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Landkreis Spree-Neiße


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Verwaltungssitz: Forst (Lausitz)
Fläche: 1.657,43 km²
Einwohner: 117.635 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 71 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: SPN, FOR, GUB, SPB
Kreisschlüssel: 12 0 71
Kreisgliederung: 29 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Heinrich-Heine-Straße 1
03149 Forst (Lausitz)
Webpräsenz: www.landkreis-spree-neisse.de
Landrat: Harald Altekrüger (CDU)
}

Der Landkreis Spree-Neiße (niedersorbisch Wokrejs Sprjewja-Nysa) ist ein Landkreis im Südosten des Landes Brandenburg.

Geografie

Nachbarkreise sind im Norden der Landkreis Oder-Spree, im Osten die Republik Polen, im Süden die sächsischen Landkreise Görlitz und Bautzen, im Westen der Landkreis Oberspreewald-Lausitz und im Nordwesten der Landkreis Dahme-Spreewald. Der Landkreis Spree-Neiße umschließt vollständig die kreisfreie Stadt Cottbus.

Geschichte

Der Landkreis Spree-Neiße entstand am 6. Dezember 1993 im Zuge der Kreisreform in Brandenburg aus den ehemaligen Kreisen Cottbus, Guben, Forst und Spremberg. Dabei wurde der Landkreis Guben gegen seinen Willen in diesen Kreis eingegliedert (siehe dazu auch Landkreis Oder-Spree).

Im Rahmen der Gemeindegebietsreform 2003 musste der Landkreis gegen seinen erklärten Willen die Gemeinden Gallinchen, Groß Gaglow und Kiekebusch (vorher Amt Neuhausen/Spree) zur Eingemeindung an die Stadt Cottbus abtreten. Nach dem Willen der Landesregierung sollten gleichzeitig die restlichen Gemeinden dieses Amtes zur amtsfreien Gemeinde Neuhausen/Spree zusammengeschlossen werden. Aufgrund von Formfehlern wurde dieser Zusammenschluss erst mit Wirkung vom 19. September 2004 wirksam.

Bevölkerungsentwicklung

Jahr Einwohner
1993 152.241
1994 152.982
1995 153.493
1996 154.856
1997 155.946
1998 155.773
1999 155.247
2000 153.827
Jahr Einwohner
2001 151.100
2002 148.939
2003 141.256
2004 139.464
2005 136.896
2006 135.017
2007 132.798
2008 130.626
Jahr Einwohner
2009 128.470
2010 126.400
2011 121.571
2012 120.178
2013 118.899
2014 118.030

Gebietsstand des jeweiligen Jahres[2][3], ab 2011 auf Basis des Zensus 2011. Durch die Gemeindegebietsreform vom 26. Oktober 2003 verlor der Kreis etwa 5300 Einwohner an Cottbus.

Politik

Wahl des Kreistags Spree-Neiße 2014[4][5]
Wahlbeteiligung: 48,8 % (2008: 53,9 %)
 %
30
20
10
0
29,5 %
20,9 %
17,7 %
6,8 %
4,4 %
3,7 %
2,9 %
2,3 %
11,8 %
Klinger Runde
Sonst.
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2008
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
+5,8 %p
-2,1 %p
-4,1 %p
-2,3 %p
+0,4 %p
+3,7 %p
+2,1 %p
+0,5 %p
+2,8 %p
Klinger Runde
Sonst.
Expression-Fehler: Unerwartete schließende eckige Klammer
Sitzverteilung im
Kreistag Spree-Neiße 2014
          

Kreistag

Kreistagsvorsitzende: Monika Schulz-Höpfner (CDU)

Der Kreistag besteht aus 50 Kreistagsabgeordneten und dem Landrat:[6]

Partei/Gruppierung Sitz/e
Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU) 15
Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) 10
Die Linke (DIE LINKE.) 9
Freie Demokratische Partei (FDP) 3
Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD) 2
Bürger für die Lausitz (Klinger Runde) 2
Brandenburger Vereinigte Bürgerbewegungen/Freie Wähler (BVB/FREIE WÄHLER) 2
Bündnis 90/Die Grünen (GRÜNE/B90) 1
Wählergruppe Landwirtschaft und Umwelt (WG LW und Umwelt) 1
Alternative für Deutschland (AfD) 1
Wählerbündnis Ländlicher Raum Spree-Neiße (WLR-SPN) 1
Gruppe Unabhängige Bürger Spree-Neiße (GUB-SPN) 1
Spremberger Bürgerinitiative Spremberg - sozial, parteiunabhängig, bürgernah (Bürgerinitiative SPB) 1
Wählergruppe Vereinte Sozialgemeinschaft (VS) 1
Gesamt 50

(Stand: Kommunalwahl am 25. Mai 2014)

Im Kreistag Spree-Neiße haben sich folgende Fraktionen gebildet: CDU, SPD, DIE LINKE., FREIE BÜRGER, Freie Wähler SPN.

