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Landkreis Germersheim


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Verwaltungssitz: Germersheim
Fläche: 463,26 km²
Einwohner: 126.266 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 273 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: GER
Kreisschlüssel: 07 3 34
Kreisgliederung: 31 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Luitpoldplatz 1
76726 Germersheim
Webpräsenz: www.kreis-germersheim.de
Landrat: Fritz Brechtel (CDU)
}

Der Landkreis Germersheim ist eine Gebietskörperschaft im Südosten von Rheinland-Pfalz. Sitz der Kreisverwaltung und zugleich bevölkerungsreichste Kommune ist die gleichnamige verbandsfreie Stadt Germersheim. Der Landkreis umfasst 31 Ortsgemeinden, die zum großen Teil Verbandsgemeinden angehören.

Geographie

Lage

Der Rhein (Oberrhein) bildet die östliche Kreisgrenze und gleichzeitig die Landesgrenze zu Baden-Württemberg, mit Ausnahme eines Teils der Insel Elisabethenwörth und des Brückenkopfs bei Germersheim, die als rechtsrheinische Gebiete zum Landkreis gehören. Die Lauter ist größtenteils die südliche Grenze, welche gleichzeitig auch die Staatsgrenze zu Frankreich ist. Der Landkreis liegt vollständig im Rheingraben. Er gehört zur Metropolregion Rhein-Neckar und zur grenzüberschreitenden Region Pamina.

Nachbarkreise und -städte

Angrenzende Kreise und kreisfreie Städte sind:

Rhein-Pfalz-Kreis
Landkreis Südliche Weinstraße Land- und Stadtkreis Karlsruhe (Baden-Württemberg)
Arrondissement Wissembourg (Département Bas-Rhin/Frankreich) Landkreis Rastatt (Baden-Württemberg) Landkreis Karlsruhe (Baden-Württemberg)

Städte und Gemeinden

(Einwohner am 31. Dezember 2014 )[1]

Verbandsfreie Gemeinden/Städte:

Verbandsangehörige Ortsgemeinden und Städte, gegliedert nach ihrer Zugehörigkeit zu den Verbandsgemeinden: *) Sitz der Verbandsgemeinde

  1. Bellheim* (8.519 )
  2. Knittelsheim (1.035 )
  3. Ottersheim bei Landau (1.842 )
  4. Zeiskam (2.230 )
  1. Berg (Pfalz) (2.027 )
  2. Hagenbach, Stadt* (5.359 )
  3. Neuburg am Rhein (2.573 )
  4. Scheibenhardt (644 )
  1. Hatzenbühl (2.831 )
  2. Jockgrim* (7.390 )
  3. Neupotz (1.916 )
  4. Rheinzabern (4.882 )
  1. Erlenbach bei Kandel (760 )
  2. Freckenfeld (1.576 )
  3. Kandel, Stadt* (8.842 )
  4. Minfeld (1.582 )
  5. Steinweiler (1.988 )
  6. Vollmersweiler (191 )
  7. Winden (1.063 )
  1. Freisbach (1.065 )
  2. Lingenfeld* (5.645 )
  3. Lustadt (3.281 )
  4. Schwegenheim (2.917 )
  5. Weingarten (Pfalz) (1.760 )
  6. Westheim (Pfalz) (1.764 )
  1. Hördt (2.478 )
  2. Kuhardt (1.911 )
  3. Leimersheim (2.553 )
  4. Rülzheim* (7.775 )

Listen zu dem Begriff „Gebietsveränderungen“ siehe Gebietsreformen in Rheinland-Pfalz

Geschichte

Entstehung und Veränderungen

Der Landkreis Germersheim geht auf das am 1. April 1818 vom bayerischen König Maximilian I. gebildete Landkommissariat Germersheim zurück, das 1862 zum Bezirksamt und 1939 in den Landkreis Germersheim überführt wurde. Der Verwaltungsbezirk wurde im Laufe seiner Geschichte kaum verändert. Einzige Grenzkorrektur im Zuge der rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform um 1970 war die Eingemeindung von Hayna nach Herxheim am 16. März 1974, das dadurch den Landkreis verließ und Bestandteil des Landkreises Landau-Bad Bergzabern (seit 1978: Landkreis Südliche Weinstraße) wurde.[2] Ab Ende der 60er-Jahre verringerte sich die Gemeindeanzahl geringfügig: Ober- und Niederlustadt wurden zur Gemeinde Lustadt zusammengelegt (1969), Sondernheim nach Germersheim eingemeindet (1972) und Büchelberg, Maximiliansau und Schaidt schlossen sich auf freiwilliger Basis der Stadt Wörth am Rhein an (1979).

