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Landkreis Worbis


Dieser Artikel behandelt den Landkreis Worbis zwischen 1816 und 1952. Für den gleichnamigen Kreis, der zwischen 1952 und 1994 existierte, siehe Kreis Worbis.
Der Landkreis Worbis war ein Landkreis, der in Preußen und der SBZ bzw. DDR zwischen 1816 und 1952 bestand. Er umfasste am 1. Januar 1945 die Stadt Worbis und weitere 48 Gemeinden.

Verwaltungsgeschichte

Königreich Preußen

Nach der Neuorganisation der Kreisgliederung im preußischen Staat nach dem Wiener Kongress wurde zum 1. April 1816 der neue Kreis Untereichsfeld im Regierungsbezirk Erfurt in der Provinz Sachsen eingerichtet. Sein Name wurde später in Kreis Worbis abgeändert. Das Landratsamt wechselte zunächst von Großbodungen nach Haynrode, um dann endgültig in Worbis zu verbleiben.

Norddeutscher Bund / Deutsches Reich

Seit dem 1. Juli 1867 gehörte der Kreis zum Norddeutschen Bund und ab 1. Januar 1871 zum Deutschen Reich.

Zum 30. September 1929 fand im Kreis Worbis entsprechend der Entwicklung im übrigen Freistaat Preußen eine Gebietsreform statt, bei der alle bisher selbständigen Gutsbezirke aufgelöst und benachbarten Landgemeinden zugeteilt wurden. Zum 1. Oktober 1932 wurde die Landgemeinde Epschenrode – ein Gebietsausschluß – aus dem Kreis Worbis in den Kreis Grafschaft Hohenstein umgegliedert. Zum 1. Januar 1939 führte der Kreis Worbis entsprechend der jetzt reichseinheitlichen Regelung die Bezeichnung Landkreis. Nach Auflösung der Provinz Sachsen zum 1. Juli 1944 gehörte der Kreis zwar weiter zum Land Preußen, war aber nunmehr – in Angleichung an die Reichsverteidigungsbezirke – der Verwaltung des Reichsstatthalters für Thüringen in Weimar unterstellt.

Im April 1945 wurde das Kreisgebiet zunächst durch die amerikanischen Streitkräfte besetzt. Am 6. Juli 1945 folgten die sowjetischen Besatzer.

Sowjetische Besatzungszone / Deutsche Demokratische Republik

Am 8. August 1945 wurden die Kreise Worbis und Heiligenstadt zum Landkreis Eichsfeld mit Sitz in Heiligenstadt zusammengelegt. Am 29. August 1946 erfolgte die Umbenennung in Landkreis Worbis, der Kreissitz verblieb in Heiligenstadt. Am 29. August 1952 wurde der Landkreis Worbis im Zuge der Kreisreformen in der DDR in die beiden neuen Kreise Worbis und Heiligenstadt aufgeteilt. Der neue Kreis Worbis wurde gleichzeitig um 22 Gemeinden aus dem Landkreis Nordhausen vergrößert.

Bundesrepublik Deutschland

Im Rahmen der kommunalen Neuordnung wurden 1994 die Kreise Worbis und Heiligenstadt zum Landkreis Eichsfeld zusammengeschlossen. Sitz der Verwaltung wurde Heiligenstadt. Worbis verlor seinen Status als Kreisstadt, behielt aber einige kreisliche Ämter.

Kommunalverfassung bis 1945

Die Landkreis Worbis gliederte sich in eine Stadtgemeinde, in Landgemeinden und – bis zu deren vollständiger Auflösung – in selbstständige Gutsbezirke. Mit Einführung des preußischen Gemeindeverfassungsgesetzes vom 15. Dezember 1933 sowie der Deutschen Gemeindeordnung vom 30. Januar 1935 wurde zum 1. April 1935 das Führerprinzip auf Gemeindeebene durchgesetzt. Die bisherige Stadtgemeinde Worbis führte ab 1. Januar 1934 die Bezeichnung Stadt. Eine neue Kreisverfassung wurde nicht mehr geschaffen; es galt weiterhin die Kreisordnung für die Provinzen Ost- und Westpreußen, Brandenburg, Pommern, Schlesien und Sachsen vom 19. März 1881.

Landräte

Weblinks

 Commons: Landkreis Worbis  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Kategorien: Aufgelöst 1952 | Gegründet 1816 | Geschichte des Eichsfeldes | Ehemaliger Landkreis in Thüringen | Landkreis Eichsfeld | Ehemaliger Landkreis in der Provinz Sachsen

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Landkreis Worbis (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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