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Krumbach (Niederösterreich)


Krumbach
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Wiener Neustadt-Land
Kfz-Kennzeichen: WB
Fläche: 43,93 km²
 :
Höhe: 533 m ü. A.
Einwohner: 2.305 (1. Jän. 2016)
Bevölkerungsdichte: 52 Einw. pro km²
Postleitzahlen: 2851, 2852, 2853, 2871
Vorwahl: 02647
Gemeindekennziffer: 3 23 15
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Marktstraße 17
2851 Krumbach
Website: www.krumbach-noe.at
Politik
Bürgermeister: Josef Freiler (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(21 Mitglieder)
16
3
2
16 
Lage der Marktgemeinde Krumbach im Bezirk Wiener Neustadt-Land
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Krumbach ist eine Marktgemeinde mit 2305 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2016 ) im Süden von Niederösterreich in der Buckligen Welt.

Erklärung des Ortsnamens

Ursprünglich Gewässername mit der Bedeutung "in Windungen verlaufender Bach". Urkundlich: 1182 Chrumpach.

Geschichte

Funde aus der Steinzeit, der Bronzezeit und der Römerzeit deuten darauf hin, dass die Gegend schon damals besiedelt war. Ab Mitte des 9. Jahrhunderts gibt es erste christliche Gemeinden.

Im Jahre 1182 wird Krumbach das erste Mal urkundlich erwähnt. Eine Traditionsnotiz aus der Regierungszeit Ottokars IV. erwähnt als Zeugen einen „Gerhardus de Chrumpach“. Der erste Sitz dieses Krumbacher-Geschlechtes war aber nicht die jetzige Burg, sondern eine Befestigung auf dem so genannten „Schmelzriegel“. Mitte des 13. Jahrhunderts wird die heute noch bestehende Burganlage errichtet.

1394 übertrug der letzte Krumbacher Hans von Chrumbach die Burg seinem Onkel Pilgrim von Puchheim. Die Puchheimer herrschten bis ins 17. Jahrhundert und erhielten 1462 auch das Landgericht mit Stock und Galgen.

Unter Erasmus von Puchheim (1518–1571), der auch die Erasmuskirche und das Bürgerspital (heute Teil des Museumsdorfes) errichtete, kam es Mitte des 16. Jahrhunderts zum schlossartigen Ausbau der Burg mit den Vorwerken, so wie sie sich heute noch darstellt.

Nach den Puchheimern war von 1664 bis 1875 das ungarische Adelsgeschlecht der Pálffys Besitzer von Schloss Krumbach. Im 17. und 18. Jahrhundert brachten die Türken, die Kuruzen, die Pest und die Cholera eine schwere Zeit für die Krumbacher Gegend. Seit dem 17. Jahrhundert gibt es auch Berichte über das Schulwesen in Krumbach.

Die „Herrschaft Krumbach“ hat im Revolutionsjahr 1848 ihr Ende gefunden, in Kirchschlag wurde ein staatliches Bezirksgericht eingerichtet und 1854 wurden „Markt“ und „Amt“ (Streusiedlungen) eine Marktgemeinde nach dem Gemeindegesetz von 1849.

1884 wird die Freiwillige Feuerwehr Krumbach gegründet. Das Schloss Krumbach kommt in bürgerlichen Besitz, der des Öfteren wechselt, bis es Anfang der 1990er-Jahre zu einem Schlosshotel umgebaut wurde.

Von 1854 bis 1938 gab es in Krumbach eine kleine jüdische Gemeinde. Im Hof des heutigen Gemeindeamts erinnert eine Gedenktafel an das jüdische Bethaus.

Seit 1945 hat sich Krumbach zu einer modernen Fremdenverkehrsgemeinde mit allen kommunalen Einrichtungen entwickelt.

Bevölkerung

Bevölkerungsentwicklung

Religion

Nach den Daten der Volkszählung 2001 sind 95,0 % der Einwohner römisch-katholisch und 1,2 % evangelisch. 0,3 % sind Muslime, 0,4 % gehören orthodoxen Kirchen an. 2,5 % der Bevölkerung haben kein religiöses Bekenntnis.

