Landkreis Altötting - LinkFang.de





Landkreis Altötting


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Verwaltungssitz: Altötting
Fläche: 569,35 km²
Einwohner: 108.485 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 191 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen:
Kreisschlüssel: 09 1 71
Kreisgliederung: 24 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Bahnhofstr. 38
84503 Altötting
Webpräsenz: www.landkreis-altoetting.de
Landrat: Erwin Schneider (CSU)
}

Der Landkreis Altötting liegt im bayerischen Regierungsbezirk Oberbayern.

Geographie

Lage

Das Gebiet des Landkreises Altötting kann in drei verschiedene Landschaftsräume eingeteilt werden. Im Norden, oberhalb der Inn-Niederung dehnt sich das tertiäre Isar-Inn-Hügelland aus. Daran schließt sich das Inntal mit einer durchschnittlichen Breite von 10 km an. Im Süden die Moränen-Hügel und die Hochterrassenfelder der Alzplatte mit Anfängen des Voralpenlandes.

Die höchste Erhebung des Landkreises ist bei Tyrlaching (544 m ü. NN ), der tiefste Punkt am Innspitz bei Haiming (346 m ü. NN ).[2]

Nachbarkreise

Der Landkreis grenzt gegen den Uhrzeigersinn im Norden beginnend an die Landkreise Rottal-Inn, Mühldorf am Inn und Traunstein. Im Südosten grenzt er an Österreich.

Geschichte

Landgericht

Auf dem Gebiet des heutigen Landkreises Altötting entstand 1803 das Landgericht Burghausen und 1810 das Landgericht Altötting. Beide gehörten ab 1817 zum Unterdonaukreis (Hauptstadt Passau). Im Zuge der 1837 vollzogenen Umbenennung der damaligen Kreise Bayerns in die heute noch gültigen Regierungsbezirke, kam es zu der Gebietsveränderung zwischen dem Isar- und Unterdonaukreis bzw. Ober- und Niederbayern, die den Altöttinger Raum zu Oberbayern brachte.

Bezirksamt

Das Bezirksamt Altötting wurde im Jahr 1862 durch den Zusammenschluss der Landgerichte älterer Ordnung Altötting und Burghausen neu gebildet.[3]

Landkreis

Am 1. Januar 1939 wurde wie überall im Deutschen Reich die Bezeichnung Landkreis eingeführt.[4] So wurde aus dem Bezirksamt der Landkreis Altötting.

Am 1. Oktober 1970 wurde die Gemeinde Mörmoosen des Landkreises Mühldorf am Inn in den Landkreis Altötting um- und in die Gemeinde Tüßling eingegliedert.

Am 1. Juli 1972 kam im Zuge der Gebietsreform die Gemeinde Tyrlaching vom Landkreis Laufen zum Landkreis Altötting.

Einwohnerentwicklung

Zwischen 1988 und 2008 gewann der Landkreis Altötting knapp 13.000 Einwohner hinzu bzw. wuchs um rund 13 %. Seit 2004 ist die Einwohnerentwicklung leicht rückläufig.

Die nachfolgenden Zahlen beziehen sich auf den Gebietsstand vom 25. Mai 1987.

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1840 1900 1939 1950 1961 1970 1987 1995 2000 2005 2008 2012
Einwohner 30.869 35.172 50.219 76.369 78.095 89.934 94.216 105.914 108.268 109.227 108.182 106.515

Wirtschaft und Infrastruktur

Der Landkreis Altötting beherbergt wesentliche Teile des südostbayerisches Chemiedreiecks. Zwischen den Städten Burghausen, Töging und Trostberg lässt sich ein Dreieck zeichnen, in dem international bedeutende Chemieunternehmen tätig sind. Burghausen ist sowohl der Sitz des größten Werkes der Wacker Chemie AG als auch der petrochemischen Raffinerie der OMV Deutschland GmbH. In Burgkirchen befindet sich das Werk Gendorf. Auf dem Gelände der ehemaligen Hoechst AG haben sich verschiedene internationale Firmen der chemischen Industrie niedergelassen.
Eine wichtige Rolle spielt der Tourismus insbesondere durch die Wallfahrt in Altötting, Besuche des Papstgeburtsortes Marktl und die Burg zu Burghausen.

