Laxenburg - LinkFang.de





Laxenburg


Dieser Artikel befasst sich mit der österreichischen Marktgemeinde Laxenburg. Weitere Bedeutungen sind unter Luxemburg (Begriffsklärung) aufgeführt.
Laxenburg
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Mödling
Kfz-Kennzeichen: MD
Fläche: 10,59 km²
 :
Höhe: 177 m ü. A.
Einwohner: 2.859 (1. Jän. 2016)
Bevölkerungsdichte: 270 Einw. pro km²
Postleitzahlen: 2361 (2351 IZ NÖ-Süd)
Vorwahl: 0 22 36
Gemeindekennziffer: 3 17 15
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schlossplatz 7–8
2361 Laxenburg
Website: www.laxenburg.at
Politik
Bürgermeister: Robert Dienst (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(21 Mitglieder)
16
2
2
1
16 
Lage der Marktgemeinde Laxenburg im Bezirk Mödling
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Laxenburg ist eine österreichische Marktgemeinde mit 2859 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2016 ) im Bezirk Mödling in Niederösterreich.

Bekannt ist der Ort vor allem für Schloss, Schlosspark und Franzensburg.

Geografie

Laxenburg liegt etwa 20 km südlich von Wien an der Schwechat.

Gemeindegliederung

Die Gemeinde umfasst nur einen Ort, und eine Katastralgemeinde und Ortschaft.

Nachbargemeinden

Wiener Neudorf Biedermannsdorf Achau
Guntramsdorf Münchendorf

Geschichte

Erste Nennungen aus dem frühen 13. Jahrhundert beziehen sich auf ein Ministerialengeschlecht von Lachsendorf. Die Parkanlage mit sehr kleinen Prunkbauten wurde 1333 habsburgisch. Große Bedeutung gewann der Ort, als Herzog Albrecht III. von Österreich im 14. Jahrhundert das vorhandene kleine Schloss zu einem stattlichen Jagdschloss ausbauen ließ. Der Bau ist heute als sogenanntes Altes Schloss (im Park, nach dem Haupteingang rechter Hand gelegen) bekannt. Diese Gründung nannte Herzog Albrecht Lachsenburg, und diese Bezeichnung setzte sich schließlich für den gesamten Ort durch. 1388 verlieh Herzog Albrecht Laxenburg das Marktrecht. Im 17. Jahrhundert wurde die Parkanlage von Lodovico Burnacini erweitert.

Der imperiale, barocke Blaue Hof (oder Neues Schloss) wurde erst um 1710 von Johann Lucas von Hildebrandt im Auftrag von Reichsvizekanzler Friedrich Karl von Schönborn-Buchheim am Eingang zur Parkanlage erbaut. Später erwarb Maria Theresia den Blauen Hof, die ihn ab 1756 durch den Hofbauarchitekten Nicoló Pacassi weitläufig ausbauen ließ. So wurde es zum kaiserlichen Sommerschloss und war die Lieblingsresidenz von Kaiserin Maria Theresia. Später oft benutzt durch Joseph II., Franz II., und Karl I. und wurde immer wieder gerne auch von anderen Mitgliedern der Habsburger Familie als Sommerresidenz benutzt. [1] [2]

Die Kirche, direkt gegenüber dem Blauen Hof gelegen, enthält als erster Bau nördlich der Alpen geschwungene Fassadenelemente (Kennzeichen des Hochbarock). Am 11. Juni 1693 nahm Kaiser Leopold I. selbst die Grundsteinlegung vor. Architekt von 1693 bis 1703 war Carlo Antonio Carlone, die Bauleitung erfolgte durch Christian Alexander Oedtl. Die neue Kirche wurde am 31. Mai 1699 geweiht, der Pfarrer schrieb an den Kaiser, fügte hinzu, dass die Kirche noch keinen Turm hat. Bereits 1712 konnte das Kreuz auf die Turmspitze gesetzt werden. Diese Bauphase leitete bis 1724 Matthias Steinl. Steinmetzarbeiten aus hartem Kaiserstein führte Meister Johann Wieser aus Kaisersteinbruch aus. Über die Bauarbeiten selbst existieren kaum Unterlagen.

Nach 1780 wurde der Laxenburger Schlosspark, anders als der im französischen Stil beibehaltene Schönbrunner Schlosspark, in einen englischen Landschaftsgarten umgestaltet. Seitdem enthält er auch schmale, romantische Wanderwege, mehrere künstlich angelegte Teiche und auf einer Insel befindet sich die nach Kaiser Franz I. benannte Franzensburg.

1849 entstand die heutige politische Gemeinde.

Kaiser Franz Joseph und Kaiserin Elisabeth verbrachten 1854 ihre Flitterwochen in Laxenburg. Auch zwei ihrer insgesamt vier Kinder - Gisela (1856–1932) und Kronprinz Rudolf (1858–1889) - wurden auf Schloss Laxenburg geboren.

1919 übernahm der Kriegsgeschädigtenfonds die Schlossanlage. Seit dieser Zeit ist die Stadt Wien Grundeigentümer des Parkareals von Laxenburg.

Nach dem Anschluss Österreichs 1938 wurde der Ort in Groß-Wien (Teil des 24. Bezirk) eingemeindet; erst Jahre nach der Befreiung Österreichs durch die Alliierten im Jahr 1945, nämlich 1954, wurde Laxenburg wieder eigenständig und fiel an Niederösterreich zurück.

Vom Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 bis zum Österreichischen Staatsvertrag im Jahr 1955 errichteten sowjetische Besatzungstruppen im Blauen Hof einen ihrer wichtigsten Stützpunkt südlich von Wien. Während dieser Zeit wurden Prunkbauten und Park schwer in Mitleidenschaft gezogen.

