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Landkreis Kamenz


Dieser Artikel beschreibt den von 1994 bis 2008 bestehenden Landkreis Kamenz. Zu früheren Verwaltungseinheiten gleichen Namens siehe Landkreis Kamenz (Begriffsklärung).
Wappen Deutschlandkarte
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Basisdaten (Stand 2008)
Bestandszeitraum: 1996–2008
Bundesland: Sachsen
Regierungsbezirk: Dresden
Verwaltungssitz: Kamenz
Fläche: 1.334,73 km²
Einwohner: 146.979 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 110 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: KM
Kreisschlüssel: 14 2 92
Kreisgliederung: 33 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Macherstraße 55
01917 Kamenz
Landrätin: Petra Kockert (CDU)
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Der Landkreis Kamenz (obersorbisch Wokrjes Kamjenc, vom 1. Januar bis zum 31. März 1996 Landkreis Westlausitz-Dresdner Land) war ein bis zur Kreisgebietsreform 2008 existierender Landkreis in Ostsachsen. Nachbarkreise waren im Norden die brandenburgischen Landkreise Oberspreewald-Lausitz und Spree-Neiße, im Osten der Niederschlesische Oberlausitzkreis, im Südosten der Landkreis Bautzen, im Süden der Landkreis Sächsische Schweiz, im Südwesten die kreisfreie Stadt Dresden und im Westen die Landkreise Meißen und Riesa-Großenhain. Der Kreis war Mitglied der Euroregion Neiße.

Im nordöstlichen Kreisgebiet befand sich als Enklave die kreisfreie Stadt Hoyerswerda. Wie die ganze Region hatte auch der Landkreis Kamenz mit rücklaufigen Bevölkerungszahlen durch Abwanderung und geringe Geburtenzahlen zu kämpfen.

Geschichte

Siehe auch: Oberlausitz

Der Landkreis wurde am 1. Januar 1996 aus dem Landkreis Kamenz gebildet, der um Teile der ehemaligen Landkreise Dresden und Hoyerswerda (ohne die ab 1. Januar 1996 kreisfreie Stadt Hoyerswerda) ergänzt wurde. Teile des ehemaligen Landkreises Bischofswerda wurden bereits zum 1. August 1994 eingegliedert. Bis zum 31. März 1996 hieß der neue Kreis „Landkreis Westlausitz-Dresdner Land“. Ursprünglich war Westlausitzkreis vom Innenministerium als Name vorgesehen.

Aufsehen erregte im Frühling 2004 der Austritt des Landratsamtes aus dem kommunalen Arbeitgeberverband.

Am 1. August 2008 wurde der Landkreis Kamenz mit der kreisfreien Stadt Hoyerswerda und dem Landkreis Bautzen zum neuen Landkreis Bautzen vereinigt.

Politik

Landrätin des Kreises Kamenz war zuletzt Petra Kockert (CDU).

Kreistag

Wahlbeteiligung: 50,8 %
 %
50
40
30
20
10
0
46,4 %
20,3 %
14,7 %
9,7 %
3,6 %
2,2 %
1,8 %
0,8 %
0,5 %
Fsorb WV
FWWLDL
DGG
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Die 62 Sitze im Kreistag verteilten sich zuletzt folgendermaßen auf die einzelnen Parteien:

Partei Sitze
CDU 30
LINKE 13
SPD 9
FDP 6
GRÜNE 2
Freie Sorben 1
Wählervereinigung Westlausitz 1

Wappen

Das von Jürgen Zimmermann entworfene Siegerwappen eines Wettbewerbs des Landkreises wurde am 16. Februar 1998 vom Regierungspräsidium Dresden genehmigt.[2]

Blasonierung: Gespalten; vorn in Blau ein silberner Wellenbalken, darüber ein goldenes Lindenblatt, darunter drei 2:1 stehende miteinander verschränkte goldene Ringe; hinten in Gold schwarzer Adlerflug.

