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Landkreis Haldensleben


Der Landkreis Haldensleben (bis 1938: Neuhaldensleben) ist ein ehemaliger Landkreis in der preußischen Provinz Sachsen, später im Land Sachsen-Anhalt der Sowjetischen Besatzungszone bzw. DDR. Er bestand zwischen 1816 und 1952.

Umfang

Der Landkreis Haldensleben umfasste 1945:

  • die Stadt Haldensleben
  • sowie 54 weitere Gemeinden,
  • 2 Gutsbezirke (Truppenübungsplatz/Forsten).

Verwaltungsgeschichte

Aufgrund des Westfälischen Friedens von 1648 kam das nunmehrige Herzogtums Magdeburg 1680 an Brandenburg-Preußen. 1716 wurde dann bei einer Verwaltungsneuordnung der weiter bestehende Holzkreis in drei Distrikte untergliedert, wobei die Städte und Gemeinden des späteren Kreisgebietes Neuhaldensleben den 3. Distrikt bildeten.

Aufgrund des verlorenen Krieges 1806/07 gegen das napoleonische Frankreich musste Preußen im Tilsiter Frieden alle westlich der Elbe liegenden Territorien abtreten, die von Napoleon dem neugebildeten Königreich Westphalen zugewiesen wurden. Dabei kam das Kreisgebiet zum Distrikt Neuhaldensleben des Departements der Elbe.

Bei der Reorganisation der Kreisgliederung im preußischen Staat nach dem Wiener Kongress wurde zum 1. Juli 1816 der Kreis Neuhaldensleben im Regierungsbezirk Magdeburg in der preußischen Provinz Sachsen eingerichtet. Das Landratsamt war in Haldensleben. Am 6. Oktober 1862 wurde die Colbitz-Letzlinger Heide aufgeteilt. Der Kreis Neuhaldensleben erhielt Teile der Oberförsterei Planken.

Zum 30. September 1929 fand im Kreis Neuhaldensleben entsprechend der Entwicklung im übrigen Preußen eine Gebietsreform statt, bei der nahezu alle bisher selbstständigen Gutsbezirke aufgelöst und benachbarten Landgemeinden zugeteilt wurden. Seit der Umbenennung der Kreisstadt Neuhaldensleben in „Haldensleben“ am 4. April 1938 führte auch der Kreis diesen neuen Namen. Zum 1. Januar 1939 führte der Kreis Haldensleben entsprechend der jetzt reichseinheitlichen Regelung die Bezeichnung Landkreis.

Nach Auflösung der Provinz Sachsen zum 1. Juli 1944 gehörte der Kreis seitdem zur neuen Provinz Magdeburg. Im Frühjahr 1945 wurde das Kreisgebiet durch die US-Streitkräfte besetzt.

Sowjetische Besatzungszone / Deutsche Demokratische Republik

Im Zuge der Kreisreformen in der DDR 1952 wurde der Landkreis Haldensleben aufgelöst und die Gemeinden zum Teil neu verteilt. Der südliche Teil des Altkreises kam an Wanzleben, dafür kamen Teile des Landkreises Gardelegen (der Raum um Calvörde) sowie einige Teile des Landkreises Wolmirstedt hinzu. Der neue Kreis Haldensleben wurde dem Bezirk Magdeburg zugeordnet. Die Kfz-Kennzeichen ab 1953 waren bis 1990 H oder M.

Bundesrepublik Deutschland

1994 ging der Landkreis im Ohrekreis auf, welcher wiederum 2007 im Landkreis Börde aufging.

Kommunalverfassung bis 1945

Die Landkreis Neuhaldensleben gliederte sich in Stadtgemeinden, in Landgemeinden und – bis zu deren nahezu vollständiger Auflösung – in selbstständige Gutsbezirke.

Mit Einführung des preußischen Gemeindeverfassungsgesetzes vom 15. Dezember 1933 sowie der Deutschen Gemeindeordnung vom 30. Januar 1935 wurde zum 1. April 1935 das Führerprinzip auf Gemeindeebene durchgesetzt. Die bisherige Stadtgemeinde Neuhaldensleben (später: Haldensleben) führte ab 1. Januar 1934 die Bezeichnung Stadt.

Zum 1. April 1941 wurde der neue Heeresgutsbezirk Hillersleben gebildet.

Eine neue Kreisverfassung wurde nicht mehr geschaffen; es galt weiterhin die Kreisordnung für die Provinzen Ost- und Westpreußen, Brandenburg, Pommern, Schlesien und Sachsen vom 19. März 1881.

Landräte

Weblinks

 Commons: Landkreis Haldensleben  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Kategorien: Geschichte (Haldensleben) | Aufgelöst 1952 | Gegründet 1816 | Ehemaliger Landkreis in Sachsen-Anhalt | Ehemalige Verwaltungseinheit (Landkreis Börde) | Ehemaliger Landkreis in der Provinz Sachsen

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