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Laußig


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Landkreis: NordsachsenVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Höhe: 94 m ü. NHN
Fläche: 100,09 km²
Einwohner: 3764 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 38 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 04838,
04849 (Authausen, Kossa, Pressel)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahlen: 034243, 034242 (Gruna)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: TDO, DZ, EB, OZ, TG, TO
Gemeindeschlüssel: 14 7 30 160
Gemeindegliederung: 8 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Bahnhofstraße 1a
04838 Laußig
Webpräsenz: www.laussig.de
Bürgermeister: Lothar Schneider
}

Laußig ist eine Gemeinde im Landkreis Nordsachsen, Sachsen.

Geografie

Geografische Lage

Die Gemeinde Laußig liegt etwa 11 Kilometer nördlich von Eilenburg und 6 Kilometer südlich von Bad Düben. Westlich der Gemeinde fließt die Mulde. Beim Ortsteil Gruna führt eine Fähre über den Fluss nach Hohenprießnitz. Der Osten der Gemeinde grenzt an den Naturpark Dübener Heide. Im Ortsbereich Laußig befindet sich durch den jahrzehntelangen Abbau von Sand für die nahegelegenen Betonwerke ein größerer See. Die höchste Erhebung in der Region ist der Dachs-Berg.

Gemeindegliederung

Die Gemeinde besteht aus folgenden Ortsteilen:

Geschichte

Laußig wurde im Jahr 1283 erstmals urkundlich erwähnt. Sie entstand aus einer slawischen Ansiedlung, wahrscheinlich im 6. oder 7. Jahrhundert. Die erste urkundliche Erwähnung des früheren Nachbarortes Pristäblich erfolgte um 1371 als „Prestewelig“ (der Name ist ebenfalls slawischen Ursprungs). Auf Grund der günstigen Lage an einer Furt über die Mulde wird Gruna im Jahr 1285 erstmals urkundlich erwähnt. Laußig gehörte wie Gruna und Pristäblich bis 1815 zum kursächsischen bzw. königlich-sächsischen Amt Eilenburg.[2] Durch die Beschlüsse des Wiener Kongresses kam der Ort zu Preußen und wurde 1816 dem Kreis Delitzsch im Regierungsbezirk Merseburg der Provinz Sachsen zugeteilt, zu dem er bis 1952 gehörte.[3]

Seit dem Jahr 1893 hat die Gemeinde einen Bahnanschluss. Im Zuge der zweiten Kreisreform in der DDR im Jahr 1952 wurde Laußig dem Kreis Eilenburg im Bezirk Leipzig angeschlossen, welcher 1994 im Landkreis Delitzsch aufging. Am 1. Juli 2007 vereinigte sich Laußig mit Kossa zur neuen Gemeinde Laußig, nachdem sie vorher schon die Verwaltungsgemeinschaft Laußig gebildet hatten.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • Naturpark Dübener Heide
  • Kirche von 1715 und Wendenturm in Gruna
  • Muldetal mit Fähre und Ausflugsgaststätten (u. a. Heideschänke und Fährhaus Gruna)
  • spätromanische Dorfkirche aus dem 13. Jahrhundert in Laußig
  • Kräger-Mühle: Die Mühle entstand 1807 und war ursprünglich eine Bockwindmühle. 1936 wurde die Mühlentechnik in ein Wirtschaftsgebäude des angrenzenden Dreiseithofes eingebaut und auf Dieselmotorantrieb umgestellt. Die alte Bockwindmühle brach 1943 auseinander und wurde daraufhin, mit Ausnahme des noch vorhandenen Mühlenbocks, abgetragen. Zwischen 1991 und 1993 erfolgte der Umbau des Mühlengebäudes als Bürohaus. Erhalten blieb die historische Mühlentechnik, die zu bestimmten Anlässen besichtigt werden kann. Außerdem befindet sich im Haus eine Sammlung historischer Öfen und Herde.[4]

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft

In Laußig befinden sich zwei größere Betonwerke sowie eine Firma mit dem Geschäftsfeld Maschinen- und Anlagenbau.

Schulen

In Laußig befindet sich eine Grundschule. Die ehem. Mittelschule wurde in ein Ländliches Bürgerzentrum (LBZ) umgewandelt.

Verkehr

Die Staatsstraße 11 von Eilenburg nach Bad Düben führt durch die Gemeinde Laußig.

