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Landkreis Esslingen


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Region: Stuttgart
Verwaltungssitz: Esslingen am Neckar
Fläche: 641,49 km²
Einwohner: 516.779 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 806 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: ES, NT
Kreisschlüssel: 08 1 16
Kreisgliederung: 44 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Pulverwiesen 11
73728 Esslingen
Webpräsenz: www.landkreis-esslingen.de
Landrat: Heinz Eininger (CDU)
}

Der Landkreis Esslingen ist ein Landkreis in Baden-Württemberg. Er gehört zur Region Stuttgart im Regierungsbezirk Stuttgart.

Bis zum 15. Oktober 1964 wurde der Name des Landkreises amtlich Landkreis Eßlingen geschrieben.

Geografie

Lage

Der Landkreis Esslingen wird vom Neckar, der von Südwesten kommend in das Kreisgebiet eintritt, in zwei Teile geteilt. Der westliche Teil umfasst überwiegend die Filder-Hochebene, der östliche Teil hat Anteil an den Ausläufern der Schwäbischen Alb und am Schurwald (Teil des schwäbisch-fränkischen Berglandes). Im Kreisgebiet mündet die Fils bei Plochingen in den Neckar, der bei Esslingen-Mettingen das Kreisgebiet in Richtung Stuttgart wieder verlässt. Der Wasserspiegel des Neckars bei Mettingen stellt mit 229 m ü. NN den tiefsten Punkt des Kreisgebietes dar, der mit 830 m ü. NN höchste Punkt befindet sich im Brucker Hölzle bei Bissingen-Ochsenwang.

Orte

Die Liste der Orte im Landkreis Esslingen enthält die ungefähr 185 Orte (Städte, Dörfer, Weiler, Höfe, Wohnplätze) des Landkreises Esslingen, soweit sie geografisch getrennt sind.

Nachbarkreise

Der Landkreis Esslingen grenzt im Uhrzeigersinn im Norden beginnend an die Landkreise Rems-Murr-Kreis, Göppingen, Reutlingen und Böblingen sowie an den Stadtkreis Stuttgart.

Natur

Der Landkreis Esslingen besitzt die nachfolgenden Naturschutzgebiete. Nach der Schutzgebietsstatistik der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden Württemberg (LUBW)[2] stehen 2320,57 Hektar der Kreisfläche unter Naturschutz, das sind 3,62 Prozent.

