Lerke Osterloh - LinkFang.de





Lerke Osterloh


Lerke Osterloh (* 29. September 1944 in Wüsting-Holle bei Oldenburg) ist eine deutsche Steuerrechtswissenschaftlerin und war von 1998 bis 2010 Richterin am Bundesverfassungsgericht.

Leben

Lerke Osterloh wurde als Tochter des Pastors und späteren Kultusministers von Schleswig-Holstein Edo Osterloh und seiner Frau Gertrud, geborene Wilmanns, geboren. Nach dem 1969 abgelegten erste Staatsexamen war Osterloh von 1972 bis 1978 wissenschaftliche Mitarbeiterin und Assistentin an der Universität Hamburg. In dieser Zeit legte sie 1975 das zweite Staatsexamen ab und wurde 1978 ebenfalls in Hamburg mit einer Arbeit über Das Prinzip der Eigentumsopferentschädigung im Zivilrecht und im öffentlichen Recht promoviert.

Von 1979 bis 1989 wirkte sie als Assistenzprofessorin an der Freien Universität Berlin, wo sie sich 1989 mit einer Arbeit über Gesetzesbindung und Typisierungsspielräume bei der Anwendung der Steuergesetze habilitierte.

Einem Lehrauftrag an der Universität Heidelberg folgte 1990 ein Ruf auf eine Professur für Öffentliches Recht und Steuerrecht an der Universität Trier; von 1993 war sie Universitätsprofessorin für diese Fächer an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Von Bedeutung sind neben ihren Veröffentlichungen zum Steuer- und Abgabenrecht auch ihre Arbeiten zur Gleichberechtigung.

Ab Oktober 1998 gehörte sie dem Zweiten Senat des Bundesverfassungsgerichts an. Als Kandidatin der SPD in das Gericht gewählt, wurde sie im Zweiten Senat zusammen mit Gertrude Lübbe-Wolff und Michael Gerhardt dem eher linksliberalen Flügel zugerechnet. Osterloh war für das Steuerrecht zuständig. So erarbeitete sie als Berichterstatterin die Grundsätze des Urteils zur Rentenbesteuerung vom 6. März 2002 .[1]

Die zwölfjährige Amtszeit Osterlohs und damit ihre Mitgliedschaft beim Bundesverfassungsgericht endete am 16. November 2010.[2] Die Nachfolge auf ihrer Richterstelle trat am selben Tag Monika Hermanns an.

Osterloh ist kinderlos verheiratet[3] und lebt in Berlin[4].

Auszeichnungen

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Portraits der Richter des Zweiten Senates des BVerfG der Deutschen Welle.
  2. Pressemitteilung des Bundesverfassungsgerichts Nr. 104/2010 vom 11. November 2010.
  3. Pressemitteilung des Bundesverfassungsgerichts Nr. 97 vom 2. September 1998.
  4. 4,0 4,1 Pressemitteilung des Bundesverfassungsgerichts Nr. 84/2014 vom 25. September 2014.


Kategorien: Richter (Bundesverfassungsgericht) | Hochschullehrer (Universität Trier) | Geboren 1944 | Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes mit Stern und Schulterband | Hochschullehrer (Goethe-Universität Frankfurt am Main) | Rechtswissenschaftler (21. Jahrhundert) | Rechtswissenschaftler (20. Jahrhundert) | Deutscher | Frau

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Lerke Osterloh (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.