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Lieken


Lieken AG
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Rechtsform Aktiengesellschaft
Gründung 1997
Sitz Dortmund, Deutschland
Leitung Alexander Bott, Markus Biermann
Mitarbeiter etwa 4.100 (2014)
Umsatz ca. 815 Mio. Euro (2013)
Branche Nahrungsmittel
Website www.lieken.de

Die Lieken AG ist ein führender deutscher Backwarenhersteller, der zur tschechischen Unternehmensgruppe Agrofert gehört. Golden Toast[1] und Lieken Urkorn[2] sind Marken der Lieken Brot- und Backwaren GmbH. Der Sitz des Unternehmens ist in Dortmund.

Struktur

Zur Lieken AG gehören die Lieken Brot- und Backwaren GmbH und die Zimmermann GmbH, mit insgesamt 11 Produktionsstätten, sowie das Logistikunternehmen Logi-K. Die Lieken AG beschäftigt ca. 4.100 Mitarbeiter und erzielte 2013 einen Umsatz von ca. 815 Millionen Euro.

Die Lieken Brot- und Backwaren GmbH mit Sitz in Garrel, Niedersachsen, beliefert täglich den Lebensmitteleinzelhandel in Deutschland mit Brot und Backwaren der Marken Golden Toast und Lieken Urkorn sowie Eigenmarken der Handelsunternehmen und Bake off-Produkten.

Geschichte

Hauptartikel: Kamps AG

1922 kaufte Fritz Lieken die stillgelegte Bremer Simonsbrot-Bäckerei in Achim, die 1902 durch die Gebrüder Simon als Malzkornfabrik gegründet wurde. Mit Hilfe seiner Ehefrau und eines Gesellen startete Lieken seinen eigenen Bäckereibetrieb. Fritz Lieken baute seine Bäckerei zu einer Vollkornbäckerei aus. 1926 war er der erste deutsche Bäcker, der verpacktes Brot haltbar machte. Die Haltbarmachung gelang durch Pasteurisierung. Nach seinem Tod im Jahr 1961 führte Liekens Ehefrau Maria das Unternehmen Lieken Simonsbrot zusammen mit dem Geschäftspartner Alfred Batscheider weiter.

Die Großbäckerei Wendeln wurde 1919 von Bernhard und Antonia Wendeln in Garrel bei Oldenburg gegründet und seit 1960 von deren Söhnen Paul und Bernhard weitergeführt. 1974 wurde das Unternehmen Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Golden Toast. Das Unternehmen wurde durch den Aufkauf weiterer Großbäckereien wie Paech, Weber, Scherpel und Lieken Simonsbrot (1998) Marktführer in der Backwarenbranche mit verpackten Broten.

Am 1. Januar 2000 übernahm dann Heiner Kamps zusätzlich zu seinem 1982 gegründeten Filialgeschäft die Wendeln-Gruppe. Daraus entstand die Kamps AG mit den Töchtern Kamps Brot- und Backwaren (Lebensmitteleinzelhandel) und Kamps Bakeries (Filialen).

Die italienische Barilla-Gruppe übernahm 2002 einen Großteil der Kamps AG-Aktien, der Unternehmensgründer Heiner Kamps stieg nach dem Verkauf komplett aus dem Unternehmen aus. 2004 übernahm Barilla die noch verbleibenden Anteile der Minderheitsaktionäre, so dass die Aktien der Kamps AG an keiner Börse mehr gelistet waren. Am 17. März 2008 firmierte die Unternehmensgruppe um: Aus Kamps AG wurde Lieken AG, aus dem Lebensmitteleinzelhandel-Geschäftsbereich Kamps Brot- und Backwaren GmbH wurde Lieken Brot- und Backwaren GmbH und aus dem Bäckerei-Filial-Geschäft Kamps Bakeries GmbH wurde Kamps GmbH.[3]

Im August 2010 wurden die fünf Handwerksbäckereien und 900 Filialen von Kamps (Umsatz 2009: 300 Mio. Euro) an den Finanzinvestor ECM Equity Capital mit Sitz in Frankfurt am Main veräußert. Die Marken Lieken Urkorn und Golden Toast verblieben bei der Barilla-Gruppe und wurden unter der Lieken AG weitergeführt.

2013 wurde Lieken von Barilla an die tschechische Agrofert-Gruppe verkauft, deren CEO und alleiniger Eigentümer Andrej Babiš ist.[4][5] Im November 2014 kündigte Lieken die Schließung von fünf seiner zwölf Werke in Deutschland an (Pfungstadt, Essen, Weißenhorn, Garrel und Stockstadt),[6] im November 2015 den Umzug des Verwaltungssitzes nach Dortmund.[7] Die Produktion des künftig geschlossenen Werkes Weißenfels soll in ein bis 2017 neu zu errichtendes Werk auf einem Gelände des Schwesterunternehmens SKW Stickstoffwerke Piesteritz in Wittenberg (Sachsen-Anhalt) verlagert werden; die hierfür in Aussicht gestellte Investitionsförderung des Landes ist umstritten.[8]

Golden Toast

Hauptartikel: Golden Toast

Golden Toast ist die Dachmarke für ein Angebot an Brot- und Backwaren und war 2009 laut einer Nielsen-Marktforschungsanalyse mit über 40 % Marktanteil Marktführer in der Kategorie Toast und Sandwich und hat eine Markenbekanntheit von 95 %.[9] Markeninhaber ist die Arbeitsgemeinschaft Golden Toast e.V.

Lieken Urkorn

Hauptartikel: Lieken Urkorn

Heute umfasst das Sortiment von Lieken Urkorn unter anderem Schnitt- und Laibbrote, Sandwiches, Toastbrot sowie Kuchen- und Stollenprodukte, die in eigenen Großbäckereien gebacken werden. Lieken Urkorn verwendet für seine Brote traditionellen Sauerteig und verzichtet auf Konservierungsstoffe. Laut einer Nielsen-Marktforschungsanalyse ist Lieken Urkorn Marktführer im Segment Schnittbrot[10] und hat eine Markenbekanntheit von 85 %.[11]

Einzelnachweise

  1. Florian Langenscheidt (Hrsg.): Deutsches Markenlexikon. 1. Auflage. Deutsche Standards Editionen, Köln 2007, ISBN 978-3-8349-0629-8, S. 462.
  2. Florian Langenscheidt (Hrsg.): Deutsches Markenlexikon. 1. Auflage. Deutsche Standards Editionen, Köln 2007, ISBN 978-3-8349-0629-8, S. 655.
  3. Unternehmens-Website – Seite „Lieken Geschichte“ .
  4. Agrofert-Chef expandiert in Deutschland "Ich bin ja nicht Gott" wiwo.de vom 18. Juni 2013 (abgerufen am 2. Dezember 2013) .
  5. dpa: Übernahme Große Pläne für Großbäcker Lieken, rundschau-online.de vom 25. Mai 2013 (abgerufen am 2. Dezember 2013) .
  6. Lebensmittel-Zeitung online, 12. November 2014.
  7. http://www.lebensmittelzeitung.net/industrie/Verwaltungssitz-Lieken-zieht-nach-Dortmund-120628
  8. http://www.welt.de/regionales/sachsen-anhalt/article148488874/Foerderung-in-Aussicht-gestellt.html
  9. Icon Added Value, 2009.
  10. The Nielsen Company, LEH > 100m2, 02/2010
  11. Icon Brand Navigator, 2009.

Weblinks


Kategorien: Backwarenhersteller | Produzierendes Unternehmen (Düsseldorf)

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Lieken (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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