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Landkreis Jerichow II


Der Landkreis Jerichow II bestand in Preußen und der SBZ bzw. DDR zwischen 1816 und 1950.

Umfang

Der Landkreis Jerichow II umfasste am 1. Januar 1945

Altbensdorf, Altenklitsche, Bahnitz, Bergzow, Böhne, Brettin, Briest, Buckow, Bützer, Derben, Dretzel, Ferchels, Ferchland, Fienerode, Fischbeck, Garz, Gladau, Göttlin, Gollwitz, Großdemsin, Großmangelsdorf, Großwudicke, Großwulkow, Großwusterwitz, Grütz, Güsen, Hohenbellin, Hohengöhren, Hohenseeden, Jerchel, Kabelitz, Kade, Kamern, Karow, Kirchmöser, Kleinmangelsdorf, Kleinwulkow, Kleinwusterwitz, Klietz, Klietznick, Knoblauch, Krüssau, Kützkow, Kuhlhausen, Lübars, Mahlenzien, Melkow, Milow, Möthlitz, Molkenberg, Mützel, Neubensdorf, Neuenklitsche, Neuermark, Neue Schleuse, Neuwartensleben, Nielebock, Nitzahn, Paplitz, Parchen, Parey, Redekin, Reesen, Rehberg, Rogäsen, Roßdorf, Scharlibbe, Scharteucke, Schlagenthin, Schmetzdorf, Schönfeld, Schönhausen, Schollene, Seedorf, Steckelsdorf, Steinitz, Sydow, Tucheim, Vehlen, Vieritz, Viesen, Warchau, Warnau, Woltersdorf, Wulkau, Wust, Zabakuck, Zerben, Zollchow.

Verwaltungsgeschichte

Königreich Preußen

Nach der Neuorganisation der Kreisgliederung im preußischen Staat nach dem Wiener Kongress wurde zum 1. Juli 1816 der Jerichowsche Kreis II des ehemaligen Herzogtums Magdeburg im Regierungsbezirk Magdeburg in der Provinz Sachsen eingerichtet. Erster Landrat, von 1816 bis 1821, war Christian Karl Wilhelm von Katte, der die schwierige Aufgabe hatte, den Landkreis in Verwaltung, Infrastruktur und Wirtschaftsweise neu zu ordnen. Das Landratsamt war in Genthin, von 1846 bis 1848 allerdings in Redekin. Zum 1. Januar 1818 erhielt der Kreis die Dörfer Bahnitz und Ritzahn vom Regierungsbezirk Potsdam.

Norddeutscher Bund/Deutsches Reich

Seit dem 1. Juli 1867 gehörte der Kreis zum Norddeutschen Bund und ab dem 1. Januar 1871 zum Deutschen Reich. Zum 21. Juli 1875 wurde der Gutsbezirk Gränert aus dem Kreis Zauch-Belzig, Provinz Brandenburg, Regierungsbezirk Potsdam, in den Kreis Jerichow II eingegliedert.

Zum 30. September 1929 fand entsprechend der Entwicklung im übrigen Freistaat Preußen eine Gebietsreform statt, bei der alle bisher selbstständigen Gutsbezirke aufgelöst und benachbarten Landgemeinden zugeteilt wurden. Zum 1. Januar 1939 führte der Kreis Jerichow II entsprechend der jetzt reichseinheitlichen Regelung die Bezeichnung Landkreis. Nach Auflösung der Provinz Sachsen zum 1. Juli 1944 gehörte der Kreis zur neuen Provinz Magdeburg, Regierungsbezirk Magdeburg.

Im Frühjahr 1945 wurde das Kreisgebiet durch die Rote Armee besetzt.

Sowjetische Besatzungszone/Deutsche Demokratische Republik

1950 wurde der Landkreis Jerichow II in Landkreis Genthin umbenannt. 1952 kamen mit der Auflösung der Länder und Landkreise und der Bildung der Bezirke und Kreise in der DDR Teile des Landkreises in die Kreise Burg, Genthin und Havelberg des Bezirkes Magdeburg sowie östliche Teile in den Kreis Rathenow des Bezirkes Potsdam.

Kommunalverfassung bis 1945

Die Landkreis Jerichow II gliederte sich in Stadtgemeinden, in Landgemeinden und – bis zu deren nahezu vollständiger Auflösung – in selbstständige Gutsbezirke. Mit Einführung des preußischen Gemeindeverfassungsgesetzes vom 15. Dezember 1933 sowie der Deutschen Gemeindeordnung vom 30. Januar 1935 wurde zum 1. April 1935 das Führerprinzip auf Gemeindeebene durchgesetzt. Die bisherigen Stadtgemeinden Genthin, Jerichow und Sandau a./Elbe führten ab dem 1. Januar 1934 die Bezeichnung Stadt. Eine neue Kreisverfassung wurde nicht mehr geschaffen; es galt weiterhin die Kreisordnung für die Provinzen Ost- und Westpreußen, Brandenburg, Pommern, Schlesien und Sachsen vom 19. März 1881.

Wappen

Das Wappen wurde am 21. April 1938 durch den Oberpräsidenten der Provinz Sachsen verliehen.

Blasonierung: „Geviert; Feld 1 und 4: von Rot über Silber geteilt; Feld 2 und 3: in Blau ein goldenes dreiblättriges Kleeblatt, bewinkelt von drei silbernen Eichenblättern.“

Im Feld 1 und 4 weisen die Teilung und die Farben Rot/Silber auf das Wappen des ehemaligen Erzbistums/Herzogtums Magdeburg. Ein kleiner Teil des Landkreises Jerichow II, bis 1816 zur Altmark gehörig, war seit 1562 Lehen der Familie von Bismarck und umschloss auch Schönhausen, den Geburtsort Otto von Bismarcks. Dieser historische Zusammenhang erklärt die Aufnahme des Familienwappens von Bismarck in das Wappen des Landkreises Jerichow II (Feld 2 und 3).

Landräte

Weblinks

 Commons: Landkreis Jerichow II  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Dr. Michael Rademacher M.A.: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990, Deutsch-österreichisches Ortsbuch. Abgerufen am 12. August 2014.
  2. Territoriale Veränderungen in Deutschland und deutsch verwalteten Gebieten 1874 - 1945: Gemeindeverzeichnis Landkreis Jerichow II von Rolf Jehke, Herdecke
  3. Horst Weber: Biografie von Ludwig Heinrich Wilhelm von Arnim. Universität Magdeburg, abgerufen am 21. April 2013.

Kategorien: Aufgelöst 1950 | Gegründet 1816 | Ehemaliger Landkreis in Sachsen-Anhalt | Ehemalige Verwaltungseinheit (Landkreis Jerichower Land) | Ehemaliger Landkreis in der Provinz Sachsen

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Landkreis Jerichow II (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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