Kuckucksbähnel - LinkFang.de





Kuckucksbähnel


Lambrecht (Pfalz)–Elmstein
Streckennummer:3432
Kursbuchstrecke (DB):279c (1949–1960)
12670 (seit 1984)
Streckenlänge:12,970 km
Spurweite:1435 mm (Normalspur)
Maximale Neigung: 14 
von Mannheim
0,0 Lambrecht (Pfalz) 173 m
Sommerbergstraße
0,4 Bergstraße
nach Saarbrücken
1,2 Bundesstraße 39
1,8 Frankeneck 173 m
2,0 Anschlussgleis
2,2 Anschlussgleis
Mühlbach
3,3 Esthal (früher Sattelmühle) 180 m
3,4 Feldweg
3,8 Speyerbach
5,6 Spangenbergstraße
5,6 Speyerbach
5,6 Erfenstein 185 m
5,7 Speyerbach
7,4 Breitenstein 195 m
7,5 Totenkopfstraße
7,6 Breitenstein
7,6 Argenbach
7,9 Forstweg
8,7 Speyerbach
8,8
8,8 Speyerbach
8,9 Helmbach
9,1 Speyerbach
9,2 Helmbach 220 m
7,9 Kreisstraße 51
9,4 Speyerbach
11,0 Speyerbach
11,5 Speyerbach
11,6 Forstweg
11,7 Speyerbach
11,9 Forstweg
12,0 Speyerbach
12,3 Mühlstraße
12,6 Bahnhofstraße
13,0 Elmstein 225 m

Das Kuckucksbähnel – in der Anfangszeit Elmsteiner Talbahn[1] genannt – ist eine 12,97 Kilometer lange Nebenbahn im mittleren Pfälzerwald, die im Großraum Neustadt/Kaiserslautern von Lambrecht nach Elmstein führt. Sie entstand vor allem auf Betreiben der örtlichen Forstindustrie.

1902 wurde der Abschnitt bis zur Sattelmühle zunächst als Industriegleis eröffnet. 1909 wurde es nach Elmstein verlängert und zu einer vollständigen Nebenbahn ausgebaut. Der fahrplanmäßige Personenverkehr, der aufgrund der schwachen Besiedlung der Region stets eine untergeordnete Rolle spielte, wurde 1960 eingestellt; die Einstellung des Güterverkehrs zwischen Frankeneck und Elmstein folgte 1977. Seit 1984 wird die Bahnstrecke als Museumsbahn betrieben. Bis Frankeneck findet weiterhin Güterverkehr statt.

Geschichte

Vorgeschichte (1874–1890)

Das stets waldreiche und deshalb dünn besiedelte Elmsteiner Tal litt in früheren Zeiten – vor allem abseits der Direktverbindung zwischen Neustadt und Kaiserslautern – an seiner schlechten straßenmäßigen Erschließung. Es folgt dem Oberlauf des Speyerbachs, des wichtigsten pfälzischen Zuflusses zum Rhein. Der Reichtum der Speyerbach-Quellgegend war schon immer das Holz. Jahrhundertelang wurde es als Schnitt- oder Scheitholz per Trift in Bächen transportiert, also durch Treibenlassen im Wasser, und wurde in der fast waldlosen Vorderpfalz verkauft.

Bereits im März 1874 beklagten Unternehmer aus den Orten Frankeneck und Neidenfels, dass sich der Gütertransport zum Bahnhof Lambrecht sehr aufwendig gestalte. Aus diesem Grund richteten sie an die Verwaltung der Pfälzischen Eisenbahnen eine Petition auf Schaffung einer ausschließlich dem Güterverkehr dienenden Lade- und Haltestelle der Pfälzischen Ludwigsbahn zwischen den Bahnhöfen Weidenthal und Lambrecht. Sie sollte in Frankeneck unmittelbar an der Mündung des Hochspeyerbachs in den Speyerbach entstehen. Mit einer solchen Betriebsstelle hoffte man Transportkosten zu sparen. Die Bemühungen waren zunächst erfolglos. Allerdings errichtete die Ludwigsbahn-Gesellschaft - seit 1870 Teil der Pfälzischen Eisenbahnen - Ende 1881 am Lambrechter Bahnhof einen entsprechenden Stapelplatz.[2]

Am 28. Mai 1888 sandten 67 Unternehmer eine Erklärung an das bayerische Innenministerium – die Pfalz gehörte damals zum Königreich Bayern – mit dem Ziel, eine Straßenbahn von Neustadt über Lambrecht und Frankeneck bis nach Elmstein zu bauen. Die Eingabe war jedoch nicht erfolgreich; die Verwaltung der Pfälzischen Eisenbahnen kam zu dem Ergebnis, dass die Situation der Verkehrswege befriedigend und der Abstand zu den bestehenden Betriebsstellen der Ludwigsbahn zu gering sei, um eine solche Verbindung zu rechtfertigen. Die Forstbehörden bemängelten an einer Straßenbahnverbindung, dass sie unter anderem ein zusätzliches Umladen des Holzes notwendig mache. Die bayerische Regierung sah es als sinnlos an, zwischen Neustadt und Lambrecht einen Parallelverkehr zur Ludwigsbahn zu schaffen.[3]

Planung und Eröffnung des Abschnitts Lambrecht–Sattelmühle (1890–1902)

Nachdem die bayerische Regierung am 5. April 1892 einen Gesetzesentwurf entgegengenommen hatte, der den Bau von Nebenbahnen in der Pfalz betraf, sollte diese der Vorlage entsprechend an bestimmte Strecken Zinsgarantien erteilen. Während dieser Zeit stand die Errichtung einer Nebenbahn von Lambrecht nach Elmstein zur Diskussion, für die sich der Abgeordnete Andreas Deinhard in der Abgeordnetenkammer einsetze.[4]

Mit der schrittweisen Aufgabe der Trift ab dem Ende des 19. Jahrhunderts drohte dem Elmsteiner Tal die Haupterwerbsquelle wegzubrechen, deshalb bemühten sich die Bewohner um Verbesserungen. In ihren Augen lag die Lösung des Problems in einer Bahnverbindung, die den Holztransport per Trift ersetzen sollte. Darüber hinaus wurde die geplante Verbindung als belebendes Element für die Wirtschaft im Elmsteiner Tal betrachtet.[5]

