Le Puy-en-Velay - LinkFang.de





Le Puy-en-Velay


Le Puy-en-Velay
Region Auvergne-Rhône-Alpes
Département Haute-Loire (43)
Arrondissement Le Puy-en-Velay
Kanton Hauptort von 4 Kantonen: Le Puy-en-Velay-1
Le Puy-en-Velay-2
Le Puy-en-Velay-3
Le Puy-en-Velay-4
Gemeindeverband Communauté d’agglomération du Puy-en-Velay
Koordinaten
Höhe 600–888 m
Fläche 16,79 km²
Einwohner 18.619 (1. Jan. 2013)
Bevölkerungsdichte 1.109 Einw./km²
Postleitzahl 43000
INSEE-Code
Website Webseite der Gemeinde

Blick über die Stadt

Die französische Stadt Le Puy-en-Velay liegt im Département Haute-Loire in der Region Auvergne-Rhône-Alpes und ist mit 18.619 Einwohnern (Stand 1. Januar 2013 ) die größte Stadt des Départements. Die Stadt ist Sitz der Präfektur des Départements. Die Präfektur verwaltet auch das Arrondissement Le Puy-en-Velay, das aus 17 Kantonen besteht, sie ist Hauptort (frz.: chef-lieu) der Kantone Le Puy-en-Velay-Est, Le Puy-en-Velay-Nord, Le Puy-en-Velay-Ouest, Le Puy-en-Velay-Sud-Est und Le Puy-en-Velay-Sud-Ouest.

Die Stadt ist wegen ihrer eigentümlichen Lage in vulkanischer Landschaft ein bedeutendes Touristenziel. Am 18. März 1988 wurde der Name der Stadt von Le Puy in Le Puy-en-Velay geändert.

Als einer der Ausgangspunkte zum Jakobsweg nach Santiago de Compostela und als Bistum mit einer mehr als tausendjährigen Geschichte war die Stadt von jeher ein bedeutendes kulturelles Zentrum.

Geografie

Le-Puy-en-Velay liegt entlegen 625 Meter hoch im südlichen Zentralmassiv im Südosten der Auvergne, welche vom Gebiet Velay eingenommen wird. Die Entfernung nach Lyon beträgt 135 km, nach Clermont-Ferrand 130 km und nach Saint-Étienne fährt man 75 km. Die nächsten französischen Großstädte sind außer Lyon im Nordosten, Toulouse (252 km) im Südwesten, Bordeaux (353 km) im Westen und Montpellier (159 km) im Süden.[1]

Wappen

Beschreibung: In Blau mit goldenen Lilien gesät, ein auffliegender silberner Adler mit roten Waffen und roter Zunge.

Sehenswürdigkeiten

  • Blickfang der Stadt sind die Basaltkuppen (Puys), ehemalige Vulkanschlote. Auf der einen dieser beiden Kuppen thront die Kirche Saint-Michel d’Aiguilhe (heiliger Michael auf der Nadel). Bereits in römischer Zeit hatte hier ein Tempel gestanden, der wahrscheinlich dem Gott Merkur geweiht war. Im 10. Jahrhundert wurde die erste christliche Kapelle errichtet, von der noch Reste existieren. Hundert Jahre später hat man um sie herum eine größere Kapelle gebaut. Das neue Gebäude nimmt die gesamte Gipfelfläche ein und passt sich mit seinem Umriss der natürlichen Form des Felsens an. Das Portal am Ende des Treppenaufgangs ist reich geschmückt ganz im Gegensatz zum Inneren der Kapelle. Der Einfluss iberisch–arabischer Kunst lässt sich wahrscheinlich aus der Verbindung zum Endpunkt der mittelalterlichen Wallfahrt in Santiago de Compostela erklären. Im Türsturz erscheinen zwei Sirenen mit Netzen als Symbole der Verführung.
  • Auf dem benachbarten Vulkankegel, dem Rocher Corneille, steht die Statue der Notre–Dame de la France, 1860 in einer Größe von 16 Metern errichtet, aus dem Metall von 213 während des Krimkrieges bei Sewastopol erbeuteten Kanonen gegossen und heute rosa angemalt. Die Statue wird nachts angestrahlt und gibt dabei ein besonders 'liebliches' Bild.
  • Die Kathedrale von Le Puy-en-Velay gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO. Sie steht am Fuße des Vulkankegels des Rocher Corneille.

