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Liste der Friedensnobelpreisträger


Der Friedensnobelpreis ist eine Auszeichnung für besondere Verdienste in der Friedensarbeit. Er wurde vom schwedischen Erfinder und Industriellen Alfred Nobel gestiftet. Diese Auszeichnung wird seit 1901 jedes Jahr am Todestag Alfred Nobels, dem 10. Dezember, in Oslo verliehen.

Der Friedensnobelpreis wurde bis 2015 insgesamt 129-mal verliehen, davon gingen 87 Auszeichnungen (67,4 Prozent) an Männer, 16 (12,4 Prozent) an Frauen und 26 (20,2 Prozent) an Organisationen. Dabei war das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) bereits dreimal (1917, 1944 und 1963) und das Büro des Hohen UN-Kommissars für Flüchtlinge zweimal (1954 und 1981) Preisträger. Damit haben 23 Organisationen mindestens einen Friedensnobelpreis erhalten. Bisher wurde noch kein Mensch wiederholt ausgezeichnet. Von den somit 126 verschiedenen Preisträgern waren 69,0 Prozent Männer, 12,7 Prozent Frauen und 18,3 Prozent Organisationen.

Von den Friedensnobelpreisen wurden insgesamt 65 ungeteilt vergeben, davon 49-mal an eine Person und 15-mal an eine Organisation. Insgesamt 29-mal wurde der Friedensnobelpreis auf mehrere Preisträger aufgeteilt, davon 21-mal auf zwei Personen, zweimal auf zwei Organisationen und sechsmal auf eine Person und eine Organisation. Erst zweimal (1994 und 2011) wurde der Preis auf drei Personen aufgeteilt.

Liste der Preisträger

Diese Liste bietet eine chronologische Übersicht der Träger des Friedensnobelpreises. Eine alphabetische Übersicht bietet die Kategorie Friedensnobelpreisträger.

Bis 1990 wurde beim Friedensnobelpreis im Gegensatz zu den anderen Nobelpreisen keine offizielle Preisbegründung genannt. Daher ist bei diesen Jahren bei der Begründung die Tätigkeit vermerkt, die anzunehmenderweise ursächlich für die Vergabe ist.


1901 bis 1910 · 1911 bis 1920 · 1921 bis 1930 · 1931 bis 1940 · 1941 bis 1950 · 1951 bis 1960
1961 bis 1970 · 1971 bis 1980 · 1981 bis 1990 · 1991 bis 2000 · 2001 bis 2010 · 2011 bis 2020