Im August 1895 bildete sich unter der Führung des Lambrechter Bürgermeisters ein Komitee, das erneut eine Petition an die bayerische Regierung richtete. Zur selben Zeit beschäftigte es die Gremien der entsprechenden Gemeinden mit einer Denkschrift, die den Titel „Die Nothwendigkeit einer Elmstein=Neustadter=Thalbahn“ trug. Ein Jahr später erhielt das Unternehmen Vering & Waechter Zuschlag für die Projektierung. Diese war bereits zum Januar 1897 abgeschlossen.[5] Für den Bau der Strecke zwischen Sattelmühle und Elmstein wurden Kosten von 692.000 Mark veranschlagt. [6]

Zunächst entstand vom Bahnhof Lambrecht aus ein Industriegleis, das über Frankeneck bis zum Weiler Sattelmühle führte und im Jahr 1902 eröffnet wurde. Es diente der Holzabfuhr aus dem Pfälzerwald, zudem konnte sich eine in Frankeneck ansässige Holzfabrik des Gleises bedienen; gleichzeitig bildete das Industriegleis die Keimzelle für die geplante Nebenbahn.[7]

Projektierung der Bahnstrecke (1902–1904)

In den Jahren 1902 und 1903 existierte ein Projekt, das eine Bahnstrecke von Neustadt nach Saargemünd unter Einbeziehung des Industriegleises und von dort aus weiter über die Mückenwiese, Münchweiler an der Rodalb, Pirmasens, Stürzelbronn, Wingen und Tieffenbach verfocht, das sich jedoch nicht durchsetzte.[8] Das besagte Komitee setzte sich weiterhin dafür ein, das Industriegleis nach Elmstein zu verlängern und sie in diesem Zusammenhang zu einer regulären Bahnstrecke auszubauen. Die Regierung in Bayern verfolgte die Absicht, diese auf staatlicher Basis bauen zu lassen, zumal sich bereits zu dieser Zeit der baldige Übergang der Pfälzischen Eisenbahnen in das Eigentum der Königlich Bayerischen Staats-Eisenbahnen abzeichnete.[5]

Diese sollte weniger dem Personenverkehr als vielmehr dem Holztransport dienen, der den überwiegenden Teil des Güterverkehrs ausmachte. Allerdings rechnete man, weil aus Elmstein und dessen Teilorten Appenthal und Iggelbach insgesamt 130 Arbeiter auswärtig beschäftigt waren, auch im Personenverkehr mit einem gewissen Fahrgastpotential.[9]

Anfang 1904 fand eine Sitzung des Pfälzer Waldbahn-Komitees statt. Denn da die Strecke die Gemarkung unterschiedlicher Dörfer tangierte, deren Ortskerne weitab von der Strecke lagen – wie beispielsweise Hambach, Kirrweiler und Lachen – gestaltete sich der Grunderwerb für die Trasse schwierig. Die Gemeinden Elmstein und Kirrweiler waren bereit, das erforderliche Gelände ohne Entgelt abzutreten. Erstere strebte zudem an, den Anteil von Esthal, Hambach und Lachen aufzubringen. Im weiteren Verhandlungsverlauf stellte sich heraus, dass hierfür ein Geldbetrag im fünfstelligen Bereich aufgebracht werden musste. 35.000 Mark der Grunderwerbskosten wollte Elmstein aufbringen, wegen des Einspruchs des königlichen Ärars billigte man ihr jedoch lediglich 30.000 Mark zu. Darüber hinaus stellten Privatpersonen wie Albert Bürklin und der Graf D'Arlon sowohl Geld als auch Gelände zur Verfügung. Straßenbauingenieure stellten zudem fest, dass dank der Bahnlinie die Unterhaltungskosten der örtlichen Straßen deutlich geringer ausfallen würden.[1][9]

Nach langen Anstrengungen für eine Bahnverbindung ins Elmsteiner Tal erteilte der Landtag von Bayern am 10. August 1904 die Genehmigung zum Bau der Nebenstrecke.[1]

Bau und Eröffnung (1905–1909)

Im März 1905 begannen dann die Bauarbeiten, für die 800.000 Kubikmeter Erde bewegt wurden und deren Kosten sich auf insgesamt 692.000 Mark bezifferten. Für die Festlegung der Trasse und die Geländearbeiten war die Eisenbahninspektion Neustadt zuständig.[1][9]

Das 9,55 Kilometer lange Teilstück Sattelmühle–Elmstein wurde von deutschen und italienischen Arbeitern erbaut. 1907 erfolgte die hierfür erforderliche Erweiterung des Bahnhofs Lambrecht. Die örtliche Bauwirtschaft profitierte ebenfalls von der Errichtung der Strecke. Gebaut wurde hauptsächlich in Handarbeit, lediglich eine Feldbahn mit einer kleinen Dampflokomotive diente zur Unterstützung. Das Gleisbett wurde auf Sandstein gelegt, über den Speyerbach wurden insgesamt elf Brücken errichtet.[10]

Am 18. Januar 1909 fand eine Probefahrt auf der Strecke statt, die der technischen Überprüfung diente. Der Probezug erreichte um elf Uhr morgens den Bahnhof Elmstein. Fünf Tage später war die offizielle Eröffnungsfeier.[11] Der erste Zug sollte um 6:20 Uhr in Elmstein abfahren. Hierbei ereignete sich jedoch ein Unfall, der nach allen Archivunterlagen ohne Verletzte blieb,[12] auch wenn vielfach berichtet wird, es sei ein Menschenleben zu beklagen gewesen. Die Jungfernfahrt war schon nach wenigen Metern zu Ende, als der Zug wegen einer falsch gestellten Weiche mit Volldampf in den neuen Lokschuppen fuhr. Die Lokomotive hatte nur wenige Schrammen, am Lokschuppen hingegen waren größere Schäden entstanden, die behoben werden mussten. Als Ersatz traf ein Zug aus Lambrecht um 8:15 Uhr am Streckenendpunkt ein; um 10 Uhr fuhr schließlich der erste Zug von Elmstein nach Lambrecht.[13]

