Liane Dirks - LinkFang.de





Liane Dirks


Liane Dirks (* 15. November 1955 in Hamburg) ist eine deutsche Schriftstellerin, die auch als Moderatorin und Journalistin arbeitet.

Leben

Liane Dirks wuchs in Hamburg, in der Karibik, in Bayern und in Hessen auf. Nach Abitur und Studium arbeitete sie als Berufsberaterin. Seit 1985 ist sie freie Schriftstellerin. Sie lebt heute in Köln.

Mit ihrem Debütroman Die liebe Angst bearbeitete sie als eine der ersten in Deutschland in literarischer Form das Thema des sexuellen Kindesmissbrauchs. Das auch von der Literaturkritik sehr positiv aufgenommene Buch löste eine Debatte und zahlreiche Aktivitäten aus, es gilt heute als eine Art Standardwerk zu diesem Thema und wird in zahlreichen wissenschaftlichen Abhandlungen zitiert. 1990 beteiligte sich Dirks an der von der damaligen Familienministerin Ursula Lehr angeführten Aktion „Keine Gewalt gegen Kinder“ mit zahlreichen Lesungen und Podiumsdiskussionen. Das Thema des Kindesmissbrauchs nahm Dirks erneut auf in dem Roman Vier Arten meinen Vater zu beerdigen (2002), der die Täterperspektive ausleuchtete. Für diesen Roman wurde die Autorin mit dem Preis der LiteraTour Nord ausgezeichnet. In ihrem Roman Krystyna. Und die Liebe? frag ich sie befasste sich Dirks mit dem Leben der Auschwitzüberlebenden Krystyna Żywulska und ihrer bizarren Liebesbeziehung mit dem über 20 Jahre jüngeren Thomas Harlan.[1] Das Buch stand monatelang auf der SWF-Bestenliste.

Dirks ist Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland und hatte Lehraufträge an Universitäten in den USA und in Deutschland. Gemeinsam mit Ekkehard Skoruppa leitet sie das Literatur-Atelier Köln. Dirks veröffentlichte bisher sechs Romane und gab 21 Bücher heraus.

Auszeichnungen

  • 1984: 1. Preis beim Nordrhein-Westfälischen Autorentreffen
  • 1984: Arbeitsstipendium des Landes NRW
  • 1985: Förderpreis für Literatur der Landeshauptstadt Düsseldorf[2]
  • 1987: Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen
  • 1989: Rolf-Dieter-Brinkmann Stipendium der Stadt Köln
  • 1993: Drehbuchförderung des Filmbüros Hamburg
  • 1993: Drehbuchstipendium der Stadt Zürich und des Kantons Luzern
  • 1996: Stipendium Künstlerdorf Schöppingen
  • 1996: Arbeitsstipendium des Landes NRW
  • 1997: Stipendium der Stiftung Kunst und Kultur NRW
  • 1998: Märkischer Literaturpreis
  • 1999: Märkisches Stipendium für Literatur
  • 2001: Stipendium Kulturstiftung Rheinland-Pfalz, Künstlerhaus Edenkoben
  • 2003: Preis der LiteraTour Nord
  • 2005: Gastprofessur für Creative Writing, Allegheny College, USA
  • 2006–2009: Gastprofessur am Middlebury College, USA
  • 2011: Stipendium der Stiftung Kunst und Kultur NRW
  • 2012: Lehrauftrag Universität Hildesheim, Studiengang Literarisches Schreiben
  • 2012/2013: Lehrauftrag Heinrich-Heine-Universität, Düsseldorf

Werke

Romane

Hörbücher

Sachbuch

  • Sich ins Leben schreiben. Der Weg zur Selbstentfaltung. Kösel (Random Hause), München 2015. ISBN 978-3-466-34615-8

Herausgeberschaft

  • ... daß einfach sich diktierte Zeilen legen ..., Dülmen 1995
  • Monatsbücher, 12 Bände, Sanssouci, München 2007
  • Das Buch vom blühenden Frühling, Herder, Freiburg 2011
  • Das Buch vom leuchtenden Sommer, Herder, Freiburg 2011
  • Das Buch vom goldenen Herbst, Herder, Freiburg 2011
  • Das Buch vom sternklaren Winter, Herder, Freiburg 2011
  • Wohin das Herz dich trägt ... GLÜCK, Herder, Freiburg im Breisgau 2012
  • Wohin das Herz dich trägt ... LIEBE, Herder, Freiburg 2012
  • Wohin das Herz dich trägt ... FREUNDSCHAFT, Herder, Freiburg 2012
  • Wohin das Herz dich trägt ... MEER, Herder, Freiburg 2012

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Andrzej Szczypiorski: Liebe und Erinnerung. In: Der Spiegel. Nr. 3, 1999 (online ).
  2. Liane Dirks in: Kulturamt Landeshauptstadt Düsseldorf


Kategorien: Geboren 1955 | Deutscher | Frau | Autor | Mitglied im PEN-Zentrum Deutschland | Literatur (21. Jahrhundert) | Literatur (20. Jahrhundert) | Literatur (Deutsch)

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Liane Dirks (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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