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Lauter (Donau)


Große Lauter

Große Lauter zwischen Bichishausen und Gundelfingen

Daten
Gewässerkennzahl DE: 1134
Lage Landkreis Reutlingen, Alb-Donau-Kreis
Flusssystem Donau
Abfluss über Donau → Schwarzes Meer
Quelle bei Offenhausen
Quellhöhe 665,1 m ü. NHN[1]
Quellschüttung MQ
200 l/s
Mündung gut ein Kilometer südlich von Lauterach in die Donau
Mündungshöhe 507,5 m ü. NHN[1]
Höhenunterschied 157,6 m
Länge 42,4 km[1]
Einzugsgebiet 328,637 km²[1]

Abfluss am Pegel Lauterach[2] MNQ
MQ
410 l/s
1,65 m³/s
Gemeinden Gomadingen, Münsingen, Hayingen, Ehingen, Lauterach

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Die Lauter (auch Große Lauter) ist ein 42 km langer linker Zufluss der Donau im Bereich der Schwäbischen Alb im südlichen Baden-Württemberg.

Lauterquelle

Die Große Lauter entspringt in einer starken Karstquelle bei Offenhausen, einem Ortsteil der Gemeinde Gomadingen. Ihre Quelle liegt im Hof des ehemaligen Frauenklosters Offenhausen. Der von der Klostermauer umrahmte Quelltopf entlässt im Schnitt 200 Liter Wasser pro Sekunde. Der größte Teil des Wassers versickert normalerweise im Gebiet der Schwäbischen Alb im verkarsteten Untergrund und kommt erst im Albvorland oder im südlichen Bereich in Quellen zum Vorschein. Die besondere geologische Struktur am Rande des ehemaligen Vulkans Sternberg hat hier allerdings Voraussetzungen geschaffen, welche zur Bildung dieses Quelltopfs beigetragen haben. Nur dort wächst endemisch das Lauterquellkraut, eine Unterart der Buckligen Wasserlinse mit etwas flacher gewölbten Blättchen, das dort stabil auf einer Fläche von 25 bis 40 Quadratmetern sein ausschließliches Verbreitungsgebiet findet. Die Annahme, dass diese Mutation durch die mineralische Zusammensetzung des Karstwassers der Quelle hervorgerufen worden sein soll, konnte bisher wissenschaftlich nicht nachgewiesen werden.

Verlauf

Sie fließt durch das etwa 35 km lange Lautertal. Das Lautertal säumen viele mittelalterliche Burgruinen. Zwischen den Gemeinden Obermarchtal und Untermarchtal, gut ein Kilometer südlich von Lauterach, mündet sie in die Donau.

Das Große Lautertal ist geprägt von der typischen Landschaft der Schwäbischen Alb, von Burgen, Felsen und Wacholderheiden.

Zuflüsse

  • Gächinger Lauter (links, bei Gomadingen)
  • Schörzbach (links, in Gomadingen)
  • Dolderbach (links, Marbach an der Lauter)
  • Lauterle (rechts, bei Wasserstetten)
  • Roßbach (links, in Buttenhausen)
  • Blaubrunnen (links, zwischen Anhausen und Unterwilzingen)
  • (Zufluss aus dem Schneiderstal) (rechts, vor Unterwilzingen)
  • Tiefentalbach (rechts, zwischen Wittsteig und Weiler)
  • Brünnelesbächle (links, kurz vor Lauterach)

Sehenswürdigkeiten

Neben der ursprünglichen Natur und den zahlreichen Burgen und Ruinen gibt es weitere Sehenswürdigkeiten, unter anderen das Haupt- und Landgestüt Marbach mit seiner weltbekannten Pferdezucht, das barocke Münster Unserer Lieben Frau in Zwiefalten, die mit dem Boot befahrbare Wimsener Höhle oder den ehemaligen Truppenübungsplatz in Münsingen. In Münsinger Stadtteil Buttenhausen befindet sich seit 2004 die Erinnerungsstätte Matthias Erzberger.

Burgen und Ruinen

Zwischen der Quelle bei Offenhausen und der Mündung bei Lauterach gibt es 20 Burgen und Burgstellen, außerdem noch zwei vorgeschichtliche befestigte Anlagen, flussabwärts sind dies unter anderem:

Wassersport

Die Lauter ist ein beliebtes Kanugewässer mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden. Oberhalb Buttenhausen ist der Fluss ganzjährig gesperrt, von Buttenhausen bis Unterwilzingen im Zeitraum vom 15. März bis 30. Juni. Ausnahmegenehmigungen für Einzelfahrer können für den Abschnitt Anhausen bis Unterwilzingen von der Naturschutzbehörde Ulm erteilt werden. Organisierte Fahrten, gewerblicher Verleih und Veranstaltungen benötigen ganzjährig eine behördliche Erlaubnis[3]. Um eine Übernutzung des Gewässers zu vermeiden, ist die Befahrung der Lauter zwischen Buttenhausen und Anhausen an Wochenenden und Feiertagen im Zeitraum vom 1. Juli bis 30. September nicht gestattet. Weiterhin bestehen für die Befahrung Mindest- und Höchstwerte für den Wasserstand: Als Mindestpegel gilt in Indelhausen an der Getreidemühle 30 cm, empfohlen wird ein Mindestpegel von 45 cm. Für den Abschnitt zwischen Unterwilzingen bis zur Mündung in die Donau ist eine Befahrung bei einem Pegel von 75 cm und mehr am Pegel Lauterach[4] nicht gestattet.

Literatur

  • Hubert Speck: Kanuführer Württemberg: Flusskarten und -beschreibungen. hrsg. von Kanu-Verband Württemberg, 3. Aufl. Wirtschafts- und Verlags-Gesellschaft, Duisburg 2005 (DKV-Regionalführer), ISBN 3-924580-99-5.
  • Lauter, ein Fluß in dem Würtembergischen. In: Johann Heinrich Zedler: Grosses vollständiges Universal-Lexicon Aller Wissenschafften und Künste. Band 16, Leipzig 1737, Spalte 1199.
  • Roland Deigendesch: Ritter und Bauern im Lautertal: 900 Jahre Bichishausen, Gundelfingen, Hundersingen. herausgegeben vom Festausschuss 900 Jahre Bichishausen, Gundelfingen und Hundersingen, 2005.

Weblinks

 Commons: Lauter (Donau)  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 Kartendienste der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW) (Hinweise)
  2. Hochwasser-Vorhersage-Zentrale Baden-Württemberg
  3. Paddeln bei Naturschutz A–Z, Alb-Donau-Kreis
  4. Pegel Lauterach

Kategorien: Geographie (Schwäbische Alb) | Landschaftsschutzgebiet im Landkreis Reutlingen | Gewässer im Alb-Donau-Kreis | Gewässer im Landkreis Reutlingen | Fluss in Baden-Württemberg | Flusssystem Donau | Fluss in Europa

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Lauter (Donau) (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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