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Landkreis Bad Kreuznach


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Verwaltungssitz: Bad Kreuznach
Fläche: 863,72 km²
Einwohner: 155.944 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 181 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: KH
Kreisschlüssel: 07 1 33
Kreisgliederung: 118 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Salinenstraße 47
55543 Bad Kreuznach
Webpräsenz: kreis-badkreuznach.de
Landrat: Franz-Josef Diel (CDU)
}

Der Landkreis Bad Kreuznach ist eine Gebietskörperschaft im Zentrum von Rheinland-Pfalz. Sitz der Kreisverwaltung und zugleich bevölkerungsreichste Kommune ist die gleichnamige verbandsfreie Stadt Bad Kreuznach.

Geographie

Lage

Der Kreis Bad Kreuznach umfasst im Osten Teile des Rheinhessischen Tafel- und Hügellandes, im Süden des Nordpfälzer Berglandes und im Westen und Norden des Hunsrücks. Die Hauptachse im Kreis bildet die Nahe, welche von Westen durch Kirn, Bad Sobernheim und Bad Kreuznach fließt und den Kreis im Norden verlässt. Der Kreis Bad Kreuznach bildet mit Teilen des Landkreises Mainz-Bingen und des Donnersbergkreises das Weinbaugebiet Nahe.

Nachbarkreise

Der Landkreis grenzt im Uhrzeigersinn im Nordosten beginnend an die Landkreise Mainz-Bingen, Alzey-Worms, Donnersbergkreis, Kusel, Birkenfeld und Rhein-Hunsrück-Kreis.

Geschichte

Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts war das Gebiet des heutigen Landkreises Bad Kreuznach in verschiedene kleinere und größere Territorien aufgeteilt.

1794 wurde das Linke Rheinufer während des Ersten Koalitionskrieges besetzt, 1798 wurde das Gebiet von der französischen Direktorialregierung nach französischem Vorbild reorganisiert. Das Gebiet des späteren Kreises Kreuznach war bis 1814 in das Rhein-Mosel-Departement und das Saardepartement aufgeteilt. Nach dem Ende der französischen Herrschaft im linksrheinischen Gebiet (1814) wurde die Region auf dem Wiener Kongress (1815) dem Königreich Preußen zugesprochen. Unter der preußischen Verwaltung wurde 1816 der Kreis Kreuznach im Regierungsbezirk Koblenz neu gebildet, der von 1822 zur Rheinprovinz gehörte.

1932 wurde der Kreis Kreuznach mit dem Kreis Meisenheim zusammengelegt. Bei der Kreisreform wurde das Kreisgebiet am 7. Juni 1969 um einige Gemeinden der aufgelösten Landkreise Alzey, Bingen und Rockenhausen sowie des Landkreises Kusel und um die Gemeinde Kirnsulzbach des Landkreises Birkenfeld erweitert, musste allerdings auch einige Gemeinden, die zum Teil auch am Rhein lagen, an die neuen Landkreise Mainz-Bingen und Rhein-Hunsrück-Kreis abgeben. Der Name des Landkreises wurde dabei in Bad Kreuznach geändert. Am 7. November 1970 nahm der Landkreis noch fünf Gemeinden des Rhein-Hunsrück-Kreises auf und trat Genheim an den Landkreis Mainz-Bingen ab.[2]

Politik

Wahl des Bad Kreuznacher Kreistags 2014
Gewichtetes Ergebnis
 %
40
30
20
10
0
37,4
34,5
8,1
7,0
5,2
4,4
3,5
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
+0,4
+1,6
+0,1
-1,8
+5,2
-5,5
+0,1
Expression-Fehler: Unerwartete schließende eckige Klammer
Sitzverteilung im
Bad Kreuznacher Kreistag 2014
       

Kreistag

Der Kreistag des Landkreises Bad Kreuznach besteht aus 50 gewählten Mitgliedern und dem Landrat als Vorsitzendem. Im Kreistag bilden die CDU, die Grünen und die FWG eine Koalition. Die Kreistagswahl am 25. Mai 2014 führte zu folgendem Wahlergebnis:[3]

