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Lingenfeld


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: GermersheimVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Verbandsgemeinde: Lingenfeld
Höhe: 104 m ü. NHN
Fläche: 15,26 km²
Einwohner: 5645 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 370 Einwohner je km²
Postleitzahl: 67360
Vorwahl: 06344
Kfz-Kennzeichen: GER
Gemeindeschlüssel: 07 3 34 017
Adresse der Verbandsverwaltung: Hauptstraße 60
67360 Lingenfeld
Webpräsenz: www.lingenfeld.de
Ortsbürgermeister: Erwin Leuthner (CDU)
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Lingenfeld ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Germersheim in Rheinland-Pfalz. Sie ist Verwaltungssitz der gleichnamigen Verbandsgemeinde. Lingenfeld ist gemäß Landesplanung als Grundzentrum ausgewiesen.[2]

Geographie

Geographische Lage

Lingenfeld liegt in der Oberrheinebene, in der Südpfalz, zwischen dem Fluss Rhein im Osten und der Deutschen Weinstraße westlich der Gemeinde. Der Ort ist mit 104 Metern höher gelegen als die umliegenden Gemeinden am Rhein, deshalb kann Hochwassergefahr nahezu ausgeschlossen werden. Allerdings verursachte der alte Rheinlauf in den vergangenen Jahrhunderten durch Unterspülung des Hochufers den Verlust von ca. 250 Hektar Land.

Nachbargemeinden

Nachbargemeinden sind im Uhrzeigersinn (beginnend bei 12 Uhr): Schwegenheim, Römerberg (Pfalz), Philippsburg (auf der anderen Rheinseite in Baden-Württemberg), Germersheim, Lustadt und Westheim (Pfalz).

Geschichte

Der Name Lingenfeld stammt entweder von einer Siedlung „am langen Feld“ oder von „Feld des Lango“ oder Lingo.[3] Die erste Erwähnung fand der Ort in einer Urkunde von 1063 als „Lengenveld“.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Lingenfeld, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2][1]

Jahr Einwohner
1480 ca. 180
1530 ca. 180
1705 ca. 260
1742 ca. 500
1771 ca. 585
Jahr Einwohner
1815 1.249
1835 1.357
1871 1.602
1905 1.833
1939 2.444
1950 2.856
Jahr Einwohner
1961 3.518
1970 3.769
1987 4.084
1997 5.144
2005 5.366
2014 5.645

Religion

2012 waren 49,7 Prozent der Einwohner katholisch und 21,6 Prozent evangelisch. Die übrigen gehörten einer anderen Religion an oder waren konfessionslos.[4] Im Jahr 1890 waren von den damals 1662 Einwohnern 1539 katholisch (93 Prozent), 101 evangelisch (6 Prozent) und 32 waren Israeliten (2 Prozent).

Seit dem Jahr 2013 gehören die Lingenfelder Katholiken nicht mehr zu einer eigenständigen Pfarrei, sondern haben sich mit den Katholiken aus Germersheim, Westheim und Schwegenheim zur Projektpfarrei Germersheim zusammengeschlossen.[5]

Die Protestanten bilden mit den Westheimer Protestanten die Protestantische Kirchengemeinde Westheim-Lingenfeld.

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat in Lingenfeld besteht aus 22 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[6]

Wahl SPD CDU FWG Gesamt
2014 7 9 6 22 Sitze
2009 7 8 7 22 Sitze
2004 7 9 6 22 Sitze

Bürgermeister

Jahr Bürgermeister Partei
1945 Friedrich Rembor
1945–1960 Alfons Detzel CDU
1960–1969 Herbert Dickerhof WG
1969–1981 Hugo Fröhlig CDU
1981–1999 Alban Gutting CDU
1999–2009 Hans-Jürgen Wallat CDU
seit 2009 Erwin Leuthner CDU

Wappen

Die Wappenbeschreibung lautet: „Von Gold und Rot durch einen mit drei schwarzen Spitzen spickelweise gestückten silbernen Schräglinksbalken geteilt, oben rechts ein schwarzer Großbuchstabe L, unten links schräggelegt ein nach oben gewölbtes silbernes Pflugmesser (Kolter, Sech)“.

Es wurde 1964 vom Mainzer Innenministerium genehmigt.[7]

Partnerschaften

Gemeinde

Am 16. April 1972 wurde zwischen den Gemeinden Torcy (Frankreich) und Lingenfeld die Partnerschaftsurkunde unterzeichnet.

Vereine

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

Siehe: Liste der Kulturdenkmäler in Lingenfeld

Tourismus

Das Lingenfelder Naherholungsgebiet Altrhein mit Baggerseen und ausgedehnten Auenlandschaften bietet Möglichkeiten zum Schwimmen, Paddeln, Fahrradfahren und spazieren gehen. In Lingenfeld befinden sich mehrere Hotels.

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Der alte pfälzische Brauch der Kirchweih wird alljährlich am dritten Wochenende im September auf dem Rathausplatz als „Lingenfelder Kerwe“ gefeiert.
  • Am letzten Wochenende im Juli findet alljährlich das „Lingenfelder Straßenfest“ statt.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Lingenfeld liegt an der Bundesstraße 9. Von hier können über die zwei Lingenfelder Ausfahrten, eine im Norden und eine im Süden des Dorfes, die Städte Speyer, Mannheim, Karlsruhe und Heidelberg innerhalb von etwa 30 Minuten erreicht werden. Vom Bahnhof Lingenfeld erreichen Reisende auf der Schiene in etwa 35 Minuten Mannheim und Ludwigshafen sowie in der entgegengesetzten Richtung Karlsruhe.

Seit der Anbindung Lingenfelds an die S-Bahn RheinNeckar können Fahrgäste umsteigefrei nach Ludwigshafen, Mannheim und Heidelberg fahren. Der Haltepunkt Lingenfeld liegt am nordöstlichen Rand der Gemeinde Lingenfeld in der Altspeyerer Straße und der Bahnstrecke Schifferstadt–Wörth. Er entstand 1870 beim Bau des Streckenabschnitts Speyer-Germersheim. Hier verkehrt die S-Bahn RheinNeckar mit den Linien S3 und S4.

Lingenfeld gehört dem Verkehrsverbund Rhein-Neckar und dem Karlsruher Verkehrsverbund an.

Öffentliche Einrichtungen

Als Sitz der Verbandsgemeinde beherbergt Lingenfeld auch deren Verwaltung im Rathaus an der Hauptstraße 60.

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

  • Alfons Detzel, Altbürgermeister
  • Hugo Fröhlig, Altbürgermeister
  • Karl Lösch († 2008), Unternehmer
  • Alban Gutting, Altbürgermeister

Söhne und Töchter der Gemeinde

Personen, die mit der Gemeinde in Verbindung stehen

Weblinks

 Commons: Lingenfeld  – Sammlung von Bildern
 Wikisource: Lingenfeld – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2014 (Hilfe dazu).
  2. 2,0 2,1 Regionaldaten Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz
  3. Georg Heeger: Die germanische Besiedlung der Vorderpfalz an der Hand der Ortsnamen. S. 30
  4. KommWis, Stand: 31. Dezember 2012
  5. Projektpfarrei Germersheim
  6. Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz
  7. Karl Heinz Debus: Das große Wappenbuch der Pfalz. Gräber, Neustadt an der Weinstraße 1988, ISBN 3-9801574-2-3.

Kategorien: Ort im Landkreis Germersheim | Lingenfeld | Gemeinde in Rheinland-Pfalz

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Lingenfeld (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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