1901–1910

Jahr Preisträger Land zur Zeit der Auszeichnung[1] Tätigkeit des Preisträgers[2] Bild
1901
(verliehen 1901)
Henry Dunant
(1828–1910)
Schweiz Schweiz
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Gründer des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz
Frédéric Passy
(1822–1912)
Dritte Französische Republik Frankreich Gründer der „Französischen Gesellschaft der Friedensfreunde“ („Internationale Friedensliga“)
1902 Élie Ducommun
(1833–1906)
Schweiz Schweiz Leiter des Berner Internationalen Ständigen Friedensbüros der „Interparlamentarischen Union für internationale Schiedsgerichtbarkeit
Charles Albert Gobat
(1843–1914)
Schweiz Schweiz Leiter des Zentralbüros der „Interparlamentarischen Union für internationale Schiedsgerichtbarkeit
1903 William Randal Cremer
(1828–1908)
Vereinigtes Konigreich 1801 Vereinigtes Königreich Gründer der „Interparlamentarischen Union für internationale Schiedsgerichtbarkeit
1904 Institut de Droit international
(gegründet 1873)
Sitz in Gent, Belgien Belgien Wirken des Instituts für die Weiterentwicklung des internationalen Rechts
1905 Bertha von Suttner
(1843–1914)
Osterreich Cisleithanien Kaisertum Österreich
(geboren in Prag, heute Tschechien)
Ihr Lebenswerk, unter anderem der Roman Die Waffen nieder!, regte Nobel vermutlich zur Stiftung des Friedensnobelpreises an
1906 Theodore Roosevelt
(1858–1919)
Vereinigte Staaten 45 Vereinigte Staaten vermittelte beim Friedensvertrag zwischen Russland und Japan 1905
1907 Ernesto Teodoro Moneta
(1833–1918)
Italien 1861 Italien
(geboren in Mailand, damals Kaisertum Österreich)
Präsident der Lombardischen Friedensliga
Louis Renault
(1843–1918)
Dritte Französische Republik Frankreich spielte eine herausragende Rolle bei verschiedenen internationalen Kongressen, insbesondere den Haager Friedenskonferenzen und den Tagungen der Haager Konferenz für Internationales Privatrecht
1908 Klas Pontus Arnoldson
(1844–1916)
Schweden Schweden Gründer der Schwedischen Friedens- und Schiedsliga
Fredrik Bajer
(1837–1922)
Danemark Dänemark Ehrenpräsident des Ständigen Internationalen Friedensbüros
1909 Auguste Beernaert
(1829–1912)
Belgien Belgien Mitglied des Internationalen Schiedsgerichtshofs in Den Haag
Paul Henri d’Estournelles de Constant
(1852–1924)
Dritte Französische Republik Frankreich Gründer und Präsident der Französischen Parlamentarischen Gruppe für freiwillige Schiedsgerichtsbarkeit und Gründer des Komitees für die Verteidigung nationaler Interessen und internationaler Versöhnung
1910 Bureau International Permanent de la Paix (gegründet 1891) Sitz in Bern, Schweiz Schweiz Ständiges Internationales Friedensbüro

1911–1920

Jahr Preisträger Land zur Zeit der Auszeichnung[1] Tätigkeit des Preisträgers[2] Bild
1911 Tobias Asser
(1838–1913)
Niederlande Niederlande
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Organisator der Internationalen Konferenz für Privatrecht in Den Haag
Alfred Hermann Fried
(1864–1921)
Osterreich Cisleithanien Kaisertum Österreich Gründer der Zeitschrift „Die Waffen nieder“ (später umbenannt in „Die Friedens-Warte“)
1912
(verliehen 1913)
Elihu Root
(1845–1937)
Vereinigte Staaten 48 Vereinigte Staaten Autor verschiedener Schiedsverträge
1913 Henri La Fontaine
(1854–1943)
Belgien Belgien Präsident des Ständigen Internationalen Friedensbüros
1914 bis 1916 nicht verliehen[3]
1917 Internationales Komitee vom Roten Kreuz
(gegründet 1863)
Sitz in Genf, Schweiz Schweiz setzte sich für Kriegsgefangene und Verwundete ein sowie die Respektierung der Genfer Konvention während des Ersten Weltkrieges
1918 nicht verliehen[3]
1919
(verliehen 1920)
Woodrow Wilson
(1856–1924)
Vereinigte Staaten 48 Vereinigte Staaten Vermittlungsbemühungen zur Beendigung des Ersten Weltkriegs. Gab den Anstoß zur Gründung des Völkerbunds
1920 Léon Bourgeois
(1851–1925)
Dritte Französische Republik Frankreich Präsident des Rates des Völkerbundes