Jakobsweg (Via Podiensis)

Le Puy-en-Velay ist der Ausgangspunkt des französischen Jakobsweges "Via Podiensis". Er ist in das französische Fernwandernetz als GR 65 eingegliedert. Den Pilgern stehen mehrere Etappenunterkünfte (franz. Gîte d'étape) und eine Jugendherberge zur Verfügung. Le Puy-en-Velay ist mit der Bahn von Saint-Etienne oder Clermont-Ferrand aus erreichbar. Der nächste größere Ort auf dem Jakobsweg ist Saint-Privat-d’Allier. Die direkte Straßenverbindung dorthin führt über die D31.

Verschiedenes

  • Die grüne Linse von Le Puy (La Lentille Verte du Puy A.O.C.) ist eine bekannte Spezialität der Stadt, die für feine Linsengerichte verwendet wird.

Töchter und Söhne der Stadt

Städtepartnerschaften

Galerie

Literatur

  • Marcel Durliat: Romanische Kunst (= Ars antiqua. Serie 3). Herder, Freiburg u. a. 1983, ISBN 3-451-19402-3, S. 487, Abb. 400, 401.
  • Bettina Forst: Französischer Jakobsweg. Von Le Puy-en-Velay nach Roncesvalles. Alle Etappen – mit Varianten und Höhenprofilen (= Rother Wanderführer.). Bergverlag Rother, München (recte: Ottobrunn) 2007, ISBN 978-3-7633-4350-8.
  • Viviane Minne–Sève: Romanische Kathedralen und Kunstschätze in Frankreich. Bechtermünz, Eltville 1991, ISBN 3-927117-84-6, S. 111.
  • Ulrich Rosenbaum: Auvergne und Zentralmassiv. Entdeckungsreisen von Clermont-Ferrand über die Vulkane und Schluchten des Zentralmassivs zum Cevennen-Nationalpark (= DuMont-Kunst-Reiseführer.). DuMont-Buchverlag, Köln 1981, ISBN 3-7701-1111-7, S. 175, Abb. 81–87, Farbtafel 32–34, (7. Auflage. ebenda 1989).
  • Michael Ruetz: Frankreich. Süddeutscher Verlag, München 1990, ISBN 3-7991-6485-5, S. 98.
  • Bert Teklenborg: Radwandern entlang des Jakobswegs. Vom Rhein an das westliche Ende Europas. (Radwanderreiseführer, Routenplaner). 3., überarbeitete Auflage. Verlagsanstalt Tyrolia, Innsbruck 2007, ISBN 978-3-7022-2626-8.
  • Ingeborg Tetzlaff: Romanische Kapitelle in Frankreich. Löwe und Schlange, Sirene und Engel (= DuMont-Kunst-Taschenbücher. 38). DuMont Schauberg, Köln 1976, ISBN 3-7701-0889-2, Abb. 17–23, (3. Auflage. ebenda 1979).
  • Ingeborg Tetzlaff: Romanische Portale in Frankreich. Waage und Schwert, Schlüssel und Schrift (= DuMont-Kunst-Taschenbücher. 56). DuMont, Köln 1977, ISBN 3-7701-0997-X, Abb. 62.

Weblinks

 Commons: Le Puy-en-Velay  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Gemeindeinformation auf annuaire-mairie.fr (französisch) Abgerufen am 21. Januar 2010

Kategorien: Ort am Jakobsweg (Via Podiensis) | Präfektur in Frankreich | Gemeinde im Département Haute-Loire | Le Puy-en-Velay | Ort in der Auvergne

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Le Puy-en-Velay (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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