LAPV Enok - LinkFang.de





LAPV Enok


LAPV Enok

LAPV Enok

Allgemeine Eigenschaften
Besatzung 2 bis 6 Personen
Länge 4,82 m
Breite 1,90 m
Höhe 1,90 m (Oberkante Dach)
Masse 5,4 t–6,1 t
Panzerung und Bewaffnung
Panzerung Panzerstahl
Hauptbewaffnung fernbedienbare Waffenstation FLW 100 oder Drehringlafette möglich
Sekundärbewaffnung keine
Beweglichkeit
Antrieb Mercedes-Benz OM642
135 kW (184 PS)
Federung Schraubenfeder und Zweirohrstoßdämpfer
Höchstgeschwindigkeit 95 km/h
Leistung/Gewicht 30,2 Ps/t–34 Ps/t
Reichweite 500 km

Der LAPV Enok (von engl. „Light Armoured Patrol Vehicle“) ist ein geschütztes Patrouillenfahrzeug für 2 bis 6 Personen, das zur neu entwickelten LAPV-Fahrzeuggeneration von geschützten Führungs- und Funktionsfahrzeugen (GFF) gehört. Bei der Bundeswehr trägt es den Gattungsnamen „Enok“, ein anderer Name für den Marderhund. Es ist eine Weiterentwicklung des Wolf in der Sonder-Schutz-Ausstattung (kurz SSA). Hersteller ist die ACS Armoured Car Systems GmbH mit Sitz in Aichach, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Gruma Nutzfahrzeuge mit Sitz in Derching. Weitere wichtige Unterlieferanten sind die Unternehmen LeTech - Special Purpose Vehicles (ehemals Lennartz Technik) in Welzheim und die österreichische Magna Steyr mit Sitz in Graz.

Einsatzspektrum

In die Entwicklung des Enok floss die langjährige Erfahrung aus den Auslandseinsätzen der Bundeswehr mit den verschiedenen Ausführungen des Mercedes-Benz „Wolf“ (W 461 mit zuschaltbarem Allradantrieb) ein. Hieraus resultierte unter anderem eine größere Wattiefe durch die höher gelegte Karosserie sowie mehr Federweg. Das Fahrzeug besitzt daher gute Schlechtwegeeigenschaften und ist für den Einsatz unter schwierigen Bedingungen geeignet. Die Höchstgeschwindigkeit auf der Straße beträgt rund 95 km/h; die Reichweite liegt bei 500 km.

Aufbau und Schutz

Der LAPV Enok ist gegenüber dem bisherigen Wolf SSA mit einer Ganzstahl-Fahrgastzelle ausgestattet und bietet Schutz nach dem NATO-Standard STANAG 4569 Level 2 gegen Hartkernmunition. Die Panzerung verfügt über einen ballistischen Rundumschutz gegen panzerbrechende Sturmgewehrmunition bis zum Kaliber 7,62 × 39 mm und einen Minenschutz der Klasse 2a (Explosion unter Rad) gegen Panzerabwehrminen mit einer Sprengkraft von 6 kg.[1]

Der Schutz wurde bei der Wehrtechnischen Dienststelle 91 vom Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung und dem Nutzer, der Bundeswehr, geprüft und entspricht den Forderungen der Bundeswehr aus dem Projekt Geschützte Führungs- und Funktionsfahrzeuge (kurz GFF) der Klasse 1.

Wie der Wolf ist auch der Enok mit dem Hubschrauber CH-53G lufttransportfähig.

Bestellungen

Alle an dem Wettbewerb zum Projekt GFF der Klasse 1 beteiligten Fahrzeuge (Gavial, Mungo 3, Frettchen und Enok) wurden vom Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung im Jahr 2008 als unzureichend abgelehnt. Dennoch wurde durch die Bundeswehr im selben Jahr, im Rahmen eines einsatzbedingten Sofortbedarfs, eine kleine Anzahl der von Mercedes-Benz angebotenen Enok bestellt.[2]

Ende 2010 fiel die Wahl des Bundesamts für Wehrtechnik und Beschaffung schließlich auf den Enok und ein erstes Los von 45 Fahrzeugen wurden zur Auslieferung bis Ende 2010 bestellt, sowie weitere Beschaffung für 2011 und 2012 geplant, diese hatten zur Folge, dass 2014 ca. 130 Fahrzeuge in verschiedenen Versionen existierten.[3]

Anfang 2015 bestellte die Bundeswehr 84 weitere Fahrzeuge im Wert von 56,3 Mio. Euro, die bis Ende 2017 ausgeliefert sein sollen. Darunter für das Kommando Spezialkräfte (KSK) auch 49 Einheiten von dem Typ Enok 6.1, der durch eine verbesserte Panzerung und Zuladung ein zulässiges Gesamtgewicht von 6,1 Tonnen hat.[4]

Kraftfahrausbildung

Seit Juni 2010 erfolgt im Kraftfahrausbildungszentrum Burg in Burg (bei Magdeburg) die Fahrausbildung für den Enok.[5]

Technische Daten Enok 5.4

Höhe 1900 mm (Dachoberkante); 2170 mm (über Dachluke)
Breite 1900 mm (2440 m über Spiegel)
Länge 4720 mm
Radstand 2850 mm
Spurweite 1550 mm
Wendekreis 13,6 m
Motor Dieselmotor Mercedes-Benz OM642
Leistung 135 kW (184 PS)
Höchstgeschwindigkeit >95 km/h
zulässiges Gesamtgewicht 5,4 t–6,1 t
Nutzlast 930 kg–1300 kg
Dachlast 200 kg
Bodenfreiheit 22 cm Achskörper, 39 cm Bodenplatte
Wattiefe 60 cm
Steigfähigkeit 60 %
Bewaffnung optional fernbedienbare leichte Waffenstation FLW 100 oder Drehringlafette
Besatzung 2–6 Personen
Funkgerät SEM 90

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Datenblatt Enok Stand 06/2011 (PDF-Datei) auf www.streitkraeftebasis.de, abgerufen am 12. Januar 2016.
  2. Behörden Spiegel: Behörden Spiegel Übergabe "Enok" an die Bundeswehr. www.behoerden-spiegel.de, abgerufen am 6. Januar 2011.
  3. Hardthoehenkurier: Zum aktuellem Stand geschützter Radfahrzeuge der Bundeswehr. Hardthöhenkurier, 25. April 2011, abgerufen am 12. Januar 2016.
  4. Bundeswehr kauft 84 Enok auf www.esut.de, abgerufen am 12. Januar 2016.
  5. Optimal ausbilden – Ein Tag im Kraftfahrausbildungszentrum BurgEnok Fahrausbildung auf www.streitkraeftebasis.de, abgerufen am 12. Januar 2016.

Kategorien: Geschütztes Fahrzeug | Radfahrzeug der Bundeswehr | Geländewagen

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/LAPV Enok (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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