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Line Islands


Line Islands
Lage der Line Islands (rechts) im Pazifik
Gewässer Pazifischer Ozean
Anzahl der Inseln 11
Hauptinsel Kiritimati
Gesamte Landfläche 503,91 km²
Einwohner 9425 (2010)

Die Line Islands, auf Deutsch auch Zentralpolynesische Sporaden, Linieninseln oder Linieinseln genannt, sind eine Inselkette im östlichen Zentralpazifik mit acht Atollen, drei Einzelinseln und einem überfluteten Korallenriff. Die addierte Landfläche der Inseln beträgt knapp 504 km².

Geschichte

Die erste Insel wurde am 24. Dezember 1777 von James Cook entdeckt und „Christmas Island“ (heute Kiritimati) getauft, als letzte der Inseln wurde 1825 Malden Island gesichtet. Die meisten der Line Islands wurden unter Berufung auf den 1856 verabschiedeten Guano Islands Act für die Vereinigten Staaten in Besitz genommen; das Kingmanriff, die Jarvisinsel sowie das Palmyra-Atoll sind noch heute in US-amerikanischem Besitz und stellen je ein Außengebiet der Vereinigten Staaten dar. Die übrigen Inseln waren seit 1888 zunächst britisches Territorium und wurden 1979 ein Teil des Inselstaates Kiribati.

Bevölkerung

Zum Zeitpunkt der Entdeckung durch Europäer gab es auf den Line Islands keine indigene Bevölkerung, es wurden jedoch Hinweise auf eine frühe polynesische Besiedlung gefunden. Zur Produktion von Kopra wurden seit Beginn des 20. Jahrhunderts mikronesische Bewohner von den Gilbertinseln auf die Line Islands umgesiedelt. Heute sind drei Inseln (sie erhielten gilbertesische Namen) von insgesamt ca. 9236 Menschen laut Volkszählung 2010 (2005: 9425) permanent bewohnt und werden von Inselräten regiert. Auf dem Palmyra-Atoll befindet sich eine Forschungsstation mit wechselndem Personal.

Geographie

Die Line Islands bilden eine 2.334 km (Luftlinie – Kingman-Riff bis zur Insel Flint) lange, von Nordwest nach Südost gestreckte Inselkette, welche 718 km nördlich des Äquators beginnt und 1.273 km südlich des Äquators endet.

Zu den Linien-Inseln gehören von Nord nach Süd:

Atoll/Insel/Riff Insel
km²
Lagune
km²
Entdeckt Koordinaten Einwohner
(Zensus 2010)[1]
Status
Nördliche Line Islands
Kingman-Riff 0,01 60 1798 US-Außengebiet
Palmyra-Atoll 3,90 8 1798 US-Außengebiet
Teraina (Washington) 14,20 2* 1798 1690 Teil Kiribatis
Tabuaeran (Fanning) 33,70 110 1798 1960 Teil Kiribatis
Kiritimati (Christmas) 384,40 324 1777 5586 Teil Kiribatis
Zentrale Line Islands
Jarvis 4,50 1821 US-Außengebiet
Malden 39,30 13* 1825 Teil Kiribatis
Filipporiff 1,50 1886 außerhalb der AWZ
Starbuck 16,20 4* 1823 Teil Kiribatis
Südliche Line Islands
Millennium Island 3,76 6,3 1795 Teil Kiribatis
Vostok 0,24 1820 Teil Kiribatis
Flint 3,20 0,01* 1801 Teil Kiribatis
Line Islands 503,41 542 9236

* Die mit einem Stern markierten Lagunenflächen sind in den Inselflächen der vorhergehenden Spalte enthalten, weil diese Lagunen keine Verbindung zum Meer haben und deshalb als Binnengewässer zu betrachten sind.

Da die Datumsgrenze hier ihre östlichste Lage hat, feiert man auf den Line Islands, genauer auf dem Caroline-Atoll, nach dem gregorianischen Kalender als erstes das Neue Jahr. Das Caroline-Atoll heißt neu Millennium-Atoll und die Hauptinsel Long Islet des Caroline-Atolls heißt seit 2001 Millennium Island, weil auf dieser Insel der erste Sonnenaufgang des 21. Jahrhunderts bzw. des 3. Jahrtausends am 1. Januar 2001 stattfand.

Tier- und Pflanzenwelt

Da die Inseln eine vergleichsweise isolierte Lage aufweisen, sind sie ein bedeutendes Rückzugsgebiet für Meeresvögel. Einige der weltgrößten Vogelkolonien befinden sich auf den Line Islands, vor allem auf Palmyra (Rotfußtölpel), Kiritimati (Keilschwanzsturmtaucher) sowie Starbuck (Rußseeschwalbe). Daneben kommen auch Landvögel vor wie der seltene, endemische Fanning-Rohrsänger. Auch der Palmendieb, eine Krebsart, hat hier seine weltweit größten Populationen. An Säugetieren sei die Polynesische Ratte genannt, die vermutlich durch polynesische Siedler auf einige der Line Islands gebracht wurde. Durch den Abbau von Guano, das Anpflanzen von Kokospalmen sowie die eingeschleppten Säugetiere wurde den heimischen Tier- und Pflanzenarten jedoch großer Schaden zugefügt; so gibt es beispielsweise nur noch wenige ursprüngliche Wälder aus Pisonia-Bäumen. Vom kaum über den Meeresspiegel ragenden Kingmanriff abgesehen weist lediglich die Insel Vostok eine nahezu ursprüngliche Natur auf. Viele der zu Kiribati gehörenden Inseln wurden von den Vereinten Nationen zu einem Wildlife Sanctuary erklärt, die Inseln in amerikanischem Besitz gehören zu den Pacific Island Wildlife Refuges und werden vom U.S. Fish & Wildlife Service verwaltet.

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Report on the Kiribati 2010 Census of Population and Housing. Volume 1. Bairiki, August 2012. (PDF; 6,6 MB), S. 31; abgerufen am 14. Januar 2014 (englisch).

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Line Islands (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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