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Ladis


Ladis
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Tirol
Politischer Bezirk: Landeck
Kfz-Kennzeichen: LA
Fläche: 7,11 km²
 :
Höhe: 1189 m ü. A.
Einwohner: 530 (1. Jän. 2016)
Postleitzahl: 6532
Vorwahl: 05472
Gemeindekennziffer: 7 06 13
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Dorfstraße 8
6532 Ladis
Website: www.ladis.tirol.gv.at
Politik
Bürgermeister: Florian Klotz (Einheitsliste Ladis)
Gemeinderat: (2016)
(11 Mitglieder)
6 Einheitsliste Ladis,
3 Dorfliste,
2 Für Ladis zuerst
Lage der Gemeinde Ladis im Bezirk Landeck
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Ladis ist eine Gemeinde mit 530 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2016 ) im Bezirk Landeck im Bundesland Tirol (Österreich).

Die Tourismusgemeinde ist auch wegen seiner Schwefel- und Sauerquellen (Oblader Sauerbrunn) seit dem Mittelalter bekannt.

Geografie

Geografische Lage

Ladis liegt auf der Sonnenterrasse am Fuß der Samnaungruppe, etwa 400 m über der Talsohle des Oberinntals. Über dem Ort erhebt sich das Schönjoch (2491 m ü. A. ), der nordwestlichste Gipfel der Samnaungruppe. Talgegenüber liegt der untere Glockturmkamm (3148 m ü. A. ) und der Taleingang des Kaunertals, und talauswärts der Kaunergrat mit der Aifnerspitze (2779 m ü. A. ), beide Ötztaler Alpen.

Gemeindegliederung

Die Gemeinde besteht aus je einer einzigen Katastralgemeinde, Ortschaft und einem Zählsprengel Ladis.

Ortsteile sind neben dem Hauptort Ladis:

Nachbargemeinden

Fließ
Fiss Prutz
Ried im Oberinntal

Geschichte

Die Herkunft des Namens Ladis ist unbekannt. Sie wurde etwa auf lateinisch latus Seite zurückgeführt, etwa in Zusammenhang mit Pontlatzbrücke, pons Ladi.[3] Er ist wohl rätoromanisch tradiert.

Die Entdeckung des Tiroler Sauerbrunnens wird 1212 überliefert.[4] Ort und Kirche sind 1220 erstmals urkundlich,[2] die Ministerialen von Laudeck 1232,[2]

Die Burg Laudegg wurde 1239 erstmals urkundlich erwähnt.

1406 schlossen sich die Oberinntaler dem Appenzeller Bauernaufstand unter Itel Reding an. Das Dorf Ladis wurde niedergebrannt, die Burg zerstört, 1412 leisteten die Oberländer in Prutz dem Pfleger von Laudegg und dem Landesfürsten wieder ein Treuegelöbnis.[2]

Ein Bade- und Trinkkurbetrieb zu Obladis setzte dann schon unter den Tiroler Landesfürsten der Renaissance ein, denen die Quelle gehörte.

1635 wurde der Ort von der Pest heimgesucht.[2] Ursprünglich Teil der Mutterpfarre Serfaus, erhielt der Ort 1661 den Status einer Kuratie. Oktober 1683 wurde der Ort durch eine Feuersbrunst zerstört.[2] Die wiederaufgebaute Kirche wurde 1698 geweiht.

1703 wurden französische und bayrische Truppen von einem Aufgebot der Ladisser, Landecker und Pfundser geschlagen.[2]

1891 wurde Ladis zur Pfarre erhoben.

Politik

Serfaus war ursprünglich Teil des Gerichtsbezirks Ried in Tirol und wurde nach dessen Auflösung Teil des Gerichtsbezirks Landeck.

Gemeindevertretung

6
3
2

Sitzverteilung seit der Gemeinderatswahl 2016:[5]

  • 6 Mandate Einheitsliste Ladis
  • 3 Mandate Für Ladis
  • 2 Mandate Dorfliste

Bürgermeister ist Florian Klotz von der Einheitsliste Ladis.

Wappen

SerfausFiss–Ladis, Gemeindewappen
Serfaus–Fiss–Ladis, Tourismusregion

Beschreibung:

Von Blau und Gold gevierteter Schild, im rechten Obereck eine goldene Sonne, im linken Untereck zwei schräggekreuzte Stäbe, die oben in einen nach unten gerichteten Winkel und unten in ein Kreuzchen übergehen.

Die Sonne versinnbildlicht die Zugehörigkeit zur Sonnenterrasse, die Stäbe erinnern an Hans Märckh (Hans Mark) den Erbauer des prachtvollen heutigen Gemeindehauses.[6]

Regionalpolitik

Die Gemeinde gehört zum Tiroler Planungsverband Sonnenterrasse und zur Tourismusregion Serfaus–Fiss–Ladis. Sitzgemeinde das Planungsverbandes ist Fiss, Obmann der Bürgermeister ebenda, Markus Pale. Sitz des Tourismusverbandes ist Serfaus (Serfaus-Fiss-Ladis Information; er hält auch 80 % der Serfaus-Fiss-Ladis Marketing GmbH).[7]

Hauptort der Gemeinde

Ladis (Dorf)
Ortsteil
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Landeck, Tirol
Pol. Gemeinde Ladis  (KG Ladis)
Ortschaft Ladis
Koordinaten
Höhe 1189 m ü. A.
Gebäudestand 177 (2001)
Statistische Kennzeichnung
Zählsprengel/ -bezirk Ladis (70613 000)
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; TIRIS

Hauptort der Gemeinde ist das Dorf Ladis. Es liegt knapp vor dem Nordende der Sonnenterrasse, direkt oberhalb von Prutz, zu dem die Talschulter jäh abbricht.

