Lünerseewerk - LinkFang.de





Lünerseewerk


Lünerseewerk
Speichersee Latschau II mit dem dahinter liegenden Lünerseewerk
Lage
 
}

|- | style="vertical-align:top; background-color:#E0E0E0;" |Land: |Osterreich Österreich

Vorarlberg Vorarlberg

|- | style="vertical-align:top; background-color:#E0E0E0;" |Ort: |Tschagguns |- | style="vertical-align:top; background-color:#E0E0E0;" |Gewässer: |Lünersee, Speichersee Latschau |-

| colspan="2" style="background-color:#B3B7FF; text-align:center;"| Kraftwerk |- | style="vertical-align:top; background-color:#E0E0E0;" |Eigentümer: |Vorarlberger Illwerke AG |- | style="vertical-align:top; background-color:#E0E0E0;" |Betreiber: |Illwerke AG |-

| style="vertical-align:top; background-color:#E0E0E0;" |Bauzeit: |1954–1958 |- | style="vertical-align:top; background-color:#E0E0E0;" |Betriebsbeginn: |1958 |-

| colspan="2" style="background-color:#B3B7FF; text-align:center;"| Technik |- | style="vertical-align:top; background-color:#E0E0E0;" |Engpassleistung: |229 Megawatt |- | style="vertical-align:top; background-color:#E0E0E0;" |Durchschnittliche
Fallhöhe: |974 m |-

| style="vertical-align:top; background-color:#E0E0E0;" |Regelarbeitsvermögen/Jahr: |371 Millionen kWh |- | style="vertical-align:top; background-color:#E0E0E0;" |Turbinen: |5 |- | style="vertical-align:top; background-color:#E0E0E0;" |Generatoren: |5 |- | colspan="2" style="background-color:#B3B7FF; text-align:center;"| Sonstiges |-

| style="vertical-align:top; background-color:#E0E0E0;" |Website: |illwerke.at |-

|}

Vorarlberger Illwerke AG
Staustufen und Kraftwerke im Montafon
Schematische Darstellung
Überleitung vom Brandner Gletscher 2480 m ü. A.
Ill-Ursprung (Ochsentaler Gletscher) 2460 m
Zuflüsse
Silvretta-Stausee 2030 m
Abfluss zu Ill | Lünersee 1970 m
Zuflüsse
Bachüberleitung aus Tirol
Stausee Kops 1809 m
Obervermuntwerk I 1743 m
  |  Überleitung Kops-Vermunt mit Zuflüssen | Zuflüsse | 
Vermuntsee 1743 m
Obervermuntwerk II (in Bau) 1655 m
Zuflüsse
Speicherbecken Rells (in Bau) 1456 m
Rellswerk (in Bau) 1430 m
Kopswerk II  |  Kopswerk I  |  Vermuntwerk 1025 m
Ausgleichsbecken Partenen 1025 m
Rifawerk 1005 m
Ausgleichsbecken Rifa 1007 m
Zuflüsse
Lünerseewerk 992 m
Pumpwasserkanal Lünerseewerk
Latschauwerk 985 m
Staubecken Latschau 992 m
Kraftwerk Rodund I und II 645 m
Zufluss von Ill
Rodundbecken I bis III 645 m
Abfluss zur Ill
Zufluss Alvier
Zufluss Meng
Walgauwerk 492 m
Ausgleichsbecken Walgau 492 m
Abfluss zur Ill

Das Lünerseewerk ist ein Pumpspeicherkraftwerk und eines der zahlreichen Elektrizitätswerke der Vorarlberger Illwerke AG im österreichischen Montafon.

Lünerseewerk

Es liegt in Latschau oberhalb von Tschagguns und wird aus dem 974 Meter höher gelegenen Lünersee über Stollen und Druckrohre gespeist. Das Wasser wird anschließend im Staubecken Latschau aufgefangen und von dort an das Rodundwerk weitergeleitet. Im Frühjahr und Sommer 2011 wurde das Becken Latschau II saniert. Dabei wurden etwa 12.000 Kubikmeter Schluffmassen (Sand und Schlamm) abgetragen sowie etwa 100.000 Quadratmeter neues Dichtungsmaterial aufgebracht. Latschau I soll in zwei Jahren folgen.[1] Die Maschinensätze 1 bis 5 des Lünerseewerkes werden 2013 bis 2015 generalsaniert.[2]

Technische Daten

"Die Kraftwerksanlage Lünerseewerk besteht aus dem Speicher Lünersee, der Triebwasserführung mit einem Einlaufbauwerk, dem Seestollen, der Sperrkammer Lünersee, einem Entlastungsschacht, dem Druckstollen vom Lünersee nach Salonien, dem Taldüker Salonien, dem Druckstollen von Salonien nach Grüneck, dem Wasserschloss Grüneck, dem Panzerstollen von Grüneck zur Sperrkammer Grüneck, der Sperrkammer Grüneck, einer Druckrohrleitung sowie einem Druckschacht, dem Krafthaus, der Unterwasserführung und dem Pumpwasserkanal".[3]