  1. Alter Neckar: 21,3 ha; Gemarkungen Esslingen am Neckar und Altbach
  2. Am Rank (Röhmsee): 13 ha; Gemarkung Unterensingen
  3. Denkendorfer Erlachsee: 4,4 ha; Gemarkung Denkendorf
  4. Eichhalde: 85 ha; Gemarkung Bissingen an der Teck
  5. Erkenbergwasen: 15,7 ha; Gemarkung Neidlingen
  6. Grienwiesen (Schülesee): 11,5 ha; Gemarkung Unterensingen
  7. Häslachwald: 53,6 ha (davon 8,6 ha im Kreis Esslingen); Stadt Ostfildern - Gemarkung Kemnat
  8. Jusi/Auf dem Berg: 48,9 ha; Gemarkungen Kohlberg und Kappishäusern
  9. Krähenhäule: 5,3 ha; Gemarkung Esslingen am Neckar
  10. Kurzer Wasen/Roter Wasen: 29,1 ha; Gemarkung Weilheim an der Teck
  11. Limburg: 161,5 ha; Gemarkung Weilheim an der Teck
  12. Musberger Eichberg: 14,4 ha; Gemarkung Leinfelden-Echterdingen
  13. Nägelestal: 20,0 ha; Gemarkung Kirchheim unter Teck
  14. Neckarwasen: 13,3 ha; Gemarkungen Köngen und Wendlingen am Neckar
  15. Neuffener Heide: 16,9 ha; Gemarkung Neuffen
  16. Neuffener Hörnle-Jusenberg: 48,0 ha; Gemarkung Neuffen
  17. Oberes Lenninger Tal mit Seitentälern: 593 ha; Gemeinde Lenningen - Gemarkungen Gutenberg und Oberlenningen
  18. Randecker Maar mit Zipfelbachschlucht: 110,0 ha; Gemarkungen Ochsenwang und Hepsisau
  19. Schaichtal: 467,8 ha; Gemarkungen Aich, Grötzingen und Neuenhaus, Altenriet und Schlaitdorf, Waldenbuch (Landkreis Böblingen), Walddorf und Häslach (Landkreis Reutlingen) und Dettenhausen (Landkreis Tübingen)
  20. Schönrain: 7,1 ha; Gemarkung Neckartenzlingen
  21. Schopflocher Moor (Torfgrube): 50,4 ha; Gemeinde Lenningen - Gemarkungen Schopfloch und Ochsenwang
  22. Siebenmühlental: 98,5 ha; 52,6 ha auf den Gemarkungen Filderstadt und Leinfelden-Echterdingen im Landkreis Esslingen und 45,8 ha auf den Gemarkungen Steinenbronn und Waldenbuch im Landkreis Böblingen
  23. Stettener Bach: 49,6 ha; Gemarkung Esslingen am Neckar und Schanbach
  24. Teck: 386,0 ha; Gemarkungen Bissingen an der Teck, Dettingen unter Teck, Unterlenningen und Owen
  25. Tobeltal mit Mittagsfels und Wielandstein: 151,4 ha; Gemeinde Lenningen, Gemarkung Oberlenningen
  26. Unter dem Burz: 26,9 ha; Gemarkung Neidlingen
  27. Wernauer Baggerseen: 32,1 ha; Gemarkungen Köngen, Wendlingen am Neckar und Wernau (Neckar)
  28. Wernauer Lehmgrube: 5,5 ha; Gemarkung Wernau (Neckar)
  29. Wiestal mit Rauber: 136,5 ha; Gemarkungen Jesingen, Holzmaden und Ohmden

Geschichte

Der Landkreis Esslingen geht zurück auf das alte württembergische Oberamt Eßlingen, das 1803 nach Übergang der ehemals freien Reichsstadt Eßlingen an Württemberg errichtet wurde. Im Laufe der Geschichte wurde es mehrmals verändert. Ab 1810 gehörte es zur Landvogtei Rothenberg und ab 1818 zum Neckarkreis, der 1924 aufgelöst wurde. 1934 wurde das Oberamt in Kreis Eßlingen umbenannt, und nach dem Gesetz über die Landeseinteilung vom 24. April 1938 wurde der nunmehrige Landkreis Eßlingen zum 1. Oktober 1938 um einige Gemeinden des aufgelösten Amtsoberamts Stuttgart sowie der Kreise Schorndorf, Kirchheim unter Teck und Göppingen vergrößert.

Am 16. Oktober 1964 genehmigte die Landesregierung die Änderung der bisherigen Schreibung in die heutige Schreibweise Landkreis Esslingen.

Bei der Kreisreform wurde der Landkreis Esslingen am 1. Januar 1973 um den Landkreis Nürtingen (ohne Grafenberg) vergrößert.[3]

Am 1. Januar 1975 kamen noch die Stadt Leinfelden und die Gemeinde Musberg vom Landkreis Böblingen hinzu. Damit erreichte er seine heutige Ausdehnung.

Nach Abschluss der Gemeindereform umfasst der Landkreis Esslingen noch 44 Gemeinden, darunter 13 Städte und hiervon wiederum sechs Große Kreisstädte (Esslingen am Neckar, Filderstadt, Kirchheim unter Teck, Leinfelden-Echterdingen, Nürtingen und Ostfildern). Die größte Stadt des Kreises ist Esslingen am Neckar, die kleinste Gemeinde ist Altdorf bei Nürtingen. 1980 verübten deutsche Rechtsradikale der Deutsche Aktionsgruppen einen Bombenschlag auf das Landratsamt Esslingen sowie auf das Wohnhaus des Landrats[4].