1921–1930

Jahr Preisträger Land zur Zeit der Auszeichnung[1] Tätigkeit des Preisträgers[2] Bild
1921 Hjalmar Branting
(1860–1925)
Schweden Schweden Schwedischer Delegierter im Rat des Völkerbundes
Christian Lous Lange
(1869–1938)
Norwegen Norwegen
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Generalsekretär der Interparlamentarischen Union
1922 Fridtjof Nansen
(1861–1930)
Norwegen Norwegen Erfinder des Nansen-Passes für Flüchtlinge
1923 bis 1924 nicht verliehen[3]
1925[4]
(verliehen 1926)
Austen Chamberlain
(1863–1937)
Vereinigtes Konigreich 1801 Vereinigtes Königreich Verhandlungspartner des Vertrages von Locarno
Charles Gates Dawes
(1865–1951)
Vereinigte Staaten 48 Vereinigte Staaten Begründer des Dawes-Plans
1926 Aristide Briand
(1862–1932)
Dritte Französische Republik Frankreich Mitinitiator vom Vertrag von Locarno und Dawes-Plan
Gustav Stresemann
(1878–1929)
Deutsches Reich Deutschland Verhandlungspartner des Vertrages von Locarno
1927 Ferdinand Buisson
(1841–1932)
Dritte Französische Republik Frankreich Gründer und Präsident der „Ligue des Droits de l'Homme
Ludwig Quidde
(1858–1941)
Deutsches Reich Deutschland Linksliberaler Historiker und Politiker. Von 1914 bis 1929 Vorsitzender der Deutschen Friedensgesellschaft (DFG); Organisator verschiedener internationaler Friedenskonferenzen
1928 nicht verliehen[3]
1929
(verliehen 1930)
Frank Billings Kellogg
(1856–1937)
Vereinigte Staaten 48 Vereinigte Staaten Verhandlungspartner des Briand-Kellogg-Pakts
1930 Nathan Söderblom
(1866–1931)
Schweden Schweden setzte sich in der Ökumene ein

1931–1940

Jahr Preisträger Land zur Zeit der Auszeichnung[1] Tätigkeit des Preisträgers[2] Bild
1931 Jane Addams
(1860–1935)
Vereinigte Staaten 48 Vereinigte Staaten
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Präsidentin der Women’s International League for Peace and Freedom
Nicholas Murray Butler
(1862–1947)
Vereinigte Staaten 48 Vereinigte Staaten setzte sich für den Briand-Kellogg-Pakt ein
1932 nicht verliehen[3]
1933
(verliehen 1934)
Norman Angell
(1874–1967)
Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich Mitglied der Exekutivkommission des Völkerbunds und des Nationalen Friedensrats
1934 Arthur Henderson
(1863–1935)
Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich Vorsitzender der Konferenz zur Entwaffnung des Völkerbundes (1932–1934)
1935
(verliehen 1936)
Carl von Ossietzky
(1889–1938)
Deutsches Reich NS Deutschland Pazifist und Journalist (das Deutsche Reich verbietet daraufhin seinen Staatsbürgern die Annahme des Preises)
1936 Carlos Saavedra Lamas
(1878–1959)
Argentinien Argentinien Präsident der Völkerbundversammlung und Vermittler im Konflikt zwischen Paraguay und Bolivien (1935)
1937 Robert Cecil, 1. Viscount Cecil of Chelwood
(1864–1958)
Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich Gründer und Präsident der Internationalen Friedenskampagne
1938 Office international Nansen pour les réfugiés
(1930–1939)
Sitz in Genf, Schweiz Schweiz Internationales Nansen-Amt für Flüchtlinge
1939 bis 1940 nicht verliehen[5]

1941–1950

Jahr Preisträger Land zur Zeit der Auszeichnung[1] Tätigkeit des Preisträgers[2] Bild
1941 bis 1943 nicht verliehen[5]
1944
(verliehen 1945)
Internationales Komitee vom Roten Kreuz
(gegründet 1863)
Schweiz Schweiz setzte sich für Kriegsgefangene und verwundete Soldaten ein sowie für die Insassen der deutschen Konzentrationslager und für die Zivilbevölkerung während des Zweiten Weltkrieges
1945 Cordell Hull
(1871–1955)
Vereinigte Staaten 48 Vereinigte Staaten
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Mitgründer der Vereinten Nationen
1946 Emily Greene Balch
(1867–1961)
Vereinigte Staaten 48 Vereinigte Staaten Präsidentin der „Women’s International League for Peace and Freedom
John Raleigh Mott
(1865–1955)
Vereinigte Staaten 48 Vereinigte Staaten Vorsitzender des „International Missionary Council“ und Präsident der „World Alliance of Young Men's Christian Associations“ (YMCA), sowie Gründungsgeneralsekretär des Christlichen Weltstudentenbundes (WSCF)
1947 The Friends Service Council Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich Die beiden Quäkerorganisationen wurden stellvertretend für die Hilfstätigkeit der Quäker ausgezeichnet.
American Friends Service Committee Vereinigte Staaten 48 Vereinigte Staaten
1948 nicht verliehen[5][6]
1949 John Boyd Orr
(1880–1971)
Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich
(geboren in Kilmaurs, Schottland)
Organisator und Direktor der Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (General Food and Agricultural Organization), Präsident des Nationalen Friedensrats (National Peace Council) und der Weltunion der Friedensorganisationen (World Union of Peace Organizations)
1950 Ralph Bunche
(1904–1971)
Vereinigte Staaten 48 Vereinigte Staaten Vermittler im Nahostkonflikt (1948)

