Krenkingen - LinkFang.de





Krenkingen


Dieser Artikel behandelt einen Ort in Waldshut-Tiengen. Für das gleichnamige Adelsgeschlecht, siehe Freiherren von Krenkingen.
Krenkingen
Kreisstadt Waldshut-Tiengen
Höhe: 534 m
Fläche: 7,58 km²
Einwohner: 250 (2004)
Bevölkerungsdichte: 33 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1974
Postleitzahl: 79761
Vorwahl: 07741

Krenkingen ist eine Ortschaft im Südschwarzwald, Region Hochrhein, und Stadtteil der Großen Kreisstadt Waldshut-Tiengen des Landkreises Waldshut im südbadischen Teil von Baden-Württemberg in Deutschland.

Geographie

Krenkingen liegt im Südschwarzwald am westlichen Hang des von Norden nach Süden verlaufenden Steinatals. Die Gemarkung erstreckt sich über den Bergrücken bis hin zur Schlücht im Westen. Der Hauptort selbst liegt auf 531 m ü. NN.

Ortschaftsgliederung

Zur Ortschaft Krenkingen gehören zwei kleine Weiler, das auf dem Bergrücken gelegene Berghaus und das im Westen am Hang zur Schlücht gelegene Hagnau.

Einwohnerentwicklung

Einwohnerzahlen des Hauptortes inklusive der Weiler Berghaus und Hagnau.

Jahr Einwohnerzahlen
1871 300
1900 230
1925 258
1939 265
1950 318
1961 278
1970 253
2004 245

Geschichte

Der Ort Krenkingen wird 1152 erstmals als Chreinchingen genannt[1] Die Ministerialen, Ritter und Freiherren von Krenkingen, 1202, Burch.miles et ministerialis domini Lutoldi de Kreinkingin[2] errichteten um das 11. Jahrhundert zuerst die Burg Altkrenkingen. Die neuere – im 13. Jahrhundert erbaute – und grössere Burg Krenkingen, die aber bereits 1361 als Burgstall bezeichnet wird, (nicht zu verwechseln mit Neu-Krenkingen oder auch Burg Gut-Krenkingen) lag etwa 100 m nördlich von der Ruine Alt-Krenkingen auf der gleichen Bergschulter, der Burghalde. Als erster Krenkinger ist ein Adilhardus de Chreingingen, erwähnt zu Allerheiligen in Schaffhausen 1102[3]. Die Krenkinger gelten als die Erbauer der Burg Tiengen. Sie besassen große Besitzungen im Klettgau, die Gutenburg, die Weißenburg sowie Burg Neukrenkingen und die Burg Roggenbach (dort den Weißenburger Turm) und weitere. Sie stellten Äbte im Kloster Rheinau, Konstanz, Kloster Reichenau und Strassburg. Als bekanntester Vertreter seines Geschlechts gilt der Abt von Reichenau und Bischof von Konstanz, Diethelm von Krenkingen. Der Vorname Diethelm ist kennzeichnend für die Krenkinger. Die verschuldeten Freiherren mussten 1361 die Herrschaft Gutenburg an Walter und Burkard von Hohenfels verkaufen. 1482 erwarb das Kloster St. Blasien das Dorf von den Herren von Rumlang. 1875 verbrannten bei einem Grossbrand 22 Häuser. 1722 wurde Krenkingen eigene Pfarrei. 1766–1767 wurde die heutige Kirche erbaut.[4]

Politik

Krenkingen ist eine Ortschaft im Sinne des baden-württembergischen Kommunalrechts. Die Ortschaft verfügt damit über eine eng begrenzte Selbstverwaltung. Organe dieser Selbstverwaltung sind der Ortschaftsrat und der Ortsvorsteher.

Ortsvorsteher

Seit der Eingemeindung zur Großen Kreisstadt Waldshut-Tiengen trägt der Leiter der Ortschaftsverwaltung die Amtsbezeichnung Ortsvorsteher.

Ortsvorsteher ist Frank Kaiser.

Bürgermeister der ehemaligen Gemeinde Krenkingen

  • 1966–1974 Andreas Kaiser

Ortsvorsteher der Ortschaft Krenkingen

  • 1974–1982: Andreas Kaiser
  • 1982–2004: Dieter Schwenninger
  • seit 2004:     Frank Kaiser

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehrsanbindung

Hauptverkehrsanbindung ist die Kreisstraße 6556, die von der Landstraße 158 im Schlüchttal von Krenkingen aus nach 2 km zur L 159 im Steinatal führt.

Bauwerke

  • kath. Kirche
  • Burgruine Krenkingen
  • Gemeindehaus

Persönlichkeiten

Literatur

  • Karl Heinrich Roth von Schreckenstein: Herr Diethelm von Krenkingen, Abt von Reichenau (1170–1206) und Bischof von Constanz (1189–1206), ein treuer Anhänger König Philipps. Beitrag zur Geschichte der Bischöfe von Constanz. In: Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins (ZGO) Bd. 28, Heft 3, 1876, S. 286–371.
  • Helmut Maurer: Die Herren von Krenkingen und das Land zwischen Schwarzwald und Randen. Studien zur Geschichte einer landschaftsgebundenen Adelshauses im 12. u. 13. Jahrhundert. Freiburg (Breisgau) 1963 (Freiburg (Breisgau), Diss., 20. Febr. 1963).
  • Helmut Maurer: Das Land zwischen Schwarzwald und Randen im frühen und hohen Mittelalter. Königtum, Adel und Klöster als politisch wirksame Kräfte (= Forschungen zur oberrheinischen Landesgeschichte 16, ISSN 0532-2197 ). Albert, Freiburg (Breisgau) 1965 (beinhaltet die Dissertation).
  • Uwe Ludwig: Zum Vogteistreit zwischen Kloster Rheinau und den Herren von Krenkingen. Eine unbekannte Quelle im Liber miraculorum des Bartholomäus von Trient. In: Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins (ZGO). Bd. 139, 1991, S. 479–488.
  • Max Blaschegg: Die Freiherren von Krenkingen und ihre Münzstätte Tiengen. In: Schweizer Archiv für Heraldik. Archivum heraldicum. Bd. 114, 2000, ISSN 1423-0534 , S. 87–120.

Einzelnachweise

  1. Thurgauer Urkundenbuch, Band 2, S. 109
  2. Urkunde, GLA, Amt Bettmaringen
  3. Franz Ludwig Baumann: Allerheiligen, S. 66
  4. Rudolf Metz: Geologische Landeskunde des Hotzenwalds, S. 936

Weblinks


Kategorien: Ort im Landkreis Waldshut | Ehemalige Gemeinde (Landkreis Waldshut) | Waldshut-Tiengen

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Krenkingen (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.