Lateinisches Alphabet - LinkFang.de





Lateinisches Alphabet


Dieser Artikel behandelt das lateinische Alphabet. Zu den davon abgeleiteten „lateinischen Alphabeten“ siehe Lateinisches Schriftsystem.
Lateinisches Alphabet
Schrifttyp Alphabet
Sprachen siehe Liste
Verwendungszeit seit ca. 700 v. Chr.
Abstammung Phönizische Schrift
 → Griechisches Alphabet
  → Etruskische Schrift
   → Lateinisches Alphabet
Abgeleitete siehe Liste
Verwandte Kyrillisches Alphabet
Koptische Schrift
Armenisches Alphabet
Unicodeblock  U+0000–U+007F
ISO 15924 Latin, 215

Das lateinische Alphabet ist ursprünglich das zur Schreibung der lateinischen Sprache verwendete Alphabet, es wird in diesem Zusammenhang auch römisches Alphabet genannt. Es umfasst 26 Buchstaben und bildet die Grundlage vieler heutiger Alphabete. Zusammen bilden diese „lateinischen Alphabete“ das lateinische Schriftsystem, das am weitesten verbreitete Schriftsystem der Welt. Einige Sprachen wie beispielsweise das Englische benutzen das Alphabet ohne Veränderungen.

Das lateinische Alphabet stammt vom altitalischen Alphabet der Etrusker ab, von denen die Römer zunächst 21 Buchstaben übernahmen. Zur Zeit des klassischen Lateins und in der Spätantike bestand das Alphabet aus 23 Buchstaben. Die Zahl von 26 Buchstaben wurde erst in der Renaissance erreicht.

Die Buchstaben des Alphabets

Das moderne lateinische Alphabet umfasst die folgenden 26 Buchstaben:

Großbuchstaben A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
Kleinbuchstaben a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z

Die Reihenfolge folgt weitgehend der des griechischen Alphabets und geht somit auf die Reihenfolge des phönizischen Alphabets zurück.

Namen der Buchstaben

Die Namen der Buchstaben wurden größtenteils nicht aus dem griechischen Alphabet übernommen. Stattdessen folgten sie diesem Schema:

  • Vokale bezeichnen sich selber (a, e, i, o, u)
  • Plosive fügen ein e an (be, ce, de usw.)
  • Dauerlaute – Frikative und Sonorante – bekommen ein e vorangestellt (ef, el, em usw.)

Einige Buchstaben wichen von diesem Schema ab: K und Q bilden den Namen mit dem für sie typischen Vokal: ka, qu (zur Verdeutlichung des Unterschiedes zu ce für C). X wurde ex genannt, Z wurde mit dem griechischen Namen zeta bezeichnet. Für Y gab es verschiedene Namen, darunter i Graeca („griechisches i“).

Die Buchstabennamen sind bei der Übertragung des lateinischen Alphabets auf andere Sprachen weitgehend beibehalten worden.

Eigenschaften lateinischer Buchstaben

Die Buchstaben des lateinischen Alphabets lassen sich hinsichtlich ihrer graphischen Umsetzung sowie unter weiterführenden Zusammenhängen einordnen (bezogen auf prototypische Formen).

Eigenschaft Majuskeln Minuskeln
Gleiche Groß- und Kleinschreibung C, O, (P,) S, U, V, W, X, Z c, o, (p,) s, u, v, w, x, z
Bögen und Geraden B, D, G, J, P, Q, R, U a, b, d, e, f, g, h, j, m, n, p, q, r, t, u, y
Keine Bögen A, E, F, H, I, K, L, M, N, T, V, W, X, Y, Z i, k, l, v, w, x, z
Keine Geraden C, O, S c, o, s
Diagonale A, K, M, N, R, V, W, X, Y, Z k, v, w, x, y, z
Mit umschlossenen Flächen A, B, D, O, P, Q, R a, b, d, e, g, (k), o, p, q
Keine umschlossenen Flächen C, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, S, T, U, V, W, X, Y, Z c, f, h, i, j, k, l, m, n, r, s, t, u, v, w, x, y, z
Horizontale und vertikale Symmetrie H, I, O, X (i), l, o, x
Nur horizontale Symmetrie B, C, D, E, K c
Nur vertikale Symmetrie A, M, T, U, V, W, Y i, v, w
Drehsymmetrie (Ambigraph) H, I, N, O, S, X, Z (l), o, s, x, z
Vertikale Achse links B, D, E, F, K, L, P, R b, f, h, k, l, n, p, r, t
Vertikale Achse rechts J d, g, j, q, u, y
Vertikale Achse zentral oder doppelt H, I, M, N, T, Y i, l, m
Unterlänge (J), (Q) (f), g, (h), j, p, q, y, (z)
Oberlänge A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, X, Y, Z b, d, f, h, (i), k, l, (s), t
geteiltes Mittelband a, e, (g), k, s, x, z
Römische Zahlen C, D, I, L, M, V, X c, d, i, j, l, m, v, x

Geschichte

Archaisches lateinisches Alphabet

Erkenntnisse zur Geschichte des lateinischen Alphabets sind der lateinischen Paläografie zu verdanken, die sich mit alten lateinischen Schriften befasst. Demnach geht das lateinische Alphabet auf die etruskische Schrift zurück. Die Etrusker wiederum haben ihre Schrift aus dem auf die phönizische Schrift zurückgehenden westgriechischen Alphabet entlehnt. Frühe erhaltene Zeugnisse in lateinischer Schrift sind der Lapis Niger (um 600 v. Chr.) und die Duenos-Inschrift (erste Hälfte des 6. Jahrhunderts v. Chr.). Das archaische lateinische Alphabet bestand aus 21 Buchstaben:

Archaisches lateinisches Alphabet
Alt-italische Form
Kategorien: Lateinisches Alphabet | Alphabet

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