Einwohnerentwicklung

Die Einwohnerzahlen sind Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen des Statistischen Landesamts Baden-Württemberg (nur Hauptwohnsitze). Die Bevölkerungsentwicklung vor 1973 beinhaltet die Summe der Einwohner auch der Gemeinden, die heute zum Kreis Esslingen gehören, früher aber anderen Verwaltungseinheiten (Oberämtern, Landkreisen) zugeordnet waren.

Datum Einwohner
1. Dezember 1871 ¹ 102.977
1. Dezember 1900 ¹ 123.690
17. Mai 1939 ¹ 177.405
31. August 1950 ¹ 255.596
27. Mai 1970 ¹ 424.611
Datum Einwohner
31. Dezember 1973 450.515
31. Dezember 1975 450.232
31. Dezember 1980 460.156
31. Dezember 1985 456.362
27. Mai 1987 ¹ 460.429
Datum Einwohner
31. Dezember 1990 480.436
31. Dezember 1995 490.169
31. Dezember 2000 500.666
31. Dezember 2005 514.245
31. Dezember 2010 514.830

Mit etwa 515.000 Einwohnern steht der Landkreis Esslingen bezogen auf die Bevölkerung an sechster Stelle in Deutschland, knapp hinter dem Landkreis Ludwigsburg, der ihn im ersten Quartal 2007 von der fünften Position verdrängte.

Politik

Der Landkreis wird vom Kreistag und vom Landrat verwaltet.

Kreistag

Der Kreistag wird von den Wahlberechtigten im Landkreis auf fünf Jahre gewählt. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 führte zu folgendem vorläufigen Ergebnis. Das amtliche Endergebnis wird vom Statistischen Landesamt gegen Ende des Jahres bekannt gegeben.

Parteien und Wählergemeinschaften %
2014
Sitze
2014
%
2009
[5]
Sitze
2009
[6]
%
2004
Sitze
2004
%
1999
Sitze
1999
%
1994
Sitze
1994
%
1989
Sitze
1989
Kreistagswahl 2014
Wahlbeteiligung: 49,71 %
 %
30
20
10
0
28,87 %
23,85 %
21,03 %
15,30 %
4,78 %
3,77 %
1,98 %
0,42 %
n. k.
L. E. Bürger
UFB
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   2
   0
  -2
  -4
+1,57 %p
+0,05 %p
-0,47 %p
+0,80 %p
-2,32 %p
+1,67 %p
-0,82 %p
+0,42 %p
-0,8 %p
L. E. Bürger
UFB
Expression-Fehler: Unerwartete schließende eckige Klammer
FW Freie Wähler im Landkreis Esslingen 28,87 30 27,3 29 - - - - - - - -
WG Wählervereinigungen - - - - 25,1 27 28,1 30 27,3 30 27,8 38
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 23,85 23 23,8 25 30,4 31 31,1 31 25,1 26 25,1 34
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 21,03 19 21,5 20 22,3 21 23,9 21 25,5 24 25,5 32
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 15,3 14 14,5 14 12,7 12 9,4 9 12,8 12 10,7 14
FDP Freie Demokratische Partei 4,78 5 7,1 7 4,9 5 3,1 3 3,9 4 4,9 5
LINKE Die Linke 3,77 3 2,1 1 - - - - - - - -
REP Die Republikaner 1,98 2 2,8 3 4,7 4 4,4 4 5,4 5 5,8 6
L.E.Bürger Liste engagierter Bürger 0,42 - - - - - - - - -
UFB Unabhängige Freie Bürger 0,8 1 - - - - - - - -
Sonst. Sonstige - - - - - - 0,1 - 0,3 -
gesamt 100,0 96 100,0 100 100,0 100 100,0 98 100,0 101 100,0 129
Wahlbeteiligung 49,71 % 52,8 % 53,8 % 54,3 % 68,2 % 60,5 %
  • WG: Wählervereinigungen, da sich die Ergebnisse von 1989 bis 2004 nicht auf einzelne Wählergruppen aufschlüsseln lassen.
Sitzverteilung im Kreistag
3
19
14
30
5
23
2
19 14 30 23 

Landrat

Der Kreistag wählt den Landrat für eine Amtszeit von 8 Jahren. Dieser ist gesetzlicher Vertreter und Repräsentant des Landkreises sowie Vorsitzender des Kreistags und seiner Ausschüsse, hat aber kein Stimmrecht in den Gremien. Er leitet das Landratsamt und ist Beamter des Kreises.