Politik

Gemeinderatswahlen
 %
80
70
60
50
40
30
20
10
0
74,49 %
(-5,15 %p)
13,46 %
(+2,39 %p)
12,05 %
(n. k.)
keine
(-9,28 %p)
2010

2015

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Gemeinderat

Der Gemeinderat besteht aus 21 Mitgliedern und setzt sich seit der Gemeinderatswahl vom 25. Jänner 2015 aus Mandaten der folgenden Parteien zusammen:

Bürgermeister seit 1945

Periode Name
1945 Anton Schwarz
1945–1946 Johann Gebhart
1946–1950 Ernst Bauer
1950–1963 Florian Freiler
1963–1979 Ernst Blochberger
1979–1990 Friedrich Gamauf
1990–1995 Otmar Gebhart
1995–2007 Friedrich Trimmel
2007–0000 Josef Freiler

Wappen

Blasonierung: Im roten Schild ein aufsteigender rechtsgewendeter silberner Löwe mit einer Kette um den Hals.

Als Vorlage diente das Wappen der Herren von Krumbach, das in einem Siegel vom Jahre 1291 aufscheint. Als Marktwappen wird dieses Siegelwappen seit 19. Jänner 1957 geführt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Krumbach (Niederösterreich)

Bauwerke

Parks

  • Abrahampark
  • Holzerpark

Naturdenkmäler

  • Steinkreis

Sport

  • Freibad
  • 2 Fußballplätze
  • 2 Tennisplätze
  • Volleyballplatz
  • Asphalt- und Eisstockbahnen
  • Natureislaufplätze (Stickelbergersee)
  • Tennishalle (2 Plätze)
  • Solarium
  • umfangreiches Rad- und Wanderwegenetz
  • permanente Mountainbike-Strecken

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Mountainbike-Marathon
  • Zeltfeste und Bälle der Vereine

Wirtschaft und Infrastruktur

Öffentliche Einrichtungen

  • Katholische Kirche
  • Kloster (Kongregation Schwestern der Armenfürsorge)
  • Pfarr- und Gemeindebücherei
  • Praktischer Arzt
  • Zahnarzt
  • Augenarzt
  • Tierarzt
  • Ortsstelle des Roten Kreuzes
  • Freiwillige Feuerwehren (FF Weißes Kreuz, FF Krumbach)

Bildung

  • Neue Mittelschule (NMS) Krumbach
  • Musikschulverband Bucklige Welt – Süd
  • NÖ Landeskindergarten Krumbach
  • Polytechnische Schule
  • Volksschule Krumbach

Persönlichkeiten

Ehrenbürger
  • Othmar Zaoralek (7. Juli 1870–29. April 1964), Volksschullehrer, Heimatforscher, Maler, Träger des Ehrenringes der Marktgemeinde Krumbach.
  • Friedrich Gamauf (1921–2005), Unternehmer, Ehrenbürger und Ehrenringträger, Goldenes Ehrenzeichen von Niederösterreich und päpstlicher Orden „Bene Merenti
  • Franz Grabenwöger (* 4. Februar 1940 in Furth), langjähriger Sekretär von Kardinal König und von September 1992 bis August 2009 Pfarrer von Krumbach. Danach weiterhin als Altpfarrer in Krumbach. 1984 wurde ihm der päpstliche Ehrentitel „Monsignore“ verliehen. Seit seiner Zeit im Priesterseminar in Wien, ist Pfarrer Grabenwöger Mitglieder der katholischen Studentenverbindung KAV Danubia Wien-Korneuburg im ÖCV. Die Ehrenbürgerschaft wurde ihm anlässlich seines Goldenen Priesterjubiläums am 23. Juni 2013 verliehen.[1]
  • Ernst Brandstätter (* 29. September 1953), Gemeindesekretär.[2]
In Krumbach geboren
  • Franz Blochberger (* 1942), Landesrat im Ruhestand, Ökonomierat
  • Robert Holzbauer (* 1956), Historiker, Leiter der Provenienzforschung des Leopold Museums in Wien
Personen mit Wirkungsbereich in Krumbach
  • Josef Matthias Hauer (1883–1959), Komponist und Musiktheoretiker, von 1902 bis 1904 Volksschullehrer in Krumbach
  • Rainer Holzbauer (* 1971), Autor und Regisseur, Träger des päpstlichen Ordens „Ritterkreuz des Silvesterorden
  • Alois M. Holzer (* 1976), ORF Wetterredakteur, Unwetterforscher, Forschungsmanager, wohnt und arbeitet in Krumbach

Literatur

  • Moritz Alois Becker: Aus dem Leben eines Edelmannes im XVI. Jahrhundert. In: Verstreute Blätter. Konegen, Wien 1880, S. 172–206 (Digitalisat, ab PDF-Seite 89 )

Weblinks

 Commons: Krumbach  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Informationsbroschüre anlässlich des Goldenen Priesterjubiläums von Pfr Grabenwöger
  2. http://www.krumbach-noe.at/system/web/news.aspx?bezirkonr=0&detailonr=225061840-761&menuonr=218767589

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