Betreiber waren zunächst die Bayerischen Staatseisenbahnen, denen seit 1. Januar 1909 das gesamte pfälzische Eisenbahnnetz gehörte; somit stellte die Eröffnung der Bahnstrecke eine ihrer ersten Amtshandlungen in der Region dar.[13]

Weitere Entwicklung (1909–1977)

Während die Strecke anfangs als Elmsteiner Talbahn bezeichnet wurde, setzte sich mit der Zeit der Name Kuckucksbähnel durch. Im Elmsteiner Tal war früher häufig der Ruf des Kuckucks zu hören, weswegen die Bewohner von Elmstein den Spitznamen „Kuckucke“ trugen. Geprägt hat den Begriff Kuckucksbähnel wahrscheinlich der Wirt des Restaurants „Lokschuppen“ am Bahnhof Elmstein. Die regionale Presse nahm den Begriff auf, so dass er sich mit der Zeit zum gängigen Streckennamen entwickelte.[11]

Zum 1. April 1920 wurde die Strecke Eigentum der Deutschen Reichsbahn. 1922 erfolgte die Eingliederung des Bahnhofs in die neu gegründete Reichsbahndirektion Ludwigshafen. Ein Jahr später wurden die am Bahnhof beschäftigten Eisenbahner im Zuge des von Frankreich durchgeführten, bis 1924 dauernden Regiebetriebs ausgewiesen. Danach kehrten sie zurück.[14] Im Zuge der Auflösung der Ludwigshafener Direktion wechselte er zum 1. April 1937 in den Zuständigkeitsbereich der Direktion Mainz; zu dieser Zeit unterstand er dem Betriebsamt (RBA) Neustadt und der Bahnmeisterei Lambrecht.[15]

Nach dem Zweiten Weltkrieg unterstand die Bahnstrecke der Betriebsvereinigung der Südwestdeutschen Eisenbahnen (SWDE), die 1949 in die neu gegründete Deutsche Bundesbahn (DB) überging. Letztere gliederte das Kuckucksbähnel in die Bundesbahndirektion Mainz ein, der sie alle Bahnlinien innerhalb des neu geschaffenen Bundeslandes Rheinland-Pfalz zuteilte. Zur selben Zeit wurde die Rentabilität der Strecke infrage gestellt. Neben dem stark ansteigenden Autoverkehr dieser Zeit trug die DB maßgeblich dazu bei, indem sie eine parallel verlaufende Omnibuslinie einrichtete. Diese hatte den Vorteil, dass sie zusätzlich die Bedienung des Elmsteiner Ortsteils Iggelbach übernahm, der abseits der Bahnstrecke lag und die Fahrten - anders als bei den Zügen - stets bis Neustadt führten.[16]

Am 28. Mai 1960 wurde der reguläre Personenverkehr endgültig eingestellt. Nach der Auflösung der Mainzer Direktion war ab dem 1. Juni 1971 ihr Pendant in Karlsruhe für die Bahnlinie zuständig.[17] Im Jahre 1977 wurde der Güterverkehr eingestellt, nachdem die Forstwirtschaft sich immer weniger rechnete, das Transportaufkommen stark zurückgegangen war und der letzte planmäßige Güterzug bereits am 30. Juni 1976 verkehrt war.[18] In den letzten Betriebsjahren besaß die Bahnlinie offiziell nur noch den Status eines Anschlussgleises.[19]

Pläne für eine Museumsbahn (seit 1977)

Im seit 1969 bestehenden Landkreis Bad Dürkheim, in dessen Gebiet die Strecke seither liegt, unternahmen Politiker bereits 1971 Versuche, die Bahnlinie als Museumseisenbahn zu erhalten. Dies verhinderte zunächst jedoch die DB. Trotzdem kamen die Bemühungen, die Strecke zu erhalten, nicht zum Erliegen. So nahm in der Folgezeit der damalige rheinland-pfälzische Verkehrsminister Heinrich Holkenbrink an einer Besichtigungsfahrt teil. Es gelang zunächst, die DB dazu zu bewegen, die geplante Streckenstilllegung und den damit drohenden Rückbau auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben, obwohl die Gleisanlagen bereits bauliche Mängel aufwiesen. Darüber hinaus erklärte sich die Karlsruher Bundesbahndirektion bereit, das gesamte Gelände an die ebenfalls seit 1969 existierende Verbandsgemeinde Lambrecht zu verkaufen.[20]

Da eine Wiederbelebung der Strecke zunächst unrealistisch erschien, liefen bereits Pläne, die Trasse in einen Radweg umzuwandeln beziehungsweise auf ihr Postkutschenfahrten durchzuführen. Währenddessen plante der Südwestfunk die Fernsehserie Der Glücksritter – Die Abenteuer des Robert Curwich. Den Ort Breitenstein samt der Strecke betrachtete der Sender als passenden Drehort, weshalb die teilweise zugewachsene Strecke zwischen Lambrecht und Breitenstein freigeschnitten werden musste. Darüber hinaus musste der Bahndamm gesichert und die Gleise stellenweise repariert werden. Die Dreharbeiten selbst fanden im Mai 1983 statt.[21]

Zur selben Zeit liefen lange Verhandlungen mit der DB, welche die Bahnlinie daraufhin an den Landkreis verkaufte. Der entsprechende Vertrag wurde im Frühjahr 1984 unterschrieben. Die Pläne sahen vor, den Museumsbetrieb in Zusammenarbeit mit dem seit 1981 existierenden DGEG-Eisenbahnmuseum Neustadt/Weinstraße durchzuführen. Am 14. Februar 1984 gründeten Eisenbahnfreunde die Kuckucksbähnel-Betriebs-GmbH (KKB), der zunächst die Stadt Neustadt an der Weinstraße, die Verbandsgemeinde Lambrecht, drei Vereine aus der Region und einige Privatpersonen angehörten.[22]

Museumsbahn (seit 1984)

