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Landkreis Bernburg


Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Für den Kreis Bernburg in der DDR siehe ebenda.
Wappen Deutschlandkarte
p1
Basisdaten (Stand 2007)
Bundesland: Sachsen-Anhalt
Verwaltungssitz: Bernburg (Saale)
Fläche: 413,63 km²
Einwohner: 64.372 (31. Dez. 2006)
Bevölkerungsdichte: 156 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: BBG
Kreisschlüssel: 15 1 53
Kreisgliederung: 24 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Karlsplatz 37
06406 Bernburg
Landrat: Ulrich Gerstner (SPD)
}
Kreistagswahl 2004[1]
Wahlbeteiligung: 40,7 % (1999: 46,9 %)
 %
40
30
20
10
0
36,2 %
23,5 %
20,8 %
12,9 %
3,0 %
2,6 %
1,1 %
keine
CUWG f
UWVB g
Sonst.
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 1999
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
-1,5 %p
+4,7 %p
-5,8 %p
+1,5 %p
-0,3 %p
+1,4 %p
+1,1 %p
-1,0 %p
CUWG f
UWVB g
Sonst.
Anmerkungen:
f Cönneraner UWG
g UWV Bernburg
Expression-Fehler: Unerwartete schließende eckige Klammer

Der Landkreis Bernburg war ein Landkreis in der südlichen Mitte des Bundeslandes Sachsen-Anhalt. Am 1. Juli 2007 ging er im Rahmen der Kreisgebietsreform in Sachsen-Anhalt im neuen Salzlandkreis auf.

Geographie

Das Gebiet des ehemaligen Landkreises, benannt nach seiner Kreisstadt Bernburg, lag am südlichen Rand der Magdeburger Börde an der Saale, ziemlich genau in der Mitte zwischen Halle (Saale) und Magdeburg. Er grenzte im Norden an den Landkreis Schönebeck, im Osten an den Landkreis Köthen, im Süden an den Saalkreis und im Westen an die Landkreise Mansfelder Land und Aschersleben-Staßfurt.

Geschichte

Im Herzogtum Anhalt wurde 1863 aus dem Landesteil Anhalt-Bernburg der Kreis Bernburg gebildet.[2] Nachdem 1918 aus dem Herzogtum Anhalt der Freistaat Anhalt geworden war, hieß der Kreis ab 1933 Landkreis Bernburg.[3] Gleichzeitig wurde 1933 die Stadt Bernburg 1933 kreisfrei.

Nach 1945 gehörte der Landkreis zunächst zur neugebildeten Provinz Sachsen-Anhalt, aus der 1947 das Land Sachsen-Anhalt wurde. Bei einer Kreisgebietsreform im Jahre 1950 wurden die Stadtkreise Aschersleben und Bernburg in den Landkreis Bernburg eingegliedert. 1952 kam es in der DDR zu einer umfassenden Kreisreform, bei der unter anderem die Länder de facto aufgelöst wurden und durch Bezirke ersetzt wurden. Der Landkreis Bernburg gab dabei Gebietsteile an die neuen Kreise Aschersleben, Staßfurt und Hettstedt ab. Aus dem verbliebenen Teil des Landkreises wurde zusammen mit Gemeinden der alten Landkreise Eisleben, Köthen und Saalkreis der neue Kreis Bernburg gebildet, der dem neugebildeten Bezirk Halle zugeordnet wurde.

Nach der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten wurde der Kreis Bernburg 1990 im wiedergegründeten Land Sachsen-Anhalt zum Landkreis Bernburg. Mit der Kreisreform Sachsen-Anhalt 1994 wurde die Stadt Güsten aus dem Landkreis Staßfurt dem Landkreis Bernburg angegliedert.

Bei der Kreisgebietsreform 2007 in Sachsen-Anhalt wurde der Landkreis Bernburg mit dem Landkreis Schönebeck und dem Landkreis Aschersleben-Staßfurt zum neuen Salzlandkreis fusioniert. Kreisstadt des neuen Landkreises wurde Bernburg. Als Landrat für den neuen Landkreis wurde in der Stichwahl am 6. Mai 2007 der Landrat des bisherigen Landkreises Bernburg, Ulrich Gerstner (SPD), mit knappem Vorsprung vor der Landrätin des bisherigen Landkreises Aschersleben-Staßfurt, Heike Brehmer (CDU), gewählt.