Zu seinem Aufgabengebiet zählen die Vorbereitung der Kreistagssitzungen sowie seiner Ausschüsse. Er beruft Sitzungen ein, leitet diese und vollzieht die dort gefassten Beschlüsse. Sein Stellvertreter ist der Erste Landesbeamte.

Die Oberamtmänner des früheren Oberamts Eßlingen von 1803 bis 1938 sind im Artikel Oberamt Eßlingen dargestellt.
Die Oberamtmänner des früheren Oberamts Nürtingen von 1805 bis 1938 sind im Artikel Oberamt Nürtingen dargestellt.
Die Landräte des früheren Landkreises Nürtingen von 1938 bis 1973 sind im Artikel Landkreis Nürtingen dargestellt.

Wappen

Das Wappen des Landkreises Esslingen zeigt in Gold über einem von Schwarz und Gold mit Teilungen schräggerauteten (geweckten) Schildfuß einen rot bewehrten und rot bezungten schwarzen Adler, belegt mit einem goldenen Hifthorn an goldener Fessel. Das Wappen wurde dem Landkreis Esslingen am 13. August 1975 durch das Innenministerium Baden-Württemberg verliehen.

Das Wappen wurde aus den Wappensymbolen der früheren Landkreise bzw. Herrschaften entnommen. Der Adler symbolisiert die ehemals freie Reichsstadt Esslingen, Rauten und Hifthorn sind dem alten Kreiswappen von Nürtingen entnommen, wobei die Rauten die Herrschaft Teck (u. a. Stadt Kirchheim unter Teck) und das Hifthorn die Stadt Nürtingen versinnbildlichen.

Vor der Kreisreform hatte der (alte) Landkreis Esslingen ein anderes Wappen. Es zeigte in Gold unter einer liegenden schwarzen Hirschstange einen rot bewehrten schwarzen Adler, dessen Brust mit drei nebeneinander stehenden grünen Schildchen belegt war. Dieses Wappen war dem Landkreis Esslingen am 1. Oktober 1951 durch die Landesregierung von Württemberg-Baden verliehen worden. Der Adler sollte auf die ehemalige Reichsstadt Esslingen, die Hirschstange auf die Zugehörigkeit zu Württemberg und die drei Schildchen auf die drei Landschaften im Kreisgebiet (Schurwald, Filder und Neckartal) hinweisen.

Siehe auch: Liste der Wappen im Landkreis Esslingen

Partnerschaften

Der Landkreis Esslingen unterhält seit 1983 eine Partnerschaft mit der Stadt Givatayim in Israel. Weitere Partnerschaften bestehen mit dem Landkreis München seit 1979, dem Landkreis Leipzig seit 1990 und dem Landkreis Pruszków in Polen seit 2001.

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft

Die beschäftigungsintensivsten Branchen im Landkreis Esslingen sind nach Informationen des Statistischen Landesamtes:

  • Fahrzeugherstellung mit 14.500 Beschäftigten
  • Gesundheits-, Veterinär- und Sozialwesen mit 13.100 Beschäftigten.[7]
  • Maschinenbau mit 23.300 Beschäftigten
  • Unternehmensnahe Dienstleistungen mit 14.100 Beschäftigten

Verkehr

Flughafen

Der Flughafen Stuttgart liegt am östlichen Rand des Stadtgebiets von Leinfelden-Echterdingen. Die Start- und Landebahnen befinden sich größtenteils auf der Gemarkung von Filderstadt-Bernhausen.

Öffentlicher Nahverkehr

Von Stuttgart verkehrte schon 1845 die spätere Württembergische Staatsbahn zur Kreisstadt Esslingen, 1846 weiter bis Plochingen und 1847 als Filsbahn zur Albüberquerung in Richtung Geislinger Steige–Ulm.

