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Limnos


Gemeinde Limnos
Δήμος Λήμνου
Basisdaten
Staat: Griechenland
Region: Nördliche Ägäis
Regionalbezirk: Limnos
Geographische Koordinaten:
Fläche: 477,583 km²
Einwohner: 16.992 (2011[1])
Bevölkerungsdichte: 35,6 Ew./km²
Sitz: Myrina
LAU-1-Code-Nr.: 5501
Gemeindebezirke: 4 Gemeindebezirke
Lokale Selbstverwaltung: 2 Stadtbezirke
30 Ortsgemeinschaften
Lage in der Region Nördliche Ägäis
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Limnos (neugriechisch Λήμνος (f. sg.) , in der Antike altgriechisch Λῆμνος, Lemnos) ist eine griechische Insel in der Nord-Ägäis. Seit 2011 bildet die Insel die Gemeinde Limnos (Δήμος Λήμνου) und gemeinsam mit Agios Efstratios den Regionalbezirk Limnos (Περιφερειακή Ενότητα Λήμνου) in der Region Nördliche Ägäis. Nach der Volkszählung von 2011 zählt die Insel 16.992 Bewohner. Verwaltungssitz sowie wirtschaftliches und kulturelles Zentrum der Insel ist die mehr als 5.000 Einwohner zählende Stadt Myrina.

Geographie

Die Insel Limnos liegt in der Nord-Ägäis zentral zwischen der Halbinsel Athos im Nordwesten und dem kleinasiatischen Festland im Osten. Die nächstgelegenen Inseln sind Samothraki 42 Kilometer nördlich, die türkische Insel Gökçeada 22 Kilometer nordöstlich und Agios Efstratios 31 Kilometer südlich.

Mit einer Fläche von 476,288 Quadratkilometern[2] ist Limnos die neuntgrößte Insel Griechenlands. Sie erreicht in West-Ost Richtung ihre maximale Ausdehnung von etwa 35 km. Die Nord-Süd Ausdehnung im Osten beträgt vom Kap Plaka (Ακρωτήρι Πλάκα) dem nordöstlichsten Punkt der Insel zum Kap Agia Irini (Ακρωτήρι Αγία Ειρήνη) dem südöstlichsten 29 km. Im Westen liegt sie bei 18 km vom Kap Mourtzeflos (Ακρωτήρι Μούρτζεφλος) im Nordwesten zum Kap Tigani (Ακρωτήρι Τηγάνι) im Südwesten. Die schmalste Stelle von etwa 4 Kilometer liegt zwischen dem tief in die Insel einschneidende Golf von Moudros (Κόλπος Μουδρου) im Süden und dem Golf von Pournia (Κόλπος Πουρνιας) im Norden.

Durch drei Buchten weist die Insel eine stark strukturierte Küstenlinie auf, mit dem westlichen Hauptteil und zwei Halbinseln im Osten und Süden. Die Oberfläche ist sanft überwiegend flach und ohne deutliche Ausprägung des relativen Reliefs. Die wenigen hügeligen Gebiete weisen abhängig von der Geologie und der nachfolgenden Erosion entweder weich gerundete Formen und seltener steile Klippen auf. Limnos erreicht mit der Vigla (Βίγλα) im Nordwesten 430 Meter, im Südosten 250 Meter und mit dem Skopos (Σκοπός) auf der Halbinsel Fakos (χερσόνησος Φακός) 319 Meter Höhe.[3] In den ausgedehnten Küstenmarschen der Osthalbinsel liegen die beiden Brackwasserseen Chortarolimni (Χορταρολίμνη) und Asprolimni (Ασπρόλιμνη) sowie die etwa 6,7 km² große Salzlagune Alyki (Αλυκή Λήμνου), die größte auf einer griechischen Insel.

