Kreiensen - LinkFang.de





Kreiensen


Kreiensen
Stadt Einbeck
Höhe: 104 m ü. NHN
Einwohner: 2480 (2011)
Eingemeindung: 1. Januar 2013
Postleitzahl: 37574
Vorwahl: 05563

Kreiensen ist die größte Ortschaft der Stadt Einbeck im Landkreis Northeim in Niedersachsen.

Geographie

Kreiensen liegt in Südniedersachsen im Leinebergland und gehört zum Harz- und Sollingvorland. Es befindet sich zwischen den Höhenzügen Helleberg im Norden, Hube im Westsüdwesten und Selter im Nordwesten. Durch den Ortskern von Kreiensen fließt die Gande, ein nordöstlicher Zufluss der Leine mit den Leineauen bei Kreiensen.

Geschichte

Alte Bezeichnungen des Ortes sind um 1342 Creyenhusen, 1344 Cregenhusen, 1344 Cregenhusen, vor 1362 Kreyensen, 1394 Bertolt von Kregensen, 1408 Kregensen, um 1440 Kregenszen und in 1441 Kreyensen.[1]

Die Ersterwähnung war 1318, als Otto der Milde die Herren von Oldershausen belehnte. Eine mittelalterliche Kapelle gehörte zum Archidiakonat Nörten. Erst im 19. Jahrhundert entwickelte sich der Ort wesentlich weiter. Zu westphälischer Zeit lag Kreiensen im Kanton Gandersheim.

Am 1. Januar 1826 wurde die in Kreiensen bestehende Postanstalt geschlossen. Wann sie eingerichtet wurde, ist nicht bekannt. Zu weiteren Details bezüglich der Entwicklung des Postwesens in Kreiensen siehe: Postroute Braunschweig-Göttingen.

Besondere Bedeutung erlangte der Ort als Eisenbahn-Knotenpunkt. In Kreiensen kreuzen sich die in den 1860er Jahren erbauten Ost-West-Verbindungen Braunschweigische Südbahn und die Bahnstrecke Altenbeken–Kreiensen mit der Nord-Süd-Linie Hannöversche Südbahn. Kreiensen lag auf Braunschweiger Territorium – direkt nördlich und südlich befand sich das Land Hannover. Hier wurde auch die Bahnstrecke Osterode–Kreiensen angeschlossen. Durch den Neubau der Schnellfahrstrecke Hannover–Würzburg verlor der Bahnknotenpunkt Kreiensen in den 1990er Jahren jedoch an Bedeutung.

Durch die Gemeindegebietsreform, die am 1. März 1974 in Kraft trat[2], entstand die bis 2012 bestehende Großgemeinde Kreiensen. Dabei löste der Ort Kreiensen den historischen Zentralort Greene als Verwaltungssitz ab. Die neue Gemeinde gehörte bis 1977 zum Landkreis Gandersheim und anschließend zum Landkreis Northeim.

Diese Gemeinde Kreiensen hatte eine Fläche von 65,32 km², auf der 6846 Einwohner (Stand: 31. Dezember 2011) lebten. Sie gliederte sich in 15 Ortschaften:

Der letzte Gemeinderat bestand aus 18 Mitgliedern (7 Sitze für die SPD, 6 für die CDU, 4 für die BL-UWG und 1 für Bündnis 90/Die Grünen) und dem Bürgermeister Ronny Rode (SPD). Am 17. Oktober 2011 beschloss der Gemeinderat die Vereinigung der Gemeinde Kreiensen mit der Nachbarstadt Einbeck[3], die zum 1. Januar 2013 in Kraft trat.[4]

Politik

Ortsbürgermeister ist Hans Henning Eggert (BL).

Der Ortsrat Kreiensen besteht aus sieben Mitgliedern.[5]

Wappen

Ein roter Schild, diagonal von links unten nach rechts oben durchzogen von einem silbernen Wellenband. Der linke obere Schildteil zeigt einen schreitenden, bewehrten und gekrönten Löwen; der rechte untere Schildteil zeigt drei diagonal geordnete goldene Rosen mit rotem Fruchtstand. Mit dem Löwen wird das Motiv der Edelherren von Homburg aufgegriffen, die die Burg Greene zeitweise in Besitz hatten. Die Rosen sind dem Wappen der Herren von Oldershausen entnommen, und das Wellenband symbolisiert die Leine.