1951–1960

Jahr Preisträger Land zur Zeit der Auszeichnung[1] Tätigkeit des Preisträgers[2] Bild
1951 Léon Jouhaux
(1879–1954)
Frankreich 1946 Frankreich
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Gewerkschafter
1952
(verliehen 1953)
Albert Schweitzer
(1875–1965)
Frankreich 1946 Frankreich
(geboren in Kaysersberg, damals Deutschland)
Gründer des Tropenkrankenhauses in Lambaréné, Französisch-Äquatorialafrika (heute Gabun)
1953 George C. Marshall
(1880–1959)
Vereinigte Staaten 48 Vereinigte Staaten Begründer des Marshallplans
1954
(verliehen 1955)
United Nations High Commissioner for Refugees
(gegründet 1951)
Sitz in Genf, Schweiz Schweiz Flüchtlingskommissariat der Vereinten Nationen
1955 bis 1956 nicht verliehen[3]
1957 Lester Pearson
(1897–1972)
Kanada 1957 Kanada ehemaliger kanadischer Außenminister und Präsident der Vollversammlung der Vereinten Nationen
1958 Georges Pire
(1910–1969)
Belgien Belgien Leiter der Flüchtlingshilfsorganisation „L’Europe du Coeur au Service du Monde
1959 Philip Noel-Baker
(1889–1982)
Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich Einsatz für internationalen Frieden
1960
(verliehen 1961)
Albert John Luthuli
(1898–1967)
Sudafrika 1928 Südafrika
(geboren in Bulawayo, heute Simbabwe)
Präsident der südafrikanischen Befreiungsbewegung African National Congress (ANC)

1961–1970

Jahr Preisträger Land zur Zeit der Auszeichnung[1] Tätigkeit des Preisträgers[2] Bild
1961 (postum) Dag Hammarskjöld
(1905–1961)
Schweden Schweden
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Generalsekretär der Vereinten Nationen
1962
(verliehen 1963)
Linus Carl Pauling
(1901–1994)
Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten setzte sich für die Beendigung von Atomwaffentests ein
1963 Internationales Komitee vom Roten Kreuz
(gegründet 1863)
Sitz in Genf, Schweiz Schweiz engagierte sich im Krieg für Verwundete und Kriegsgefangene sowie für die Verbreitung der Genfer Konventionen
Liga der Rotkreuz-Gesellschaften
(gegründet 1919)
Sitz in Genf, Schweiz Schweiz Flüchtlingshilfe in Friedenszeiten und für die Opfer von Naturkatastrophen
1964 Martin Luther King
(1929–1968)
Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten Verfechter der Rechte Schwarzer in den USA und weltweit
1965 Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF)
(gegründet 1946)
Sitz in New York, Vereinigte Staaten Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen
1966 bis 1967 nicht verliehen[3]
1968 René Cassin
(1887–1976)
Frankreich Frankreich Präsident des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte
1969 Internationale Arbeitsorganisation (IAO, gegründet 1919) Sitz in Genf, Schweiz Schweiz Erfolgreiche Arbeit für bessere Arbeitsbedingungen seit 1919
1970 Norman Borlaug
(1914–2009)
Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten Arbeit zur Verbesserung der Landwirtschaft

