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Leiblfing


Dieser Artikel behandelt die Gemeinde in Niederbayern. Für das Dorf bei Pettnau in Tirol siehe Leiblfing (Gemeinde Pettnau). Für das niederbayerische Adelsgeschlecht siehe Leublfing.
Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Straubing-BogenVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Höhe: 366 m ü. NHN
Fläche: 78,38 km²
Einwohner: 4188 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 53 Einwohner je km²
Postleitzahl: 94339
Vorwahl: 09427
Kfz-Kennzeichen: SR
Gemeindeschlüssel: 09 2 78 146
Gemeindegliederung: 49 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Gemeinde Leiblfing
Schulstr. 6
94339 Leiblfing
Webpräsenz: www.leiblfing.de
Bürgermeister: Wolfgang Frank (CSU)
}

Leiblfing ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Straubing-Bogen.

Geographie

Geographische Lage

Leiblfing befindet sich in der Region Donau-Wald an der Aiterach im südlichen Landkreis Straubing-Bogen zwischen Straubing und Dingolfing. Der Hauptort Leiblfing dehnt sich im Aitrachtal aus. Das Gemeindegebiet ähnelt trotz der hügeligen Ausprägung und seiner Bewaldung doch sehr dem Gäuboden.

Gemeindegliederung

Leiblfing hat 51 amtlich benannte Ortsteile, darunter das Pfarrdorf Leiblfing, die Kirchdörfer Eschlbach, Hailing, Hankofen, Metting, Mundlfing, Niedersunzing, Obersunzing und Schwimmbach und die Dörfer Haidersberg, Oberwalting und Rutzenbach.

Es gibt die Gemarkungen Eschlbach, Hailing, Hainsbach, Hankofen, Leiblfing, Metting, Obersunzing und Schwimmbach.

Eingemeindungen

Am 1. April 1971 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Eschlbach eingegliedert. Am 1. Januar 1972 kam Obersunzing hinzu.[2] Hailing, Hankofen, Metting und Schwimmbach sowie Gebietsteile der aufgelösten Gemeinden Hainsbach und Oberpiebing folgten am 1. Mai 1978.[3]

Integrierte Ländliche Entwicklung

Seit dem 30. März 2012 ist die Gemeinde Leiblfing Mitglied der "ILE Gäuboden". Weitere Mitglieder dieses Zusammenschlusses sind die Gemeinden Aiterhofen, Feldkirchen, Irlbach, Oberschneiding, Salching und Straßkirchen. Ein wesentliches Instrument der Integrierten Ländlichen Entwicklung ist das Integrierte Ländliche Entwicklungskonzept (ILEK). Dieses wird Mitte des Jahres 2016 abgeschlossen sein.

Geschichte

Die ursprünglichen Grundherren von Leiblfing, aber auch Eschlbach, Walting und Hailing waren die Grafen von Leonsberg. Leiblfing gehörte später zum Rentamt Straubing und zum Landgericht Leonsberg des Kurfürstentums Bayern.

Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Einwohnerentwicklung

  • 1900: 3621 Einwohner
  • 1950: 4607 Einwohner
  • 1961: 3410 Einwohner
  • 1970: 3392 Einwohner
  • 1987: 3395 Einwohner
  • 2011: 4031 Einwohner
  • 2013: 4122 Einwohner
  • 2014: 4192 Einwohner

(Quelle: LfStat[4])

Politik

Bürgermeister seit 1947

  • 1947–1972: Rupert Horner (†)
  • 1972–1978: Josef Lermer sen.
  • 1978–1990: Georg Berleb (†)
  • 1990–2002: Josef Hammerschmid (†)
  • seit 2002: Wolfgang Frank

Gemeinderat

Der Gemeinderat besteht aus 16 Mitgliedern. Zudem gibt es für den Ortsteil Metting einen Ortssprecher.

Die Kommunalwahl am 16. März 2014 brachte folgendes Ergebnis:

  • CSU: 8 Sitze
  • Freie Wähler: 5 Sitze
  • SPD: 3 Sitze

Ehrenbürger

  • Georg Berleb (†)
  • Max Frank sen. (†)
  • Rupert Horner (†)
  • Karl Kötzner (†)
  • Richard Maschauer (†)
  • Paula Kötzner
  • Josef Lermer sen.
  • Josef Hammerschmid (†)

Wappen

Amtliche Wappenbeschreibung (Blasonierung): Unter silbernem Schildhaupt, darin zwei rote Leisten, in Rot ein auf einem silbernen Seitenvierberg emporsteigender silberner Löwe.

Wappengeschichte: Der Löwe auf dem Seitenvierberg ist redendes Bild für die Grafen von Leonsberg, die im Hochmittelalter die wichtigsten Grundherren im Gemeindegebiet von Leiblfing waren. Die Vogtei über die Kirche in Leiblfing verkauften die Grafen von Leonsberg 1306 an das Domkapitel Regensburg. Daran erinnern die Hochstiftsfarben Silber und Rot. Die zwei roten Leisten im silbernen Schildhaupt sind vom Wappen der Herren von Leublfing übernommen, die im 12. Jahrhundert als Ministerialen der Bischöfe von Regensburg nachweisbar sind und bis in das 19. Jahrhundert wichtige Ämter im bayerischen Staatsdienst einnahmen.

Partnerschaften

Seit Mai 2000 besteht eine Partnerschaft mit der italienischen Gemeinde Affi.

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft

Es gab 2013 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft neun, im produzierenden Gewerbe 399, im Bereich Handel und Verkehr 139 und im Dienstleistungsbereich 362 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1.696. Dadurch ergibt sich ein Pendlersaldo von −787. In der Gemeinde befinden sich zahlreiche mittelständische Betriebe. Zudem sind noch einige Familienbetriebe zu finden. Land- und Forstwirtschaft wird bis auf wenige Ausnahmen als Nebenerwerb betrieben.

Das Gewerbesteueraufkommen belief sich im Jahr 2015 auf 2,1 Millionen EURO. Die Steuerkraft je Einwohner betrug 836,60 EURO.

Bildung

Es gibt folgende Einrichtungen

  • Kindertageseinrichtungen: zwei mit 161 Plätzen (Stand 2014)
  • Grundschulen: eine mit 143 Kindern in sieben Klassen (Stand Februar 2016)
  • Mittelschulen: eine mit 78 Kindern in fünf Klassen (Stand Februar 2016)
  • Volkshochschulen: eine

Sehenswürdigkeiten

Weblinks

 Commons: Leiblfing  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 577.
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 632 und 633.
  4. Leiblfing: Amtliche Statistik des LfStat

Kategorien: Ort im Landkreis Straubing-Bogen | Leiblfing | Gemeinde in Bayern

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Leiblfing (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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