Krafthaus

Das Lünerseewerk selbst ist ein freistehendes Krafthaus mit fünf vertikalachsigen Maschinengruppen, jede bestehend aus Motorgenerator, vierdüsiger Freistrahlturbine, hydraulischem Synchronisierwandler mit Zahnkupplung und fünfstufiger, einflutiger Speicherpumpe.[4] Das Kraftwerk verfügt über eine Engpassleistung von 229 Megawatt (MW) und eine aufgenommene Motorleistung im Pumpbetrieb von 224 MW. Das Regelarbeitsvermögen beträgt 371 GWh; 2012 wurden 378 GWh gewonnen.[5]

  • Nennleistung je Turbine 46,2 MW
  • Aufgenommene Motorleistung je Maschinensatz im Pumpbetrieb 43 MW
  • Durchfluss je Turbine 5,52 m3/s; behördlich genehmigter Gesamtturbinendurchfluss 32 m3/s
  • Durchfluss je Speicherpumpe 4,24 m3/s; behördlich genehmigte Pumpfördermenge 28 m3/s.[6]
  • Rohfallhöhe 974 m
  • Drehzahl 750 min−1
  • Nennleistung je Motorgenerator 56 MVA
  • Übertragungsleistung je hydraulischem Synchronisierwandler 23,6 MW
  • Generator-Nennspannung 10,5 kV
  • 5 Blocktransformatoren 10,5/240 kV zu je 56 MVA für die Maschinensätze
  • 220-kV-Freiluftschaltanlage neben dem Krafthaus
  • 1 Hausgenerator mit einer Nennleistung von 2,2 MVA

Hydraulische Daten

  • Wasserspiegel der Ausgleichsbecken Latschau bei Vollstau: 992,25 m[7]
  • Regelarbeitsvermögen aus Zufluss und Jahrespumpspeicherung im Jahr: 170 Mio. kWh
  • Regelarbeitsvermögen aus Wälzpumpspeicherung im Jahr: 201 Mio. kWh
  • maximale tägliche Speicherspiegelabsenkung bei Volllastturbinenbetrieb des Lünerseewerkes mit 5 Maschinen: -4,0 m/Tag
  • maximale tägliche Speicherspiegelanhebung bei Volllastpumpbetrieb des Lünerseewerkes mit 5 Maschinen: +3,3 m/Tag
  • Triebwasserführung: Gesamtlänge 9.745 m bestehend aus
    • 2 Druckstollen Länge 3.056 und 2.474 m, zusammen 5.530 m, Innendurchmesser 3,05m
    • Taldüker gepanzert, Länge 1.336 m, Innendurchmesser 2,60 – 2,40 m
    • Fallleitung, bestehend aus: Panzerstollen Länge 482 m, Innendurchmesser 3,20 m
      • Druckrohrleitung, Länge 1.050 m, Innendurchmesser 2,25 m
      • Druckschacht, Länge 917 m, Innendurchmesser 2,15 m
      • Flachstrecke, Länge 430 m, Innendurchmesser 2,05 m[8]

Projekt Rellswerk

Unterhalb der Rellser Mariahilfkapelle im Rellstal wird seit 2014 bis 2016 ein weiteres Pumpspeicherwerk Rellswerk gebaut, welches zusätzlich unterhalb der Kapelle das Wasser des Vilifaubaches und des Zaluandabaches fassen und in das bestehende Lünerseewerk einbinden wird.[9]+[10]

Dadurch erhöht sich der Zufluss zum Lünersee ab etwa 2016 um rund 17 Millionen m3/Jahr und kann die Primärenergiegewinnung um rund 16 GWh/Jahr gesteigert werden. Dies bedeutet für die Bereitstellung von elektrischer Spitzen- und Regelenergie durch das Lünerseewerk eine zusätzliche jährliche Gewinnung von mindestens 37 GWh/Jahr.[11]

Literatur

  • Guntram Innerhofer: Lünerseewerk. Bau des Druckschachtes. In: Österreichische Wasserwirtschaft 13, Wien 1961, S. 169–175.

Weblinks

 Commons: Lünerseewerk  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Letzter Feinschliff für „Latschau II“
  2. Illwerke Magazin, Ausgabe 27, Oktober 2013,S. 10 ff.
  3. Wörtlich zitiert nach http://cdn2.vol.at/2010/02/Rellswerk_UVP.pdf UMWELTVERTRÄGLICHKEITSPRÜFUNG Rellswerk Vorarlberger Illwerke AG, S. 14.
  4. Das Lünerseewerk ist als Pumpspeicherwerk mit 6 Maschinensätzen konzipiert, wobei jedoch der sechste Maschinensatz bislang nicht realisiert wurde.
  5. Illwerke Magazin, Ausgabe 27, Oktober 2013, S. 10.
  6. Bescheid Zl.96110/33-71916/54 des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft vom 14. Oktober 1954 zum Lünerseewerk – Erhöhung der Ausbauwassermenge
  7. Beschilderung Latschauwerk.
  8. Angaben gemäß UMWELTVERTRÄGLICHKEITSPRÜFUNG Rellswerk Vorarlberger Illwerke AG , S. 15.
  9. UMWELTVERTRÄGLICHKEITSPRÜFUNG Rellswerk Vorarlberger Illwerke AG
  10. Projekt Rellswerk
  11. Quelle: engeltliche Einschaltung der Illwerke VKW Gruppe vom 23. Mai 2014 in den Vorarlberger Nachrichten, Beilage S. 8.

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Lünerseewerk (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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