Von Plochingen schloss sich 1859 die Neckar-Alb-Bahn am Neckar entlang nach Nürtingen–Reutlingen an. Von dieser zweigte 1864 in Wendlingen (damals Unterboihingen) die Teckbahn der Kirchheimer Eisenbahn-Gesellschaft ab, die 1899 von der Staatsbahn bis Oberlenningen verlängert wurde. Eine weitere, mittlerweile stillgelegte, Nebenbahn war die 1908 eröffnete Bahnstrecke Kirchheim (Teck) Süd–Weilheim (Teck).

Die Tälesbahn Nürtingen–Neuffen gehört seit ihrer Eröffnung im Jahre 1900 der Württembergischen Eisenbahn-Gesellschaft.

Auf den am Südrande Stuttgarts gelegenen Fildern entwickelte sich in über einhundert Jahren ein vielfältiges Nahverkehrssystem, die Filderbahn-Gesellschaft. Die von 1989 bis 1993 in Betrieb genommene S-Bahn (S2 und S3) zum Flughafen Stuttgart benutzt in Leinfelden-Echterdingen teilweise die Trasse der 1920 von der Deutschen Reichsbahn eröffneten Linie Vaihingen–Echterdingen, von der 1928 in Leinfelden ein Strang nach Waldenbuch abzweigte. Im Herbst 2001 wurde die Strecke der S2 vom Flughafen bis Filderstadt-Bernhausen verlängert.

In Echterdingen knüpfte man an die Linie Möhringen–Neuhausen an, die von der Filderbahn-Gesellschaft 1897 in Meterspur erbaut und 1902 auf Normalspur umgestellt worden war. Das Teilstück Möhringen–Echterdingen wurde ersetzt durch eine Verbindung Möhringen–Leinfelden, die 1928 als elektrische Überlandbahn in Meterspur neu gebaut und – parallel zur Normalspurbahn nach Neuhausen – bis Echterdingen Ort verlängert worden ist. Seit 1990 verkehrt stattdessen von Stuttgart eine normalspurige Stadtbahn (Linie U5) nur bis Leinfelden Bahnhof, von wo die S-Bahn weiterführt.

In Esslingen wurde 1912 die Straßenbahn Esslingen am Neckar eröffnet, die 1919 eine Verbindung mit dem Netz der Stuttgarter Straßenbahnen (SSB) herstellte. Sie ist 1944 durch den Oberleitungsbus Esslingen am Neckar ersetzt worden. Im Jahre 1926 kam noch die Straßenbahn Esslingen–Nellingen–Denkendorf dazu, die bis 1978 ebenfalls auf die Filderhöhe hinauffuhr; von Nellingen nach Neuhausen zweigte seit 1929 eine weitere Linie ab.

Im Bereich der Eisenbahnen wurden lediglich zwei kürzere Streckenabschnitte stillgelegt:

  • 1955: Leinfelden–Musberg–Waldenbuch (Siebenmühlentalbahn, 11,7 km)
  • 1982: Kirchheim Süd–Holzmaden–Weilheim (7,7 km)

Im Jahre 2000 wurde von den SSB die Stadtbahn Stuttgart–Nellingen eröffnet.

Verantwortlich für den ÖPNV ist der Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (VVS).

Individualverkehr

Durch das Kreisgebiet führt in west-östlicher Richtung die Bundesautobahn 8 StuttgartUlm. Die wichtigsten Bundesstraßen sind die B 10 Stuttgart–Ulm, die B 27 Stuttgart–Tübingen, die B 312 Flughafen–Reutlingen und die B 313 Plochingen–Reutlingen.

