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Landkreis Neustettin


Der Landkreis Neustettin war ein preußischer Landkreis in Pommern, der zwischen 1816 und 1945 bestand.

Der Landkreis Neustettin in Hinterpommern umfasste am 1. Januar 1945:

Verwaltungsgeschichte

Königreich Preußen

Nach der Neuorganisation der Kreisgliederung im preußischen Staat nach dem Wiener Kongress bestand 1816 der Kreis Neustettin im Regierungsbezirk Cöslin (Köslin) in der Provinz Pommern.

Dieser umfasste meist ländliche Gebiete um die Städte Bärwalde i. Pom., Neustettin, Ratzebuhr und Tempelburg.

Das Landratsamt war in Neustettin.

Norddeutscher Bund/Deutsches Reich

Seit dem 1. Juli 1867 gehörte der Kreis zum Norddeutschen Bund und ab 1. Januar 1871 zum Deutschen Reich.

Zum 30. September 1929 fand im Kreis Neustettin entsprechend der Entwicklung im übrigen Freistaat Preußen eine Gebietsreform statt, bei der alle bisher selbstständigen Gutsbezirke aufgelöst und benachbarten Landgemeinden zugeteilt wurden. Am 1. Oktober 1932 wurden die Landgemeinden Bischofthum, Drensch, Grumsdorf, Kasimirshof, Linow, Sassenburg und Stepen aus dem Kreis Bublitz in den Kreis Neustettin eingegliedert. Am. 1. Oktober 1938 wurde der Kreis Neustettin aus dem Regierungsbezirk Köslin (früher: Cöslin) in den Regierungsbezirk Grenzmark Posen-Westpreußen eingliedert. Zum 1. Januar 1939 führte der Kreis Neustettin entsprechend der jetzt reichseinheitlichen Regelung die Bezeichnung Landkreis.

Im Frühjahr 1945 wurde das Kreisgebiet durch die Rote Armee erobert und anschließend unter polnische Verwaltung gestellt. Es gehört heute zu Polen.

Kommunalverfassung

Die Landkreis Neustettin gliederte sich zunächst in die Stadtgemeinden Bärwalde i. Pom., Neustettin, Ratzebuhr und Tempelburg, in Landgemeinden und – bis zu deren nahezu vollständiger Auflösung – in selbstständige Gutsbezirke.

Mit Einführung des preußischen Gemeindeverfassungsgesetzes vom 15. Dezember 1933 gab es ab 1. Januar 1934 eine einheitliche Kommunalverfassung für alle preußischen Gemeinden. Die bisherigen Stadtgemeinden Bärwalde i. Pom., Neustettin, Ratzebuhr und Tempelburg führten jetzt die Bezeichnung Stadt.

Mit Einführung der Deutschen Gemeindeordnung vom 30. Januar 1935 trat zum 1. April 1935 im Deutschen Reich eine einheitliche Kommunalverfassung in Kraft, wonach die bisherigen Landgemeinden nun als Gemeinden bezeichnet wurden.

Zum 1. Oktober 1941 wurde der Heeresgutsbezirk Groß Born errichtet, in den Teile der Gemeinden Doderlage, Rederitz und Zippnow aus dem Landkreis Deutsch Krone einbezogen wurden.

Eine neue Kreisverfassung wurde nicht mehr geschaffen; es galt weiterhin die Kreisordnung für die Provinzen Ost- und Westpreußen, Brandenburg, Pommern, Schlesien und Sachsen vom 19. März 1881.

Amtsbezirke

Im Jahre 1939 wurden im gesamten Landkreis Neustettin 85.778 Einwohner registriert, die in vier Städten sowie in 130 Gemeinden lebten. Die Gemeinden waren 40 Amtsbezirken zugeordnet:

Deutscher Name Polnischer Name seit 1945
Altenwalde Liszkowo
Bahrenbusch Brokęcino
Draheim Stare Drawsko
Dummerfitz Dąbrowica
Flederborn Podgaje
Galow Gałowo
Gellin Jelenino
Gramenz Grzmiąca
Groß Krössin Krosino
Grünewald Mieszałki
Hasenfier Ciosaniec
Heinrichsdorf Siemczyno
Juchow Juchowo
Kasimirsdorf Kazimierz
Klaushagen Kluczewo
Knacksee Przełęg (nicht mehr existent)
Kölpin Kiełpino
Krangen Krągi
Küdde Gwda Wielka
Liepenfier Czarnkowie
Lottin Lotyń
Lubow Łubowo
Lucknitz Łęknica
Lümzow Łomczewo
Naseband Nosibądy
Neu Wuhrow Nowe Worowo
Osterfelde Ostropole
Persanzig Parsęcko
Pielburg Pile
Priebkow Przybkowo
Soltnitz Żółtnica
Sparsee Spore
Storkow Storkowo
Thurow Turowo
Trabehn Drawień
Valm Stary Chwalim
Wulfflatzke Wilcze Laski
Wurchow Wierzchowo
Zicker Sikory
Zülkenhagen Sulikowo

