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Lichtenberg/Erzgeb.


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Landkreis: MittelsachsenVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Verwaltungs­gemeinschaft: Lichtenberg/Erzgeb.
Höhe: 311 m ü. NHN
Fläche: 33,17 km²
Einwohner: 2709 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 82 Einwohner je km²
Postleitzahl: 09638
Vorwahl: 037323
Kfz-Kennzeichen: FG, BED, DL, FLÖ, HC, MW, RL
Gemeindeschlüssel: 14 5 22 340
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Bahnhofstraße 3A
09638 Lichtenberg/Erzgeb.
Webpräsenz: www.lichtenberg-erzgebirge.de
Bürgermeisterin: Steffi Schädlich
}

Lichtenberg/Erzgeb. ist eine Gemeinde im Landkreis Mittelsachsen in Sachsen (Deutschland).

Geographie

Lichtenberg liegt mit seinen Ortsteilen im Tal der Freiberger Mulde. Bei allen Orten handelt es sich um Waldhufendörfer. Der sieben Kilometer lange Ortsteil Lichtenberg liegt östlich des Flusses an der Gimmlitz. Weigmannsdorf und Müdisdorf liegen in einem westlichen Nebental.

Höchster Punkt der Gemeinde ist der Burgberg mit 617 m.

Ortsgliederung

Ortsteile sind Lichtenberg, Weigmannsdorf und Müdisdorf.

Geschichte

Lichtenberg wird 1309 erstmals urkundlich als Lichtinberc erwähnt. Die Gründung des Ortes durch fränkische Kolonisten erfolgte aber bereits im 12. Jahrhundert. Im 14. Jahrhundert entstand die Wasserburg Lichtenberg. 1506 wurde Lichtenberg durch Kauf zum Freiberger Ratsdorf. Erst 1838 erhielt der Ort die Selbstverwaltung wieder. 1912 erfolgte der Anschluss Lichtenbergs ans Elektrizitätsnetz. Die Talsperre Lichtenberg wurde 1967–1973 erbaut. Am 1. Oktober 1993 erfolgte die Eingemeindung von Weigmannsdorf-Müdisdorf.[2]

Einwohnerentwicklung

Folgende Einwohnerzahlen beziehen sich auf den 31. Dezember des voranstehenden Jahres mit Gebietsstand Januar 2007:

1982 bis 1988

  • 1982 − 3304
  • 1983 − 3256
  • 1984 − 3253
  • 1985 − 3216
  • 1986 − 3194
  • 1987 − 3189
  • 1988 − 3127

1989 bis 1995

  • 1989 − 3090
  • 1990 − 3125
  • 1991 − 3078
  • 1992 − 3079
  • 1993 − 3061
  • 1994 − 3127
  • 1995 − 3185

1996 bis 2002

  • 1996 − 3184
  • 1997 − 3171
  • 1998 − 3168
  • 1999 − 3137
  • 2000 − 3169
  • 2001 − 3116
  • 2002 − 3087

2003 bis 2013

  • 2003 − 3074
  • 2004 − 3060
  • 2005 − 3000
  • 2006 − 2957
  • 2007 − 2897
  • 2012 − 2725
  • 2013 − 2736
Quelle: Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen

Politik

Gemeinderat

Gemeinderatswahl 2014[3]
Wahlbeteiligung: 58,1 %
 %
50
40
30
20
10
0
43,9 %
35,8 %
16,9 %
3,4 %
FWMS
AWG
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Seit der Gemeinderatswahl am 25. Mai 2014 verteilen sich die 14 Sitze des Gemeinderates folgendermaßen auf die einzelnen Gruppierungen:

  • CDU: 7 Sitze
  • FW Mittelsachsen e.V. (FWMS): 5 Sitze
  • AWG: 2 Sitze

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

  • Talsperre Lichtenberg: Die ab 1967 zur Trinkwassergewinnung erbaute Talsperre ist das bekannteste Bauwerk der Gemeinde.
  • Kirche in Lichtenberg: Die Lichtenberger Kirche wurde 1648 im Stil des Barock erbaut. Die Inneneinrichtung entstand bei einem Umbau 1799. Sehenswert sind die Kassettendecke, ein komplettes Abendmahlgeschirr von 1679 und zwei Epitaphen aus dem 18. Jahrhundert.
  • Besucherbergwerk „Trau auf Gott Erbstolln“ in Lichtenberg: Der Ende des 18. Jahrhunderts aufgefahrene Stollen ist insbesondere aus geologischer und markscheiderischer Sicht bemerkenswert. Die Firste wird teilweise durch Flussschotter der Gimmlitz gebildet, zudem verfügt der Stollen über zahlreiche Jahres- und Gangtafeln, Gedinge- und Vortriebszeichen.
  • Kirche in Weigmannsdorf: Die im 15. Jahrhundert errichtete Kirche verfügt über sehenswerte Deckengemälde und einen aus Zinn gefertigten Taufstein in Form einer Muschel (1688).
  • Wassermühle in Weigmannsdorf: Das bereits 1550 erwähnte Gebäude diente bis 1979 als Holzschleifmühle, wobei die voll funktionsfähige Holzschleiferei bis heute erhalten blieb. Die Mühle war das Elternhaus der sächsischen Hofbildhauer George Heermann und Paul Heermann.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Die Bahnstrecke Freiberg–Holzhau hat in Lichtenberg einen Haltepunkt.

Bildung

Lichtenberg besitzt eine Grundschule. Die Gimmlitztalschule Lichtenberg (Mittelschule) wurde 2006 geschlossen.

In Lichtenberg, Nr 193 c befand sich die BBS des VEB Energiebau (u.a. Ausbildung zum Elektromonteur und Hochspannungsmonteur)

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde

Literatur

  • Richard Steche: Lichtenberg. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 3. Heft: Amtshauptmannschaft Freiberg. C. C. Meinhold, Dresden 1884, S. 109.

Weblinks

 Commons: Lichtenberg/Erzgeb.  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Aktuelle Einwohnerzahlen nach Gemeinden 2015 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart, 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt
  3. Ergebnisse der Gemeinderatswahl 2014

Kategorien: Ort an der Freiberger Mulde | Waldhufendorf | Lichtenberg/Erzgeb. | Ort im Landkreis Mittelsachsen | Gemeinde in Sachsen

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Lichtenberg/Erzgeb. (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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