Kreiseinrichtungen

Der Landkreis Esslingen ist Schulträger folgender Beruflichen Schulen: Friedrich-Ebert-Schule (Gewerbliche Schule) Esslingen, John-F.-Kennedy-Schule (Kaufmännische Schule) Esslingen, Käthe-Kollwitz-Schule (Hauswirtschaftliche Schule) Esslingen, Max-Eyth-Schule (Gewerbliche Schule) Kirchheim unter Teck, Jakob-Friedrich-Schöllkopf-Schule (Kaufmännische Schule) Kirchheim unter Teck, Philipp-Matthäus-Hahn-Schule (Gewerbliche Schule) Nürtingen, Otto-Umfrid-Schule (Gewerbliche Schule) Nürtingen, Albert-Schäffle-Schule (Kaufmännische Schule) Nürtingen und Fritz-Ruoff-Schule (Hauswirtschaftliche und Landwirtschaftliche Schule) Nürtingen, ferner der Rohräckerschulen Esslingen (Schulen für Geistigbehinderte, Körperbehinderte und Sprachbehinderte jeweils mit Schulkindergarten sowie Schule für Kranke in längerer Krankenhausbehandlung), der Bodelschwinghschule für Geistigbehinderte Nürtingen mit Schulkindergarten. In Dettingen unter Teck wurde eine weitere Schule für Geistig- und Sprachbehinderte mit Schulkindergarten gebaut.

Der Landkreis Esslingen ist auch Gesellschafter der Kreiskliniken Esslingen gGmbH. Diese Gesellschaft ist Träger des Paracelsus-Krankenhauses Ruit in Ostfildern-Ruit und des Klinikums Kirchheim-Nürtingen mit den Klinikstandorten Kirchheim unter Teck und Nürtingen. Das Klinikum Kirchheim-Nürtingen sowie das Paracelsus-Krankenhaus Ruit sind Akademische Lehrkrankenhäuser der Universität Tübingen.

Städte und Gemeinden

Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaften bzw. Gemeindeverwaltungsverbände

  1. Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Kirchheim unter Teck mit den Gemeinden Dettingen unter Teck und Notzingen
  2. Gemeindeverwaltungsverband Lenningen mit Sitz in Lenningen; Mitgliedsgemeinden: Gemeinden Lenningen und Erkenbrechtsweiler sowie Stadt Owen
  3. Gemeindeverwaltungsverband Neckartenzlingen mit Sitz in Neckartenzlingen; Mitgliedsgemeinden: Altdorf, Altenriet, Bempflingen, Neckartailfingen, Neckartenzlingen und Schlaitdorf
  4. Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Neuffen mit den Gemeinden Beuren und Kohlberg
  5. Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Nürtingen mit den Gemeinden Frickenhausen, Großbettlingen, Oberboihingen, Unterensingen und Wolfschlugen
  6. Gemeindeverwaltungsverband Plochingen mit Sitz in Plochingen; Mitgliedsgemeinden: Stadt Plochingen und Gemeinden Altbach und Deizisau
  7. Gemeindeverwaltungsverband Reichenbach an der Fils mit Sitz in Reichenbach an der Fils; Mitgliedsgemeinden: Baltmannsweiler, Hochdorf, Lichtenwald und Reichenbach an der Fils
  8. Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Weilheim an der Teck mit den Gemeinden Bissingen an der Teck, Holzmaden, Neidlingen und Ohmden
  9. Gemeindeverwaltungsverband Wendlingen am Neckar mit Sitz in Wendlingen am Neckar; Mitgliedsgemeinden: Stadt Wendlingen am Neckar und Gemeinde Köngen
Städte im Landkreis Esslingen
Stadt Wappen Fläche
km²
Einwohner
31. Dez. 2013
EW-Dichte
EW je km²
Höhe
über NN
Aichtal 23,64 9.665 409 311
Esslingen am Neckar, Große Kreisstadt 46,43 90.378 1.947 241
Filderstadt, Große Kreisstadt 38,54 44.721 1.160 388
Kirchheim unter Teck, Große Kreisstadt 40,47 39.396 973 350
Leinfelden-Echterdingen, Große Kreisstadt 29,90 38.266 1.280 432
Neuffen 17,45 6.085 349 408
Nürtingen, Große Kreisstadt 46,90 39.960 852 291
Ostfildern, Große Kreisstadt 22,81 37.785 1.657 312
Owen 9,70 3.404 351 391
Plochingen 10,65 13.809 1.297 276
Weilheim an der Teck 26,51 9.779 369 385
Wendlingen 12,15 15.670 1.290 294
Wernau (Neckar) 10,90 12.200 1.119 255
Gemeinden im Landkreis Esslingen
Gemeinde Wappen Fläche
km²
Einwohner
31. Dez. 2013
EW-Dichte
EW je km²
Höhe
über NN
Aichwald 14,68 7.460 508 450
Altbach 3,35 5.974 1.783 247
Altdorf 3,25 1.608 495 356
Altenriet 3,35 1.918 573 403
Baltmannsweiler 18,54 5.621 303 453
Bempflingen 6,27 3.403 543 336
Beuren 11,69 3.508 300 435
Bissingen an der Teck 17,06 3.395 199 415
Deizisau 6,27 6.720 1.072 270
Denkendorf 13,06 10.588 811 291
Dettingen unter Teck 15,13 5.888 389 352
Erkenbrechtsweiler 6,93 2.109 304 702
Frickenhausen 11,35 8.729 769 323
Großbettlingen 4,23 4.300 1.017 358
Hochdorf 7,75 4.620 596 292
Holzmaden 3,09 2.167 701 356
Kohlberg 4,39 2.287 521 476
Köngen 12,52 9.632 769 281
Lenningen 41,44 7.942 192 449
Lichtenwald 10,81 2.513 232 467
Neckartailfingen 8,26 3.684 446 282
Neckartenzlingen 9,03 6.491 719 289
Neidlingen 12,62 1.811 144 456
Neuhausen auf den Fildern 12,47 11.583 929 320
Notzingen 7,70 3.574 464 316
Oberboihingen 6,31 5.399 856 276
Ohmden 5,55 1.721 310 363
Reichenbach an der Fils 7,43 8.197 1.103 276
Schlaitdorf 7,31 1.853 253 401
Unterensingen 7,56 4.677 619 288
Wolfschlugen 7,12 6.289 883 371