Am 2. Juni 1984 konnte der Museumsbetrieb schließlich aufgenommen werden.[7] Der Eröffnungszug startete um 9:45 Uhr im Neustadter Hauptbahnhof und transportierte 350 Fahrgäste. Bis Lambrecht musste ihm wegen Auflagen der Bundesbahn die Diesellokomotive V 36 127 vorgespannt werden. Im selben Jahr entstand in Neustadt der Förderverein Kuckucksbähnel, dessen Vorsitzender Werner Schreiner wurde.[23]

Die Bahn wird seither vorzugsweise von Ausflüglern genutzt. Wegen der vielen Fahrgäste mussten die Züge verlängert werden.[24] In den Folgejahren kamen oft Sonderzüge zum Einsatz, so beispielsweise zwei Mal der Gläserne Zug.[25] Im Juni 2004 feierte das Kuckucksbähnel sein 20-jähriges Bestehen als Museumseisenbahn.[26]

Streckenverlauf

Nach der Ausfahrt aus dem Bahnhof Lambrecht benutzt die Bahnstrecke das südliche Gleis der Bahnstrecke Mannheim–Saarbrücken, um nach rund einem Kilometer nach Südwesten ins Elmsteiner Tal abzubiegen. Unmittelbar danach überbrückt sie die Bundesstraße 39. Sie passiert den ehemaligen Güterbahnhof Lambrecht sowie die Ortsgemeinde Frankeneck und folgt dem Speyerbach, der im weiteren Streckenverlauf, der von mehreren S-Kurven geprägt ist, mehrfach überquert wird.[27] Dabei kommt sie ausschließlich an sehr kleinen Siedlungen wie Sattelmühle, Erfenstein und Breitenstein vorbei und passiert mehrere Burgen, so die durch eine lokale Sage verbundenen Ruinen Erfenstein und Spangenberg. Dabei führt sie recht nahe an unberührter Natur entlang. Nach Helmbach folgt ein Streckenabschnitt mit einer Steigung von 1:69 (14 ‰), da dort eine Schlucht durchquert wird. Die Strecke endet am Ortseingang von Elmstein, wo sich der Betriebsmittelpunkt befindet.

Die Bahnstrecke Lambrecht–Elmstein verläuft komplett im Landkreis Bad Dürkheim und dort wiederum innerhalb der Verbandsgemeinde Lambrecht. Sie berührt neben der Stadt Lambrecht die Gemeinden Frankeneck, Esthal (vom aufgelassenen Haltepunkt Esthal bis Breitenstein) sowie Elmstein (von Helmbach bis zum Streckenende). Zwischen Breitenstein und Helmbach befährt sie zudem an zwei Stellen das Gebiet einer Exklave der zum Landkreis Südliche Weinstraße gehörenden Ortsgemeinde Kirrweiler (Pfalz). Von Iptestal bis kurz vor Breitenstein grenzt außerdem unmittelbar südlich an die Bahnstrecke das Gebiet der kreisfreien Stadt Neustadt an die Strecke.

Verkehr

Personenverkehr

In den ersten Monaten verkehrten zwischen Lambrecht und Elmstein insgesamt drei Zugpaare. Bereits im Mai des Jahres 1909 erschien ein neuer Fahrplan, demzufolge werktags vier und sonntags fünf Züge pro Richtung fuhren. Dabei fuhren Wagen zweiter, dritter und bis zum 28. Oktober 1928 vierter Klasse. Der 1902 gegründete Pfälzerwald-Verein veranlasste zudem, den Fahrplan auf den Ausflugsverkehr abzustimmen.[28]

Die Fahrzeit zwischen Lambrecht und Elmstein betrug anfangs zwischen 45 und 51 Minuten, konnte aber im Laufe der Jahre bis auf rund 30 Minuten verringert werden.[29][18] In der Nachkriegszeit verkehrten Werktags drei Zugpaare, sonn- und feiertags waren es zwei. Die Züge wurden bis nach Neustadt durchgebunden.[30] Von Januar bis April 1954 existierte an Sonn und Feiertagen kein Verkehr.[31]

Güterverkehr

Der Güterverkehr, der auf der Strecke stets eine größere Bedeutung als der Personenverkehr hatte, wurde vor allem von der Holzindustrie der Region getragen. Entsprechend wurden Flach- und offene Güterwagen verwendet.[32] Von 1902 bis 1909 bildete die Güterverladestelle Sattelmühle den Umschlagplatz für Güter aus dem Elmsteiner Tal.

In den letzten Jahren der Bedienung des Güterverkehrs zwischen Frankeneck und Elmstein fanden die Fahrten ausschließlich montags, mittwochs und freitags statt.[19] Der letzte planmäßige Güterzug der DB am 30. Juni 1976 führte zwei leere und einen mit Holz beladenen Wagen.[32] Offiziell wurde der Güterverkehr in diesem Abschnitt, der folglich zu einem Anschlussgleis degradiert worden war, am 29. Mai 1977 eingestellt. Dennoch erklärte sich die Bundesbahn bereit, die Frachten an den Lagerplätzen der Bahnhöfe abzufahren.[20]

Auf dem Bahnhof Frankeneck, nunmehr Bestandteil des Lambrechter Bahnhofs war, wurde bis 1996 Holz verladen; ein Jahr später wurden die Gütergleise demontiert. Bis Ende 2004 gab es einen Gleisanschluss der Papierfabrik Julius Glatz GmbH aus Richtung Lambrecht.[33] Entsprechende Gleisreste befinden sich auf dem Firmengelände.[34] Fünf Jahre später erhielt die Fabrik ein neues Anschlussgleis, diesmal aus Richtung Elmstein.[35] Die Güter werden mit einem Lastkraftwagen verladen, der mit zusätzlichen Radsätzen für Schiene ausgestattet ist.[36]

Museumsverkehr

Die Züge des Kuckucksbähnels fahren in der Regel von Gleis 5 des Hauptbahnhofs von Neustadt an der Weinstraße. Auf einer Länge von knapp sieben Streckenkilometern befahren die Züge die zweigleisige elektrifizierte Bahnstrecke Mannheim–Saarbrücken und passieren dabei den Wolfsberg-Tunnel. Im Bahnhof Lambrecht halten die Züge des Kuckucksbähnels in der Regel auf Gleis 1.