1971–1980

Jahr Preisträger Land zur Zeit der Auszeichnung[1] Tätigkeit des Preisträgers[2] Bild
1971 Willy Brandt
(1913–1992)
Deutschland Bundesrepublik BR Deutschland
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setzte sich für Frieden mit dem Ostblock und Versöhnung mit ehemals vom Dritten Reich besetzten Ländern ein
1972 nicht verliehen[3]
1973 Henry Kissinger
(* 1923)
Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten
(geboren in Fürth, Deutschland)
handelten das Friedensabkommen von 1973 in Vietnam aus
Lê Đức Thọ nahm den Preis nicht an.[7]
Lê Đức Thọ
(1911–1990)
Vietnam Vietnam
1974 Seán MacBride
(1904–1988)
Irland Irland
(geboren in Paris, Frankreich)
Präsident des Internationalen Friedensbüros (International Peace Bureau, Genf), Präsident der UN-Kommission für Namibia
Eisaku Satō
(1901–1975)
Japan Japan ehemaliger japanischer Ministerpräsident, für den Einsatz gegen die Weiterverbreitung von Atomwaffen
1975 Andrei Dmitrijewitsch Sacharow
(1921–1989)
Sowjetunion 1955 Sowjetunion Menschenrechtler in der UdSSR
1976
(verliehen 1977)
Betty Williams
(* 1943)
Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich
Nordirland Nordirland[8]
Gründerinnen des „Northern Ireland Peace Movement“ (umbenannt in „Community of Peace People“)
Mairead Corrigan
(* 1944)
Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich
Nordirland Nordirland[8]
1977 Amnesty International
(gegründet 1961)
Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich setzte sich für politische Häftlinge ein
1978 Anwar as-Sadat
(1918–1981)
Agypten 1972 Ägypten brachten den Friedensvertrag zwischen Ägypten und Israel auf den Weg
Menachem Begin
(1913–1992)
Israel Israel
(geboren in Brest, damals Russland, heute Weißrussland)
1979 Mutter Teresa
(1910–1997)
Indien Indien[9]

(geboren in Üsküb, Osmanisches Reich, heute Skopje, Mazedonien)

Gründerin des Ordens Missionarinnen der Nächstenliebe
1980 Adolfo Pérez Esquivel
(* 1931)
Argentinien Argentinien Menschenrechtler

1981–1990

Jahr Preisträger Land zur Zeit der Auszeichnung[1] Tätigkeit des Preisträgers/Begründung[2] Bild
1981
(verliehen 1981)
United Nations High Commissioner for Refugees
(gegründet 1951)
Sitz in Genf, Schweiz Schweiz Flüchtlingskommissariat der Vereinten Nationen
1982 Alva Myrdal
(1902–1986)
Schweden Schweden Diplomatin und Delegierte der UN-Abrüstungskonferenzen
Alfonso García Robles
(1911–1991)
Mexiko Mexiko Ständiger Vertreter bei den Genfer Abrüstungsverhandlungen, Mitglied der UNO-Sonderkonferenz über Abrüstung
1983 Lech Wałęsa
(* 1943)
Polen 1944 Polen
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Gründer der polnischen Gewerkschaft und Menschenrechtsbewegung Solidarność („Solidarität“)
1984 Desmond Tutu
(* 1931)
Sudafrika 1961 Südafrika trug zur Beendigung der Apartheid in Südafrika bei
1985 International Physicians for the Prevention of Nuclear War (IPPNW)
(gegründet 1980)
Sitz in Somerville, Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges
1986 Elie Wiesel
(1928–2016)
Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten
(geboren in Sighet, Rumänien)
US-amerikanischer Schriftsteller, Holocaust-Überlebender, kämpfte gegen Unterdrückung, Gewalt und Rassismus
1987 Óscar Arias Sánchez (* 1940) Costa Rica Costa Rica „für seine Arbeit für den Frieden in Zentralamerika, Bemühungen, die zu dem Abkommen führten, das am 7. August des Jahres in Guatemala unterzeichnet wurde“
1988 Friedenstruppen der Vereinten Nationen
(gegründet 1948)
Sitz in New York, Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten Friedenseinsätze im Auftrag der Vereinten Nationen in Krisengebieten (weltweit)
1989 Tenzin Gyatso (14. Dalai Lama)
(* 1935)
Tibet Tibet[10] setzt sich für ein demilitarisiertes Tibet und die Selbstbestimmung der Tibeter ein[11]
1990 Michail Gorbatschow
(* 1931)
Sowjetunion Sowjetunion „für seine führende Rolle in dem Friedensprozess, der heute wichtige Teile der internationalen Gemeinschaft charakterisiert“