Parteien und Wählergemeinschaften %
2014
Sitze
2014
%
2009
Sitze
2009
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 37,4 19 37,0 19
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 34,5 17 32,9 16
Grüne Bündnis 90/Die Grünen 8,1 4 8,0 4
FWG Freie Wählergruppe Kreis Bad Kreuznach 7,0 3 8,8 4
AfD Alternative für Deutschland 5,2 3 - -
FDP Freie Demokratische Partei 4,4 2 9,9 5
Linke Die Linke 3,5 2 3,4 2
gesamt 100,0 50 100,0 50
Wahlbeteiligung in % 57,5 55,3

CDU, Grüne und FWG bilden seit 2014 im Kreistag eine Koalition. Sie haben damit eine Koalition von CDU, FDP und Grüne abgelöst, die wegen der Verluste der FDP nach der Kommunalwahl 2014 keine Mehrheit mehr hatte.[4]

Landräte

Der Landrat wird in direkter Wahl für acht Jahre gewählt. Bei der Wahl 2008 setzte sich Franz-Josef Diel (CDU) durch. Er trat sein Amt im Sommer 2009 an.

Wappen und Flagge

Der Landkreis Bad Kreuznach führt ein Wappen sowie eine Hiss- und Bannerflagge.

Wappenbeschreibung:

„Geteilt: oben in Schwarz ein wachsender, rot gekrönter und bewehrter goldener Löwe, unten in vier Reihen geschacht von Blau und Gold.“

Wappenbegründung:

Der Löwe symbolisiert die ehemals kurpfälzischen Gebietsteile, der untere Schildteil die Besitzungen der Vorderen Grafschaft Sponheim. Das Wappen wurde per 13. September 1939 genehmigt.

Partnerschaften

Wirtschaft und Infrastruktur

Der Landkreis ist landwirtschaftlich (Wein, Weizen, Raps, Gerste, Mais sowie Viehzucht) geprägt. Lediglich im Osten im Umkreis von Bad Kreuznach ist eine dichtere Konzentration von mittelständischen Unternehmen, vor allem in Produktion und Logistik, festzustellen. Wichtige Zweige sind neben Maschinenbau und Fertigung von Ersatzteilkomponenten vor allem die Weinindustrie, insbesondere Abfüll- und Kellertechnik. Auch der Tourismus spielt im Rahmen der Vermarktung des Naheweines, der Kurstädte Bad Kreuznach und Bad Münster am Stein-Ebernburg, Teilen des Nordpfälzer Berglandes sowie des Hunsrücks eine zunehmend wichtige Rolle.

Verkehr

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Im Osten des Landkreises Bad Kreuznach streift die Bundesautobahn 61 (Ludwigshafen–Koblenz) das Kreisgebiet. Ferner durchziehen die Bundesstraßen 41, 48, 421 und 428 den Landkreis. Ganz am südlichen Rand verläuft die B 420.

Städte und Gemeinden

(Einwohner am 31. Dezember 2014 [5])

Verbandsfreie Städte

Verbandsgemeinden mit ihren verbandsangehörigen Gemeinden:

(Sitz der Verbandsgemeinde *)
  1. Biebelsheim (648)
  2. Frei-Laubersheim (1039)
  3. Fürfeld (1543)
  4. Hackenheim (2083)
  5. Neu-Bamberg (922)
  6. Pfaffen-Schwabenheim (1277)
  7. Pleitersheim (324)
  8. Tiefenthal (126)
  9. Volxheim (1109)
  1. Altenbamberg (726)
  2. Duchroth (546)
  3. Feilbingert (1586)
  4. Hallgarten (792)
  5. Hochstätten (606)
  6. Niederhausen (541)
  7. Norheim (1511)
  8. Oberhausen an der Nahe (371)
  9. Traisen (562)
  1. Auen (184)
  2. Bad Sobernheim, Stadt * (6408)
  3. Bärweiler (234)
  4. Daubach (215)
  5. Ippenschied (151)
  6. Kirschroth (262)
  7. Langenthal (94)
  8. Lauschied (553)
  9. Martinstein (283)
  10. Meddersheim (1327)
  11. Merxheim (1442)
  12. Monzingen (1593)
  13. Nußbaum (455)
  14. Odernheim am Glan (1687)
  15. Rehbach (48)
  16. Seesbach (522)
  17. Staudernheim (1377)
  18. Weiler bei Monzingen (460)
  19. Winterburg (200)
  1. Bärenbach (510)
  2. Becherbach bei Kirn (397)
  3. Brauweiler (60)
  4. Bruschied (286)
  5. Hahnenbach (522)
  6. Heimweiler (391)
  7. Heinzenberg (29)
  8. Hennweiler (1227)
  9. Hochstetten-Dhaun (1626)
  10. Horbach (43)
  11. Kellenbach (252)
  12. Königsau (65)
  13. Limbach (303)
  14. Meckenbach (377)
  15. Oberhausen bei Kirn (904)
  16. Otzweiler (207)
  17. Schneppenbach (240)
  18. Schwarzerden (243)
  19. Simmertal (1875)
  20. Weitersborn (216)
  1. Bretzenheim (2582)
  2. Dorsheim (714)
  3. Guldental (2500)
  4. Langenlonsheim * (3724)
  5. Laubenheim (796)
  6. Rümmelsheim (1392)
  7. Windesheim (1777)
  1. Abtweiler (210)
  2. Becherbach (860)
  3. Breitenheim (404)
  4. Callbach (367)
  5. Desloch (361)
  6. Hundsbach (383)
  7. Jeckenbach (235)
  8. Lettweiler (225)
  9. Löllbach (208)
  10. Meisenheim, Stadt * (2853)
  11. Raumbach (370)
  12. Rehborn (726)
  13. Reiffelbach (228)
  14. Schmittweiler (197)
  15. Schweinschied (160)
  1. Allenfeld (193)
  2. Argenschwang (355)
  3. Bockenau (1235)
  4. Boos (381)
  5. Braunweiler (621)
  6. Burgsponheim (242)
  7. Dalberg (244)
  8. Gebroth (158)
  9. Gutenberg (969)
  10. Hargesheim (2776)
  11. Hergenfeld (503)
  12. Hüffelsheim (1349)
  13. Mandel (896)
  14. Münchwald (296)
  15. Oberstreit (277)
  16. Roxheim (2387)
  17. Rüdesheim * (2662)
  18. Sankt Katharinen (366)
  19. Schloßböckelheim (385)
  20. Sommerloch (425)
  21. Spabrücken (1163)
  22. Spall (171)
  23. Sponheim (784)
  24. Waldböckelheim (2177)
  25. Wallhausen (1544)
  26. Weinsheim (1848)
  27. Winterbach (466)
  1. Daxweiler (771)
  2. Dörrebach (691)
  3. Eckenroth (226)
  4. Roth (281)
  5. Schöneberg (624)
  6. Schweppenhausen (909)
  7. Seibersbach (1272)
  8. Stromberg, Stadt * (3191)
  9. Waldlaubersheim (795)
  10. Warmsroth (462)

Listen zu dem Begriff „Gebietsveränderungen“ siehe Gebietsreformen in Rheinland-Pfalz

Kfz-Kennzeichen

Am 1. Juli 1956 wurde dem Landkreis bei der Einführung das bis heute gültigen Kfz-Kennzeichen (damals noch Landkreis Kreuznach) das Unterscheidungszeichen KH zugewiesen. Es wird durchgängig bis heute ausgegeben.

Weblinks

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Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2014 (Hilfe dazu).
  2. Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006, Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz , Seite 159 (PDF)
  3. Wahlergebnisse der Kreistagswahlen, der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz
  4. http://www.allgemeine-zeitung.de/lokales/bad-kreuznach/landkreis-bad-kreuznach/koalition-fuer-kreistag-steht_14320711.htm
  5. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2014 (Hilfe dazu).

Kategorien: Landkreis in Rheinland-Pfalz | Gegründet 1816 | Landkreis Bad Kreuznach

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