Leutersdorf (Oberlausitz) - LinkFang.de





Leutersdorf (Oberlausitz)


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Landkreis: GörlitzVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Höhe: 392 m ü. NHN
Fläche: 17,01 km²
Einwohner: 3655 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 215 Einwohner je km²
Postleitzahl: 02794
Vorwahlen: 03586, 035842
Kfz-Kennzeichen: GR, LÖB, NOL, NY, WSW, ZI
Gemeindeschlüssel: 14 6 26 280
Gemeindegliederung: 6 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 9
02794 Leutersdorf
Webpräsenz: www.leutersdorf.de
Bürgermeister: Bruno Scholze (CDU)
}

Leutersdorf (Oberlausitzer MundartLeckerschdurf [2]) ist eine Gemeinde im Landkreis Görlitz des Freistaates Sachsen mit gleichnamigen Hauptort.

Geographie

Leutersdorf liegt im Süden der Oberlausitz, unmittelbar an der tschechischen Grenze. Nachbargemeinden sind Seifhennersdorf, Großschönau und Varnsdorf im Süden, Ebersbach-Neugersdorf im Nordwesten, Kottmar im Norden und Oderwitz im Osten.

Auf dem Gemeindegebiet liegen mehrere kleinere Berge:

Ortsgliederung

Die Gemeinde Leutersdorf gliedert sich in folgende Ortsteile:

  • Folge,
  • Hetzwalde,
  • Leutersdorf,

Geschichte

Zum ersten Mal urkundlich erwähnt wurde Leutersdorf 1347 unter dem Namen Lutgersdorf oder Luitgersdorf. Spitzkunnersdorf wurde im gleichen Jahr erstmals als Kirchdorf Cunarsdorf und 1384 als Connersdorf genannt. Die Dörfer wurden im 15. und 16. Jahrhundert mehrfach unter verschiedenen adligen Ortsherren aufgeteilt.

Mittel- und Oberleutersdorf sowie Cunnersdorf kamen 1635 mit der Oberlausitz unter die Herrschaft des Kurfürsten von Sachsen. Weite Teile des heutigen Gemeindegebiets mit Niederleutersdorf, die zur Herrschaft Rumburg gehörten blieben Teil des Königreichs Böhmen. Die Herren von Rumburg, seit 1681 Angehörige des Hauses Liechtenstein, ließen den größten Teil dieses Gebiets zunächst durch einen herrschaftlichen Meierhof bewirtschaften. Im 18. Jahrhundert entstanden dort die Ortschaften Josephsdorf, Neuwalde und Neuleutersdorf. 1784 wurde in Niederleutersdorf ein Dorfrichter berufen, womit der Ort eine eigenständige Gemeinde wurde. Kirchlich gehörten die katholischen Bewohner aber zu Rumburg.

Durch den Haupt-Gränz- und Territorial-Recess zwischen dem Königreich Sachsen und Kaisertum Österreich vom 5. März 1848 kam die böhmische Enklave am 12. März 1849 zu Sachsen und wurde nach Niederleutersdorf eingemeindet. 1870 wurden Mittel- und Oberleutersdorf zu einer Gemeinde vereinigt und 1907 wurde aus Nieder-, Ober- und Mittelleutersdorf sowie Josephsdorf und Hetzwalde die Gemeinde Leutersdorf gebildet, der sich 1922 auch das katholische Neuleutersdorf anschloss. Seit dem 1. Januar 1998 gehört auch Spitzkunnersdorf der Gemeinde Leutersdorf an.[3]

Leutersdorf wurde auch bekannt durch den Räuberhauptmann Johannes Karasek der mit seiner Räuberbande Ende des 18. Jahrhunderts in der näheren Umgebung sein Unwesen trieb und seinen Schlupfwinkel in der Enklave hatte.

Politik

Wbt.: 54,5 % (2009: 50,7 %)
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n. k.
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
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Seit der Gemeinderatswahl am 25. Mai 2014 verteilen sich die 14 Sitze des Gemeinderates folgendermaßen auf die einzelnen Gruppierungen:

  • CDU: 11 Sitze
  • Unabhängige Wählervereinigung (UWV): 3 Sitze

Kirchengebäude

  • Auf Grund der besonderen Geschichte des Dorfes bestehen im Ortsteil Leutersdorf zwei größere Kirchbauten:
    • Die katholische Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt wurde 1862 nach Plänen des Zittauer Baumeisters Carl August Schramm, einem Schüler Karl Friedrich Schinkels errichtet. Eine Besonderheit des neogotischen Baus ist die landesweit einmalige Dacheindeckung mit farbigen Biberschwänzen.
    • Die Evangelisch-lutherische Christuskirche ist eine Schwesterkirche der Kreuzkirche Seifhennersdorf. Dem ebenfalls neogotischen Bauwerk von 1865 ist leicht anzusehen, dass es ebenfalls von Carl August Schramm entworfen wurde. Sie ersetzte einen in der Nähe befindlichen Kirchbau von 1690. Nach einer umfangreichen Sanierung konnte die seit 2004 wegen Baufälligkeit gesperrte Kirche im Jahr 2006 wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.
  • Im Ortsteil Spitzkunnersdorf steht eine evangelisch-lutherische Kirche.

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Pfingstsingen im Ortsteil Spitzkunnersdorf; Pfingstmontag am Hofeberg
  • Großes Seifenkistenrennen im Ortsteil Spitzkunnersdorf; jährlich am letzten Sonnabend im Juni
  • Sommerfest der Vereine im Ortsteil Spitzkunnersdorf; jährlich am ersten Augustwochenende auf dem Sportplatz
  • UNICEF-Party an der Forstenschanze im Ortsteil Spitzkunnersdorf; jährlich im September
  • Euroregionale Schachwoche (umfasst insgesamt 3 Turniere für verschiedene Zielgruppen)[5]

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

  • 2011 Erika Rother

Verkehr

Der Haltepunkt Leutersdorf lag an der Bahnstrecke Mittelherwigsdorf–Varnsdorf–Eibau; hier halten allerdings keine Personenzüge mehr. Durch die KVG Dreiländereck bestehen Busverbindungen nach Eibau, Neugersdorf, Zittau und Olbersdorf.

Literatur

  • Hermann Alexander Gühler: Geschichte der Kirche zu Oberleutersdorf und Plan ihres Neubaues als Denkschrift der Begründung eines Kirchenbaucapitals in der Parochie Leutersdorf. Leutersdorf/Neusalza 1852 (Digitalisat )
  • Cornelius Gurlitt: Leutersdorf. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 29. Heft: Amtshauptmannschaft Zittau (Land). C. C. Meinhold, Dresden 1906, S. 105.

Weblinks

 Commons: Leutersdorf (Oberlausitz)  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Aktuelle Einwohnerzahlen nach Gemeinden 2015 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Oberlausitzer Wörterbuch: Buchstabe L. Abgerufen am 22. März 2013.
  3. StBA: Änderungen bei den Gemeinden, siehe 1998
  4. Gemeinderatswahl 2014. Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, abgerufen am 12. August 2014.
  5. Webseite des ausrichtenden SC 1994 Oberland e.V.

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Leutersdorf (Oberlausitz) (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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