Politik

Wappen

Blasonierung: „In Silber ein schreitender schwarzer Bär mit silbernen Halsband und roter heraushängender Zunge auf einer schrägrechts aufsteigenden roten, schwarz gefugten Zinnenmauer mit geschlossenem Tor, das links schwarze Türbeschläge und rechts ein schwarzes Schloss enthält.“

Flagge

Die Flagge des Landkreises Bernburg war Rot-Grün-Weiß gestreift. Das Wappen war mittig auf die Flagge aufgelegt.

Wirtschaft

Im Gebiet des Landkreises Bernburg wurden Zuckerrüben angebaut, in Könnern befand sich die Diamant-Zucker-Fabrik GmbH. Die Rübenanbaufläche betrug 40.000 Hektar, die Verarbeitungskapazität 1,5 Millionen Tonnen pro Kampagne. Pro Tag konnten 16.500 Tonnen Zuckerrüben verarbeitet werden. Die Inbetriebnahme erfolgte 1993. Die Fabrik hatte 230 Beschäftigte, die Investitionssumme betrug rund 240 Millionen Euro.

Verkehr

Durch das ehemalige Kreisgebiet verläuft die Bundesautobahn 14.

Städte und Gemeinden

(Einwohner am 31. Dezember 2006)

Einheitsgemeinden

Verwaltungsgemeinschaften mit ihren Mitgliedsgemeinden

Sitz der Verwaltungsgemeinschaft *
  1. Bernburg (Saale), Stadt * (31.329)
  2. Gröna (588)
  1. Baalberge (1.405)
  2. Biendorf (820)
  3. Cörmigk (545)
  4. Edlau (497)
  5. Gerbitz (652)
  6. Gerlebogk (339)
  7. Latdorf (760)
  8. Neugattersleben (909)
  9. Nienburg (Saale), Stadt * (4.332)
  10. Peißen (1.244)
  11. Pobzig (401)
  12. Poley (656)
  13. Preußlitz (756)
  14. Wedlitz (425)
  15. Wiendorf (330)
  16. Wohlsdorf (519)
  1. Alsleben (Saale), Stadt (2.722)
  2. Güsten, Stadt * (4.037)
  3. Ilberstedt (1.191)
  4. Plötzkau (1.377)
  5. Schackstedt (437)

Gebietsveränderungen

Seit 1995 fanden im Landkreis Bernburg viele Gebietsveränderungen statt.

Von den ursprünglich 6 Verwaltungsgemeinschaften bestanden bei der Auflösung des Landkreises noch 3 Verwaltungsgemeinschaften. In der gleichen Zeit verringerte sich die Anzahl der Gemeinden von 33 auf 24.

Änderungen bei Verwaltungsgemeinschaften

Änderungen auf Gemeindeebene

Kfz-Kennzeichen

Anfang 1991 erhielt der Landkreis das Unterscheidungszeichen BBG. Es wurde bis zum 30. Juni 2007 ausgegeben. Seit dem 27. November 2012 ist es im Salzlandkreis erhältlich.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. http://www.stala.sachsen-anhalt.de/wahlen/kw04/erg/kreis/kw.15153.ergtab.frame.html
  2. HGIS Germany: Anhalt (1863–1914). Abgerufen am 22. Juni 2009 (PDF; 33 kB).
  3. Rolf Jehke: Territoriale Veränderungen in Deutschland. Abgerufen am 22. Mai 2009.

Kategorien: Geographie (Anhalt) | Ehemaliger Landkreis in Anhalt | Gegründet 1863 | Aufgelöst 2007 | Ehemaliger Landkreis in Sachsen-Anhalt | Ehemalige Verwaltungseinheit (Salzlandkreis)

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Landkreis Bernburg (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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