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Landkreis Ostvorpommern


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten (Stand 2011)
Bestandszeitraum: 1994–2011
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Verwaltungssitz: Anklam
Fläche: 1.900 km²
Einwohner: 105.036 (31. Dez. 2010)
Bevölkerungsdichte: 55 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: OVP
Kreisschlüssel: 13 0 59
Kreisgliederung: 88 Gemeinden
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Der Landkreis Ostvorpommern war ein Landkreis in Mecklenburg-Vorpommern, der im Zuge der Kreisgebietsreform 2011 im Landkreis Vorpommern-Greifswald aufging.

Geografie

Zum Kreisgebiet gehörte der westliche Teil der Ostseeinsel Usedom (der östliche Teil gehört zu Polen). Nachbarkreise waren im Südosten der Landkreis Uecker-Randow, im Süden der Landkreis Mecklenburg-Strelitz und im Westen die Landkreise Demmin und Nordvorpommern. Die Hansestadt Greifswald ragte von der Ostsee im Norden in das Kreisgebiet.

Die Landschaft wird von Moränen, Mooren (Peenetalmoor, Ziesebruch, Thurbruch) und vor allem der Küstenlage an Ostsee, Boddengewässern (Greifswalder Bodden, Peenestrom, Krumminer Wiek, Achterwasser) sowie dem Stettiner Haff bestimmt. Wichtigster Fluss ist die Peene.

Geschichte

Der Landkreis Ostvorpommern entstand bei der Kreisreform in Mecklenburg-Vorpommern zum 12. Juni 1994 durch Vereinigung der früheren Kreise Anklam, Greifswald und Wolgast.

Für eine Verwaltungsreform und der dabei beabsichtigten Schaffung neuer Großkreise in Mecklenburg-Vorpommern 2009 gingen die Überlegungen der Landesregierung zunächst dahin, den Landkreis als Ganzes in einem neuen „Landkreis Südvorpommern“ aufgehen zu lassen. Nach dem Urteil des Landesverfassungsgerichtes vom 26. Juli 2007 konnte das ursprüngliche Reformgesetz als mit der Verfassung des Landes unvereinbar nicht umgesetzt werden.[1]

Im Zuge einer neuen Kreisgebietsreform im Jahr 2011 wurde der Landkreis Ostvorpommern schließlich Teil des neuen Landkreises Vorpommern-Greifswald mit der Kreisstadt Greifswald.[2]

Politik

Kreistag

Der Kreistag des Landkreises Ostvorpommern bestand zuletzt aus 53 Abgeordneten. Seit der Wahl vom 7. Juni 2009 setzte er sich bis zum 3. September 2011 wie folgt zusammen:

Partei Sitze
CDU 18 (–7)
Die Linke 12 (+2)
SPD 7 (–1)
Wählergemeinschaften 6 (+1)
FDP 4 (+2)
NPD 4 (+2)
Grüne 2 (+1)

Der Landkreis (Wahlkreisnummer 59) bestand aus 143 Wahlbezirken mit 91.492 Wahlberechtigten. Zur Wahl gingen 2009 46.115 Wähler, die 4909 ungültige und 130.359 gültige Stimmen abgaben. Dies entspricht einer Wahlbeteiligung von 50,4 % (alle Daten aus 2009, vorläufiges Ergebnis).[3]

Näheres zum Wahlverfahren und zu rechtlichen Bestimmungen: Kreistag (Mecklenburg-Vorpommern)

Wappen

Das Wappen wurde am 20. Februar 1998 durch das Innenministerium genehmigt und unter der Nr. 143 der Wappenrolle von Mecklenburg-Vorpommern registriert.

Blasonierung: „In Gold ein aufgerichteter schwarzer Greif mit ausgeschlagener roter Zunge und aufgeworfenem Schweif.“

Das Wappen wurde nach einer Idee von Norbert Buske aus Levenhagen von dem Schweriner Uwe Christoffer gestaltet.

Flagge

Die Flagge des Landkreises zeigte die Farbe Gold (Gelb) und war in der Mitte mit der Figur des Wappens belegt. Die Länge des Flaggentuches verhält sich zur Höhe wie 5:3.