Von April bis Oktober verkehren auf der Strecke sonn- und feiertags zwei Zugpaare. Die erste Fahrt am Tag beginnt zwischen 10 und 11 Uhr in Neustadt, wo die letzte Fahrt von Elmstein zwischen 18 und 19 Uhr endet. Die anderen beiden Fahrten beginnen bzw. enden in Lambrecht. Die Fahrt zwischen Lambrecht und Elmstein dauert etwa eine Stunde.

Die Fahrpreise liegen zwischen 5 und 25 Euro; Kinder, Familien und Gruppen erhalten Ermäßigung. Die Fahrkarten des Kuckucksbähnels gelten außerdem in der Anschluss-S-Bahn zwischen Lambrecht und Neustadt. Verkauft werden die Karten im Kuckucksbähnel-Schalter auf Gleis 5 am Bahnhof Neustadt sowie am Schalter im Bahnhof Elmstein. Wenn die Schalter geschlossen sind bzw. an den Haltepunkten unterwegs fehlen, können die Fahrkarten beim Schaffner gelöst werden.

Nach Bedarf finden auf der Strecke Sonderfahrten statt.

Fahrzeugeinsatz

Einsatz von 1909 bis 1977

Zuständig für den Fahrzeugeinsatz war in erster Linie die nächstgelegene Werkstätte Neustadt. Die Dampflokomotiven, die in den ersten Betriebsjahren zum Einsatz kamen, waren solche der Gattungen T 4.I und T 4.II der Pfalzbahn. Bis Ende der 1930er Jahre waren sie auf dem Kuckucksbähnel vorzufinden. Ab 1927 war die Preußische T 9 - bei der Deutschen Reichsbahn als Baureihe 91 verzeichnet - auf der Strecke ebenfalls anzutreffen und später vor allem der Unterbauart T 9.3. Einige Jahre später gelangten die seit 1928 ebenfalls in Neustadt stationierten Lokomotiven der DR-Baureihe 64 ebenfalls auf die Nebenstrecke. In der ersten Hälfte der 1950er Jahre waren die Baureihen 57.10 (vormals Preußische G 10) und 74 (ehemals Preußische T 12) anzutreffen. Letztere kam vor allem im Rangierdienst zum Einsatz. Am 22. August 1954 zog die 91 593 den letzten planmäßigen Personenzug, der mit Dampf fuhr.[37] An diesem Tag wurde sie mit der Aufschrift „Kuckucks letzte Fahrt“ versehen.[7]

Ab Anfang der 1960er Jahre erfolgte im Güterverkehr ebenfalls die Umstellung auf Dieselbetrieb. Da das Neustadter Betriebswerk zu diesem Zeitpunkt bereits schrittweise aufgelöst wurde, war die Bahnlinie nunmehr vor allem dem Zuständigkeitsbereich des Pendants in Ludwigshafen zugeschlagen. Letzteres setzte für Güterzüge bis zum Jahr 1973 Loks der Baureihe V 20, die ursprünglich der Wehrmacht gedient hatte. Bis zur Einstellung des Güterverkehrs nach Elmstein war fortan die Köf-III-Lok 333 170-9 für die sporadischen Beförderungen zuständig.[19]

Ab März wurde die Personenbeförderung bis zur Einstellung des regulären Personenverkehrs im Jahr 1960 mit Uerdinger Schienenbussen weitergeführt. Stationiert waren diese im Bahnbetriebswerk Landau; von dort aus kamen sie innerhalb der gesamten Pfalz zum Einsatz.[38]

Museumsfahrzeuge

Die Loks und Wagen des Kuckucksbähnels werden im Auftrag der KKB im Eisenbahnmuseum in Neustadt der Deutschen Gesellschaft für Eisenbahngeschichte (DGEG) unterhalten. Dieses Eisenbahnmuseum ist im historischen Lokschuppen des Hauptbahnhofs von Neustadt an der Weinstraße untergebracht.

Lokomotiven

Auf der Strecke kommen die Schlepptenderlok Speyerbach (eine dreiachsige ehemalige Industrielok aus dem Jahr 1904) und die 89 7159, eine preußische Lok der Bauart T 3 aus dem Jahr 1910, zum Einsatz. Letztere war zuvor auf der Achertalbahn stationiert gewesen.[39] Sie ziehen unterschiedliche historische Wagen durch das Elmsteiner Tal. Daneben steht noch die Diesellokomotive V 36 127 zur Verfügung, die 1941 gebaut wurde.

Wagen

Wagen Baujahr Frühere Verwendung Anmerkungen
Baden 12 240 1898 Badische Staatseisenbahnen
Stuttgart 11 150 1909 Königlich Württembergische Staats-Eisenbahnen
CCi 4918 1902 Königlich Württembergische Staats-Eisenbahnen dritte Klasse
BCCi 2455 1901 Königlich Württembergische Staats-Eisenbahnen
Wagen 53 1945 Bern-Lötschberg-Simplon-Bahn
Wagen 92 1945 Bern-Lötschberg-Simplon-Bahn
Umbauvierachser „Köln 2288“ Nachkriegs-Umbauprogramm der früheren Deutschen Bundesbahn ehemals preußischer Nebenbahnpersonenwagen
Di 4 1891 Eisern-Siegener Eisenbahn
DGEG 102 1902 ehemaliger Nebenbahn-Packwagen wurde in einen Barwagen umgebaut, beherbergt zur Zeit die „Museumsschänke“

Betriebsstellen

Lambrecht (Pfalz)

Hauptartikel: Bahnhof Lambrecht (Pfalz)

Der Bahnhof wurde am 25. August 1849 eröffnet, als die bislang existierende Lücke der Pfälzischen Ludwigsbahn zwischen Frankenstein und Neustadt geschlossen wurde, der zuvor die komplizierte Topografie des Neustadter Tales im Wege gestanden hatte. Entlang dieses Abschnittes war Lambrecht eine von zwei Unterwegsstationen.