Verkehr

Überörtlich ist der Landkreis in Richtung Ost- und Nordostbayern sowohl durch die Bundesstraße 20 als auch die Bundesstraße 588 an den Verkehr angebunden. In Nord-Süd-Richtung dient die Bundesstraße 299, welche zwischen Erharting und Winhöring mittlerweile zur Kreisstraße AÖ 35 abgestuft wurde, als wichtige Verkehrsader. Die in West-Ost-Richtung verlaufende Staatsstraße 2550 (ehem. Bundesstraße 12) wickelt ebenfalls einen großen Teil des überregionalen Verkehrs ab und wurde mittlerweile durch die A 94 wesentlich entlastet. Letztere durchquert von der Orts- und Landkreisgrenze bei Töging am Inn bis nach Marktl den Landkreis. Im weiteren, über die Landkreisgrenze hinaus verlaufenden Straßenstück, dient die überlastete Bundesstraße 12 der Anbindung in Richtung Simbach/Pocking und zur A 3. Dem Durchgangsverkehr im Landkreis dienen außerdem 8 Staatsstraßen und 33 Kreisstraßen.

Im Jahr 1871 eröffnete die Bayerische Staatsbahn in Marktl ihre Strecke von Mühldorf über Neuötting nach Simbach–Braunau als Verbindung von Bayern nach Österreich. Bevor 1906 die Dampfstraßenbahn Neuötting–Altötting ihren Betrieb aufnahm, war der vielbesuchte Wallfahrtsort bereits 1897 an die Lokalbahn Mühldorf–Burghausen angeschlossen worden, die bereits 1894 bis Tüßling fuhr, wo dann 1908 die Hauptbahn nach Freilassing abzweigte. Von ihrer Station Garching wurde 1910 eine Querverbindung über Trostberg und Traunstein hergestellt.

Seit der Stilllegung der Dampfstraßenbahn im Jahre 1930 ist der Umfang des Schienennetzes unverändert geblieben. Allerdings kam es etwa 1943 zu einer Verlegung der Trasse und des Bahnhofs in Burghausen.

Heute durchqueren folgende vier, von der Südostbayernbahn betriebene Regionalbahnlinien den Landkreis: Mühldorf – Neuötting – Simbach (KBS 941), Mühldorf – Altötting – Burghausen (KBS 942), Mühldorf – Garching – Freilassing (KBS 945) und Mühldorf – Garching – Trostberg (KBS 947).

Ein zum Teil zweigleisiger Ausbau und die Elektrifizierung der Strecke München - Mühldorf - Burghausen sind geplant und im Bundesverkehrswegeplan als vordringlicher Bedarf vermerkt.

Der Güterverkehr wird überwiegend durch Railion und einigen privaten Eisenbahnunternehmen betrieben. Das im Bau befindliche Güterverkehrszentrum Burghausen soll im Frühjahr 2014 in Betrieb genommen werden.

Politik

Dieser Artikel oder Abschnitt bedarf einer Überarbeitung.

Landräte

Zu stellvertretenden Landräten wurden in der ersten Sitzung des Kreistages am 5. Mai 2008 gewählt:

  • Stefan Jetz (CSU)
  • Horst Krebes (SPD)
  • Konrad Heuwieser (FW)

Kreistag

Kreistagswahl 2008
 %
50
40
30
20
10
0
45,2 %
24,6 %
15,6 %
5,5 %
3,8 %
2,7 %
2,6 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2002
 %p
   2
   0
  -2
  -4
  -6
-4,4 %p
+1,3 %p
+0,7 %p
+0,8 %p
+0,9 %p
+0,9 %p
-0,1 %p
Expression-Fehler: Unerwartete schließende eckige Klammer

Wahlergebnis des Kreistags 2008:

Wahlergebnis des Kreistags 2002:

Mandatsträger aus dem Landkreis Altötting

Wappen

Blasonierung: „Gespalten; vorne in Blau das silberne Oktogon der Altöttinger Gnadenkapelle, darüber schwebend eine goldene Marienkrone; hinten die bayerischen Rauten.“