Bezirksamtmänner

Ab 1. April 1920 lautete die Amtsbezeichnung Bezirksoberamtmann.[3]

Quelle: Schriftenreihe zur Geschichte des Landkreises Germersheim, Band 1.[7]

Landräte

Quelle: Schriftenreihe zur Geschichte des Landkreises Germersheim, Band 1.[7]

Denkmäler

Kulturdenkmäler im Landkreis:

Naturdenkmäler im Landkreis:

Religion

Ende Februar 2015 waren 42,4 % der Einwohner im Landkreis katholisch und 26,1 % evangelisch. Die übrigen gehörten einer anderen Religion an oder waren konfessionslos.[8] Im Jahr 1871 waren von insgesamt 52286 Einwohnern im damaligen Bezirksamt Germersheim 33077 katholisch (63,3 %), 18129 evangelisch (34,7 %) und 1069 jüdisch (2,0 %). Von den übrigen 11 Personen waren 8 Mennoniten und 3 Reformierte.[9]

Politik

Landrat

Wahl des Germersheimer Kreistags 2014[10][11]
Wahlbeteiligung: 56,3 % (2009: 57,1 %)
 %
50
40
30
20
10
0
40,5
26,7
10,9
8,0
6,0
3,5
2,6
1,8
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
+1,5
-1,6
-1,5
+0,2
+6,0
-4,4
+2,6
-2,7
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Sitzverteilung im
Germersheimer Kreistag 2014
        

Seit 2001 ist Fritz Brechtel (CDU) Landrat des Landkreises Germersheim. Brechtel wurde nach seiner ersten Wahl im Jahr 2001 nach acht Jahren Amtszeit 2009 erneut gewählt. Er konnte sich dabei mit 69,3 % der Stimmen gegen den Mitbewerber Rainer Strunk (SPD), der 30,7 % der Stimmen erhielt, durchsetzen.[10]

Kreistag

Die letzten Kommunalwahlen führten zu den folgenden Sitzverteilungen im Kreistag (n. k. = nicht kandidiert):[10][11][12]

Parteien und Wählergruppen 1999 2004 2009 2014
CDU 19 19 18 18
SPD 14 11 13 12
FWG 3[13] 5[14] 6 5
Grüne 2 3 3 4
AfD n. k. n. k. n. k. 3
FDP 2 2 4 2
Linke n. k. n. k. n. k. 1
REP 2 2 2 1
Summe 42 42 46 46

CDU, FWG und Grüne bilden im Kreistag eine Koalition.[15]

Wappen und Flagge

Der Landkreis Germersheim führt ein Wappen sowie eine Hiss- und Bannerflagge.

Wappenbeschreibung:

„Von Schwarz und Blau durch einen silbernen Wellenbalken geteilt; oben ein wachsender, rot gekrönter und bewehrter goldener Löwe, unten ein durchgehendes silbernes Kreuz; im blauen Herzschild ein rot bezungter und bewehrter goldener Adler.“

Wappenbegründung:

Der Löwe steht für die Pfalz und das Kreuz für das Hochstift Speyer. Beide Herrschaften hatten Anteil am heutigen Kreisgebiet. Der Herzschild ist das Wappen der Stadt Germersheim, die einst reichsunmittelbar war und daher den Reichsadler führt. Das Wappen wurde am 16. Februar 1976 genehmigt.

Partnerschaft

Zum polnischen Landkreis Krotoszyn besteht eine Partnerschaft.[16]

Verkehr

Straßen

Durch das südliche Kreisgebiet führt die Bundesautobahn 65 Karlsruhe-Ludwigshafen. Mehrere Bundesstraßen und Kreisstraßen durchziehen das Kreisgebiet, darunter die mehrspurig ausgebaute Bundesstraße 9 Karlsruhe-Speyer und die Bundesstraße 272.

Bei Germersheim (Rudolf-von-Habsburg-Brücke) und bei Wörth (Rheinbrücke Maxau) führen zwei Brücken über den Rhein.

Kfz-Kennzeichen

Am 1. Juli 1956 wurde dem Landkreis bei der Einführung der bis heute gültigen Kfz-Kennzeichen das Unterscheidungszeichen GER zugewiesen. Es wird durchgängig bis heute ausgegeben.

Schienenverkehr

Hier eröffnete die Pfälzische Maximiliansbahn-Gesellschaft im Jahre 1855 die Strecke von Neustadt an der Weinstraße über LandauWinden bis ins elsässische Weißenburg. Von ihr zweigt in Winden seit 1864/65 die Strecke nach Karlsruhe ab, die von Maximiliansau durch die Stadt Karlsruhe erbaut worden war.

