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Leopold Kielholz


Leopold «Poldi» Kielholz (* 9. Juni 1911; † 4. Juni 1980) war ein Schweizer Fussballspieler und erzielte das erste Tor der Schweiz in der Geschichte der Fussball-Weltmeisterschaften. Markenzeichen des Stürmers war seine Brille aus Sicherheitsglas, die er auch auf dem Platz trug.

Vereinskarriere

Leopold Kielholz begann seine Karriere 1927 beim BSC Old Boys Basel, nach einer Saison wechselte er zum unterklassigen FC Black Stars Basel und nach zwei weiteren Jahren zum FC Basel. Im Jahr 1932 verliess er Basel und schloss sich dem Servette FC Genève an. Mit den Westschweizern gelang unter Spielertrainer Karl Rappan 1933 auf Anhieb der Meistertitel, dem in der Folgesaison in der erstmals ausgetragenen Nationalliga gleich ein weiterer folgte. Kielholz war in dieser Saison mit 40 Treffern erfolgreichster Torschütze der Liga und stellte damit einen Rekord auf, der bis heute Bestand hat.

Nach einem dritten Meistertitel in Folge wechselte Kielholz zum FC Bern, wo er eine Saison als Spielertrainer tätig war, ehe den Verein Richtung Frankreich verliess. Dort war er in der zweiten Liga für Stade Reims tätig. Der Klub aus der Champagne war in dieser Saison jedoch nicht erfolgreich und belegte nur den vorletzten Platz, lediglich eine Reorganisation der Liga sicherte den Klassenerhalt. Der Schweizer kehrte in seine Heimat zurück und nach einem Jahr beim FC St. Gallen, wo der Aufstieg in die Nationalliga im Aufstiegs-Playoff verfehlt wurde, wechselte er zu Young Fellows Zürich, wo er auch seine Karriere 1943 beendete.

Nationalmannschaft

Sein Debüt in der Schweizer Fussballnationalmannschaft gab Kielholz im November 1933. Bei der Weltmeisterschaft 1934 erzielte er im Erstrundenspiel gegen die Niederlande nach sieben Minuten den Führungstreffer, was somit das erste Tor in der WM-Geschichte der Schweiz darstellte. Zum 3:2-Sieg steuerte er noch einen weiteren Treffer bei. Im Viertelfinale kam trotz eines weiteren Tors von Kielholz das Aus gegen die Tschechoslowakei.

Während des von 1933 bis 1935 ausgetragenen dritten Europapokals der Nationalmannschaften gehörte der Stürmer zur Stammbesetzung der Schweizer Mannschaft und konnte in fünf Spielen sieben Treffer erzielen, davon drei bei einem 6:2-Sieg gegen Ungarn. Dies bedeutete den Titel des besten Torschützen des Bewerbs, gemeinsam mit György Sárosi.

1938 gehörte er dem Schweizer Aufgebot für die Weltmeisterschaft 1938 an, kam jedoch zu keinem Einsatz. Sein letztes Spiel im Nationalteam bestritt er im Mai 1938 gegen Belgien. Insgesamt trug er 17-mal das Nationaltrikot und machte dabei zwölf Tore.

Erfolge

  • 3x Schweizer Meister:1933, 1934, 1935
  • 1x Schweizer Torschützenkönig: 1934
  • 1x Torschützenkönig des Europapokals der Nationalmannschaften: 1933–35
  • 17 Spiele und 12 Tore für die Schweizer Nationalmannschaft


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