Städte und Gemeinden vor der Kreisreform

Vor der Kreisreform am 1. Januar 1973 und vor der Gemeindereform gehörten zum (alten) Landkreis Esslingen seit 1938 insgesamt 33 Gemeinden, darunter zwei Städte. 1938 war aus den Gemeinden Pfauhausen und Steinbach die Gemeinde Wernau (Neckar) gebildet worden, die 1968 zur Stadt erhoben wurde. 1942 wurden die Gemeinden Plieningen und Birkach in die Stadt Stuttgart eingemeindet.

Am 7. März 1968 stellte der Landtag von Baden-Württemberg die Weichen für eine Gemeindereform. Mit dem Gesetz zur Stärkung der Verwaltungskraft kleinerer Gemeinden war es möglich, dass sich kleinere Gemeinden freiwillig zu größeren Gemeinden vereinigen konnten. Den Anfang im alten Landkreis Esslingen machten am 1. Januar 1971 die Gemeinden Hegenlohe und Thomashardt, die sich zur neuen Gemeinde Lichtenwald vereinigten. In der Folgezeit reduzierte sich die Zahl der Gemeinden stetig. Alle verbliebenen Gemeinden des alten Landkreises Esslingen gingen am 1. Januar 1973 im neuen vergrößerten Landkreis Esslingen auf.

Die größte Gemeinde des alten Landkreises Esslingen war die Kreisstadt Esslingen am Neckar, die seit dem 1. April 1956 Große Kreisstadt ist. Die kleinste Gemeinde war Hegenlohe.

Der alte Landkreis Esslingen umfasste zuletzt eine Fläche von 253 km² und hatte bei der Volkszählung 1970 insgesamt 251.141 Einwohner.

In der Tabelle wird die Einwohnerentwicklung des alten Landkreises Esslingen bis 1970 angegeben. Alle Einwohnerzahlen sind Volkszählungsergebnisse.

