Liederbach am Taunus - LinkFang.de





Liederbach am Taunus


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Darmstadt
Landkreis: Main-Taunus-KreisVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Höhe: 143 m ü. NHN
Fläche: 6,2 km²
Einwohner: 8833 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 1425 Einwohner je km²
Postleitzahl: 65835
Vorwahlen: 06196, 069
Kfz-Kennzeichen: MTK
Gemeindeschlüssel: 06 4 36 010
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Villebon-Platz 9–11
65835 Liederbach am Taunus
Webpräsenz: www.liederbach.eu
Bürgermeisterin: Eva Söllner (CDU)
}

Liederbach am Taunus ist eine Gemeinde im Main-Taunus-Kreis in Hessen.

Geographie

Nachbargemeinden

Liederbach grenzt im Norden an die Stadt Bad Soden am Taunus, im Osten an die Gemeinde Sulzbach (Taunus), im Süden an die kreisfreie Stadt Frankfurt am Main sowie im Westen an die Stadt Kelkheim (Taunus).

Gliederung

Liederbach besteht aus den beiden Ortsteilen Niederhofheim und Oberliederbach. Niederhofheim liegt im Westen der Gemeinde. Oberliederbach nimmt den östlichen Teil ein.

Grüne Mitte

Das Landschaftsbild der Gemeinde ist von der so genannten „Grünen Mitte“ geprägt, welche größtenteils aus bewirtschafteten Ackerflächen und dem großzügigen Bachlauf des Liederbachs besteht. Die Grüne Mitte entspricht etwa einem Sechstel der Gesamtfläche Liederbachs, und die Gemeinde ist um deren Bestand sehr bemüht.

Geschichte

Vermutlich um 550 wurden die Dörfer Niederhofheim, Oberliederbach und Unterliederbach gegründet. Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte 791 als Leoderbach, das sich im Besitz des Klosters Lorsch befand. 1100 geht Leoderbach als Lehen in den Besitz der Herren von Eppstein über. Diese verkauften das Dorf 1492 an die Landgrafschaft Hessen. Im 17. Jahrhundert hält die Reformation Einzug in Liederbach.

Die Gemeinden Oberliederbach, Unterliederbach und Niederhofheim kamen 1803 zu Nassau-Usingen und schließlich sechs Jahre später zum geeinigten Herzogtum Nassau. Nach dem Deutsch-Deutschen Krieg wurden die drei Orte 1866 der preußischen Provinz Hessen-Nassau zugeordnet. 1903 wurde mit der Station Niederhofheim-Oberliederbach an der Eisenbahnlinie Höchst-Königstein ein eigener Bahnhof errichtet.

1917 wurde Unterliederbach in die Stadt Höchst am Main eingemeindet, welche 1928 ein Stadtteil von Frankfurt am Main wurde. Oberliederbach und Niederhofheim wurden am 1. April 1928 in den neu geschaffenen Main-Taunus-Kreis integriert.

Im Rahmen der hessischen Kommunalreform schlossen sich beide Gemeinden am 31. Dezember 1971 zur neuen Gemeinde Liederbach zusammen.[2] Die nördlich gelegene Heidesiedlung wurde hauptsächlich von den Farbwerken Höchst errichtet, um ihren Mitarbeitern eine ortsnahe Unterkunft zu bieten.

Politik

Wappen

Beschreibung: In Gold und Blau gespalten mit je einem größeren Ort am Spalt in den verwechselten Farben; darin je eine zugewendete Wachtel, wiederum in verwechselten Farben.

Gemeindevertretung

Die Kommunalwahl am 6. März 2016 lieferte folgendes Ergebnis,[3] in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:

Sitzverteilung in der Gemeindevertretung 2016
     
Parteien und Wählergemeinschaften %
2016
Sitze
2016
%
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 41,9 13 43,7 13 51,5 16 46,8 14
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 20,3 6 22,2 7 23,6 7 26,7 8
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 11,8 4 14,8 5 9,0 3 8,5 3
FWG Freie Wählergemeinschaft 16,3 5 13,2 4 8,7 3
FDP Freie Demokratische Partei 9,7 3 6,0 2 15,9 5 9,4 3
Gesamt 31 31 31 31
Wahlbeteiligung in % 54,6 51,2 48,3 57,5

