Landkreis Sankt Ingbert - LinkFang.de





Landkreis Sankt Ingbert


Wappen Deutschlandkarte

Hilfe zu Kartenp1
Basisdaten (Stand 1973)
Bestandszeitraum: 1902–1973
Bundesland: Saarland
Verwaltungssitz: St. Ingbert
Fläche: 206,88 km²
Einwohner: 82.039 (27. Mai 1970)
Bevölkerungsdichte: 397 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: IGB
Kreisschlüssel: 10 0 36
Kreisgliederung: 27 Gemeinden
}

Der Landkreis Sankt Ingbert war ein Landkreis im Saarland. Zum Kreis gehörten 19 Bürgermeisterämter mit 27 Gemeinden, von denen 7 zu Ämtern zusammengefasst waren. Dazu zählten zwei Städte: St. Ingbert und Blieskastel.

Geographie

Nachbarkreise

Der Landkreis grenzte 1973 im Uhrzeigersinn im Westen beginnend an die Landkreise Saarbrücken, Ottweiler und Homburg. Im Süden grenzte er an Frankreich.

Geschichte

Der Landkreis St. Ingbert wurde am 1. Oktober 1902 wurde aus Teilen des Bezirksamtes Zweibrücken, nämlich aus dem Amtsgericht (zugleich Distrikt) St. Ingbert und denjenigen Gemeinden des Amtsgerichts Blieskastel, welche den Distrikt gleichen Namens bilden, zusammengesetzt.

Nach dem Ersten Weltkrieg wurde es im Zuge des Versailler Vertrages von Deutschland abgetrennt und mit den übrigen preußischen Kreisen des Saarbeckens als Saargebiet unter Völkerbundmandat gestellt. 1935 gelangte der Kreis nach der Volksabstimmung zurück an Deutschland. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Saarland ein teil-souveräner Staat unter französischer Aufsicht und kam 1957 zur Bundesrepublik Deutschland.

Am 1. Januar 1974 wurde der Landkreis im Zuge der Gebiets- und Verwaltungsreform zusammen mit dem Landkreis Homburg und dem Ort Rentrisch, jedoch ohne die Orte Ensheim, Eschringen und Schnappach, die an den Regionalverband Saarbrücken fielen, in den Saar-Pfalz-Kreis (heutige Schreibweise: Saarpfalz-Kreis) eingegliedert.[1]

Religionen

Die evangelische Bevölkerungsminderheit im Gebiet des ehem. Landkreises St. Ingbert gehörte seit 1818 wie die gesamte Pfalz als Vereinigte Protestantische-Evangelische-Christliche Kirche der Pfalz zu dem Konsistorium in München und wurde 1848 davon rechtlich unabhängig.

Die katholische Bevölkerung gehörte zum Bistum Speyer.

Einwohnerzahlen

Die Einwohnerzahlen des Kreises betrugen

Jahr 1902 1919 1939 1952 1961 1970
Einwohner 36.000 46.009 60.243 66.041 75.739 82.039

Politik

Landräte

  • 1902 – 1917: Paul Dexheimer
  • 1917 – 1920: Blass
  • 1920 – 1921: Buchner
  • 1921 – 1929: Otto Maurer
  • 1929 – 1938: Wolfer
  • 1938 – 1942: Walter Unckrich (auftragsweise)
  • 1942 – 1943: Otto Bühler
  • 1943 – 1944: Heinrich König
  • 1944 – 1945: Hassencamp (vertretungsweise)
  • 1945: Andreas Grieser
  • 1946: Reinhold Gelzleichter (kommissarisch)
  • 1946 - ?: Eisel

Wappen

Das Wappen wurde zum 60. Jahrestag des Kreises von der Landesregierung verliehen.