1991–2000

Jahr Preisträger Land zur Zeit der Auszeichnung[1] Begründung für die Preisvergabe[2] Bild
1991
(verliehen 1991)
Aung San Suu Kyi
(* 1945)
Myanmar 1974 Myanmar
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„für ihren Einsatz für die Menschenrechte“
1992 Rigoberta Menchú
(* 1959)
Guatemala Guatemala „für ihren Einsatz für die Menschenrechte insbesondere von Ureinwohnern“
1993 Nelson Mandela
(1918–2013)
Sudafrika 1961 Südafrika „für ihren Beitrag zur Beendigung der Apartheid in Südafrika“
Frederik Willem de Klerk
(* 1936)
Sudafrika 1961 Südafrika
1994 Jassir Arafat
(1929–2004)
Palastina Autonomiegebiete Palästinensische Autonomiegebiete
(geboren in Kairo, Ägypten)
„für ihre Anstrengungen zur Lösung des Nahostkonflikts“
Schimon Peres
(* 1923)
Israel Israel
(geboren in Wiszniewo, Polen)
Jitzchak Rabin
(1922–1995)
Israel Israel
1995 Józef Rotblat
(1908–2005)
Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich
(geboren in Warschau, Polen)
„für ihre Anstrengungen, die Rolle von Atomwaffen in der internationalen Politik zu verringern“
Pugwash Conferences on Science and World Affairs
(seit 1957)
Kanada Kanada
1996 Carlos Filipe Ximenes Belo
(* 1948)
Osttimor Osttimor „für ihre Anstrengungen, eine friedliche Lösung im Osttimor-Konflikt zu finden“
José Ramos-Horta
(* 1949)
Osttimor Osttimor
1997 Internationale Kampagne für das Verbot von Landminen
(gegründet 1995)
Sitz in Genf, Schweiz Schweiz „für ihre Anstrengungen, gegen Personen gerichtete Minen international zu ächten“
Jody Williams
(* 1950)
Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten
1998 John Hume
(* 1937)
Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich
Nordirland Nordirland[8]
„für ihre Anstrengungen, eine friedliche Lösung im Nordirlandkonflikt zu finden“
David Trimble
(* 1944)
Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich
Nordirland Nordirland[8]
1999 Ärzte ohne Grenzen (Médecins sans Frontières)
(gegründet 1971)
Sitz in Genf, Schweiz Schweiz „in Anerkennung ihrer humanitären Pionierarbeit auf mehreren Kontinenten“
2000 Kim Dae-jung
(1925–2009)
Korea Sud Südkorea „für seine Beiträge zur Verständigung Südkoreas mit Nordkorea“