Landrat

Altekrüger unterlag in der Landratsstichwahl am 24. Januar 2010 seinem Mitbewerber Dieter Friese (SPD), der 51,3 % der gültigen Stimmen erreichte[7] Allerdings verfehlte Friese durch die geringe Wahlbeteiligung von 26,4 % das erforderliche Quorum von 15 % der Wahlberechtigten. Infolgedessen hatte der Kreistag zu entscheiden. Er wählte Altekrüger am 19. April 2010 entsprechend § 126 der Kommunalverfassung des Landes Brandenburg für eine Amtszeit von acht Jahren zum Landrat.

Wappen

Das Wappen wurde am 6. September 1995 genehmigt.

Blasonierung: „Gevierteilt; oben vorn in Silber ein aufrechter roter Krebs, hinten in Rot ein steigender, doppelt geschwänzter, gekrönter silberner Löwe; unten vorn in Blau eine dreiblättrige goldene Krone, hinten in Gold eine aufgerichtete, nach außen gebogene rote Hirschstange mit vier Enden und kleeblattförmiger Rose.“[8]

Die Wappen der Ämter, Städte und Gemeinden des Landkreises befinden sich unter der Liste der Wappen im Landkreis Spree-Neiße.

Flagge

Die Flagge ist gevierteilt in den Landesfarben Rot – Weiß mit dem mittig aufgelegten Wappen des Landkreises.

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft

Im Land Brandenburg zählt der Landkreis Spree-Neiße zu den industriellen Ballungsgebieten. Die Wirtschaftsstruktur ist traditionell durch die Braunkohle- und Energiewirtschaft geprägt. Aber auch die Kunststoff- und Chemieindustrie, die Ernährungswirtschaft, die Metallbearbeitung sowie die Papier-, Bau- und Baustoffindustrie sind als zukunftsfähige Branchen vorhanden. Bedeutende Industrie- und Gewerbegebiete befinden sich in den Städten Spremberg (Regionaler Wachstumskern), Forst (Lausitz), Guben und Welzow.

Der Wirtschaftsstandort Spremberg ist einer von 15 Regionalen Wachstumskernen im Land Brandenburg. Dadurch werden ausgewählte zukunftsorientierte Branchen gefördert.

Im Zukunftsatlas, den die Schweizer Prognos AG in Zusammenarbeit mit dem Handelsblatt erstellt, belegte der Landkreis Spree-Neiße 2004 den 424. Platz von 439 untersuchten Regionen. 2007 belegte er den 414. und letzten Platz. In der Untersuchung 2010 erreichte man mit Platz 392 von 412 Regionen eine Verbesserung um 28 Plätze.[9] Weitere drei Jahre später erreichte man Platz 394 von 402 Regionen.[10]. 2016 fiel man auf Platz 396 von 402 zurück.[11]

Verkehr

Motorisierung in Landkreis Spree-Neiße 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014
Zugelassene PKW (zum 1.1.)[12] 72 281 71 840 71 846 71 716 71 588 71 102 70 627
PKW je 1.000 Einwohner (31.12.Vj.) 544 550 559 567 589 592 594

Städte und Gemeinden

Nach Abschluss der Gemeindegebietsreform 2004 und der Auflösung von Haidemühl umfasste der Landkreis ab 1. Januar 2006 noch 30 Gemeinden, darunter sieben Städte. Nach der amtlichen Feststellung 2008 waren 18 Gemeinden und vier weitere Ortsteile von ansonsten deutschsprachigen Städten oder Gemeinden offiziell zweisprachig (Deutsch, Niedersorbisch).[13]

Zum 1. Januar 2016 wurde die Gemeinde Hornow-Wadelsdorf nach Spremberg eingemeindet.

(Einwohner am 31. Dezember 2015)[14]

Städte
¹ amtsangehörige Stadt
² Stadt führt keinen amtlichen sorbischen Namen, aber mit einem zweisprachigen Ortsteil

  1. Döbern ¹ (3296)
  2. Drebkau – Drjowk (5626)
  3. Forst (Lausitz) ² (18.773)
  4. Guben (17.616)
  5. Peitz – Picnjo ¹ (4445)
  6. Spremberg – Grodk (22.818)
  7. Welzow ² (3645)

Amtsfreie Gemeinden

  1. Kolkwitz – Gołkojce (9147)
  2. Neuhausen/Spree (4997)
  3. Schenkendöbern (3662)

Ämter und zugehörige Gemeinden
² Gemeinde führt keinen amtlichen sorbischen Namen, aber mit einem zweisprachigen Ortsteil

