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Langgöns


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Gießen
Landkreis: GießenVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Höhe: 222 m ü. NHN
Fläche: 52,54 km²
Einwohner: 11.507 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 219 Einwohner je km²
Postleitzahl: 35428
Vorwahlen: 06403, 06447, 06085, 06033
Kfz-Kennzeichen: GI
Gemeindeschlüssel: 06 5 31 009
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
St.-Ulrich-Ring 13
35428 Langgöns
Webpräsenz: www.langgoens-web.de
Bürgermeister: Horst Röhrig (SPD)
}

Langgöns ist eine Gemeinde im Landkreis Gießen in Hessen (Deutschland).

Geografie

Die Gemeinde liegt etwa 10 km südlich von Gießen und etwa 10 km nördlich von Butzbach.

Geografische Lage

Topografisch teilt sich die Gemeinde in einen westlichen Teil mit den Ortsteilen Espa, Cleeberg und Oberkleen auf den hügeligen und bewaldeten nördlichen Ausläufern des Taunus (Wetzlarer Hintertaunus) sowie einen östlichen Teil mit den Ortsteilen Lang-Göns, Dornholzhausen und Niederkleen auf dem Übergang der nördlichen Wetterau zum Gießener Becken (Großenlindener Hügelland). Alle Ortsteile liegen im Einzugsgebiet des Kleebachs und werden bis auf Lang-Göns und Espa auch vom Kleebach selbst durchflossen. Espa liegt am Ende des Kleebachtals, der dort unterhalb des Dorfes entspringt. Lang-Göns ist der einzige Ortsteil außerhalb des Kleebachtals und liegt stattdessen am Gönsbach, einem rechten Zufluss des Kleebachs.

Ausdehnung des Gemeindegebietes

Auf der längsten Schnittachse hat das Gebiet der Gemeinde eine Länge von ca. 14,6 km, auf der kürzesten 2,2 km.

Nachbargemeinden

Langgöns grenzt im Norden an die Stadt Linden, im Osten an die Stadt Pohlheim (beide Landkreis Gießen), im Süden an die Stadt Butzbach (Wetteraukreis), im Südwesten an die Gemeinde Waldsolms (Lahn-Dill-Kreis), sowie im Westen an die Gemeinden Schöffengrund und Hüttenberg (beide Lahn-Dill-Kreis).

Gemeindegliederung

Langgöns besteht aus den sechs Ortsteilen Cleeberg, Dornholzhausen, Espa, Lang-Göns, Niederkleen und Oberkleen.

Geschichte

Erste Erwähnung

  • Cleeberg: 768, Urkunde des Klosters Lorsch
  • Dornholzhausen: 815, Lorscher Codex als Holzhausen; 1294 als Durreholzhusen
  • Espa: 1347, Urkunde aus Butzbach
  • Lang-Göns: 777, Urkunde des Klosters Lorsch, als Guniser Marka; 1233 Langen Gunse
  • Niederkleen: 774, Urkunde, als Cleheimer Marka; 1255, Urkunde Niederkleen; 1299, Urkunde Ritter von Cleen
  • Oberkleen: 774 Urkunde, als Cleheimer Marka, Clehen; 1197 Unterscheidung zwischen Oberkleen und Niederkleen

Ortsnecknamen

Die Necknamen werden im oberhessischen Dialekt gesprochen (Hochdeutsch).

  • Cleeberg: „Stoarätz“ (Steinmarder)
  • Espa: „Musikmänner“
  • Dornholzhausen: „Esel“
  • Lang-Göns: „Speckmäus“
  • Niederkleen: „Rinnerche“ (Rinderchen)
  • Oberkleen: „Essigstoppe“ (Essigstopfen)

Eingemeindungen

Im Zuge der Gemeindegebietsreform wurden am 1. Januar 1977 die Gemeinden Cleeberg, Dornholzhausen, Espa und Kleenheim (Zusammenschluss der Gemeinden Niederkleen und Oberkleen am 31. Dezember 1971) des ehemaligen Landkreises Wetzlar sowie die Gemeinde Lang-Göns des ehemaligen Landkreises Gießen zur neuen Gemeinde Langgöns zusammengeschlossen.[2] Da Langgöns aus mehreren selbständigen Gemeinden gebildet wurde, wird die Gemeinde auch als Großgemeinde bezeichnet.

Einwohnerentwicklung

Am 31. Dezember 2004 waren in Langgöns insgesamt 12.296 Einwohner gemeldet, mehr als die Hälfte davon im Ortsteil Lang-Göns.

  • Cleeberg: 1.174
  • Dornholzhausen: 1.106
  • Espa: 714
  • Lang-Göns: 6.854
  • Niederkleen: 1.298
  • Oberkleen: 1.150

Quelle: Homepage der Gemeindeverwaltung Langgöns (Link siehe Weblinks)

Politik

Gemeindevertretung

Die Kommunalwahl am 6. März 2016 lieferte folgendes Ergebnis,[3] in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:[4][5]

Sitzverteilung in der Gemeindevertretung 2016
     
Parteien und Wählergemeinschaften %
2016
Sitze
2016
%
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 33,9 12 34,2 13 35,0 13 40,7 15
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 31,7 12 33,8 12 38,6 14 37,7 14
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 12,3 5 15,9 6 10,2 4 9,6 4
FWG Freie Wähler-Gemeinschaft 16,1 6 12,4 5 11,7 4 12,1 4
FDP Freie Demokratische Partei 6,0 2 3,6 1 4,6 2
Gesamt 100,0 37 100,0 37 100,0 37 100,0 37
Wahlbeteiligung in % 49,4 48,7 46,1 55,0

Bürgermeister

Der seit den 1. Juni 1995 amtierende Bürgermeister Horst Röhrig (SPD) wurde am 2. Dezember 2012 mit 59,7 % der Stimmen im ersten Wahlgang für eine vierte Amtszeit wiedergewählt. Sein Gegenkandidat Hans Noormann (GRÜNE) erhielt 40,3 %.

