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Light Railway


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Light Railway (sinngemäß Leichtere Eisenbahn) ist eine klassifizierende Bezeichnung von Schienenfahrzeugen englischen Ursprungs. Sie geht auf verschiedene Eisenbahnvorschriften des Vereinigten Königreiches aus dem von 19. Jahrhundert zurück.

Gegenüber diesem historischen Begriff des britischen Englisch Light Railway wird der Begriff von den 1980er Jahren an verkürzt auch als Light rail verwendet, seit in den USA eine Modernisierung eines straßenbahnartigen Verkehrsmittels begann[1]. In der Folge wurde Light rail in andere Sprachen übertragen, allerdings mit unterschiedlichem Bedeutungsinhalt.

Die ältesten gesetzlichen Regelungen

Erstmals wurde der Begriff Light Railway im britischen An Act to amend the Law relating to Railways 1868 angewendet. Hier wurden die früheste Definition und physikalische Bestimmungen formuliert. Danach war eine Bahn als solche zu bezeichnen, wenn sie nicht eine Achslast von 8 britischen Tonnen und eine Fahrgeschwindigkeit von bis zu von 25 englischen Meilen pro Stunde (mpH) überschritt[2]. Ein weiteres Gesetz folgte 1896. Der Light Railways Act des Parlamentes des Vereinigten Königreiches beinhaltete ein erleichtertes Genehmigen zum Errichten von Bahnstrecken zum Personen- und Lastentransport für Light Railways[3]. Das Gesetz von 1896 war zunächst nur ein Erlass für England, Wales und Schottland. In Irland wie auch in Australien gab es wenige Jahre später ebenfalls Regelungen.

Anwendung der Regelungen

Die erste Bahn, die nach den Vorschriften des Light Railways Act gebaut wurde, war die im Jahr 1901 eröffnete Corringham Light Railway. Die im Jahr 1925 eröffnete North Devon and Cornwall Junction Light Railway war die letzte neu gebaute Light Railway.

Die meisten Light Railways waren kaum profitabel und verloren mit dem zunehmenden Straßenverkehr nach dem Ersten Weltkrieg ihre Geschäftsgrundlage. Seit den 1930er Jahren wurden mehr und mehr Light Railways stillgelegt, nur wenige dieser Bahnen überlebten die 1950er Jahre. Die heute noch bestehenden Light Railways dienen touristischen oder musealen Zwecken.

Neben Strecken, die von Anfang an als Light Railways konzipiert waren, gab es solche, die auf einer anderen gesetzlichen Grundlage gebaut und zu einem späteren Zeitpunkt als Light Railways betrieben wurden. Die erste dieser Bahnen war im Jahr 1899 die zwei Jahre vorher eröffnete Weston, Clevedon and Portishead Light Railway (W.C.P.R.) im südwestenglischen County Somerset.

Auch die Heart of Wales Line (walisisch Rheilffordd Calon Cymru), wurde nach der Wiedereröffnung im Jahr 1972 nach dem Light Railway Order betrieben.

Im Jahr 1990 erließ das britische Secretary Of State for Transport neue Verordnungen auf Basis des Light Railways Act für zwei Bahnen[4][5]. Das führte zu dem Zustand, dass in Großbritannien sowohl Light-Railway-Bahnen wie auch Light rails, beispielsweise in London und Manchester bestehen. So trägt die Londoner Docklands Light Railway den Namensbestandteil Light Railway, ist aber eine Light rail neuerer Definition.

Light Railway außerhalb Großbritanniens

Die historische Light Railway ist den Feld-, Klein- bzw. Lokalbahnen in deutschsprachigen Ländern sehr ähnlich. Hier regelte Preußen 1892 als erstes mit dem Gesetz über Kleinbahnen und Privatanschlußbahnen den Bahnbau. Nach der preußischen Gesetzgebung durften diese zu genehmigenden Strecken nur zum Verkehr zwischen zwei angrenzenden preußischen Guts- bzw. Gemeindebezirken oder innerhalb eines Bezirkes dienen. Damit sollten keine Konkurrenz zu den sogenannten Durchgangsbahnen der Neben- oder Hauptbahnen zur Verbindung größerer Ortschaften entstehen.[6]

Einzelnachweise

  1. Streetcar Encyclopædia Brittanica
  2. V. Light Railways. im „An Act to amend the Law relating to Railways“ London, 31. Juli 1868.
  3. An Act to Facilitate the Construction of Light Railways in Great Britain im „Light Railways Act“ London, 14. August 1896.
  4. The British Railways Board (Central Wales Railway) Light Railway (Amendement) Order Veröffentlichungen der Internetpräsenz Her Majesty’s Stationery Office (englisch), abgerufen am 21. Juli 2013
  5. The Peak Rail Light Railway Order Veröffentlichungen der InternetpräsenzHer Majesty’s Stationery Office (englisch), abgerufen am 21. Juli 2013
  6. Gesetz über Kleinbahnen und Privatanschlußbahnen vom 28. Juli 1892 BahnPraxis Nr. 05/2010 (Hrsg.: Eisenbahn-Unfallkasse), Deutsche Bahn Gruppe. S. 5 ff.

Kategorien: Schienenverkehrsgeschichte | Bahnbetrieb

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