Sein ursprüngliches Empfangsgebäude entsprach vom Baustil her demjenigen, der in der Pfalz vor allem in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bei Bahnhöfen üblich war. Im Zweiten Weltkrieg fiel es den Kampfhandlungen zum Opfer. Das derzeitige Bahnhofsgebäude wurde 1957 fertiggestellt.[40] Seit dem 12. März 1964 ist der Bahnhof zudem Teil der vollständig elektrifizierten Magistrale von Mannheim bis nach Saarbrücken.[41] In den 1980er Jahren erhielt er zudem ein Gleisbildstellwerk und 2003 wurde er in das Netz der S-Bahn RheinNeckar integriert.

Das Gebäude der früheren Güterabfertigung, welches zuletzt als Privathaus gedient hatte, wurde 1999 abgerissen um Parkplätze zu schaffen. Am 16. Mai desselben Jahres wurde in Neustadt ein elektronisches Stellwerk in Betrieb genommen, wodurch der Bahnhof Lambrecht seinen letzten Arbeitsplatz einbüßte. Zudem demontierte die Deutsche Bahn im Bahnhof vorhandene Gleise, so dass der Bahnhof seither nur noch dreigleisig ist.[42]

Frankeneck und Güterbahnhof Lambrecht

Der Haltepunkt und frühere Bahnhof Frankeneck befindet sich auf der Gemarkung von Lambrecht unweit des nordöstlichen Siedlungsrands der Ortsgemeinde Frankeneck. Während der Zeit der Bayerischen Staatseisenbahnen war er als Stationstyp 2 geführt.[43][44] Da die Platzverhältnisse im Lambrechter Bahnhof beengt waren und dieser an den Grenzen seiner Leistungsfähigkeit angelangt war, fungierte er jahrzehntelang ebenfalls als Güterbahnhof Lambrecht.[45] Einige Jahre nach der Stilllegung wurde er zum „Bahnhofsteil Frankeneck des Bf Lambrecht (Pfalz)“ umfunktioniert.[46]

Mit der regulären Eröffnung der Bahnlinie erhielt der Bahnhof als einzige Zwischenstation entlang der Strecke ein Empfangsgebäude,[47] das wegen der eher untergeordneten Bedeutung vergleichsweise klein war.[48] Mitte der 1970er Jahre wurde es abgebrochen und 200 Meter entfernt unweit der örtlichen Talstraße wieder errichtet. Bereits um die Jahrtausendwende war es indessen nicht mehr bewohnt und heruntergekommen.[46]

1926 erhielt der Bahnhof ein zusätzliches Gebäude, das der Güterabfertigung diente. Zeitgleich fand ein Ausbau des Bahnhofs statt, wobei auch in der Nähe ein inzwischen abgerissener Lokschuppen entstand.[46]

Esthal

Von 1902 bis 1909 war die sogenannte Güterverladestelle Sattelmühle Endpunkt des damals in Lambrecht beginnenden Industriegleises. Mit der Eröffnung des restlichen Abschnitts im Jahr 1909 wurde sie ebenso für Personenzüge zum Unterwegshalt und hieß fortan mit Hinblick auf ihre Bedeutung für das rund vier Kilometer entfernt liegende Siedlungsgebiet von Esthal Sattelmühle-Esthal. Während der Zeit der Bayerischen Staatseisenbahnen war sie als Stationstyp 2 geführt.[43][49]

Der inzwischen abgerissene Bahnsteig befand sich damals zwischen den beiden noch bestehenden Gleisen. Zur weiteren Ausstattung gehörte unter anderem ein Güterschuppen.[47] Im Zweiten Weltkrieg gab es vonseiten der Reichsbahn Pläne, die Betriebsstelle zu einem vollwertigen Bahnhof auszubauen, die jedoch nicht realisiert wurden. Zuletzt hieß sie Esthal. Eine Reaktivierung des Bahnhalts blieb im Zuge der Aufnahme des Museumsbahnverkehrs aus.[50]

Erfenstein

Ursprünglich befand sich der Bahnsteig von Erfenstein zwischen der Brücke über den Speyerbach aus Richtung Lambrecht und der im nördlichen Bahnhofsbereich befindlichen Weiche 101. Während der Zeit der Bayerischen Staatseisenbahnen war er als Stationstyp 2 geführt.[43][44] Die Weiche verfügte ursprünglich über einen Gestängeantrieb, der zwischenzeitlich aufgegeben wurde; seine Reste sind jedoch noch vorhanden.[51]

Der Bahnhof, der sich auf Höhe des Weilers und unweit der gleichnamigen Burg befindet, ist heute von allen Unterwegshalten die einzige Betriebsstelle, an der heute noch Zugkreuzungen möglich sind. Diese finden jedoch nur selten statt, beispielsweise bei Fahrten von Sonderzügen. Dementsprechend verfügt Erfenstein derzeit über einen Inselbahnsteig. Das westliche Gleis fungiert als Kreuzungs- beziehungsweise Überholungsgleis. Ursprünglich diente es ausschließlich als Ladegleis und war lediglich aus Richtung Lambrecht befahrbar. Nach dem Umbau zum Kreuzungsbahnhof erhielt der Bahnhof eine weitere Weiche mit der Nummer 102. Bei dieser handelt es sich um Schienenprofile von Länderbahnen, die auf Stahlschwellen montiert wurden.[52]

Breitenstein

Der heutige Betriebsbahnhof befindet sich beim Streckenkilometer 7,44. Er hat ein Abstellgleis, das aus Richtung Lambrecht angebunden ist und früher ebenso von Elmstein aus befahrbar war. Nördlich des Streckengleises gab es einen insgesamt 50 Meter langen Bahnsteig, dessen Terrain mittlerweile als Gleislager fungiert. Hinzu kam ein Ladegleis, das nach der regulären Einstellung des Personenverkehrs im Jahr 1960 abgebaut wurde.[53] Alle drei Gleise kreuzten damals die nahe Totenkopfstraße.