Wappen

Das Wappen wurde am 11. Oktober 1977 durch das Hessische Ministerium des Innern genehmigt.

Blasonierung: „In Gold über einem grünen Kleeblatt zwei mit Griffen nach oben gelegte schräggekreuzte rote Schwerter.“[6]

Flagge

Die Flagge wurde am 22. März 1979 durch das Hessische Ministerium des Innern genehmigt.

Flaggenbeschreibung: „Auf breiter roter Mittelbahn, beseitet von schmalen rot-gelb gestreiften Seitenbahnen, im oberen Teil aufgelegt das Gemeindewappen.“[7]

Partnergemeinden

Patenschaft

  • 1963 wurde die Patenschaft für die vertriebenen Sudetendeutschen aus Groß-Dittersdorf im Kreis Bärn übernommen.
  • Am 12. Dezember 1976 entstand in dieser Personengruppe die Gründung des Altvater-Turmvereins. Das Ausflugsziel des Altvatergebirges sollte an geeigneter Stelle wieder neu entstehen.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Die A 485 beginnt bei Lang-Göns. Durch das Gemeindegebiet führen die B 3 und die Main-Weser-Bahn (Bahnhof in Lang-Göns). Langgöns gehört dem Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) an.

Im westlichen Gewerbegebiet von Langgöns befindet sich das Briefzentrum 35 der Deutschen Post für den Bereich Gießen/Mittelhessen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Kulturdenkmäler

Museen

  • Bärner Heimatstube des Heimatkreis Bärn e. V.
  • Heimatmuseum Niederkleen

Bauwerke

Natur

Ein Teil des Waldes Wehrholz östlich des Niederkleener Steinbruchs sowie des Kümmelbergs[8] bei Cleeberg sind Naturschutzgebiete (Landkreis Gießen).

Sport

  • Die Handball-Damenmannschaft der SG Kleenheim erreichte in der Saison 2004/2005 in der 2. Bundesliga Süd den 12. Platz.
  • Auf dem Motorradsportgelände des AMC Langgöns e.V. (im DMV) finden Motocross-Rennen des Hessen-Cups statt.
  • Höchstspielender Fußballverein der Großgemeinde ist der FC-Cleeberg (Bezirksoberliga Gießen/Marburg).
  • Der TSV Langgöns besitzt eine Frauenfußballmannschaft, die seit 1975 besteht und jedes Jahr ein nationales Hallenturnier ausrichtet. Die Frauenfußballmannschaft spielt in der Bezirksoberliga.
  • Der Reit- und Fahrverein Langgöns, der seit 1982 besteht
  • Der Schützenverein Cleeberg SV 1905 ist der älteste Verein der Gemeinde Langgöns.

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Lang-Gönser Weihnachtsmarkt
  • Wald Art
  • Straßenmusikfest im Ortsteil Cleeberg
  • Zeltkirmes in den Ortsteilen Dornholzhausen, Niederkleen und Oberkleen

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde

Weitere Persönlichkeiten

  • Hans Henning Atrott (* 12. Januar 1944 in Klaipéda, Litauen), ehemaliger Geschäftsführer der World Federation of Right-to-die-Societies, Initiator der Sterbehilfe nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland, Kritiker des Christentums, in Dornholzhausen von 1956 bis 1960
  • Eva Briegel (* 3. Dezember 1978 in Leonberg), Sängerin der Band Juli, in Langgöns aufgewachsen

Siehe auch: Pohl-Göns, Ebersgöns, Kirch-Göns (alle Stadtteile des nahen Butzbach)

Literatur

Weitere Literatur bei den Artikeln der einzelnen Ortsteile
  • Birgit Metzig: 25 Jahre Gemeinde Langgöns: 1977–2002 ein Kaleidoskop aus den 6 Ortsteilen. Gemeinde Langgöns, 2001
  • Kulturdenkmäler in Hessen. Landkreis Gießen II: Die Gemeinden Buseck, Fernwald, Grünberg, Langgöns, Linden, Pohlheim und Rabenau, Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Landesamt für Denkmalpflege Hessen (Herausgeber), Konrad Theiss Verlag, 2010, ISBN 978-3806221787
  • Ina-Maria Greverus: Das hessische Dorf. 1. Aufl., Insel-Verlag, Frankfurt am Main, 1982, ISBN 3-458-14782-9.

Einzelnachweise

  1. Bevölkerung der hessischen Gemeinden (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 365 und 380.
  3. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 6. März 2016
  4. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 27. März 2011
  5. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 26. März 2006
  6. Genehmigung des Wappens durch den Hessischen Minister des Innern vom 11. Oktober 1977 (StAnz. 44/1977 S. 2097)
  7. Genehmigung der Flagge durch den Hessischen Minister des Innern vom 22. März 1979 (StAnz. 16/1979 S. 803)
  8. Naturschutzgebiet "Kümmelberg" (NSG 04) , giessener-land.de

Weblinks

 Commons: Langgöns  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Langgöns (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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