1. Amt Burg (Spreewald) – Amt Bórkowy (Błota) (9141)

  1. Briesen – Brjazyna (767)
  2. Burg (Spreewald) – Bórkowy (Błota) (4338)
  3. Dissen-Striesow – Dešno-Strjažow (1006)
  4. Guhrow – Góry (514)
  5. Schmogrow-Fehrow – Smogorjow-Prjawoz (813)
  6. Werben – Wjerbno (1703)

2. Amt Döbern-Land – Amt Derbno-kraj (11.835) (Amtssitz: Döbern)

  1. Döbern, Stadt (3296)
  2. Felixsee ² (1920)
  3. Groß Schacksdorf-Simmersdorf (1233)
  4. Jämlitz-Klein Düben (482)
  5. Neiße-Malxetal (1657)
  6. Tschernitz (1271)
  7. Wiesengrund – Łukojce (1390)

3. Amt Peitz – Amt Picnjo (10.961)

  1. Drachhausen – Hochoza (816)
  2. Drehnow – Drjenow (550)
  3. Heinersbrück – Móst (602)
  4. Jänschwalde – Janšojce (1535)
  5. Peitz – Picnjo, Stadt (4445)
  6. Tauer – Turjej (709)
  7. Teichland – Gatojce (1150)
  8. Turnow-Preilack – Turnow-Pśiłuk (1154)

Tourismus

Der Landkreis Spree-Neiße hat Anteil an den Reisegebieten Spreewald, Niederlausitz und Lausitzer Seenland. Touristischer Hauptort ist der Kurort (Ort mit Heilquellenkurbetrieb) Burg (Spreewald). Die Flüsse Spree und Lausitzer Neiße sind für den Kanutourismus prädestiniert. Drei tätige Braunkohletagebaue prägen ebenfalls das Bild und sind nicht nur für Technikinteressierte beeindruckend. Hervorzuheben ist das dichte Radwegenetz (ca. 1000 km, größtenteils asphaltiert) mit sechs vom ADFC zertifizierten Radfernwegen (Oder-Neiße-Radweg, Spree-Radweg, Tour Brandenburg je vier Sterne, Niederlausitzer Bergbautour, Fürst-Pückler-Weg und Gurkenradweg je drei Sterne).

Partnerkreise

Der Landkreis Spree-Neiße unterhält Partnerschaften mit folgenden Landkreisen:

Der Landkreis Spree-Neiße pflegt bereits seit 1998 Partnerschaften mit Landkreisen anderer Länder. Hauptzweck der Partnerschaften ist es, den Bürgern des Landkreises durch vielseitige Projekte und persönliche Begegnungen mit den Partnerregionen die Gelegenheit zu geben, andere Kulturen kennen und verstehen zu lernen, Grenzen zwischen Völkern abzubauen und auf diesem Wege ein tolerantes Miteinander zu fördern.

Kfz-Kennzeichen

Am 1. Januar 1994 wurde dem Landkreis das Unterscheidungszeichen SPN zugewiesen und seitdem ausgegeben.

Bis etwa zum Jahr 2000 erhielten Fahrzeuge aus den Altkreisen besondere Erkennungsnummern:

Gebiet Buchstaben Zahlen
Altkreis Spremberg A bis E 1 bis 999
Y
AA bis EZ 1 bis 99
YA bis YZ
Altkreis Forst H bis L 1 bis 999
X
HA bis HZ 1 bis 99
XA bis XZ
Altkreis Guben M bis R 1 bis 999
Z
MA bis RZ 1 bis 99
ZA bis ZZ
Altkreis Cottbus S bis W 1 bis 999
SC bis WZ 1 bis 99

Im Rahmen der Kennzeichenliberalisierung sind seit dem 19. März 2013 zudem die Unterscheidungszeichen FOR (Forst), GUB (Guben) und SPB (Spremberg) erhältlich, welche die Kennzeichen der drei Altkreise zwischen 1990 und 1993 widerspiegeln.

Weblinks

 Commons: Landkreis Spree-Neiße  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2015 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Prignitz . S. 18–21
  3. Bevölkerung im Land Brandenburg nach kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden 1991 bis 2014
  4. lkspn.de
  5. lkspn.de
  6. lkspn.de
  7. Ergebnis der Landratsstichwahl am 24. Januar 2010
  8. Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg
  9. Prognos Zukunftsatlas 2010 – Deutschlands Regionen im Zukunftswettbewerb
  10. Brandenburgs Randgebiete sacken ab. In: Potsdamer Neueste Nachrichten, 9. November 2013, abgerufen am 12. November 2013
  11. Zukunftsatlas 2016
  12. Statistik Fz3 Kraftfahrt-Bundesamt
  13. Amtsblatt für Brandenburg, Nummer 19 vom 14. Mai 2008, S. 1234–1236
  14. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2015 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).

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