Datum Einwohner
17. Mai 1939 101.565
13. September 1950 145.189
Datum Einwohner
6. Juni 1961 198.579
27. Mai 1970 251.141

Es folgt eine Liste der Gemeinden des alten Landkreises Esslingen vor der Gemeindereform. Alle Gemeinden gehören auch heute noch zum Landkreis Esslingen.[3]

frühere Gemeinde heutige Gemeinde Einwohner
am 6. Juni 1961
Aichelberg Aichwald 950
Aichschieß Aichwald 972
Altbach Altbach 4.168
Baltmannsweiler Baltmannsweiler 1.708
Berkheim Esslingen am Neckar 4.613
Bernhausen Filderstadt 5.914
Bonlanden auf den Fildern Filderstadt 3.630
Deizisau Deizisau 4.037
Denkendorf Denkendorf 6.423
Echterdingen Leinfelden-Echterdingen 6.583
Esslingen am Neckar, Große Kreisstadt Esslingen am Neckar 83.236
Harthausen Filderstadt 1.593
Hegenlohe Lichtenwald 475
Hochdorf Hochdorf 2.436
Hohengehren Baltmannsweiler 980
Kemnat Ostfildern 2.868
Köngen Köngen 5.923
Nellingen auf den Fildern Ostfildern 8.286
Neuhausen auf den Fildern Neuhausen auf den Fildern 5.814
Plattenhardt Filderstadt 3.633
Plochingen, Stadt Plochingen 11.358
Reichenbach an der Fils Reichenbach an der Fils 6.495
Ruit auf den Fildern Ostfildern 4.223
Schanbach Aichwald 744
Scharnhausen Ostfildern 2.177
Sielmingen Filderstadt 3.503
Stetten auf den Fildern Leinfelden-Echterdingen 2.567
Thomashardt Lichtenwald 545
Wernau (Neckar) Wernau (Neckar) 9.330
Zell am Neckar Esslingen am Neckar 3.395

Kfz-Kennzeichen

Am 1. Juli 1956 wurde dem Landkreis bei der Einführung der bis heute gültigen Kfz-Kennzeichen das Unterscheidungszeichen ES zugewiesen. Es wird durchgängig bis heute ausgegeben. Seit dem 10. November 2014 ist auch das Unterscheidungszeichen NT (Nürtingen) erhältlich.

Literatur

  • Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden (in acht Bänden). Hrsg. von der Landesarchivdirektion Baden-Württemberg, Band III: Regierungsbezirk Stuttgart – Regionalverband Mittlerer Neckar, Stuttgart, 1978, ISBN 3-17-004758-2.
  • Landkreis Esslingen (Hrsg.): Der Kreis Esslingen, Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 1978, ISBN 3-8062-0171-4.
  • Die Amtsvorsteher der Oberämter, Bezirksämter und Landratsämter in Baden-Württemberg 1810 bis 1972. Hrsg. von der Arbeitsgemeinschaft der Kreisarchivare beim Landkreistag Baden-Württemberg, Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 1996, ISBN 3-8062-1213-9.
  • Der Landkreis Esslingen. Hrsg. vom Landesarchiv Baden-Württemberg i. V. mit dem Landkreis Esslingen, Jan Thorbecke Verlag, Ostfildern 2009, ISBN 978-3-7995-0842-1.
  • Die Naturschutzgebiete im Regierungsbezirk Stuttgart. Hrsg. von Reinhard Wolf. Jan Thorbecke Verlag, Stuttgart 2002. ISBN 3-7995-5173-5.

Weblinks

 Commons: Landkreis Esslingen  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Bevölkerungsentwicklung in den Gemeinden Baden-Württembergs 2014 (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Schutzgebietsstatistik der LUBW
  3. 3,0 3,1 Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- u. Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen u. Reg.-Bez. vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 448 und 460 f.
  4. Bayerische Zeitschrift für Politik und Geschichte
  5. [1] Stimmenverteilung der Kreistagswahlen 1989-2009
  6. [2] Sitzverteilung der Kreistagswahlen 1989-2009
  7. Staatsanzeiger Nr. 1 v. 16. Januar 2009, Seite 19.


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