203 befindlichen Personen (50 Passagiere, 7 Crewmitglieder) überlebte das Unglück. Der Funkkontakt zu der von der Gesellschaft World Focus Airlines geleasten MD 83, unterwegs vom Flughafen Istanbul-Atatürk nach Isparta, war kurz vor der geplanten Landung abgebrochen.

2008

  • 2. Mai – Am 2. Mai leitete die Besatzung der Flex Air Beech 1900 C (Kennzeichen: 5Y-FLX) 400 Kilometer von Juba entfernt eine Notlandung ein, nachdem beide Triebwerke ausgefallen waren. Der Turboprop wurde für die South Sudan Air Connection eingesetzt. Keiner der 22 Insassen, darunter der Verteidigungsminister des Sudan, überlebte das Unglück.
  • 30. Mai – Ein Airbus A320 (EI-TAF) auf dem TACA-Flug 390 kam bei ungünstigen Wetterverhältnissen auf dem als schwierig geltenden Toncontín International Airport von Tegucigalpa (Honduras) von der Landebahn ab und rammte mehrere Autos, bevor er zum Stehen kam und stark beschädigt wurde. Unter den mindestens 5 Toten war auch der Präsident der BCIE, Harry Brautigam. Weitere 80 wurden verletzt.
  • 10. Juni – Flughafen Khartum, Sudan. Auf dem Flug SD 109 der Sudan Airways von Damaskus überrollte ein Airbus A310-324 (ST-ATN) mit 203 Passagieren und 11 Besatzungsmitgliedern an Bord bei der Landung das Landebahnende um gut 200 m. Die Maschine wurde beschädigt und geriet auf der rechten Seite in Brand. Die Piloten hatten vom Tower eine falsche Windinformation erhalten und flogen in Wirklichkeit mit knapp 30 km/h Rückenwind an. Außerdem war schon seit einiger Zeit die Umkehrschub-Vorrichtung eines Triebwerks defekt. Schließlich fand kein angemessener Löscheinsatz der Flughafenfeuerwehr statt, da zum einen akuter Personalmangel herrschte und zum anderen die Löschfahrzeuge über keinerlei Funkverbindung verfügten. Das Feuer erfasste dann auch den Rumpfbereich, wobei die Maschine vollständig ausbrannte. Die Zahl der Todesopfer lag bei 30 Personen; 184 Menschen konnten dem Brand entkommen.[17]
  • 31. Juli – An einer McDonnell Douglas MD-88 (EC-FPD) der Iberia fiel während des Starts vom Flughafen Wien-Schwechat das linke Triebwerk aus. Bei der Bearbeitung der Checklisten während der Rückkehr zum Flugplatz stellten die Piloten fest, dass das linke Hauptfahrwerk laut Anzeige nicht verriegelt sei. Bei der Landung schleiften die geöffneten Fahrwerksklappen über die Landebahn; das Flugzeug wurde irreparabel beschädigt. Beitragende Faktoren zum Unfall waren etliche Wartungsfehler.[18]

2009

2010

Siehe auch

Literatur

  • Stanley Stuart: Emergency, 1999, ISBN 3-924208-18-2
  • Mike Sharpe: Die größten Flugzeugkatastrophen, Bindlach 1998, ISBN 3-8112-1670-8
  • Andrew Brookes: Katastrophen am Himmel, 1994, ISBN 3-7637-5930-1
  • Helmut Kreuzer: Absturz, Die tödlichen Unfälle mit Passagierflugzeugen in Deutschland, Österreich und der Schweiz (seit 1950), Air Gallery Edition, Erding, 1. Auflage 2002, ISBN 3-9805934-3-6, (technisch-wissenschaftliche Darstellungen auf Basis der Flugunfalluntersuchungen, ein Unfall – Crossair am 24. November 2001)
  • Karcev Chazanovskij: Warum irrten die Experten?, Berlin 1990, ISBN 3-341-00545-5
  • Michel Brun: Incident at Sachalin, Four Walls Eight Windows, New York 1995, ISBN 1-56858-054-1
  • Tim van Beveren: Runter kommen sie immer, Campus Verlag Frankfurt-Main/New York 1995, ISBN 3-593-35688-0
  • Simon Hubacher/Tim van Beveren: Swissair 111 Werd Verlag Zürich 1999, ISBN 3-85932-288-5
  • Tim van Beveren: Das Risiko fliegt mit Eichborn 2005, ISBN 3-8218-3977-5