Städtepartnerschaften

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

  • Das 1886 von Hubert Stier entworfene Bahnhofsgebäude nach Art der Neorenaissance wurde an der Stelle von Fachwerk-Abfertigungsgebäuden erbaut und 1971 renoviert.[6] Die Ostseite ziert oben ein Braunschweiger Löwe als Relief, die Westseite ein Preußischer Adler als Relief.
  • Bürgerhaus Kreiensen für Marinekameradschaft und Heimatverein Kreiensen
  • Katholische Kirche St. Josef von 1967, Innenraumgestaltung Claus Kilian, seit 2009 Filialkirche der Pfarrgemeinde Bad Gandersheim
  • Friedenskirche; evangelisch-lutherischen Gemeinde zur Propstei Bad Gandersheim gehörend. Das Kirchengebäude wurde 1935, als eine der wenigen, während der Nazizeit errichteten neuen Kirchenbauten in der Braunschweiger Landeskirche, eingeweiht. Davor existierte in Kreiensen nur eine kleine Kapelle.

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Tanzvergnügen der Vereine im Herbst
  • Tanz in den Mai
  • Burgfest des Gemeindejugendrings
  • Meisterschaften im Halbmarathon
  • Kreienser Weihnachtsmarkt am 2. Advent

Vereine

Wirtschaft und Infrastruktur

Bildung

In Kreiensen befinden sich die Grundschule Kreiensen, das Schulzentrum Kreiensen mit Haupt- und Realschule sowie Kindergärten.

Verkehr

Kreiensen liegt an der Hannöverschen Südbahn, der Braunschweigischen Südbahn, der Bahnstrecke Altenbeken–Kreiensen und ehemals an der Bahnstrecke Osterode–Kreiensen. Der Bahnhof Kreiensen war Halt einzelner Intercity-Züge der Nord-Süd-Verbindung von Hamburg nach Frankfurt (Main). Im Personennahverkehr wird er

Die meisten IC verkehren allerdings über die Schnellfahrstrecke Hannover–Würzburg statt über die Hannöversche Südbahn. Lediglich drei Intercity-Verbindungen verkehren im Leinetal und führen über Alfeld, Northeim, Elze und Kreiensen.[7]

Die Leit- und Sicherungstechnik des Bahnhofs Kreiensen wurde ab 2001 grundlegend modernisiert, der Bahnhof wird seit dem Jahr 2011 aus der Betriebszentrale Hannover ferngesteuert.

Kreiensen liegt an der Bundesstraße 64 und am Leine-Heide-Radweg.

Persönlichkeiten

Literatur

  • Albrecht Lehmann: Ortsbewußtsein in einem Arbeiterdorf. Einflüsse der Gemeindereform. In: Günter Wiegelmann: Gemeinde im Wandel. Volkskundliche Gemeindestudien in Europa. 1979, S. 173–186 (Volltext als PDF )

Weblinks

 Commons: Kreiensen  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Der Ortsnamenforscher auf NDR 1 Niedersachsen , Recherche Jürgen Udolph
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 269.
  3. HNA online: Historische Sitzung: Kreienser Rat sagt Ja zur Fusion mit Einbeck , abgerufen am 20. Oktober 2011
  4. Gesetz über die Vereinigung der Gemeinde Kreiensen und der Stadt Einbeck, Landkreis Northeim. In: Nds. GVBl. Nr. 16/2012, ausgegeben am 26. Juli 2012, S. 268
  5. Ortsrat Kreiensen (pdf)
  6. Jochen Prochnow: 100 Jahre Bahnhof Kreiensen: das Eisenbahnerdorf; Norddeutschlands traditioneller Eisenbahnknotenpunkt, 2004, S. 6
  7. Pressemitteilung des Wirtschaftsministeriums auf suedharzstrecke.de, Bericht von Christian Haegele, Kommentare von Michael Reinboth, abgerufen am 19. Dezember 2009

Kategorien: Ortsteil von Einbeck | Ort an der Leine | Ort im Landkreis Northeim | Ehemalige Gemeinde (Landkreis Northeim)

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Kreiensen (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.