Die Kreisstadt Germersheim erhielt 1864 ihre erste Bahnverbindung durch die Pfälzische Ludwigsbahn von Schifferstadt über Speyer her. Sie wurde erst 1876 bis Wörth weitergeführt und zwar durch die Pfälzische Maximiliansbahn, die auch die weiteren Bahnen im Kreis errichtete:

Damit hatte das Schienennetz im heutigen Landkreis eine Ausdehnung von 92 km erreicht. Davon wurden für den Personenverkehr dauerhaft die folgenden Strecken stillgelegt:

Zeitweise waren noch drei weitere Linien (19 km) betroffen, die jedoch inzwischen wieder reaktiviert wurden.

Das im Jahr 2003 eingerichtete S-Bahn-System RheinNeckar umfasst mehrere Linien und Haltestellen im Landkreis. Im gesamten Landkreis gelten die Tarife des Verkehrsverbunds Rhein-Neckar und des Karlsruher Verkehrsverbunds. Wichtige Eisenbahnknotenpunkte im Kreisgebiet sind Germersheim, Wörth und Winden.

Bei Germersheim führt die Rheinbrücke über den gleichnamigen Fluss.

Schifffahrt

Mehrere Gemeinden des Landkreises liegen direkt am Rhein und verfügen dort über Hafenanlagen bzw. Anlegeplätze.[17] Bei Leimersheim führt eine kostenpflichtige Rheinfähre über den Fluss.[18]

Literatur

Weblinks

Weiterführende Informationen in den
Schwesterprojekten von Wikipedia:
Multimedia-Inhalte

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2014 (Hilfe dazu).
  2. Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006, Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz , Seite 162 (PDF)
  3. Bayerische Landesgeschichte. Hanns-Seidel-Stiftung/Reinhard Heydenreuter, Birgit Strobl, September 2009, abgerufen am 31. August 2013 (PDF; 4,37 MB).
  4. Gustav Ott rückte 1890 für den verstorbenen Karl von Alwens in den Bayerischen Landtag (Kammer der Abgeordneten, die zweite Kammer der Bayerischen Ständeversammlung) nach und war ab 1899 Mitglied der Liberalen Vereinigung. 1904 schied er aus dem Parlament aus.
  5. 5,0 5,1 Ludwig Hans: Germersheimer Bezirksamtmänner des ausgehenden 19. und frühen 20. Jahrhunderts: Biografische Anmerkungen zu Emmerich Joseph von Moers, Gustav Ott und Eduard Stumm. In: Schriftenreihe zur Geschichte des Landkreises Germersheim . Band 3, 2014, S. 123–144.
  6. Müller, Karl. Bayerische Landesbibliothek Online, 11. September 2012, abgerufen am 31. August 2013.
  7. 7,0 7,1 Ludwig Hans: Von Landkommissären, Bezirksamtmännern und Landräten. In: Schriftenreihe zur Geschichte des Landkreises Germersheim . Band 1, 2010, S. 323–330.
  8. KommWis, Stand: 28. Februar 2015
  9. Ergebnisse der Volkszählung im Königreiche Bayern vom 1. Dezember 1871 nach einzelnen Gemeinden, 1873, S. 64 f.
  10. 10,0 10,1 10,2 Amtsblatt des Landkreises Germersheim, Ausgabe 17/2009. Landkreis Germersheim, 16. Juni 2009, abgerufen am 10. September 2014.
  11. 11,0 11,1 Kreistagswahl Landkreis Germersheim 2014 – Endergebnis. Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz, 28. Mai 2014, abgerufen am 6. August 2014.
  12. Kommunalwahlen: Ergebnisse der Ratswahlen. Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz, 2004, abgerufen am 10. September 2014.
  13. Wahlen 1999: Nachgewiesene Ergebnisse der Wählergruppen in einer Summe.
  14. Wahlen 2004: Summe der Ergebnisse von bis zu drei Wählergruppen.
  15. http://www.rheinpfalz.de/lokal/pfaelzer-tageblatt/artikel/kreistag-waehlt-neue-beigeordnete/
  16. Aus Kreis und Region: Partnerkreis Krotoszyn feiert 15. Jahrestag der Landkreisbildung - Delegation zu Festakt eingeladen, Germersheimer Stadtanzeiger #47/2013, 22. November 2013, S. 30
  17. Hafen Germersheim. Stadtwerke Germersheim, abgerufen am 10. September 2014.
  18. Rheinfähre Leimersheim. www.rheinfaehre-leimersheim.de, abgerufen am 10. September 2014.

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Landkreis Germersheim (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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