Kommunale Verwaltungseinheiten 1932

Im Jahr 1932 umfasste der Kreis Neustettin vier Städte und 136 Landgemeinden:

Städte
  1. Bärwalde i. Pom.
  2. Neustettin
  3. Ratzebuhr
  4. Tempelburg
Landgemeinden
  1. Alt Draheim
  2. Alt Koprieben
  3. Alt Liepenfier
  4. Alt Priebkow
  5. Alt Valm
  6. Altenwalde
  7. Althütten
  8. Auenfelde
  9. Bahrenberg
  10. Bahrenbusch
  11. Balfanz
  12. Barkenbrügge
  13. Bernsdorf
  14. Bewerdick
  15. Bischofthum
  16. Blumenwerder
  17. Borntin
  18. Briesen
  19. Buchwald
  20. Burghof
  21. Burzen
  22. Dieck
  23. Dolgen
  24. Drensch
  25. Dummerfitz
  26. Eichenberge
  27. Eschenriege
  28. Eulenburg
  29. Flackenheide
  30. Flacksee
  31. Flederborn
  32. Galow
  33. Gellen
  34. Gellin
  35. Gissolk
  36. Glasenapp
  37. Graben
  38. Grabunz
  39. Gramenz
  40. Grenzneuhof
  41. Groß Born
  42. Groß Dallenthin
  43. Groß Hertzberg
  44. Groß Krössin
  45. Groß Küdde
  46. Groß Schwarzsee
  47. Groß Zemmin
  48. Grumsdorf
  49. Grünewald
  50. Hammer b. Zicker
  51. Hasenfier
  52. Heinrichsdorf
  53. Hochfelde
  54. Hütten b. Gellin
  55. Juchow
  56. Kalenberg
  57. Kasimirshof
  58. Klaushagen
  59. Klein Dallenthin
  60. Klein Küdde
  61. Klein Schwarzsee
  62. Klein Zacharin
  63. Klingbeck
  64. Klotzen
  65. Klöpperfier
  66. Knacksee
  67. Krangen
  68. Kucherow
  69. Kussow
  70. Kölpin
  71. Labenz
  72. Lanzen
  73. Lehmaningen
  74. Linde
  75. Linow
  76. Lottin
  77. Lubow
  78. Lucknitz
  79. Lübgust
  80. Lümzow
  81. Marienwalde
  82. Mossin
  83. Naseband
  84. Naßglienke
  85. Neblin
  86. Nemmin
  87. Neu Draheim
  88. Neu Koprieben
  89. Neu Liepenfier
  90. Neu Valm
  91. Neu Wuhrow
  92. Neudorf
  93. Neugönne
  94. Osterfelde
  95. Patzig
  96. Persanzig
  97. Pielburg
  98. Pinnow
  99. Plietnitz
  100. Prössin
  101. Pöhlen
  102. Rackow
  103. Raddatz
  104. Ravensberg
  105. Reppow
  106. Sassenburg
  107. Scharpenort
  108. Schmalzenthin
  109. Schmidtenthin
  110. Schneidemühl b. Zicker
  111. Soltnitz
  112. Sparsee
  113. Steinforth
  114. Stepen
  115. Storkow
  116. Streitzig
  117. Tarmen
  118. Thurow
  119. Trabehn
  120. Trocken Glienke
  121. Vangerow
  122. Villnow
  123. Wallachsee
  124. Warlang
  125. Westgönne
  126. Wilhelmshorst
  127. Wuckel
  128. Wulfflatzke
  129. Wurchow
  130. Wusterhanse
  131. Zamborst
  132. Zechendorf
  133. Zemmin
  134. Zicker
  135. Zuch
  136. Zülkenhagen

Landräte

Verkehr

Im Kreis Neustettin begann die Preußische Ostbahn den Bahnbau mit der Strecke von Ruhnow bis Tempelburg; diese führte 1878 weiter über Neustettin nach Schlochau >111.j<. Im selben Jahr erreichte die Linie von Belgard die Kreisstadt und wurde nach Rummelsburg und 1879 nach Schneidemühl verlängert >111.n+u<.

Die Preußische Staatsbahn eröffnete ferner 1896 eine Zweigbahn von Bublitz nach Gramenz und 1903 weiter nach Bad Polzin >111.m<. Den Abschluss bildete 1908 die Linie Tempelburg - Jastrow >115.e<.

Kleinbahnen gab es im Kreis Neustettin nicht. Nur eine Militärbahn zwischen Lubow und Groß Born diente zeitweise auch dem öffentlichen Verkehr >111.l<.

(Die Zahlen in >< beziehen sich auf das Deutsche Kursbuch 1939).

Literatur

Weblinks


Kategorien: Gegründet 1816 | Ehemaliger Landkreis in Pommern | Aufgelöst 1945

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