2001–2010

Jahr Preisträger Land zur Zeit der Auszeichnung[1] Begründung für die Preisvergabe[2] Bild
2001
(verliehen 2001)
Vereinte Nationen
(gegründet 1945)
Sitz in New York, Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten „für ihren Einsatz für eine besser organisierte und friedlichere Welt“
Kofi Annan
(* 1938)
Ghana Ghana
2002 Jimmy Carter
(* 1924)
Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten „für seine jahrelangen Beiträge zur Lösung internationaler Konflikte sowie zur Förderung von Demokratie und Menschenrechten“
2003 Schirin Ebadi
(* 1947)
Iran Iran
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„für ihren Einsatz für Demokratie und die Menschenrechte“
2004 Wangari Maathai
(1940–2011)
Kenia Kenia „für ihren Beitrag zu nachhaltiger Entwicklung, Demokratie und Frieden“[12]
2005 Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO)
(gegründet 1957)
Sitz in Wien, Osterreich Österreich „für ihren Einsatz gegen den militärischen Missbrauch von Atomenergie sowie für die sichere Nutzung der Atomenergie für zivile Zwecke“
Mohammed el-Baradei
(* 1942)
Agypten Ägypten
2006 Muhammad Yunus
(* 1940)
Bangladesch Bangladesch „für die Förderung wirtschaftlicher und sozialer Entwicklung von unten“
Grameen Bank
(gegründet 1983)
Bangladesch Bangladesch
2007 Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC, gegründet 1988) Sitz in Genf, Schweiz Schweiz „für ihre Bemühungen, ein besseres Verständnis für die von Menschen verursachten Klimaveränderungen zu entwickeln und zu verbreiten, und dafür, dass sie die Grundlagen für Maßnahmen gegen den Klimawandel gelegt haben“
Al Gore
(* 1948)
Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten
2008 Martti Ahtisaari
(* 1937)
Finnland Finnland „für seine wichtigen Bemühungen, auf verschiedenen Kontinenten und über drei Jahrzehnte internationale Konflikte zu lösen“
2009 Barack Obama
(* 1961)
Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten „für seine außergewöhnlichen Bemühungen, die internationale Diplomatie und die Zusammenarbeit zwischen den Völkern zu stärken“
2010 Liu Xiaobo
(* 1955)
China Volksrepublik Volksrepublik China „für seinen langen und gewaltfreien Kampf für die grundlegenden Menschenrechte in China“

2011–2020

Jahr Preisträger Land zur Zeit der Auszeichnung[1] Begründung für die Preisvergabe[2] Bild
2011
(verliehen 2011)
Ellen Johnson Sirleaf (* 1938) Liberia Liberia
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„für ihren gewaltfreien Kampf für die Sicherheit von Frauen und für das Recht der Frauen, sich in vollem Umfang an friedensschaffender Arbeit zu beteiligen“
Leymah Gbowee (* 1972) Liberia Liberia
Tawakkol Karman (* 1979) Jemen Jemen
2012 Europäische Union
(gegründet 1952 bzw. 1993)
Sitz in Brüssel, Belgien Belgien „für über sechs Jahrzehnte, die zur Entwicklung von Frieden und Versöhnung, Demokratie und Menschenrechten in Europa beitrugen“
2013 Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW)
(gegründet 1997)
Sitz in Den Haag, Niederlande Niederlande „für ihre umfänglichen Bemühungen zur Beseitigung chemischer Waffen“
2014 Kailash Satyarthi (* 1954) Indien Indien „für ihren Kampf gegen die Unterdrückung von Kindern und Jugendlichen und für das Recht aller Kinder auf Bildung“
Malala Yousafzai (* 1997) Pakistan Pakistan
2015 Quartet du dialogue national
(gegründet 2013)
Tunesien Tunesien „für seinen entscheidenden Beitrag zum Aufbau einer pluralistischen Demokratie in Tunesien infolge der Jasminrevolution des Jahres 2011.“

1901 bis 1910 · 1911 bis 1920 · 1921 bis 1930 · 1931 bis 1940 · 1941 bis 1950 · 1951 bis 1960
1961 bis 1970 · 1971 bis 1980 · 1981 bis 1990 · 1991 bis 2000 · 2001 bis 2010 · 2011 bis 2020