Blasonierung

Schild durch einen silbernen Pfahl, mit einem mit der Krümme rechtshin gewendeten roten Abtstab belegt, gespalten. Vorn ein nach links gewendeter, golden gekrönter, rotbezungter silberner Löwe in blauem mit silbernen Fußwiderspitzkreuzen bestreutem Feld, hinten in Schwarz ein rot gekrönt und -bezungter, bewehrter goldener Löwe.

Wappenbegründung

Das Wappen ist zweimal gespalten und zeigt im linken Feld (vom Betrachter aus) den Löwen der Grafschaft Saarbrücken mit den Kreuzen, der sich aus Courtoisie dem im rechten Feld (vom Betrachter aus) stehenden goldenen Pfälzer Löwen zuwendet. Das mittlere Feld zeigt einen Abtstab.

Die Kreisfarben waren Blau-Weiß.

Ehemalige Städte und Gemeinden

Zum Landkreis gehörten folgende Städte und Gemeinden:

frühere Gemeinde heutige Gemeinde heutiger Landkreis
Aßweiler Blieskastel Saarpfalz-Kreis
Ballweiler Blieskastel Saarpfalz-Kreis
Bebelsheim Mandelbachtal Saarpfalz-Kreis
Blieskastel (Stadt) Blieskastel (Stadt) Saarpfalz-Kreis
Bierbach Blieskastel Saarpfalz-Kreis
Biesingen Blieskastel Saarpfalz-Kreis
Blickweiler Blieskastel Saarpfalz-Kreis
Bliesmengen-Bolchen Mandelbachtal Saarpfalz-Kreis
Ensheim Saarbrücken Regionalverband Saarbrücken
Eschringen Saarbrücken Regionalverband Saarbrücken
Erfweiler-Ehlingen Mandelbachtal Saarpfalz-Kreis
Gersheim Gersheim Saarpfalz-Kreis
Habkirchen Mandelbachtal Saarpfalz-Kreis
Hassel St. Ingbert Saarpfalz-Kreis
Heckendalheim Mandelbachtal Saarpfalz-Kreis
Herbitzheim Gersheim Saarpfalz-Kreis
Niederwürzbach Blieskastel Saarpfalz-Kreis
Oberwürzbach St. Ingbert Saarpfalz-Kreis
Ommersheim Mandelbachtal Saarpfalz-Kreis
Ormesheim Mandelbachtal Saarpfalz-Kreis
Reinheim Gersheim Saarpfalz-Kreis
Rohrbach (St. Ingbert) St. Ingbert Saarpfalz-Kreis
Rubenheim Gersheim Saarpfalz-Kreis
St. Ingbert (Kreisstadt) St. Ingbert (Mittelstadt) Saarpfalz-Kreis
Schnappach Sulzbach/Saar Regionalverband Saarbrücken
Wittersheim Mandelbachtal Saarpfalz-Kreis
Wolfersheim Blieskastel Saarpfalz-Kreis
Wörschweiler Homburg (Kreisstadt) Saarpfalz-Kreis

Kfz-Kennzeichen

Am 1. Januar 1957 wurde dem Landkreis anlässlich des Beitritts des Saarlandes zur Bundesrepublik Deutschland das Unterscheidungszeichen IGB zugewiesen. Es wurde bis zum 28. Februar 1974 ausgegeben. Für die Dauer eines Monats war es nicht erhältlich. Seit dem 1. April 1974 wird es in der Mittelstadt Sankt Ingbert, die heute zum Saarpfalz-Kreis gehört, ausgegeben.

Quellen

  • Heimatbuch des Kreises St. Ingbert (Saar). Ein Volksbuch für Heimatkunde, hrsg. vom Landrat des Kreises St. Ingbert. St. Ingbert 1954
  • Bezirksamt St. Ingbert

Einzelnachweise

  1. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- u. Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen u. Reg.-Bez. vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 808 f.

Kategorien: Aufgelöst 1973 | Ehemaliger Landkreis in Bayern | Ehemaliger Landkreis im Saarland | St. Ingbert

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Landkreis Sankt Ingbert (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.