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Leimbach (Rhein)


Leimbach

Der Leimbach in Brühl

Daten
Gewässerkennzahl DE: 23794
Lage Deutschland, Baden-Württemberg
Flusssystem Rhein
Abfluss über Rhein → Nordsee
Quelle etwa 1,7 km südöstlich der Ortsmitte von Balzfeld im Schlupfert
Quellhöhe ca. 204 m ü. NN[1]
Mündung etwa 2,6 km westlich der Ortsmitte von Brühl an der Grenze zum Edinger Ried bei Rheinkilometer 409,96 von rechts und Osten in den Rhein
Mündungshöhe 90,6 m ü. NN[1]
Höhenunterschied ca. 113,4 m
Länge 37,8 km[2]
Einzugsgebiet 140 km²
Abfluss am Pegel Wiesloch[3]
AEo: 114 km²
Lage: 25,1 km oberhalb der Mündung
NNQ (07.10.1944)
MNQ 1944/2009
MQ 1944/2009
Mq 1944/2009
MHQ 1944/2009
HHQ (18.06.1978)
77 l/s
374 l/s
806 l/s
7,1 l/(s km²)
9,57 m³/s
21,5 m³/s

Linke Nebenflüsse Waldangelbach
Rechte Nebenflüsse Gauangelbach
Großstädte Heidelberg
Mittelstädte Sinsheim, Leimen, Wiesloch, Schwetzingen
Kleinstädte Walldorf, Brühl
Gemeinden Ketsch, Nußloch, Sandhausen, Oftersheim, Edingen-Neckarhausen
Einwohner im Einzugsgebiet 157.000

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Der Leimbach ist ein Bach im Rhein-Neckar-Kreis mit einer Gesamtlänge von 38 km und einem Einzugsgebiet von 140 km². Seine wichtigsten Zuflüsse sind der Gauangelbach und der Waldangelbach. Der Leimbach entspringt im Kraichgau bei Balzfeld, Gemeinde Dielheim, und mündet bei Brühl in den Oberrhein.

Verlauf

Die Quelle des Leimbachs liegt südöstlich des Dielheimer Ortsteils Balzfeld im Westsaum des Gebietes der Stadt Sinsheim, von hier fließt der Bach ungefähr westnordwestlich durch die Ortskerne von Balzfeld, Dielheim und des Gemeindeteils Horrenberg. Beim auf Westlauf durchquerten Wiesloch wird bei Hochwasser (etwa 20 m³/s) die Wasserführung durch Ablauf in den Hardtbach reduziert.

Der Leimbach schwenkt nun am Ostrand der Oberrheinischen Tiefebene auf Nordkurs, folgt dabei dem Verlauf der Bahnstrecke Karlsruhe-Mannheim in nördlicher Richtung und fließt zunächst an der Grenze von Wiesloch zu Walldorf, dann durch die Orte Nußloch und St. Ilgen hindurch und biegt dann dicht um Sandhausen herum auf Westlauf. Er passiert in mehr Abstand den Sandhausener Weiler Bruchhausen und die Heidelberger Hofgruppe Neurott und erreicht weiter abwärts Oftersheim.

In dessen Ortsmitte wechselt er auf Nordwestlauf und tritt an der Ortsgrenze ins Siedlungsgebiet der anstoßenden Stadt Schwetzingen über. Dort führt er direkt am Schwetzinger Schloss vorbei. Nach erstem Verlassen des Stadtgebietes fließt er nun westlich, zunächst in einem kleinen Südbogen um den Siedlungsbereich von Brühl herum, auf einem Abschnitt auf dem Gemeindegebiet von Ketsch, dann an dessen Gebietsrand zu Brühl, dann ganz auf Brühler Grund.

Hieraufhin schneidet er eine Gemeindeexklave von Schwetzingen und bleibt von nun an bis zur Mündung im Naturschutzgebiet Schwetzinger Wiesen oder an dessen Rand zu einem zu Brühl gehörenden Kieswerk in den Rheinauen am linken Ufer. Zuallerletzt ist er dabei Grenzgewässer zwischen Brühler Gebiet im Süden und dem einer kleinen Gemeindeexklave von Edingen-Neckarhausen im Norden. Er mündet auf 90,6 m ü. NHN von rechts und gegenüber der Brühler Kollerinsel in den Rhein.

Von der Einmündung des Waldangelbach in Wiesloch bis zur Mündung in den Rhein ist der Leimbach ein sogenanntes Gewässer erster Ordnung gemäß §3 Abs.1 Satz 3 und Anlage WG des Baden-Württembergischen Wassergesetzes. Die gleiche Klassifizierung gilt für die Seitenkanäle Landgraben und Hardtbach.

Geschichte

Der Leimbach umschloss in Schwetzingen bereits die alte Burgenanlage und erhielt im Zuge des Neubaus des Schwetzinger Schlosses (ab 1657) seine heutige Lage und Form. Der im Schlossgarten befindliche See und alle übrigen Gewässer wurden seinerzeit von zwei Wasserwerken gespeist, die den Leimbach als Antrieb für die Mühlräder der Pumpen nutzten.

Zuflüsse

Entlastungskanäle

  • Landgraben
    • Austritt über einen Düker aus dem Leimbach beim Industriegebiet im Norden Nußlochs
    • Einmündung in den Leimbach vor dem östlichen Ortsrand von Oftersheim

Literatur

  • Ingmar Holzhauer: Landschaftsgeschichte und menschlicher Einfluss im Umfeld der Schwetzinger Hardt seit dem Würm-Hochglazial. Dissertation, Heidelberg 2013. Digitalisat auf der Website der Universitätsbibliothek Heidelberg, PDF-Datei, 13,4MB

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Nach dem Höhenlinienbild auf dem Geodatenviewer des Landesamtes für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg (Hinweise) .
  2. Datensatzeintrag nach Geodatenviewer des Landesamtes für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg (Hinweise) .
  3. Deutsches Gewässerkundliches Jahrbuch Rheingebiet, Teil I 2009 Landesamt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg ,S. 101, abgerufen am 22. Januar 2016 (PDF, deutsch, 1,85 MB).

Weblinks

 Commons: Leimbach (Rhein-Neckar)  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Kategorien: Gewässer im Rhein-Neckar-Kreis | Fluss in Baden-Württemberg | Flusssystem Rhein | Fluss in Europa

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