Blau und Gold als Farben der Oberlausitz bilden den Grund, auf dem die weiteren Symbole aufsetzen. Das Lindenblatt als Symbol der Sorben zeigt an, dass Teile des Kreises im sorbischen Siedlungsgebiet liegen. Die Wellen sind ein Verweis auf die Flüsse des Landkreises (Große und Kleine Röder, Schwarze Elster und Spree); während die drei Ringe aus dem bis 1952 gültigen Wappen des alten Kreises Kamenz aufgegriffen wurden. Sie erinnern an die Botschaft von Lessings Ringparabel und auch daran, dass Gotthold Ephraim Lessing in Kamenz geboren wurde. Sie symbolisieren zudem die Verbindung der drei unterschiedlichen Regionen des Landkreises (Kamenz, Hoyerswerda, Dresdner Land). Der Adlerflug ist ein Wappensymbol der früheren Herren von Kamenz.

Städte und Gemeinden

(Einwohnerzahlen vom 31. Dezember 2006)

Städte

  1. Bernsdorf (6.409)
  2. Elstra (3.062)
  3. Großröhrsdorf (7.174)
  4. Kamenz (18.009)
  5. Lauta (9.760)
  6. Königsbrück (4.491)
  7. Pulsnitz (6.531)
  8. Radeberg (18.623)
  9. Wittichenau (6.168)

Verwaltungsgemeinschaften und Verwaltungsverbände

Crostwitz, Nebelschütz, Panschwitz-Kuckau (VV-Sitz), Räckelwitz und Ralbitz-Rosenthal
Bernsdorf und Wiednitz
Bretnig-Hauswalde und Großröhrsdorf
Kamenz und Schönteichen
Königsbrück, Laußnitz und Neukirch
Großnaundorf, Lichtenberg, Oberlichtenau, Ohorn, Pulsnitz und Steina

Gemeinden

  1. Arnsdorf (4.837)
  2. Bretnig-Hauswalde (3.189)
  3. Crostwitz (1.144)
  4. Elsterheide [Sitz: Bergen] (3.920)
  5. Großnaundorf (1.067)
  6. Haselbachtal [Sitz: Bischheim] (4.582)
  7. Laußnitz (2.046)
  8. Lichtenberg (1.736)
  9. Lohsa (6.042)
  10. Nebelschütz (1.237)
  11. Neukirch (1.768)
  12. Oberlichtenau (1.472)
  13. Ohorn (2.523)
  14. Oßling (2.576)
  15. Ottendorf-Okrilla (10.094)
  16. Panschwitz-Kuckau (2.198)
  17. Räckelwitz (1.230)
  18. Ralbitz-Rosenthal [Sitz: Rosenthal] (1.810)
  19. Schönteichen [Sitz: Biehla] (2.358)
  20. Schwepnitz (2.738)
  21. Spreetal [Sitz: Burgneudorf] (2.223)
  22. Steina (1.801)
  23. Wachau (4.511)
  24. Wiednitz (1.040)

Kfz-Kennzeichen

Anfang 1991 erhielt der Landkreis das Unterscheidungszeichen KM. Es wurde bis zum 31. Juli 2008 ausgegeben. Seit dem 9. November 2012 ist es im Landkreis Bautzen erhältlich.

Quellen

  1. http://www.statistik.sachsen.de/wpr_alt/pkg_w04_erg_kt.prc_erg_kt?p_bz_bzid=KT04&p_ebene=LK&p_ort=14292
  2. Eckhart Leisering: Wappen der Kreisfreien Städte und Landkreise im Freistaat Sachsen. mdv, Mitteldeutscher Verlag, Halle/Saale 2000, ISBN 3-89812-069-4, S. 63 ff.

Kategorien: Aufgelöst 2008 | Ehemaliger Landkreis in Sachsen

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Landkreis Kamenz (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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