Zu Ende der 1950er-Jahre auftauchende Pläne, den schwer devastierten Schlosspark für eine Weltausstellung im Jahr 1967 zu nützen, zerschlugen sich zwar, dennoch wurde die Anlage durch die Länder Niederösterreich und Wien revitalisiert. Für die Verwaltung und Vermarktung von Park und Schloss wurde die Schloss Laxenburg Betriebsgesellschaft gegründet, an der die Bundesländer Niederösterreich und Wien zu je 50 % beteiligt sind. Das Schloss beheimatet heute die IIASA mit ihren über 200 Mitarbeitern.

In den letzten Jahrzehnten hat sich Laxenburg zu einem sehr begehrten Wohnort und gleichzeitig zu einem der beliebtesten Ausflugsziele in Niederösterreich entwickelt.

Am Weltkongress der Interpol in Rio de Janeiro im September 2006 wurde beschlossen, die Internationale Anti-Korruptionsakademie in Österreich anzusiedeln, als genauen Standort wählte man letztlich Laxenburg. Das ehemalige Palais Kaunitz, in dem die Kreuzschwestern bis 1988 eine Hauswirtschaftsschule führten und das danach fast 20 Jahre lang als Seminar- und Gemeinschaftszentrum („Ort der Mitte“) mit überregionaler Bedeutung diente, wurde 2007 von den Kreuzschwestern dafür zur Verfügung gestellt. Nach Abschluss der Umbauarbeiten wird im Herbst 2010 der Studienbetrieb aufgenommen werden. Die Akademie wurde in einem Festakt in der Wiener Hofburg am 2. und 3. September 2010 unter Anwesenheit des Generalsekretärs der Vereinten Nationen Ban Ki-moon feierlich eröffnet.[3]

Bevölkerungsentwicklung

Volkszählung Einwohner
2011 2.742
2001 2.736
1991 2.605
1981 1.861
1971 1.353
1951 1.168
1900 1.264
1869 1.065

Quelle: Statistik Austria, Bevölkerungsentwicklung von Laxenburg

Politik

Gemeindevertretung

Gemeinderatswahlen
 %
80
70
60
50
40
30
20
10
0
70,41 %
(+5,12 %p)
12,65 %
(-2,76 %p)
11,42 %
(-1,93 %p)
5,52 %
(-0,42 %p)
2010

2015

Expression-Fehler: Unerwartete schließende eckige Klammer

Städtepartnerschaften

Wirtschaft und Infrastruktur

Laxenburg ist Sitz zahlreicher Institutionen, darunter das Internationale Institut für Angewandte Systemanalyse (IIASA) im Neuen Schloss („Blauer Hof“) und das Österreichische Filmarchiv am Gelände des ehemaligen Forsthauses.

Weiters befindet sich im Ort ein Kloster samt Altenheim der Kreuzschwestern.

Laxenburg hat gemeinsam mit den Nachbargemeinden Wiener Neudorf, Biedermannsdorf und Guntramsdorf auch Anteil am größten Gewerbegelände Österreichs, dem IZ NÖ Süd.

Im Palais Kaunitz befindet sich die Internationale Anti-Korruptionsakademie, welche 2010 eröffnet wurde.

Am Industriezentrum Niederösterreich Süd, Österreichs größtem Industriegebiet, hat die Gemeinde Anteile.

Sicherheit

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauten

Der Ort ist heute vor allem durch sein Schloss Laxenburg (Blauer Hof), das neben Schönbrunn der wichtigste Sommersitz der Habsburger war, und den daran angrenzenden weitläufigen Schlosspark mit der zu besichtigenden Franzensburg bekannt.

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Laxenburg

Vereine

Der Ort hat ein reichhaltiges Angebot an Vereinen und Organisationen.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter:

  • Johann Natterer (* 9. November 1787 in Laxenburg; † 17. Juni 1843 in Wien), österreichischer Naturforscher
  • Gisela Louise Marie von Österreich (* 15. Juli 1856 in Laxenburg; † 27. Juli 1932 in München), Erzherzogin von Österreich-Ungarn, Tochter von Kaiser Franz Joseph I. und Kaiserin Elisabeth
  • Kronprinz Rudolf (* 21. August 1858 in Laxenburg; † 30. Jänner 1889 in Mayerling), Sohn von Kaiser Franz Joseph I. und Kaiserin Elisabeth
  • Elisabeth Marie von Österreich (* 2. September 1883 in Laxenburg; † 16. März 1963 in Wien), alleinige Nachkommin von Kronprinz Rudolf
  • Eduard Hartmann (* 3. September 1904; † 14. Oktober 1966 in Wien), österreichischer Politiker der ÖVP, 1965–1966 Landeshauptmann von Niederösterreich
  • Lucian O. Meysels (* 14. Mai 1925 in Laxenburg; † 21. August 2012 in Wien), Autor und Journalist
  • Elisabeth Mosser, war 1985 erste weibliche Bürgermeisterin von Niederösterreich

Literatur

Weblinks

 Commons: Laxenburg  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. http://www.wikam.at/?content=willkommen_laxenburg.htm , abgerufen am 19. April 2015
  2. http://www.cusoon.at/schlosspark-laxenburg-franzensburg , abgerufen am 19. April 2015
  3. Austria Presse Agentur APA, OTS-Aussendung OTS0244 / 31. August 2010 / 13:52. ORF-Teletext vom 2. September 2010.

Kategorien: Ort im Bezirk Mödling | Laxenburg | Gemeinde in Niederösterreich

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Laxenburg (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.