Während der Zeit der Bayerischen Staatseisenbahnen war der Bahnhof als Stationstyp 2 geführt.[43][54] Bereits am 25. Dezember 1913 wurde der Fahrkartenverkauf an der Bahnstation eingestellt.[55]

Der heutige Haltepunkt im Zuge des Museumsbahnbetriebs liegt 130 Meter weiter westlich unweit des Forsthauses Breitenstein. Er wird durch die Totenkopfstraße vom Bahnhof getrennt.[53][27] Unter ihn hindurch fließt der Argenbach, ein rechter Nebenfluss des Speyerbachs.[56]

Helmbach (Bahnhof und Haltepunkt)

Der heutige Betriebsbahnhof Helmbach befindet sich beim Streckenkilometer 9,18. Er hat ein Nebengleis, das aus Richtung Lambrecht angebunden ist. Während der Zeit der Bayerischen Staatseisenbahnen hieß er Helmbacher Sägemühle und war als Stationstyp 2 geführt.[43][57] Der damalige Bahnsteig befand sich zwischen dem Bahnübergang der nach Iggelbach führenden Kreisstraße 51 und der bis heute vorhandenen Weiche 104. Im Güterverkehr spielte die Holzverladung eine große Rolle, weshalb der Bahnhof mit fünf Weichen, zwei Seiten- und einer Kopframpe ausgestattet war. Darüber hinaus besaß er zwei Ladegleise, von denen eines aus beiden Richtungen an das Streckengleis angebunden war.[58]

Der jetzige Haltepunkt befindet sich rund 300 Meter östlich auf Höhe einer inzwischen nicht mehr vorhandenen Weiche und ist nicht direkt über Straßen oder Zugänge zu erreichen.[56][27]

Elmstein

Der Bahnhof liegt am südöstlichen Ortsrand von Elmstein. Von allen Unterwegshalten entlang der Strecke hatte er die größte Bedeutung im Personenverkehr. So lag der jährliche Fahrkartenverkauf vor Ort stets im fünfstelligen Bereich.[55] Während der Zeit der Bayerischen Staatseisenbahnen war er als Stationstyp 1 geführt.[59][44] Darüber hinaus bildete er zeitweise einen Lokomotivbahnhof des Neustadter Betriebswerks.[60] Das Empfangsgebäude ist noch heute vorhanden. Ursprünglich war die Wartehalle offen, erst später wurde diese mit Wänden versehen. Es besteht aus Fachwerk und wurde im Lauf der Jahrzehnte mehrfach umgebaut. Inzwischen dient es dem Fahrkartenverkauf für den Museumsbahnbetrieb; darüber hinaus beherbergt es eine Toilette sowie einen Raum für den Förderverein. Im ehemaligen Lokschuppen - ebenfalls ein Fachwerkgebäude - ist eine Gaststätte untergebracht.[61] In einem Anbau waren Räume für das Personal zum Übernachten angebracht.[62]

Literatur

  • Werner Schreiner: Kuckucks-Bähnel. Festschrift zur Wiederinbetriebnahme der Bahnstrecke Neustadt (Weinstraße)–Lambrecht–Elmstein als Museumsbahn. Edeldruck Verlag, Lambrecht 2. Juni 1984.
  • Edeldruck (Hrsg.): Kuckucks-Bähnel. Festschrift zumJubiläum der ersten rheinland-pfälzischen Museumsbahn. Edeldruck Verlag, Lambrecht 1989.
  • Reiner Frank: Elmsteinertal damals und heute. Deutsche Gesellschaft für Eisenbahngeschichte, Karlsruhe 1986, ISBN 3-921700-51-5.
  • Reiner Frank: Eisenbahn im Elmsteiner Tal einst und jetzt. Deutsche Gesellschaft für Eisenbahngeschichte, Werl 2001, ISBN 3-921700-90-6.
  • Klaus D. Holzborn: Eisenbahn-Reviere Pfalz. transpress, Berlin 1993, ISBN 3-344-70790-6, S. 47–54.
  • Werner Schreiner: Kuckucks-Bähnel und Elmsteiner Tal. Museumsbahn und Landschaft. Edeldruck Verlag, Lambrecht 1985.
  • Heinz Sturm: Die pfälzischen Eisenbahnen. pro message, Ludwigshafen 2005, ISBN 3-934845-26-6, S. 241.

