Kurt Apitz - LinkFang.de





Kurt Apitz


Kurt Apitz (* 14. Juni 1906 in Aachen; † 3. Februar 1945 in Berlin) war ein deutscher Pathologe und Hochschullehrer.

Leben

Als Sohn eines Kaufmanns studierte Apitz Medizin in Würzburg, Bonn, München und Freiburg. Seit 1925 war er Mitglied des Corps Makaria Würzburg.[1] Das Staatsexamen machte er in Würzburg, wo er bei Martin Benno Schmidt zum Dr. med. promovierte.[2]

In seinen nur 14 Berufsjahren befasste er sich vor allem mit der Blutgerinnung, aber auch mit anderen hämatologischen sowie immunbiologischen und onkologischen Problemen. „Unter seinen rund 45 Veröffentlichungen war keine belanglose Arbeit.“ (R. Rössle)

Von 1932 bis 1934 war er Assistent bei Walter Berblinger (1882–1966) in Jena. Als Stipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft arbeitete er ein Jahr bei Hans Zinsser am Department of Bacteriology and Immunology der Harvard Medical School. 1935 ging er zu Robert Rössle in der Pathologie der Berliner Charité. Bald zum Oberarzt aufgerückt, habilitierte er sich 1937.[3] Als Nachfolger von Herwig Hamperl wurde er 1940 a. o. Professor und Prosektor. Im Sommersemester 1939 vertrat er in Prag mit Erfolg den Lehrstuhl für Pathologie der Karl-Ferdinands-Universität. Den 1944 „eilig“ ergangenen Ruf auf einen westdeutschen Lehrstuhl lehnte er ab.

Nachdem er sich gerade von Verletzungen durch einen Bombenangriff auf Berlin erholt hatte, kam er bei einem neuerlichen Angriff im letzten Winter des Zweiten Weltkriegs mit 39 Jahren ums Leben.

„Kurt Apitz war ein stiller, meist verschlossener Arbeiter; ein edler Mensch, dem Großen und Schönen und der Philosophie zugetan. Obwohl unter den jüngeren, hoffnungsvoll aufstrebenden Kräften im Fach schon anerkannt, wußte kaum jemand, außer mir, wie hoch der Flug zu gehen noch bestimmt gewesen wäre. Sicher ist, daß er den Marschallstab im Tornister trug.“

Robert Rössle

Literatur

  • Robert Rössle: Kurt Apitz. Verhandlungen der Deutschen Gesellschaft für Pathologie 32 (1950), S. 419 f.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Kösener Corpslisten 1996, 89, 539
  2. Dissertation: Über den Bau jüngster Blutplättchenthromben und den Einfluß des Novirudins auf ihre Entstehung
  3. Habilitationsschrift: Die Leukämien als Neubildungen


Kategorien: Hämatologe | Gestorben 1945 | Geboren 1906 | Hochschullehrer (Humboldt-Universität zu Berlin) | Corpsstudent (20. Jahrhundert) | Deutscher | Mann | Pathologe | Mediziner (20. Jahrhundert)

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Kurt Apitz (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.