Das Wappen wird seit 1960 geführt.

verdiente Persönlichkeiten

Städte und Gemeinden

Zur Entstehung der Gemeinden des Landkreises, siehe: Gemeinden im Landkreis Altötting

(Einwohner am 31. Dezember 2015 [5])

Städte

  1. Altötting (12.750)
  2. Burghausen (18.259)
  3. Neuötting (8588)
  4. Töging a.Inn (9196)

Märkte

  1. Marktl (2677)
  2. Tüßling (3243)

Verwaltungsgemeinschaften

  1. Emmerting
    (Gemeinden Emmerting und Mehring)
  2. Kirchweidach
    (Gemeinden Feichten a.d.Alz, Halsbach, Kirchweidach und Tyrlaching)
  3. Marktl
    (Markt Marktl und Gemeinde Stammham)
  4. Reischach
    (Gemeinden Erlbach, Perach und Reischach)
  5. Unterneukirchen
    (Gemeinden Kastl und Unterneukirchen)

Gemeinden

  1. Burgkirchen a.d.Alz (10.257)
  2. Emmerting (4130)
  3. Erlbach (1171)
  4. Feichten a.d.Alz (1157)
  5. Garching a.d.Alz (8500)
  6. Haiming (2421)
  7. Halsbach (948)
  8. Kastl (2725)
  9. Kirchweidach (2323)
  10. Mehring (2403)
  11. Perach (1240)
  12. Pleiskirchen (2407)
  13. Reischach (2539)
  14. Stammham (985)
  15. Teising (1913)
  16. Tyrlaching (948)
  17. Unterneukirchen (2989)
  18. Winhöring (4716)

Sehenswürdigkeiten

Schutzgebiete

Im Landkreis gibt es vier Naturschutzgebiete, sechs Landschaftsschutzgebiete, sechs FFH-Gebiete und mindestens 24 ausgewiesene Geotope. (Stand April 2016)

Siehe auch

Kfz-Kennzeichen

Am 1. Juli 1956 wurde dem Landkreis bei der Einführung der bis heute gültigen Kfz-Kennzeichen das Unterscheidungszeichen zugewiesen. Es wird durchgängig bis heute ausgegeben.

Literatur

  • Karl Huttner: Land zwischen Salzach und Inn. Sechzig Kalenderblätter. Mit Zeichnungen v. Günther Grassmann. Richard Pflaum Verlag, München 1957.
  • Neue Presse-Verlags GmbH und Kreistag des Landkreises Altötting (Hrsg.): Der Landkreis Altötting: Das Öttinger und Burghauser Land. Mit Beiträgen v. Simon Pittner, Siegfried Schamberger, Dr. Josef Pfennigmann u.a. Neue Presse-Verlag, Passau 1978.
  • Oettinger Heimatbund e.V. (Hrsg.): Oettinger Land: eine heimatkundliche Schriftenreihe für den gesamten Landkreis Altötting. Altötting 1981-
  • Dieter Grypa: Studien zu Kriegsende und Neuanfang im Landkreis Altötting. In: Burghauser Geschichtsblätter 46. Stadt Burghausen, Burghausen 1991.
  • H. Jochen Dyck, Siegfried Scherrer: Der Landkreis Altötting: Liebenswert-lebenswert-sehenswert. Blickpunkt-Wochenbl.-Verl.-Gruppe, Burghausen (u.a.) 1992, ISBN 3-923735-02-2.
  • Stefan König: Begegnungen: Papst Benedikt XVI. im Landkreis Altötting. ars et media, Altötting 2006, ISBN 3-9810956-5-0.

Quellen

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. H. Jochen Dyck, Siegfried Scherrer: Der Landkreis Altötting: Liebenswert-lebenswert-sehenswert. Blickpunkt-Wochenbl.-Verl.-Gruppe, Burghausen (u.a.) 1992: 16.
  3. Wilhelm Volkert, Richard Bauer (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 434.
  4. Wilhelm Volkert, Richard Bauer (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 97.
  5. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).

Weblinks

 Commons: Landkreis Altötting  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Kategorien: Keine Kategorien vorhanden!

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Landkreis Altötting (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.