Der alte Ortskern erstreckt sich am Dorfweiher und direkt hinter Laudegg, das als Spornburg hoch über dem Talgrund steht. Das Zentrum ist dicht bebaut und die Häuser sind teilweise mit reicher Fassadenbemalung versehen. Im Gegensatz zu Fiss und Serfaus ist Ladis in seinem Ortskern noch bäuerlich geprägt.

Der Ort, in der heutigen Ausdehnung[8] von etwas über einen Kilometer entlang des Plateaus, erstreckt sich von etwa 1100 bis 1300 m ü. A. (die Dorfkirche liegt auf 1189 m ü. A. ), von den Serpentinen bis an den Waldsaum. Er umfasst den weitaus überwiegenden Teil der Einwohnerschaft der Gemeinde.

Ganz im Südwesten des Orts liegt die Sonnenbahn Talstation. Von dort gelangt man nach Fiss und in das Schigebiet.

Nachbarorte
Obladis Neuegg
Entbruck (Gem. Prutz)
Überwasser

Ried im Oberinntal (Gem. Ried i.O.)

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Ladis hat Straßenverbindungen mit Ried und Fiss: Von Ried herauf kommt die serpentinenreiche Ladiser Straße L 286, die von der Serfauser Landesstraße L 19 abzweigt. Dann führt sie als Dorfstraße durch den Ort, und die Sonnenterrasse entlang über Überwasser nach Fiss.

Tourismus

Ladis ist durch eine Umlaufbahn mit dem Skigebiet Serfaus-Fiss verbunden. Gemeinsam bilden die drei Orte die Skiregion Serfaus–Fiss–Ladis, welche neben Sölden, Ischgl und St. Anton am Arlberg mittlerweile zu den bekanntesten Regionen in Tirol zählt.

vergrößern
Panoramaaufnahme von Ladis in Tirol

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Ladis
  • Die katholische Pfarrkirche Ladis wurde als klassizistischer Bau von 1829 bis 1831 erbaut und ist vom Friedhof umgeben.
  • Die Burg Laudegg am nordöstlichen Ortsrand thront auf einem senkrechten Schieferfelsen hoch über dem Inntal. Der Wohnturm wurde um 1200 gebaut. Der kleine Palas nur wenig später. Die Burg war bis zum 16. Jahrhundert hin Verwaltungssitz des Oberen Gerichts und verfiel allmählich, als der Verwaltungssitz nach Ried im Oberinntal übersiedelte. 1940 begann die Restaurierung. Die Burg kann besichtigt werden.
  • Das denkmalgeschützte ehemalige Bauernhof Rechelerhaus wird als Kultur- und Veranstaltungszentrum genutzt. Das Gebäude besteht aus dem Bauernhof und wurde 2007/08 mit Anbauten erweitert. Das Kulturzentrum verfügt unter anderem über einen Veranstaltungssaal mit 200 Sitzplätzen, eine Open-Air-Bühne mit Zusehertribünen und ein Museum sowie eine Galerie.[9]

Weblinks

 Commons: Ladis  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Zahlen und Fakten , ladis.tirol.gv.at
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 2,4 2,5 2,6 Michael Fritz: Ladis , in der Datenbank Geschichte Tirol des Vereines „fontes historiae – Quellen der Geschichte“
  3. Staffier: Tirol und Vorarlberg, I. 212, 213 und II. Angabe nach Doz. Dr. Georg Lieber: Die Mineralquellen von Ladis und Obladis. Aus dem Chem. Laboratorium der Bundes-Oberrealschule Innsbruck. In: Berichte des naturwissenschaftlichen-medizinischen Verein Innsbruck 42, 1931, S. 59 (Artikel pdf , landesmuseum.at, dort S. 3).
  4. Datierung geht auf Franz Adam Grafen Brandis: Tiroler Ehrenkränzl. 1678 zurück. Angabe in Lieber: Die Mineralquellen von Ladis und Obladis., 1931, S. 59 (pdf S. 3).
  5. Gemeinderatswahlergebnis 2016 , ladis.tirol.gv.at, abgerufen am 29. Februar 2016
  6. Begründung wörtlich; Wappen , ladis.tirol.gv.at
  7. Impressum , serfaus-fiss-ladis.at;
    Firma Serfaus-Fiss-Ladis Marketing GmbH in Serfaus . Firmenbuchdaten Creditreform/firmenabc.at
  8. Ortsplan Ladis. Sommer 2012 (pdf, ladis.tirol.gv.at; 1,7 MB).
  9. Offizielle Webseite der Galerie Rechelerhaus mit Informationen über das Kultur- und Veranstaltungszentrum, 2012.

Kategorien: Samnaungruppe | Ort im Bezirk Landeck | Ladis | Gemeinde in Tirol

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Ladis (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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