Einzelnachweise

  1. Unfallbericht S9-CAE, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 21. Juni 2016.
  2. Unfallbericht 7O-ACW, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 21. Juni 2016.
  3. Unfallbericht RA-75840, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 21. Juni 2016.
  4. http://www.bfu-web.de/nn_223970/DE/Publikationen/Untersuchungsberichte/2001/Bericht__3X286-0.01,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/Bericht_3X286-0.pdf
  5. Unfallbericht Aviation Safety Network (englisch)
  6. https://www.youtube.com/watch?v=kOGrdyCtp-0
  7. Flugunfalldaten und -bericht im Aviation Safety Network
  8. 18 Tote bei Flugzeugabsturz in Nepal
  9. Sabine Etzold: "Essen lernen! " – DIE ZEIT Nr.15 vom 1. April 2004
  10. Unfallbericht ST-AFK, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 22. Juni 2016.
  11. Unfallbericht N627US, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 16. Januar 2016.
  12. Unfallbericht ER-26068, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 24. März 2016.
  13. Unfallbericht C-FBIP, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 24. März 2016.
  14. Unfallbericht RA-65021, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 24. März 2016.
  15. http://www.uol.com.br/
  16. Unfallbericht YR-BEB, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 21. Juni 2016.
  17. Unfallbericht ST-ATN, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 21. Juni 2016.
  18. Unfallbericht EC-FPD, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 16. Januar 2016.
  19. http://www.avherald.com/h?article=40cba259/0012&opt=0
  20. Unfallbericht PT-SEA, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 21. Juni 2016.
  21. Unfallbericht G-BXAR, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 21. Juni 2016.
  22. http://de.reuters.com/article/worldNews/idDEBEE55T00320090630
  23. http://nachrichten.t-online.de/c/19/42/85/96/19428596.html
  24. http://www.focus.de/panorama/welt/iran-17-tote-bei-erneutem-flugzeugunglueck_aid_420354.html
  25. Unfallbericht VT-ESM, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 10. Januar 2016.
  26. Azza Transport B707 at Sharjah The Aviation Herald (englisch) 21. Oktober 2009
  27. sueddeutsche.de/dpa/DAPD/vbe/gal/abis: Absturz ohne Überlebende. Süddeutsche Zeitung, 25. Januar 2010, abgerufen am 25. Januar 2010.
  28. Libanons Präsident: Flugzeugunglück kaum durch Terroranschlag verursacht. RIA Novosti, 25. Januar 2010, abgerufen am 25. Januar 2010.
  29. Crash: Afriqiyah A332 at Tripoli on May 12th 2010, impacted ground short of runway The Aviation Herald
  30. Crash: Pamir AN24 near Kabul on May 17th 2010, impacted terrain on approach The Aviation Herald
  31. Air India plane crashes, killing at least 160 people
  32. Crash: AirBlue A321 near Islamabad on Jul 28th 2010, impacted mountaineous terrain near the airport The Aviation Herald
  33. Crash: Agni D228 at Bastipur on Aug 24th 2010, technical problems The Aviation Herald
  34. 34,0 34,1 http://www.cnn.com/2010/WORLD/asiapcf/08/24/china.plane.crash/index.html
  35. http://nachrichten.t-online.de/bruchlandung-im-nebel-43-tote-in-china-/id_42636896/index
  36. Beverly Hills Courier – Plane crashes in DRCongo, 19 dead: deputy governor
  37. http://www.20min.ch/news/kreuz_und_quer/story/Keine--berlebenden-bei-Flugzeugcrash-11896395
  38. http://www.blick.ch/news/ausland/karachi-frachtflugzeug-stuerzt-in-wohngebiet-101918

Weblinks


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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Liste von Flugunfällen 2001 bis 2010 (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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