Klima

Die geringe Niederschlagsmenge in Verbindung mit extremen und häufigen Winden aus Nord bis Nordost geben Limnos ein unverwechselbares trockenes Mesoklima. Das Klima von Limnos ist subhumid bis fast semiarid. Der durchschnittliche Jahresniederschlag beträgt etwa 500 Millimeter, mit einem Maximum im Dezember und Januar. In Bezug auf die Windexposition nimmt die Insel eine Sonderstellung ein. Limnos ist in der Verlängerung der Dardanellen gelegen, die ähnlich einem schmalen Windkanal auf die Insel ausgerichtet sind. Im Zeitraum von 1958 bis 2010 lag beim Flughafen Limnos die absolute Höchsttemperatur bei 39,4 °C die Tiefsttemperatur bei −6,0 °C.

Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Lemnos International Airport "Hephaestus"
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 10,6 10,7 12,8 17,0 21,9 27,1 29,3 28,7 25,2 20,3 15,5 12,1 Ø 19,3
Min. Temperatur (°C) 4,2 4,3 5,9 8,7 12,9 17,1 20,1 20,3 16,5 12,8 9,0 5,9 Ø 11,5
Temperatur (°C) 7,4 7,7 9,7 13,6 18,4 23,6 25,9 25,2 21,5 16,9 12,3 9,0 Ø 16
Niederschlag (mm) 65,5 47,8 51,4 38,6 23,3 15,1 8,9 6,8 24,9 43,3 76,6 84,4 Σ 486,6
Regentage (d) 10,0 8,6 8,9 8,8 6,6 4,7 2,1 2,3 3,3 6,7 9,8 11,6 Σ 83,4
Luftfeuchtigkeit (%) 77,2 74,8 75,0 73,8 68,4 59,7 56,6 61,0 66,7 73,5 77,8 78,6 Ø 70,2
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
10,6
4,2
10,7
4,3
12,8
5,9
17,0
8,7
21,9
12,9
27,1
17,1
29,3
20,1
28,7
20,3
25,2
16,5
20,3
12,8
15,5
9,0
12,1
5,9
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
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a
g
65,5
47,8
51,4
38,6
23,3
15,1
8,9
6,8
24,9
43,3
76,6
84,4
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Mythologie

In der griechischen Mythologie war Limnos die Insel des Hephaistos, der hier wegen der Vulkantätigkeit dieser Insel seine Schmiede gehabt haben soll. Er wurde besonders bei einem „Erdfeuer“ in der Nähe der Stadt Hephaisteia im Norden der Insel verehrt. Auch die Kabiren, die Söhne des Hephaistos, hatten hier ihren Kult.

Ein anderer Mythos berichtet von dem sogenannten lemnischen Frevel. Demnach brachten die Frauen von Limnos alle Männer um, um selber zu regieren. Als ihnen dann die Männer zur Fortpflanzung fehlten, versuchten sie, die Argonauten zu verführen – nur mit Mühe konnte Herakles die Männer zur Weiterfahrt überreden. Auf dem Feldzug gegen Troja wurde Philoktet hier von den Griechen zurückgelassen.

Geschichte

Die bisher früheste menschliche Präsenz auf einer Ägäisinsel konnte im Südosten von Limnos nachgewiesen werden. Sie datiert zum Ende der letzten Kaltzeit vor etwa 15.000 Jahren. Wegen der großen Anzahl von Mikrolithen wird der Fundort Ouriakos als Lagerplatz von Jäger und Sammlergruppen interpretiert.[4]

Aufgrund seiner Lage spielte Limnos seit der Frühbronzezeit (ca. 3200–2000 v. Chr.) eine bedeutende Rolle im Ägäishandel. Die Insel verfügte über ein bemerkenswertes Siedlungsnetz, bevorzugt auf Halbinseln oder niedrigen Hügeln in Küstennähe mit fruchtbarem Umland und sicheren Ankerplätzen. Neben den beiden großen Siedlungszentren Myrina im Westen und Poliochni im Osten existierten mit Ausnahme des Nordwestens an allen Küstenregionen Siedlungen. Besonders dicht war die Besiedelung um den Golf von Moudros. Die heutige Insel Koukonisi war im Gegensatz zu Poliochni durchgehend besiedelt. Vom Inselinneren sind deutlich weniger Siedlungen bekannt.[5]

Eine frühe Erwähnung der Insel findet sich bereits auf Linear-B-Täfelchen aus dem mykenischen Pylos. Dort ist das weibliche Ethnikon


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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Limnos (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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