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Lino Banfi


Lino Banfi (eigentlich Pasquale Zagaria; * 11. Juli 1936 in Andria) ist ein italienischer Schauspieler.

Bekannt für seinen apulischen Akzent, wird er von vielen als einer der markantesten und talentiertesten Komiker Italiens in der Nachkriegs-Ära angesehen. Seine erotischen Komödien in den 1970er Jahren wurden in ihrer Zeit wegen Szenen von Nacktheit und vulgärer Sprache kritisiert. Zusammen mit den Kollegen Lando Buzzanca, Renzo Montagnani, Mario Carotenuto, Gianfranco D´Angelo, Aldo Maccione und Alvaro Vitali machte er diese „Italo-Komödien“ sehr erfolgreich und populär.

Leben

Banfi verlebte seine Kindheit und Jugend in Canosa di Puglia. Mit seiner Frau Lucia ist er seit 1962 verheiratet, hat einen Sohn (Walter) und eine Tochter (Rosanna), die ebenfalls beide Schauspieler wurden. Seine katholische Familie hätte ihn gerne auf eine Priesterschule geschickt, aber er fühlte sich eher zum „spettacolo“ als Sänger auf Festen seiner Umgebung hingezogen.

Mit 18 Jahren ging Banfi 1954 nach Mailand und spielte nach Anfängen in Laienspielgruppen an den Theatern von Mailand, Turin und Genua. Genau dort, nachdem er mit Arturo Vetrani zusammenarbeitete, begann er seine Karriere als Komiker. Hier brachte er typische Elemente seiner heimatlichen Region wie den Dialekt und die Art der Sprache und deren Gesten mit ein. Er begann unter dem Pseudonym Lino Zaga. Der berühmte Totò war es dann, der ihm dazu riet, seinen Nachnamen in Banfi zu ändern.

Ab der Mitte der 1960er Jahre wandte er sich nicht nur von der Revue ab und dem Kabarett zu, sondern wurde auch in zahlreichen Filmen eingesetzt; er war eines der Aushängeschilder der italienischen Sexy Comedies, die zwischen 1974 und 1982 ihren Höhepunkt erlebten. Meist war Banfi dort nicht gefordert; bei nur wenigen Gelegenheiten konnte er seine Fähigkeiten zeigen, so in Dino Risis Il commissario Lo Gatto 1986.[1] In den 1980er Jahren gehörte er zu den Lieblingsschauspielern Nero Parentis.

Im neuen Jahrtausend war Banfi mit der vielfach fortgesetzten Fernsehserie Un medico in famiglia erfolgreich.

Banfi ist UNICEF-Botschafter seines Heimatlandes.

Filmografie (Auswahl)

  • 1960: Urlatori alla sbarra
  • 1969: Zwei Trottel als Revolverhelden (Franco e Ciccio sul sentiero di guerra)
  • 1971: Untersuchungshaft (Detenuto in attesa di giudizio)
  • 1972: Ein Pate kommt selten allein (L'altra faccia del padrino)
  • 1976: Das Hotel der heißen Teens (L'affittacamere)
  • 1976: Suße Sechzehn – Sweet Sixteen (La compagna di banco)
  • 1977: Schieß Du… ich hol' Verpflegung (Kakkientruppen)
  • 1978: Flotte Teens jetzt ohne Jeans (La liceale nella classe dei ripetenti)
  • 1978: Flotte Teens und die neue Schulmieze (L'insegnante va in collegio)
  • 1978: Flotte Teens und Sex nach Noten (L'insegnante balla… con tutta la classe)
  • 1979: Der Idiotenzwinger (L'infermiera nella corsia dei militari)
  • 1979: Nachtschwester müßte man sein (L'infermiera di notte)
  • 1979: Ein total versautes Wochenende (Sabato, domenica e venerdì)
  • 1980: Die Schulschwänzerin (La ripetente fa l'occhietto al preside)
  • 1980: Helm auf – Hose runter (La dottoressa ci sta col colonnello)
  • 1980: Urlaubsreport alleinstehender Frauen (La moglie in vacanza… l'amante in città)
  • 1981: Der doppelte Held (Fracchia, la belva umana)
  • 1981: Love Spaghetti Love (Spaghetti a mezzanotte)
  • 1986: Klauen will gelernt sein (Scuola di ladri)
  • 1987: Zwei Italiener mögen's heiß (Bellifreschi)
  • 1998–2009: Un medico in famiglia
  • 2009: Maria, ihm schmeckt’s nicht!

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Roberto Poppi, Artikel Lino Banfi, in: Chiti, Lancia, Obricciani, Poppi: Dizionario del cinema italiano. Gli attori. Gremese 1998, S. 37/38


Kategorien: Schauspieler | Geboren 1936 | Träger des Verdienstordens der Italienischen Republik (Großkreuz) | Pseudonym | Italiener | Mann

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Lino Banfi (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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