Laußig liegt zudem an der Bahnstrecke Pretzsch–Eilenburg (Dübener-Heide-Bahn). Der Schienenpersonennahverkehr (SPNV) wurde 1998 von der Deutschen Bahn im Abschnitt Bad Schmiedeberg – Eilenburg Ost eingestellt. Der Bahnhof Laußig[5] sowie der Haltepunkt im Ortsteil Pristäblich sind somit ohne fahrplanmäßige Anbindung. Seither findet nur noch Sonderzug- und Güterverkehr zwischen Laußig und Eilenburg statt. Im Jahr 2005 wurde die Strecke von der Deutschen Regionaleisenbahn gepachtet, die Ende 2007 die Abbestellung des restlichen SPNV zwischen Lutherstadt Wittenberg und Bad Schmiedeberg durch den bedarfsorientierten Einsatz eines Triebwagens in Zusammenarbeit mit dem Land Sachsen-Anhalt verhindern konnte. Im Schienengüterverkehr wird der Gleisanschluss der Leonhard Moll Fertigteilewerk GmbH in Laußig werktäglich zur Abfuhr von Spannbetonschwellen bedient. Seit Anfang November 2008 findet an der neu errichteten Verladestation die Beladung von Güterzügen mit Kies durch das Kieswerk Laußig statt.[6][7]

Politik

Am 30. September 2007 wurde eine Bürgermeisterwahl durchgeführt, um einen Nachfolger für Bürgermeister Dieter Zebrowski (CDU) zu bestimmen. Gewählt wurde der freie Bewerber Lothar Schneider mit 71,9 % der Wählerstimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 59,1 %.

Gemeinderatswahl 2014[8]
Wahlbeteiligung: 54,8 % (2009: 44,6 %)
 %
40
30
20
10
0
33,5 %
23,3 %
21,9 %
6,6 %
5,9 %
8,8 %
Freie WV
AWV
Lf.
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
-12
-14
-10,4 %p
-13,1 %p
+8,7 %p
+0,1 %p
+5,9 %p
+8,8 %p
Freie WV
AWV
Lf.
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Seit der Gemeinderatswahl am 25. Mai 2014 verteilen sich die 14 Sitze des Gemeinderats folgendermaßen auf die einzelnen Gruppierungen:

  • Freie Wählervereinigung (FWV): 5 Sitze
  • CDU: 3 Sitze
  • Allgemeine Wählervereinigung (AWV): 3 Sitze
  • SPD: 1 Sitz
  • LINKE: 1 Sitz
  • Landfrauen (Lf.): 1 Sitz

Umwelt

Interessenten finden oft Ausbildung und Arbeit in landwirtschaftlichen, gärtnerischen oder Umwelt-orientierten Firmen in der Region.[9] Die Lage der Gemeinde nahe dem Fluss bringt manchmal Hochwasserprobleme mit sich, wie das nebenstehende Bild aus dem Jahr 2013 zeigt. Gemäß der im Jahr 2005 geänderten sächsischen Wasserwehrsatzung ist der Gemeinderat verpflichtet, sich am Hochwassernachrichten- und Alarmdienst nach der Verordnung des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft zu beteiligen.[10]

Weblinks

 Commons: Laußig  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Aktuelle Einwohnerzahlen nach Gemeinden 2015 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Karlheinz Blaschke, Uwe Ulrich Jäschke: Kursächsischer Ämteratlas. Leipzig 2009, ISBN 978-3-937386-14-0; S. 56 f.
  3. Der Landkreis Delitzsch im Gemeindeverzeichnis 1900
  4. Webseite der Deutschen Gesellschaft für Mühlenkunde , abgerufen am 1. Juni 2015
  5. Siehe Foto des Bahnhofs Laußig von Harald Neumann, 27. Mai 2007 . Abgerufen am 8. Januar 2011.
  6. Siehe Website der Mitteldeutsche Baustoffe GmbH . Archiviert vom Original am 11. Februar 2013. Abgerufen am 8. Januar 2011.
  7. „Verladestation Laußig: Erstverladung eines Güterzuges“, 5. November 2008 . Abgerufen am 8. Januar 2011.
  8. Ergebnisse der Gemeinderatswahl 2014
  9. Ausbildungsstellen in Laußig: Landwirtschaft, Umwelt, Gärtnerei ; abgerufen am 20. September 2015.
  10. Auszug der Wasserwehrsatzung des Landes Sachsen zum Hochwassernachrichten– und Alarmdienst im Freistaat Sachsen (HWNAV) vom 17. August 2004 ; abgerufen am 20. September 2015.

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Laußig (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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