Weblinks

 Commons: Kuckucksbähnel  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 Reiner Frank: Eisenbahn im Elmsteiner Tal einst und jetzt. 2001, S. 15.
  2. Reiner Frank: Eisenbahn im Elmsteiner Tal einst und jetzt. 2001, S. 9 f.
  3. Reiner Frank: Eisenbahn im Elmsteiner Tal einst und jetzt. 2001, S. 10 ff.
  4. Reiner Frank: Eisenbahn im Elmsteiner Tal einst und jetzt. 2001, S. 12.
  5. 5,0 5,1 5,2 Reiner Frank: Eisenbahn im Elmsteiner Tal einst und jetzt. 2001, S. 13.
  6. Werner Schreiner: Eisenbahn-Geschichte, Heft 33, April/Mai 2009, S. 29 ff.
  7. 7,0 7,1 7,2 Klaus Detlef Holzborn: Eisenbahn-Reviere Pfalz. 1993, S. 48.
  8. Werner Schreiner: Paul Camille von Denis. Europäischer Verkehrspionier und Erbauer der pfälzischen Eisenbahnen. 2010, S. 121.
  9. 9,0 9,1 9,2 Heinz Sturm: Die pfälzischen Eisenbahnen. 2005, S. 241.
  10. Reiner Frank: Eisenbahn im Elmsteiner Tal einst und jetzt. 2001, S. 15 f.
  11. 11,0 11,1 Klaus Detlef Holzborn: Eisenbahn-Reviere Pfalz. 1993, S. 47.
  12. Werner Schreiner, Eisenbahn Geschichte, Heft 33, April/Mai 2009, ab S. 29 ff.
  13. 13,0 13,1 Reiner Frank: Eisenbahn im Elmsteiner Tal einst und jetzt. 2001, S. 18.
  14. Albert Mühl: Die Pfalzbahn. 1982, S. 38 f.
  15. bahnstatistik.de: Königlich Bayerische Eisenbahndirektion Ludwigshafen a. Rhein – Zeittafel: Errichtungen – Bezeichnungen – Auflösungen. Abgerufen am 27. September 2015.
  16. Reiner Frank: Eisenbahn im Elmsteiner Tal einst und jetzt. 2001, S. 55 ff.
  17. Eisenbahndirektion Mainz – Zeittafel: Errichtungen – Bezeichnungen – Auflösungen. bahnstatistik.de, abgerufen am 6. Januar 2014.
  18. 18,0 18,1 Das Kuckucksbähnel – Einst bis jetzt. eisenbahnmuseum-neustadt.de, abgerufen am 13. September 2013.
  19. 19,0 19,1 19,2 Reiner Frank: Eisenbahn im Elmsteiner Tal einst und jetzt. 2001, S. 56.
  20. 20,0 20,1 Reiner Frank: Eisenbahn im Elmsteiner Tal einst und jetzt. 2001, S. 67.
  21. Reiner Frank: Eisenbahn im Elmsteiner Tal einst und jetzt. 2001, S. 68.
  22. Reiner Frank: Eisenbahn im Elmsteiner Tal einst und jetzt. 2001, S. 68 f.
  23. Reiner Frank: Eisenbahn im Elmsteiner Tal einst und jetzt. 2001, S. 69 ff.
  24. Reiner Frank: Eisenbahn im Elmsteiner Tal einst und jetzt. 2001, S. 75.
  25. Reiner Frank: Eisenbahn im Elmsteiner Tal einst und jetzt. 2001, S. 41.
  26. Jubiläum Kuckucksbähnel 2004. fotogalerie-neustadt.de, abgerufen am 7. Januar 2014.
  27. 27,0 27,1 27,2 Klaus Detlef Holzborn: Eisenbahn-Reviere Pfalz. 1993, S. 52.
  28. Reiner Frank: Eisenbahn im Elmsteiner Tal einst und jetzt. 2001, S. 56 ff.
  29. Reiner Frank: Eisenbahn im Elmsteiner Tal einst und jetzt. 2001, S. 60.
  30. Werner Schreiner: Paul Camille von Denis. Europäischer Verkehrspionier und Erbauer der pfälzischen Eisenbahnen. 2010, S. 137.
  31. Reiner Frank: Eisenbahn im Elmsteiner Tal einst und jetzt. 2001, S. 59.
  32. 32,0 32,1 Reiner Frank: Eisenbahn im Elmsteiner Tal einst und jetzt. 2001, S. 58.
  33. Klaus Detlef Holzborn: Eisenbahn-Reviere Pfalz. 1993, S. 50.
  34. Ehemaliger Fabrikanschluss in Frankeneck. vergessene-bahnen.de, abgerufen am 7. Januar 2014.
  35. Die Bahn bringt’s! – 10 kluge Verlagerungsbeispiele vom Lkw auf die Schiene. allianz-pro-schiene.de, abgerufen am 7. Januar 2014 (PDF).
  36. Fabrikanschluss in Frankeneck. vergessene-bahnen.de, abgerufen am 7. Januar 2014.
  37. Reiner Frank: Eisenbahn im Elmsteiner Tal einst und jetzt. 2001, S. 52 ff.
  38. Reiner Frank: Eisenbahn im Elmsteiner Tal einst und jetzt. 2001, S. 55.
  39. Reiner Frank: Eisenbahn im Elmsteiner Tal einst und jetzt. 2001, S. 72.
  40. Reiner Frank: Eisenbahn im Elmsteiner Tal einst und jetzt. 2001, S. 22 ff.
  41. Klaus Detlef Holzborn: Eisenbahn-Reviere Pfalz. 1993, S. 90.
  42. Reiner Frank: Eisenbahn im Elmsteiner Tal einst und jetzt. 2001, S. 26 f.
  43. 43,0 43,1 43,2 43,3 43,4 Stationstyp 2 wies „Personen-, Gepäck- und Eilgut-Verkehr“ auf.
  44. 44,0 44,1 44,2 Die Bahnhöfe der Königlich Bayerischen Staatseisenbahnen – linksrheinisch (bayerische Pfalz) – Contwig bis Friesenheim i. d. Pf. kbaystb.de, abgerufen am 6. Januar 2013.
  45. Güterbahnhof Lambrecht. vergessene-bahnen.de, abgerufen am 6. Januar 2014.
  46. 46,0 46,1 46,2 Reiner Frank: Eisenbahn im Elmsteiner Tal einst und jetzt. 2001, S. 31.
  47. 47,0 47,1 Lambrecht–Erfenstein. vergessene-bahnen.de, abgerufen am 6. Januar 2014.
  48. Reiner Frank: Eisenbahn im Elmsteiner Tal einst und jetzt. 2001, S. 28.
  49. Pirmasens bis Steinwenden. kbaystb.de, abgerufen am 6. Januar 2013.
  50. Reiner Frank: Eisenbahn im Elmsteiner Tal einst und jetzt. 2001, S. 33.
  51. Reiner Frank: Eisenbahn im Elmsteiner Tal einst und jetzt. 2001, S. 35.
  52. Reiner Frank: Eisenbahn im Elmsteiner Tal einst und jetzt. 2001, S. 35 ff.
  53. 53,0 53,1 Reiner Frank: Eisenbahn im Elmsteiner Tal einst und jetzt. 2001, S. 38.
  54. Albersweiler-St. Johann bis Burgalben. kbaystb.de, abgerufen am 6. Januar 2013.
  55. 55,0 55,1 Reiner Frank: Eisenbahn im Elmsteiner Tal einst und jetzt. 2001, S. 63.
  56. 56,0 56,1 Erfenstein–Elmstein. vergessene-bahnen.de, abgerufen am 6. Januar 2014.
  57. Galgenschanze bis Jockgrim. kbaystb.de, abgerufen am 6. Januar 2013.
  58. Reiner Frank: Eisenbahn im Elmsteiner Tal einst und jetzt. 2001, S. 38 f.
  59. Stationstyp 1 wies „ Personen-, eventuell auch Gepäck-Verkehr“ auf.
  60. Eisenbahndirektion Mainz – Zeittafel: Errichtungen – Bezeichnungen – Auflösungen. bahnstatistik.de, abgerufen am 6. Januar 2014.
  61. Reiner Frank: Eisenbahn im Elmsteiner Tal einst und jetzt. 2001, S. 48.
  62. Reiner Frank: Eisenbahn im Elmsteiner Tal einst und jetzt. 2001, S. 39.

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Kuckucksbähnel (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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