Liste österreichischer Tarif- und Verkehrsverbünde - LinkFang.de





Liste österreichischer Tarif- und Verkehrsverbünde


In Österreich sind die Verkehrsverbünde für jedes Bundesland gesetzlich vorgeschrieben, und gleichzeitig auch Tarifverbünde.

Österreich ist mit der Fertigstellung des Systems 1997 das erste Land der Welt, das flächendeckend Verkehrsverbünde eingeführt hat.[1]

Gesetzliche Grundlagen

In Österreich ist ein Verkehrsverbund

„eine kooperative Institution kraft privatrechtlicher Verträge zwischen den Gebietskörperschaften (Grund- und Finanzierungsvertrag zwischen Bund und dem betreffenden Land/Gemeinde) einerseits sowie zwischen den Gebietskörperschaften und den einzelnen Verkehrsunternehmen andererseits (Verkehrsdienstvertrag).“[2]

Die am Verbund teilnehmenden Verkehrsunternehmen können in einer Kooperationsgemeinschaft organisiert sein, die Verkehrsverbundorganisationsgesellschaft dient als Vermittlungsinstanz zwischen den verbundfinanzierenden Gebietskörperschaften und den beteiligten Verkehrsunternehmen, zentrale Abrechnungsstelle und unternehmensübergreifende Planungsinstanz. Ausführlich geregelt sind Verkehrsverbünde im Öffentlichen Personennah- und Regionalverkehrsgesetz 1999 (ÖPNRV-G).[3]

Die Verbundorganisationsgesellschaften sind in Österreich als reine Landesgesellschaften konzipiert.

Geschichte und Entwicklung

Die Einführung der Verkehrsverbünde in Österreich war ein Prozess, der 1984 mit Gründung des Verkehrsverbunds Ost-Region eingeleitet wurde. Die Idee, eine gesamte Region mit einer Fahrkarte zu befahren, stammt ursprünglich vom Hamburger Verbundvertrag von 1965 und hielt auch in Österreich Einzug, wenn auch die Realisierung einige Jahre später begann. Durch Einbezug des letzten Bundeslands Steiermark mit Einrichtung des Verkehrsverbunds Steiermark 1997 kann man Österreich wahrscheinlich als das einzige Land weltweit mit einer fast vollständig flächendeckenden Verbundlandschaft bezeichnen.

Ziel der Verkehrsverbünde ist es, gemeinsam mit den Vertragspartnern, wie Verkehrsbetriebe, Gemeinden und diverse Interessengemeinschaften (z. B. Tourismusverbände), eine Gesamtverkehrsplanung für die jeweilige Region umzusetzen. Dies betrifft insbesondere Fahrpläne, Tarife und Einnahmenaufteilungen auf die einzelnen Verkehrsunternehmen.

Laut Gesetz haben alle Länder einen Verkehrsverbund, wobei aber für Wien, Niederösterreich und Burgenland zwei Verkehrsverbünde errichtet wurden, der Verbund Niederösterreich-Burgenland aber nicht als Gesellschaft, sondern als Marke einer Trägergesellschaft organisiert ist. In den anderen Bundesländern gibt es teils Überlappungszonen mit oder kleinere Anbindungsgebiete an einen anderen Verbund. Salzburg betreibt als bisher einziges Bundesland einen grenzübergreifenden Verbund mit bayerischen Regionen.

Liste der Verkehrsverbünde

Dieser Artikel oder Abschnitt erhält veraltete Informationen.

Folgende Verkehrsverbünde bestehen in Österreich:

Verbund Bevölkerung (Mio.) Fläche (km²)
Oberösterreichischer Verkehrsverbund (OÖVV) 1,408 11.980
Salzburger Verkehrsverbund (SVV) 0,518[Anm. 1] 7.154
Verkehrsverbund Ostregion (VOR) 2,711[Anm. 2] 8.841[Anm. 3]
Verkehrsverbund Kärnten (VVK) 0,559 9.533
Verkehrsverbund Niederösterreich-Burgenland (VVNB) 1,1 17.131
Verkehrsverbund Steiermark (VVSt) 1,186 16.388
Verkehrsverbund Tirol (VVT) 0,675 12.648
Verkehrsverbund Vorarlberg (VVV) 0,352 2.601
  1. Bundesland Salzburg
  2. 2007
  3. 2007

Siehe auch

Literatur

  • Manfred Novy: Überblick über die Verbundlandschaft in Österreich, in: VDV/VDV-Förderkreis (Hrsg.): Verkehrsverbünde – Durch Kooperation und Integration zu mehr Attraktivität und Effizienz im ÖPNV. Blaue Buchreihe des VDV, Band 16, DVV, Hamburg 2009. ISBN 978-3-7771-0403-4, S. 264–280.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Nahverkehr . Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie, bmvit.gv.at > Verkehr, abgerufen 18. Jänner 2012
  2. Rechtliche Konstruktion eines Verkehrsverbundes . Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie, bmvit.gv.at > Verkehr > Nahverkehr > Recht
  3. Abschnitt II Verkehrsverbünde §§ 14–19 Öffentlicher Personennah- und Regionalverkehrsgesetz 1999 , StF: BGBl. I Nr. 204/1999 (i.d.g.F. ris.bka)

Kategorien: Keine Kategorien vorhanden!

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Liste österreichischer Tarif- und Verkehrsverbünde (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.