Städte und Gemeinden

(Einwohnerzahlen am 31. Dezember 2010[4])

Amtsfreie Gemeinden

Ämter mit amtsangehörigen Gemeinden/Städten

Sitz der Amtsverwaltung *

  1. Buddenhagen (425)
  2. Buggenhagen (277)
  3. Hohendorf (895)
  4. Krummin (248)
  5. Lassan, Stadt (1597)
  6. Lütow (391)
  7. Sauzin (407)
  8. Wolgast, Stadt * (11.940)
  9. Zemitz (821)
  1. Bargischow (355)
  2. Blesewitz (268)
  3. Boldekow (534)
  4. Bugewitz (303)
  5. Butzow (449)
  6. Ducherow (2589)
  7. Iven (197)
  8. Krien (726)
  9. Krusenfelde (189)
  10. Liepen (310)
  11. Medow (604)
  12. Neetzow (622)
  13. Neu Kosenow (585)
  14. Neuendorf A (147)
  15. Neuendorf B (168)
  16. Neuenkirchen (286)
  17. Postlow (360)
  18. Putzar (206)
  19. Rossin (158)
  20. Sarnow (462)
  21. Spantekow *(1113)
  22. Stolpe (348)
  1. Behrenhoff (769)
  2. Dargelin (384)
  3. Dersekow (1072)
  4. Diedrichshagen (492)
  5. Hinrichshagen (820)
  6. Levenhagen (390)
  7. Mesekenhagen (1034)
  8. Neuenkirchen *(2293)
  9. Wackerow (1414)
  10. Weitenhagen (1533)
  1. Brünzow (660)
  2. Hanshagen (928)
  3. Katzow (631)
  4. Kemnitz (1146)
  5. Kröslin (1811)
  6. Loissin (856)
  7. Lubmin *(2041)
  8. Neu Boltenhagen (653)
  9. Rubenow (831)
  10. Wusterhusen (1231)
  1. Karlshagen (3145)
  2. Mölschow (808)
  3. Peenemünde (326)
  4. Trassenheide (947)
  5. Zinnowitz *(3724)
  1. Benz (1013)
  2. Dargen (542)
  3. Garz (212)
  4. Kamminke (277)
  5. Korswandt (550)
  6. Koserow (1669)
  7. Loddin (1056)
  8. Mellenthin (473)
  9. Pudagla (435)
  10. Rankwitz (634)
  11. Stolpe auf Usedom (366)
  12. Ückeritz (1035)
  13. Usedom, Stadt *(1892)
  14. Zempin (945)
  15. Zirchow (597)
  1. Bandelin (596)
  2. Gribow (187)
  3. Groß Kiesow (1403)
  4. Groß Polzin (440)
  5. Gützkow, Stadt (2827)
  6. Karlsburg (1364)
  7. Klein Bünzow (813)
  8. Kölzin (318)
  9. Lühmannsdorf (704)
  10. Murchin (861)
  11. Rubkow (674)
  12. Schmatzin (300)
  13. Wrangelsburg (207)
  14. Ziethen (423)
  15. Züssow *(1365)

Gebietsänderungen

In den Jahren seit 1994 fanden im Gebiet des Landkreises Ostvorpommern wie im gesamten Bundesland Mecklenburg-Vorpommern umfangreiche Gebietsänderungen statt.

Aus den ursprünglich 14 Ämtern wurden nach Abschluss der Gebietsreform am 1. Januar 2005 sieben Ämter. Die Stadt Wolgast und die Gemeinde Zinnowitz verloren ihre Amtsfreiheit. Die Anzahl der Gemeinden verringerte sich von 110 auf 96. Durch weitere Eingemeindungen und Auflösungen im Verlauf der Jahre 2009/2010 verringerte sich die Zahl der Gemeinden auf 90.

Ämterauflösungen, Ämterfusionen

Eingemeindungen, Gemeindeneubildungen

Landkreiswechsel

Amtssitzwechsel

Namensänderungen

Kfz-Kennzeichen

Am 12. Juni 1994 wurde dem Landkreis das Unterscheidungszeichen ANK zugewiesen. Am 24. Oktober 1994 wurde die Kennung in OVP geändert. Diese wurde bis zum 31. Januar 2012 im Landkreis Vorpommern-Greifswald mit Ausnahme der Hansestadt Greifswald auf die Kennzeichenschilder geprägt. Eine erneute Nutzung des Kürzels ist möglich. Diese Entscheidung obliegt dem Landkreis, der von dieser Möglichkeit bis heute keinen Gebrauch macht.

Weblinks

 Commons: Landkreis Ostvorpommern  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Urteil des Landesverfassungsgerichtes vom 26. Juli 2007 (PDF; 269 kB)
  2. http://www.mv-regierung.de/im/verwaltungsreform/redaktion/download.php?id=43&type=file
  3. Vorläufiges Ergebnis der Kreistagswahl vom 8. Juni 2009 - Statistisches Landesamt MV
  4. Mecklenburg-Vorpommern Statistisches Amt – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2010 (PDF; 522 KB)

Kategorien: Aufgelöst 2011 | Ehemaliger Landkreis in Mecklenburg-Vorpommern | Landkreis Vorpommern-Greifswald | Gegründet 1994

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Landkreis Ostvorpommern (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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