Löbnitz (Sachsen) - LinkFang.de





Löbnitz (Sachsen)


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Landkreis: NordsachsenVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Höhe: 86 m ü. NHN
Fläche: 37,19 km²
Einwohner: 2065 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 56 Einwohner je km²
Postleitzahl: 04509
Vorwahl: 034208
Kfz-Kennzeichen: TDO, DZ, EB, OZ, TG, TO
Gemeindeschlüssel: 14 7 30 180
Gemeindegliederung: 4 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Parkstr. 15
04509 Löbnitz
Webpräsenz: www.loebnitz-am-see.de
Bürgermeister: Axel Wohlschläger (CDU)
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Löbnitz ist eine Gemeinde im Norden von Sachsen an der Grenze zu Sachsen-Anhalt.

Geografie und Verkehr

Löbnitz liegt an der Mulde, zwischen der Leipziger Tieflandsbucht und der Dübener Heide. Nachbarorte von Löbnitz sind Delitzsch (14 km), Pouch (5 km), Bitterfeld (15 km), Bad Düben (9 km) und Badrina (8 km).

Im Westen der Gemeinde wurde bis vor wenigen Jahren im Tagebau Goitzsche Braunkohle gefördert. Die inzwischen gefluteten Tagebaurestlöcher werden rekultiviert und zu einer Erholungslandschaft umgestaltet. So befindet sich jetzt im Westen der Gemeinde der 6,22 Quadratkilometer große Seelhauser See. Die Flutung wurde durch die Jahrhundertflut im August 2002 beschleunigt, da der Muldedeich zwischen Löbnitz und Pouch brach und das Muldehochwasser den Tagebau Goitzsche zum Überlaufen brachte.

Die Staatsstraße 12 von Bad Düben zur Landesgrenze bei Pouch führt durch Löbnitz. Südlich der Gemeinde verläuft die B 183a. Im Ortsteil Roitzschjora befindet sich ein als Verkehrslandeplatz ausgewiesener Flugplatz.

Bis 1964 existierte noch eine Fährverbindung über die Mulde nach Rösa.

1896 trat in Löbnitz eine Interessenversammlung zum Bau einer Bahnstrecke von Eilenburg nach Bad Düben zusammen, mit der die Gemeinde Anschluss an das Eisenbahnnetz erhalten hätte. Mit dem Bau wurde nie begonnen.

Gemeindegliederung

Ortsteile: Löbnitz, Roitzschjora, Sausedlitz, Reibitz

Geschichte

Löbnitz wurde 995 erstmals als Liubanisci urkundlich erwähnt. Ursprünglich war es ein Lehen des Grafen Asic, das damals von König Otto III. dem Bistum Meißen geschenkt wurde. Löbnitz mit den zwei Gutsbezirken Schloss- und Hofteil und dem im Ort ansässigen Rittergut gehörten bis 1815 zum kursächsischen Amt Delitzsch.[2] Durch die Beschlüsse des Wiener Kongresses kam der Ort zu Preußen und wurde 1816 dem Kreis Delitzsch im Regierungsbezirk Merseburg der Provinz Sachsen zugeteilt, zu dem er bis 1952 gehörte.[3] Im Zuge der Kreisreform in der DDR 1952 wurde Löbnitz dem verkleinerten Kreis Delitzsch im Bezirk Leipzig zugeteilt, welcher 1994 im Landkreis Delitzsch aufging.[4] Seit 2008 gehört Löbnitz zum Landkreis Nordsachsen.

Eingemeindungen

  • 1973: Roitzschjora
  • 1993: Reibitz
  • 1994: Sausedlitz

Sehenswürdigkeiten

  • Evangelische Pfarrkirche Löbnitz Kirchsaal mit reicher frühbarocker Ausstattung; als dreischiffige romanische Pfeilerbasilika im 13. Jahrhundert errichtet, in der 2. Hälfte 16. Jahrhunderts zur Saalkirche umgebaut, verputzter Backsteinbau mit geradem Chorabschluss und Korbbogenfenstern. Turm mit quadratischem Grundriss, Kreuzdach und Volutengiebeln, goldener Wetterfahne von 2007, Innenraum mit eindrucksvoll bemalter Renaissance-Holzkassettendecke von 1691; auf 168 Feldern biblische Darstellungen des Alten Testaments und Neuen Testaments, Bildnisse der Apostel, Kirchenväter, sowie Luthers und Melanchtons, gerahmt von floraler Grisaillenmalerei und Darstellungen musizierender Engel; im Chor Patronatsloge aus dem 16. Jahrhundert, bez. 1586
  • In Löbnitz gibt es noch eine katholische Kirche, weitere Kirchen befinden sich in Reibitz und Sausedlitz
  • Bockwindmühlen in Löbnitz und Reibitz, letztere wurde aus dem devastierten Werbelin umgesetzt
  • Brunnen aus dem Jahr 2001 in Löbnitz
  • Das Herrenhaus in Löbnitz wurde zum Pflegeheim umgestaltet
  • Landschulheim in Reibitz
  • Campingplatz in Roitzschjora, an einem alten Muldearm
  • Seelhausener See
  • Goitzsche
  • Muldetal (naturnahe Auenlandschaft mit geschützter Tierwelt)

Goitzsche und Seelhausener See werden von einem asphaltierten Fahrrad- und Skaterweg umrundet (Gesamtlänge etwa 25 km). Vom Uferweg sind Bitterfeld mit dem Bitterfelder Bogen, Pouch mit dem historischen Roten Turm und Mühlbeck mit Strandanlage zu erkennen.

Löbnitz liegt am Rand der Dübener Heide (auf der anderen Muldeseite liegen die Gemeinden Rösa, Brösa und Pouch bereits im bzw. unmittelbar am Naturpark Dübener Heide). Die Mulde grenzt Löbnitz im Norden von den genannten Gemeinden ab und bildet gleichzeitig die Landesgrenze zu Sachsen-Anhalt. Längs des Muldedamms verläuft der Mulderadweg. Löbnitz ist an das Fernreitwegnetz angeschlossen.

Politik

Gemeinderatswahl 2014[5]
Wahlbeteiligung: 60,2 %
 %
60
50
40
30
20
10
0
54,1 %
37,4 %
8,4 %
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Seit der Gemeinderatswahl am 25. Mai 2014 verteilen sich die 16 Sitze des Gemeinderates folgendermaßen auf die einzelnen Gruppierungen:

Regelmäßige Veranstaltungen

Im Reitstadion Löbnitz findet alljährlich im Frühling das internationale Löbnitzer Reit- und Springturnier statt.

Auf dem Flugplatz Roitzschjora wird am ersten Wochenende im Juli das With Full Force-Festival ausgerichtet. 2012 gab es während des Festivals wegen eines Blitzeinschlags 69 Verletzte.

Persönlichkeiten

  • Anita Hentschel (* 12. Dezember 1942), Leichtathletin und Olympiateilnehmerin

Weblinks

 Commons: Löbnitz (Sachsen)  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Löbnitz im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen

Einzelnachweise

  1. Aktuelle Einwohnerzahlen nach Gemeinden 2015 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Karlheinz Blaschke, Uwe Ulrich Jäschke: Kursächsischer Ämteratlas. Leipzig 2009, ISBN 978-3-937386-14-0; S. 56 f.
  3. Der Landkreis Delitzsch im Gemeindeverzeichnis 1900
  4. Wellaune im Historischen Ortsverzeichnis Sachsen
  5. Ergebnisse der Gemeinderatswahl 2014

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Löbnitz (Sachsen) (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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