Bürgermeister

Von 1979 bis 2008 war Gerhard Lehner der Bürgermeister von Liederbach und war damit der dienstälteste und am längsten amtierende Bürgermeister des Kreises. Im Januar 2009 übernahm Eva Söllner (CDU) als erste Bürgermeisterin das Amt. [4]

Partnergemeinden

Liederbach besitzt bereits seit vielen Jahren mehrere Partnergemeinden in Deutschland und im europäischen Ausland. Dies sind im Einzelnen: [5]

Kultur

Bauwerke

Siehe: Liste der Kulturdenkmäler in Liederbach am Taunus

Kulturelle Aktivitäten

Der Verein Die Liederbacher Kerbeborsch richtet jährlich zwischen September und Oktober die Kerb aus. Die Kerbeborsch haben dabei die Aufgabe ihren Hannes, eine lebensgroße angekleidete Strohpuppe, die auf dem Kirchweihbaum angehängt wird, zu bewachen. Traditionell versuchen andere Dörfer dieses Symbol zu entwenden. Verbunden mit der Kerb sind auch immer Tanz und Rummelplatz. Ebenfalls beheimatet ist der Sportverein SG Oberliederbach, deren Fußballer in der Landesliga Mitte spielen. Anfang des Jahres 2006 wurde die Blues und Funk Band The Mule gegründet, die ihren Hauptsitz und Proberaum seitdem in Niederhofheim hat.

Religionen

Bekenntnisse am 31. Dezember 2015[6]
römisch-katholisch protestantisch sonstige oder ohne
2216 = 23,9 % 2451 = 26,4 % 4600 = 49,6 %

Umgebung

Das in unmittelbarer Nähe gelegene Schmiehbachtal ist ein beliebtes Erholungs- und Wandergebiet der Liederbacher Bevölkerung. Man bemüht sich von Seiten der Gemeindeverwaltung naturnahe Streuobstwiesen neben landwirtschaftlichen Nutzflächen zu erhalten.

Jugendtreff

Der 2005 gegründete Jugendtreff von Liederbach bietet dreimal wöchentlich einen Treffpunkt für Jugendliche. Des Weiteren gibt es einen bestimmten Tag für Mädchen. Regelmäßig finden besondere Ausflüge und Aktionen wie Tanz- und Breakdance-Kurse sowie Film- und Spieleabende statt.[7]

Vereine

In Liederbach gibt es zahlreiche Vereine wie die SGO (Sportgemeinschaft Oberliederbach), in der hauptsächlich Fußball, Judo und Damengymnastik praktiziert wird. Ebenso gibt es die TSG Niederhofheim, in der die Sportarten Leichtathletik, Tischtennis, Handball, Schützen und Turnen vertreten sind. Neben diesen Sportarten wird auch Volleyball beim VCL (Volleyballclub Liederbach) betrieben. Des Weiteren findet sich die Freiwillige Feuerwehr Liederbach und das Deutsche Rote Kreuz Liederbach. [8]

Literatur

  • Michael Nitz, Simone Balsam, Sonja Bonin: Kulturdenkmäler in Hessen. Main-Taunus-Kreis. Herausgegeben vom Landesamt für Denkmalpflege Hessen, 2003, ISBN 3-8062-1650-9.
  • Gesine Karsch, Margret Menzel: Liederbach. Die kleinste Gemeinde im Main-Taunus-Kreis. Selbstverlag, 1978, DNB 790675064 .

Weblinks

 Commons: Liederbach am Taunus  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Bevölkerung der hessischen Gemeinden (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 370.
  3. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 6. März 2016
  4. Bürgermeisterin liederbach.eu, abgerufen am 26. Januar 2015
  5. Partnergemeinden liederbach.eu, abgerufen am 26. Januar 2015
  6. http://www.kreisblatt.de/lokales/main-taunus-kreis/Mehr-Liederbacher-aber-weniger-Kirchenmitglieder;art676,1802385 Mehr Liederbacher aber weniger Kirchenmitglieder
  7. Jugendtreff liederbach.de, abgerufen am 26. Januar 2015
  8. Vereine liederbach.eu, abgerufen am 27. Januar 2015

Kategorien: Ort im Main-Taunus-Kreis | Liederbach am Taunus | Gegründet 1971 | Gemeinde in Hessen

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Liederbach am Taunus (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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