Verteilung nach Nationalitäten

Nation Anzahl der Verleihungen
(Internationale) Organisationen 22
Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten 21
Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich
darunter Nordirland Nordirland
12
4
Frankreich Frankreich 9
Schweden Schweden 5
Deutschland Deutschland 4
Sudafrika Südafrika 4
Belgien Belgien 3
Israel Israel 3
Schweiz Schweiz 3
Agypten Ägypten 2
Argentinien Argentinien 2
Osterreich Österreich 2
Indien Indien 2
Liberia Liberia 2
Norwegen Norwegen 2
Osttimor Osttimor 2
Sowjetunion Sowjetunion 2
Bangladesch Bangladesch 1
China Volksrepublik Volksrepublik China 1
Costa Rica Costa Rica 1
Danemark Dänemark 1
Finnland Finnland 1
Ghana Ghana 1
Guatemala Guatemala 1
Iran Iran 1
Irland Irland 1
Italien Italien 1
Japan Japan 1
Jemen Jemen 1
Kanada Kanada 1
Kenia Kenia 1
Mexiko Mexiko 1
Myanmar Myanmar 1
Niederlande Niederlande 1
Pakistan Pakistan 1
Palastina Autonomiegebiete Palästinensische Autonomiegebiete 1
Polen Polen 1
Korea Sud Südkorea 1
Tibet Tibet 1
Tunesien Tunesien 1
Vietnam Vietnam 1

Weblinks

 Commons: Friedensnobelpreisträger  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Friedensnobelpreisträger – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

Die Daten zu den Preisträgern entsprechen den Angaben auf den offiziellen Internetpräsenzen der Nobelpreisstiftung.

  1. 1,00 1,01 1,02 1,03 1,04 1,05 1,06 1,07 1,08 1,09 1,10 1,11 Land nach der Angabe auf nobelprize.org. Das Land kann von der Nationalität des Laureaten abweichen.
  2. 2,00 2,01 2,02 2,03 2,04 2,05 2,06 2,07 2,08 2,09 2,10 2,11 Bis 1986 sowie in den Jahren 1988 und 1989 wurde auf eine offizielle Begründung verzichtet. Bei diesen Preisträgern ist deren Tätigkeit vermerkt.
  3. 3,0 3,1 3,2 3,3 3,4 3,5 3,6 3,7 Das Preisgeld wurde in den Fonds dieser Preiskategorie gegeben.
  4. http://www.nobelprize.org/ : 1925, [1] ; zuletzt eingesehen 5. Feb. 2013
  5. 5,0 5,1 5,2 Das Preisgeld wurde zu einem Drittel in den Hauptfonds und zu zwei Dritteln in den Fonds dieser Preiskategorie gegeben.
  6. Eine Verleihung wurde abgelehnt, weil es keinen „geeigneten lebenden Kandidaten“ gebe. Mahatma Gandhi war nominiert, doch wenige Tage vor Ablauf der Nominierungsfrist wurde er erschossen. Auf eine zunächst erwogene postume Vergabe verzichtete man dann aus verschiedenen Gründen. Øyvind Tønnesson: „Mahatma Gandhi, the Missing Laureate“ auf nobelprize.org
  7. Why Le Duc Tho refused his Nobel Peace Prize. Transkription des Briefes von Lê Đức Thọ über die Ablehnung des Nobelpreises (inoffizielle Übersetzung der New York Times). In: Black and White Cat. 11. Dezember 2010, archiviert vom Original am 1. Januar 2011, abgerufen am 15. April 2015 (englisch).
  8. 8,0 8,1 8,2 8,3 In den offiziellen Listen des Friedensnobelpreises wird Nordirland genannt, in den offiziellen Listen des gesamten Nobelpreises jedoch Vereinigtes Königreich.
  9. Angabe aus den offiziellen Listen der Nobelstiftung. Mutter Teresa stammte zwar aus einer albanischen Familie und wuchs im ab 1912 serbischen Mazedonien auf, wirkte aber die meiste Zeit ihres Lebens in Indien und nahm 1948 die indische Staatsbürgerschaft an. Daher ist sie in den Listen auch als Inderin verzeichnet.
  10. Diese Angabe findet sich in den offiziellen Listen der Nobelinstitutionen, ist aber umstritten. Tendzin Gyatsho wurde zwar in einem unabhängigen Tibet geboren, aber zum Zeitpunkt der Preisvergabe existierte dieser Staat nur in Form einer Exilregierung.
  11. Tore Frängsmyr in Les Prix Nobel 1989, herausgegeben von der Nobelstiftung
  12. Damit wurde erstmals auch die Rolle des Umweltschutzes für den Weltfrieden geehrt.

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Liste der Friedensnobelpreisträger (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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